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Neuzugang :-)
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am 19.10.2023 15:26:52 | IP (Hash): 55253487
Nada schrieb:
Aber dann weiß ich immer noch nichts über die Pankreas-Werte (Amylase und Lipase??), und die sind wichtig.
Nein, nicht im Zusammenhang mit deinem Diabetes.
Die BSD hat interne (endokrine) und eine externe (exokrine) Funktionen. Insulin gehört zu den endokrinen Funktionen und wird ins Blut abgegeben. Amylase und Lipase gehören zu den exokrinen Funktionen, es sind Verdauungsenzyme, die in den Dünndarm (der gesamte Verdauungstrakt gehört medizinisch nicht zum Körperinneren) ausgegeben werden. Störungen der endokrinen und exokrinen Funktionen sind nicht voneinander abhängig.
Wenn du ein Messgerät hast, dann kannst du anhand dieser guten Anleitung sehen, wo du stehst und wo du in etwa hin musst:
https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
(Quelle: https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar )
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.10.2023 19:01:41. Grund: BBCodes2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.10.2023 15:42:22 | IP (Hash): 1764703117
Dann hab ich den Doc von der AOK wohl falsch verstanden.
Er meinte, es gibt bei Typ 2 noch eine Aufteilung. Eine Variante ist die (ähnlich dem Typ 1), dass die BSD gar nicht mehr funktioniert. Und das müßte ich ausschließen lassen.
Falls die BSD aber soweit in Ordnung ist, würde es wohl auch mit strikter Ernährungsumstellung und Sport funktionieren.
Hm.
LG
Nada
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am 19.10.2023 16:12:47 | IP (Hash): 55253487
Du hast ihn richtig verstanden, aber Typ 1 diagnostiziert man nicht mit Amylase- und Lipasewerten, sondern mit der Suche nach Insulinantikörpern und dem C-Peptid. Der Diabetologe würde das sehr wahrscheinlich untersuchen, ein Hausarzt kaum. Bei Typ 1, auch bei der speziellen Form LADA, brauchst du übrigens unbedingt Insulin. Die Chance, dass du Typ 2 hast, ist allerdins sehr viel höher. Trotzdm sollte das unbedingt geprüft werden.
Ich halte die Strategie des Diabetologen übrigens für goldrichtig: mit Insulin relativ schnell für vertretbare BZ-Werte zu sorgen und dann zu sehen, ob durch die von dir getroffenen Maßnahmen das Insulin reduziert oder wieder ganz weggelassen werden kann. Falsch und sehr schlecht wäre nur die Einstellung, dass das gespritzte Insulin ja schon alles repariert und du nichts weiter machen musst. Für die Senkung des Insulinbedarfs zu sorgen, ist sowieso dein Part. Der Diabetologe bzw. seine Mitarbeiter können dich dazu lediglich mit Information versorgen. Die kannst du dir natürlich auch alleine im Internet, aus Büchern, in Foren und durch eigene Erfahrungen zusammen suchen. Schwer ist dabei allerdings, die guten von den schlechten Empfehlungen zu trennen, es gerade zu diesem Thema sehr viel Blödsinn verbreitet.
Ein großer Vorteil der anfänglichen Insulintherapie wäre, dass du die Teststreifen oder sogar ein CGM (Libre, Dexcom) spendiert bekommst. Damit kannst du dann sehr gut sehen, was du wie mit Ernährung und Bewegung erreichen kannst. Ohne Messungen machst du nur einen Blindflug und als Selbstzahler für solche Sachen musst du insgesamt ganz schön viel blechen.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.10.2023 17:04:21. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.10.2023 16:38:20 | IP (Hash): 1764703117
Nein, er meinte nicht Typ 1 oder 2.
Es gibt im Typ 2 Untergruppen. Oder eben zwei Formen von Typ2.
und du hast völlig Recht, ich möchte gerne zuverlässige Infos und nicht drölfzig verschiedene Ansichten...
