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Insulinspiegel beim Nichtdiabetiker im Blut
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Daniela
Rang: Gastam 21.09.2010 00:04:12
Hallo,
habe einen Referenzwert unter maximaler Stimulationdurch Glucose oder Glukagon bis 200 mU/l gefunden - dies gilt für den Gesunden.
Was bedeutet das bei 6 l Blut als gegebene Insulineinheiten für uns - wieviel Insulin muss ich mir geben um diesen Insulinspiegel zu erzeugen?
Ich rechne mal etwas, nähme ich das gesamte Insulin aus 6 l Blut, in eine Spritze, wären das insgesamt 1200 mU, entspricht das nicht 1,2 Einheiten Insulin?
Wenn ich mir die HWZ von 5 min für Insulin im Blut in Erinnerung rufe, frage ich mich noch, wie und wann nach Glukosebelastung man das genau messen will ^^
Helft mir mal bitte auf die Sprünge...
LG, Daniela -
ewbtgbowg
Rang: Gastam 21.09.2010 05:18:53
"Wenn ich mir die HWZ von 5 min für Insulin im Blut in Erinnerung rufe, frage ich mich noch, wie und wann nach Glukosebelastung man das genau messen will"
wie wäre es denn über den "umweg" der c-peptid-bestimmung, dessen hwz 10x länger als die des insulins ist? nur so als vorschlag - wobei ick mir frage, wozu ein normal sterblicher seinen i-spiegel wissen muss. -
Jürgen
Rang: Gastam 21.09.2010 09:43:34
Moin Daniela,
versteh nicht, was Du da durchrechnen willst. Was beim Gesunden messbar ist, ist nur ein Teil des Insulins, das er umsetzt, weil wenigstens um die Hälfte bei dem über die Leber gar nicht hinaus kommt und in der Pfortader selten Blut abgenommen wird. Die Menge müsstest Du natürlich auch irgendwie berücksichtigen.
Und was Du spritzt, verteilt sich ja über mehrere Stunden und richtet sich dabei nicht unbedingt nach einem allgemein ausgehängten Plan, sondern wie's aus Deinem Unterhautfettgewebe frei gesetzt wird. Zudem gibt es auch bei Insulin keinen Spiegel, sondern wie auch bei der Glukose nur einen Verlauf.
Hier hast Du mal ne Grafik, die Dir vielleicht ein bisschen weiter hilft phlaunt.com/diabetes/16422495.php
Bisdann, Jürgen -
Daniela
Rang: Gastam 21.09.2010 13:51:30
Hi ihr beiden,
mir geht es darum zu zeigen, dass die i.v.-Korrektur mit 4 IE durchaus physiologisch ist und ein Gesunder nach Glucosebelastung eigentlich mehr Insulin umsetzt - aber ich weiß nicht wie ich das zeigen soll, deswegen der Versuch mit dem Insulinspiegel ôô
Vielleicht gibts ja jemanden, der da was zu beitragen kann :-)
LG, Daniela -
Jürgen
Rang: Gastam 21.09.2010 18:13:12
Moin Daniela,
Inkretin-Effekt heißt der gesunde Zauber und bedeutet, dass ein Darmhormon-Team JUST IN TIME die Ausgabe der passenden Menge Insulin auslöst, wenn neu gegessene und verdaute Glukose in den Blutkreislauf übergeben wird. Deswegen kannst Du einem Gesunden oral an Glukose einfüllen, so viel Du willst, ohne dass der irgendwann danach über 140mg/dl messen muss. Dann treffen Glukose und Insulin in der Pfortader auf dem kurzen Weg in die Leber zusammen, wo sie zum größten Teil direkt sofort verarbeitet werden.
Es gibt also einen gesunden Mehrumsatz an Insulin in Abhängigkeit von neu einverleibter Glukose. Aber nur zwischen Pankreas und Leber, und schon der i.v. Nachbau-Umweg über einen guten Teil des Gesamtkreislaufs ist nicht mehr besonders physiologisch und wird ja auch noch dadurch behindert, dass Dir niemand so genau sagen kann, wann denn die Glukose, die Du treffen willst, auf ihrem Weg durch die Pfortader in die Leber ist und ob Dein i.v. Insulin da nicht 5 Minuten zu früh oder zu spät ankommt.
Bisdann, Jürgen