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Rotwein zum Abendessen

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    am 05.10.2023 20:08:48 | IP (Hash): 205438424
    BZ-wirksam wird Alkohol meistens erst in sehr viel größeren Mengen, als von ein oder zwei Gläsern Wein. Und auch da nicht einfach so, denn sonst würden bewusstlos Besoffene ja alle schwere Hypos haben. Und Alkohol senkt den BZ auch nicht, sondern bremst die Leber bei der Glukose-Ausgabe. D.h., mit ner guten Portion Alkohol steigt der BZ nach einem Essen nicht so hoch an, wie ohne. Und BZ-Schwierigkeiten machen sich damit dann alle die, die für das Essen mit dem höheren Verlauf ohne oder mit nicht so viel Alkohol ihr Insulin gespritzt haben.

    Weil er praktisch den Anstieg bremst, halten nicht wenige den Alkohol für sone Art Insulin-Ersatz. Dabei braucht der zu seiner Verstoffwechselung selbst Insulin. Denn Alkohol ist stoffwechselmäßig in der Hauptsache Fett. Und Fett wegpacken und nur kontrolliert ausgeben, ist die Hauptaufgabe vom Insulin. Unbehandelt sterben Menschen nicht an zu hohem Blutzucker - den haben viele mit Typ 2 noch recht lebendig noch sehr viel höher - sondern an der Lipolyse, an der Auflösung von allem Fett, weil kein Insulin mehr zum Zusammenhalten da ist.

    Apropos Test, wie Rainer vorschlägt: Die dann aber bitte mit gleichen Tagesabläufen und gleichen Essen ohne und mit Wein. Ein bisschen systematisch muss schon sein. Und jeweils wenigstens 3 Tage nacheinander ;)

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
    Bearbeitet von User am 05.10.2023 20:09:48. Grund: .
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    am 07.10.2023 06:30:41 | IP (Hash): 1517651034
    Danke euch, werde ich vermutlich tatsächlich mal irgendwann testen - die Neugier nagt beharrlich-:)
    Jürgen, hast schon Recht wegen der systematischen Testerei. Wird aber wohl eher etwas unsystematisch ablaufen, so ganz exakte identische Testbedingungen kann man nicht so einfach wiederholen. Was dabeo herauskommt ist dann vermutlich nur ein Eindruck, kein exakt belastbares Ergebnis.

    Theoretisch sollte ein Glas Wein gar nichts machen da unter 0,42 promille.
    Hab allerdings 2x festgestellt das der Grieche mit dem Ouzo danach für den BZ doch nicht so übel war wie er eigentlich hätte sein müssen....

    Aber mit der Theorie ist das ohnehin so eine Sache, bei mir merke ich zum Beipiel auch sehr gut und sehr schnell wenn ich eine Spitze habe nach dem Essen weil ich dann immer spontan auf das Klo muss. Und damit meine ich wiklich sehr kurze Spitzen von kaum über 200 über eine halbe stunde.
    Esse ich aber etwas was keine Spitze verursacht, dan muss ich auch nicht aufs Klo und die Schläfrigkeit (das Suppenkoma) ist auch nicht so ausgeprägt.
    Also ist die Konsequenz, das nach dem Essen, wenn ich spontan und dringend "Pipi" muss und ausserdem ich anfange schläfrig zu werden, ich sofort eine Runde spazierengehe, die Treppe klettere oder mich in irgendeiner Form körperlich betätige (z.b. das Bad putzen oder Auto saugen geht auch^^). Da spare ich mir inzwischen den Teststreifen und reagiere direkt.
    Aber theoretisch sollte die Harnschwelle noch gar nicht ausgelöst werden bei so kurzen Peaks, aber bei mir ist das trotzdem so....


    gruß
    Gunter







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    am 07.10.2023 11:49:12 | IP (Hash): 987346659
    Schon interessant mit deinem Pipi. Normal ist ein schlichter Überlauf: Bis zur Schwelle filtern die Nieren alle Glukose zurück in den Kreislauf. Mehr geht nicht, und so muss halt alles raus, was darüber hinaus anfällt, zusammen mit dem daran gebundenen Wasser.

    Vor so um 30 Jahren hatte ich mal jemanden gekannt, dessen Nierenschwelle von Kindheit an knapp über 50 mg/dl lag. Mit nem weitgehenden KH-Verzicht hatte der sich damit erstaunlich gut eingerichtet.
    Mit …gliflozinen haben die Farmas mit dem Senken der Schwelle von normal um 180 mg/dl auf um 140 eine einen guten Gelddrucker entwickelt.

    Wenn deine Schwelle in dem Bereich liegt, oder/und wenn schon das Anstoßen an die normale bei dir die Harndruck-Aktion auslöst, hast du damit ein super natürliches Hilfsmittel :)

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    am 07.10.2023 14:05:27 | IP (Hash): 468042078
    Möglicherweise spielen meine Blutdrucksenker da noch mit rein, fällt mir gerade so ein.
    Ich nehme noch amplodipin, bipreterax und spironolacton. Sind einige Wirkstoffe, darunter 2 Diuretika, wer weiss was sich da im Körper noch alles ändert und gegenseitig berinflusst.

    Die Blutdrucksenker werden aber sowieso sehr bald reduziert, im Rahmen der Ernährungsumstellung und Gewichtsverlust ist der Blutdruck nun noch mal deutlich gesunken, teilweise einen Tick zu niedrig.

    Ernährungsumstellung bringt so einige Veränderungen, das hat sich definitiv für einige "Baustellen" im Körper gelohnt.

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    am 07.10.2023 14:57:08 | IP (Hash): 813436285
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mit …gliflozinen haben die Farmas mit dem Senken der Schwelle von normal um 180 mg/dl auf um 140 eine einen guten Gelddrucker entwickelt.

    Über so viel dümmliches hjt_Jürgen'sches Gequatsche kann man nur den Kopf schütteln - das ist unglaublich. 😕

    @Gunter,
    die Diuretika haben ganz bestimmt einen Einfluss auf dein Pinkelverhalten. Es ist gut und normal, dass du mit der Ernährungsumstellung auch den BD besser hin bekommst und die BD-Senker reduzieren kannst oder sogar ganz los wirst. Regelmäßige Bewegung hilft übrigens auch sehr gut gegen beide Probleme.

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 08.10.2023 19:29:48. Grund: BBCodes