;-). -
am 19.10.2023 17:01:12 | IP (Hash): 22986664
Wegen Sport, ich bin mir nicht sicher ob JETZT mit deinen sehr hohen Werten das das richtige ist. Vielleicht hat hier jemand dazu eine Info?
Das würde ich auf alle Fälle mit einem Arzt vorher abklären.
Spaziergang, bisschen bewegen ist jetzt vermutlich besser als richtig Sport.
Ernährung: Zucker und alle KHs (Brot. Nudeln, Reis vorerst möglichst komplett lassen, auch die Hafernilch. Obst nur wenig. Gemüse soviel du willst. Genug Eiweiss, etwas Öl.
Eine deutliche Kalorinreduzierung ist sicher angebracht, wird sich automatisch ergeben wenn du die KHs und übermäßige Mengen Fette weglässt.
Das "gute" am DM (darf man das so sagen?) ist das du zumindest bei Typ2 recht viele Hebel in der eigenen Hand hältst. Die Medikation ist da nur eine Unterstützung, man kann und soll sich da schon selber sehr viel helfen.
Ich bleibe aber dabei, bei deinen hohen Werten würde ich schon beim doc vor der Tür sitzen, das ist sehr riskant. Ich würde mich in aktiver Behandlung und Betreuung da wohler und sicherer fühlen.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 501 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.10.2023 17:19:54 | IP (Hash): 22986664
Schafakäse ist kein Problem, Käse sind meist BZ freundlich. Aber wenn man abnehmen will, wenig davon.
Maltodextrin ist schlecht.
Als Süsstoff eigenen sich eher Stevia, Birkenzucker (Xylit) oder Erythrit. Alles fasz neutral für BZ.
Mein Favorit ist das Xylit (Geschmackssache!), das hat aber Kalorin.
Für dich ist vermutlich Erythrit am besten, mit 0 kcal.
Musst aber schauen ob du etwas davon verträgst.
Vergiss Honig, Dicksäfte oder Fructose - all das wird manchmal im Internet für Diabetiker empfohlen. Das ist natürlich gar nicht geeignet und falsch wie so vieles was im Internet steht.
Fructose (also auch alles Obst) musst du erst mal sowieso aufpassen, das geht auf die Leber und du musst alle Stoffwechselorgane entlasten.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 501 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.10.2023 17:24:41 | IP (Hash): 429394757
Nada schrieb:
Nein, er meinte nicht Typ 1 oder 2.
Es gibt im Typ 2 Untergruppen. Oder eben zwei Formen von Typ2.
und du hast völlig Recht, ich möchte gerne zuverlässige Infos und nicht drölfzig verschiedene Ansichten...
;-).
Nahezu 90% der Diabetespatienten hat Typ2 Diabetes.
Ca. 10% hat Typ1/Lada.
Ca. 1% hat seltene Diabetesformen, die kein Typ1 oder Typ2 sind, sondern werden als Typ3 bezeichnet (plus bestimmte Kleinbuchstaben, welche Diabetessonderform es ist).
Bei Typ3 sind die häufigsten in dieser Gruppe eine der 11 Mody Diabetes Formen (Typ3a), pankreopriver Diabetes durch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Typ3c) und Steroid-Diabetes durch Kortison (Typ3e).
Alle Typ3 Diabetes Formen sind also selten, aber keine Unterform von Typ2!
Der Arzt meinte den pankreopriven Diabetes und seine Aussage ist totaler Blödsinn.
Ohne eine bereits bekannte Erkrankung oder Operation an der Bauchspeicheldrüse und ohne typische Pankreassymptome (u.a. Gelbsucht, schwere gürtelförmige Schmerzen im Oberbauch, Fettstuhl oder starker Gewichtsverlust) ist die Wahrscheinlichkeit eines pankreoprives Diabetes bei dir annähernd NULL!! Ich habe selbst diese Diabetesform und kenne mich damit deshalb recht gut aus.
