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Diabetes Typ-2 Langzeitzuckerwert sehr erhöht.
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am 29.02.2024 22:55:13 | IP (Hash): 2010164047
Hallo Michael,
du hast ja schon ein ganzes Stück erreicht. Ob es dir reicht oder ob du deinen BZ noch etwas weiter runter bekommen willst, musst du selbst entscheiden. Ich würde dir im Interesse der langfristigen Gesunderhaltung ein ehrgeiziges Ziel empfehlen.
Auf jeden Fall solltest du bei deinem Arzt auf eine angemessene Metformindosis drängen, die 500mg sind wirklich mur eine homöopathische Dosis. Bei deinem HbA1c wären 2*1000mg, wenn du es gut verträgst, durchaus angebracht.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.02.2024 22:55:48. Grund: BBCodes -
am 02.03.2024 05:37:39 | IP (Hash): 1188740904
Mit 6,6 bis 6,9 HbA1c liegt der Langzeitzuckerwert doch vollständig im Zielbereich beim Typ-2-Diabetiker. Nach den Richtlinien sollte ein Wert zwischen 6,5 und 7,5 % angestrebt werden.
Optimieren kann man sicher hier noch die Ernährung. Das Nutellabrötchen sollte man möglichst meiden. Wenn dann noch ein Weizenmehlbrötchen verwendet wird, dann erzeugt das unnötige Blutzuckerspitzen.
Haferflocken zum Frühstück sind eigentlich ein guter Start. Das enthaltene Beta-Glucan wirkt sich günstig auf die Blutfettwerte aus, weil es überschüssiges Cholesterin bindet. Mit Hafertagen kann man den Blutzuckerspiegel als Typ-2-Diabetiker senken. An diesen Tagen gibt es 3 mal 75 g Haferflocken, die mit 300 bis 500 ml Wasser gekocht werden. Morgens und abends sind dazu 25 g zuckerarmes Obst (beispielsweise Blaubeeren oder Himbeeren) erlaubt und mittags kann man die Haferflocken in Brühe ansetzen und ein wenig Suppengrün hineinschneiden. Möglichst 2 oder 3 solcher Tage am Stück machen. Einmal im Monat sollte reichen.
Immer Quark zum Abendessen ist irgendwann einmal langweilig. Alternative dazu: Gemüse oder Salat und Eiweiß. Das kann in Form eines Stücks Fleisch (möglichst Geflügel) oder auch Tofu sein. Wenn man den auspresst in etwa 1cm mal 1cm breite Streifen schneidet, dann in einer Marinade aus Sojasoße, Reisessig, Knoblauch und Ingwer mariniert und dann knusprig brät, schmeckt der auch und macht langanhaltend satt.
Bei Brot und Brötchen auf Vollkornprodukte achten.
Noch ein Hinweis: Äpfel sind durchaus erlaubt. Gerade das im Apfel enthaltene Pektin tut dem Körper gut. Allerdings insgesamt bitte nicht mit Obst übertreiben. Anhaltspunkt: 2 Portionen Obst am Tag. Eine Portion ist das, was in eine Hand passt. Das wäre dann allenfalls eine Banane (passt eben nicht in eine, sondern in zwei Hände) oder zwei Äpfel.
Ich esse auch Reis oder auch Nudeln. Allerdings habe ich auf Vollkornprodukte umgestellt. Bei den Nudeln ist da der Geschmack bewöhnungsbedürftig. Vollkornbasmatireis muss ich leider über das Internet beziehen, den gibt es hier nirgendwo zu kaufen.
Auch kartoffeln sind möglich, wenn der Konsum im Rahmen bleibt. Bratkartoffeln sind dann interessant, wenn sie traditionell zubereitet werden. Also Kartoffeln normal kochen und pellen. Über Nacht auskühlen lassen und erst am nächsten Tag im heißen Fett ausbraten. Hier kommen zwei Effekte zum Tragen: Durch das Kochen und anschließendem Auskühlen verwandelt sich ein Teil der in den Kartoffeln enthaltenen Stärke in resistente Stärke. Diese kann im Dünndarm nicht verstoffwechselt werden. Die Bakterien im Dickdarm freuen sich. Risistente Stärker erhöht den Blutzuckerspiegel nacht. Aber natürlich verbleibt Stärke in den Kartoffeln, die blutzuckerwirksam ist. Dein gleichen Effekt hat man, wenn man Reis vom Vortag verarbeitet. -
am 02.03.2024 10:34:38 | IP (Hash): 1675181020
Thomas_Dt schrieb:
Mit 6,6 bis 6,9 HbA1c liegt der Langzeitzuckerwert doch vollständig im Zielbereich beim Typ-2-Diabetiker. Nach den Richtlinien sollte ein Wert zwischen 6,5 und 7,5 % angestrebt werden.
Die Richtlinien gelten für den ordentlich progredient behandelten Typ 2. Die meisten in Foren mitschreibenden Menschen mit Prädiabetes oder Typ 2 sind allerdings eher auf einen möglichst gesunden BZ-Verlauf bis hin zur Remission ausgerichtet. Und dabei ist z.B. sowas wie ne Haferkur häufig völlig kontraproduktief, wie hier schon häufiger aus den jeweiligen eigenen Erfahrungen berichtet wurde.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.