Deshalb würde ich dir persönlich folgendes empfehlen, Test auf C-Peptid, das zeigt inwieweit deine BSD noch selbst Insulin herstellen kann. Ist er normal oder zu hoch, dann liegt i.d.R. ein Typ2 vor.
Ist es erniedrigt, hast du i.d.R. einen sog. Insulinmangel-Diabetes. Dann sollte AK zwecks Typ1 angeschaut werden. Und erst wenn dort keine zu finden sind, könnte man nochmal nach Typ3 Sonderformen schauen.
Aber eins nach dem Anderen. In der Medizin gibt es auch das Sprichwort "wenn man Hufgetrampel hört, denken wir zuerst auch an Pferde und nicht an Zebras"
Zu Insulin, solange es keine richtige Diagnose gibt, würde ich an deiner Stelle (solange keine starke Nadelphobie oder ähnliches vorliegt) für den Anfang zumindest 1× Tag Basalinsulin spritzen. Damit ist das Unterzuckerungsrisiko gering. Es unterstützt aber deine BSD sehr, für einen möglichen Insulinmangeldiabetes wäre es sehr wichtig, auch bei Typ2 anfangs sicher sehr hilfreich, um erstmal die Werte etwas zu senken. Gleichzeitig natürlich Tests, ob es wirklich Typ2 ist, Ernährung umstellen, Bewegung, ...
Falls die Bestätigung auf Typ2 dann kommt und deine Werte besser sind, kannst du das Basalinsulin auch wieder absetzen.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.10.2023 17:49:28 | IP (Hash): 584062127
Gunter21 schrieb:
Wegen Sport, ich bin mir nicht sicher ob JETZT mit deinen sehr hohen Werten das das richtige ist. Vielleicht hat hier jemand dazu eine Info?
Wenn der hohe Blutzucker keine ernsthaften akuten Symptome macht, macht die Absenkung auch keine. Wieso man dafür ärztlichen Beistand bräuchte, wenn man das Absenken selbst schafft, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.
Manchmal denke ich, dass die BZ-Zahlen für riesige Glukosemengen missverstanden werden. Aber 100 mg/dl bedeuten gerade mal 1 Gramm Glukose pro Liter Blut, 200 mg/dl entsprechend 2 Gramm usw.
"Life Without Diabetes" ist die aus meiner Sicht aktuellste gut lesbare Darstellung des Typ 2 mit allen wichtigen Facetten von Prof Roy Taylor, Newcastle, also von dem Mann, der die Remission mit eben Typ 2 als für 8 von 10 Neudiagnosen systematisch erreichbar vor gut 10 Jahren entwickelt hat. Der von ihm und seinem Team mit inzwischen tausenden von Probanden mit Erfolg verprobte Weg funktioniert völlig ohne Medikamente mit der sogenannten Newcastle Diet. Das Buch gibt es inzwischen auch in deutscher Übersetzung.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.10.2023 17:50:03 | IP (Hash): 797780926
Nada schrieb:
Nein, er meinte nicht Typ 1 oder 2.
Es gibt im Typ 2 Untergruppen. Oder eben zwei Formen von Typ2.
Ich vermute, dass der Arzt meinte, dass es Typ 2 mit
a) hoher, überschießender Insulinproduktion (aufgrund der Insulinresistenz)
b) Insulinmangel (oft im Spätstadium)
gibt.
Differenzieren kann man es durch die Bestimmung von C-Peptid.
Bei b) kommt man an Insulin nicht vorbei.
Aber auch bei a) braucht man aufgrund der Insulinresistenz mitunter Insulin.
Lg
Hape
Bearbeitet von User am 19.10.2023 17:53:45. Grund: Tippf -
am 19.10.2023 19:00:35 | IP (Hash): 1764703117
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