Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Leberentfettung nach Taylor

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1093
    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 27.10.2023 17:51:38 | IP (Hash): 1250450184
    Danke Zuckermann für deine guten Wünsche, die ich gerne an dich zurückgebe. Nun, so ganz gesund sind wir ja nicht mehr...aber mit wir können uns informieren und so unsere Lebensqualität möglichst gut gestalten...

    Jürgen...danke für deine Mühe...immer noch schwer lesbar...aber lass mal gut sein...

    Noch was: Ich denke, es ist wichtig MIT dem Diabetes zu leben...und nicht FÜR den Diabetes. Dazu gehört auch, dass man nicht rund um die Uhr hier im Forum sein muss, um jeden Beitrag sofort zu kommentieren oder beantworten....
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 25.08.2022
    am 04.11.2023 15:23:01 | IP (Hash): 1636940145

    1. Die Frage nach den Erfahrungen mit der Taylor Diät ist in dem Sinne falsch gestellt, als dass es bei der Remission eigentlich nicht um die Taylor-Diät an sich geht, sondern um die Erkenntnis einer verfetteten Leber + verfetteten Beta-Zellen, die es durch eine Diät wieder zu entfetten gilt. Ob man das mit unterkalorischer Ernährung mit viel Gemüse oder mit Nahrungsergänzungsmittel macht bleibt jedem überlassen - ich habe auch ohne Taylor zu kennen das erstere gemacht und befinde mich seit über 1 Jahr in Remission. Also kurz gesagt: Jürgen macht es falsch auf die Taylor-Diät hinzuweisen, aber vieles richtig indem er auf deren Auswirkungen verweist. Es geht um das kalorienreduzierte Entfetten und nicht um Taylor. Und es geht auch nur um Remission und nicht um Heilung. Dass das nicht bei jedem funktioniert kann auch sein, es gibt nämlich noch die genetische Komponente.

    2. Welchen Wikipedia Artikel zu Taylor hast du gelesen in dem von Dämonologie die Rede ist? https://en.wikipedia.org/wiki/Roy_Taylor_(diabetologist). Ich konnte dazu nichts finden. Taylor hat übrigens einen h-Index von 54, was relativ hoch ist und auf einen außergewöhnlichen Wissenschaftler schließen lässt (https://de.wikipedia.org/wiki/H-Index).

    3. Ich finde Äußerungen wie "Mein Arzt hat die Augen verdreht", "Man kann nur darüber lachen", "Man soll MIT dem Diabetes leben, statt FÜR den Diabetes" übrigens total kontraproduktiv. Es geht darum, sich mit wissenschaftlichen Aspekten auseinanderzusetzen die dazu beitragen können diese Krankheit in Schach zu halten. Klar muss man sich dadurch nicht verrückt machen lassen und bei jedem Essen dran denken, aber sich mit der Krankheit ein wenig beschäftigen schadet nicht. Deshalb sind wir alle im Forum. Und dass ein Arzt der sein Studium evtl. mit 4,0 abgeschlossen hat einem Taylor mit einem hohen h-Index nicht das Wasser reichen kann sollte doch klar sein. Man soll nicht dem einen Arzt vertrauen, sondern sich viele Meinungen anhören, lesen, ausprobieren. Wenn ich auf meinen Arzt gehört hätte ("Essen Sie 55% Kohlenhydrate", "Es ist eine progressive Krankheit" wäre ich heute nicht da wo ich jetzt bin.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.11.2023 20:12:37 | IP (Hash): 331327070
    Ich denke schon, dass noch immer volle Absicht ist, alles als Humbug abzuqualifizieren, was Taylor und Team zur T2D Remission zusammengetragen, erforscht und erprobt haben. Und da steht der Zuckermann keineswegs alleine. Das ist durchaus auch die Sicht unserer fachoffiziellen Diabetologie. Denn wenn sie die Remission anerkennen würde, müsste sie auch gleichzeitig anerkennen, dass T2D unbehandelt und ordentlich nach DDG Standard behandelt und damit so gewollt(!) eine sich selbst verstärkende Krankheit ist. UND EINE GOLDGRUBE für Medizin und Pharmas!

    Ein bisschen missverständlich die Ver- oder Entfettung: Die meisten Menschen mit völlig verfetteter Leber und völlig verfetteten Betas haben und kriegen keinen Typ 2 Diabetes. Sondern es geht um die genetischen Anlage zum Typ 2. Alle Menschen mit solchen Anlagen haben damit praktisch von Geburt an eingebaute Schwellen in Leber und Betazellen. Die richten sich allerdings nicht nach allgemeinen Maßstäben, sondern sind völlig individuell.
    Was bei denen an Fett unter diesen Schwellen eingelagert wird, stört keine gesunde Funktion. Wohl auch wenigstens im Anfang kein kurzzeitiges Überschreiten. Aber immer mehr darüber setzt die Fehlfunktionen in Gang und verstärkt sie mit den Jahren.

    Taylor weist auf einen Fall hin, in dem der Betroffene mit BMI 20 noch voll T2D hatte, mit BMI 18 völlig normalen BZ ohne Medikamente.
    Dazu auch der Hinweis, dass von den gut 5k Teilnehmer:innen an der UKPDS, der ersten großen Typ 2 Studie über insgesamt 10 Jahre (Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts), um 30 % einen BMI mehr oder weniger deutlich unter 25 hatten und weniger als 30 % einen über 30.

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 06.11.2023 12:17:19 | IP (Hash): 1960882582
    hjt_Jürgen schrieb:

    Taylor weist auf einen Fall hin, in dem der Betroffene mit BMI 20 noch voll T2D hatte, mit BMI 18 völlig normalen BZ ohne Medikamente.


    Ich finde in Taylors Buch nur einen Fall bei dem der BMI von 24 auf 20 reduziert wurde. Im Kapitel 6 "The personal Threshhold" in Taylors Buch "Life without Diabetes" (Seite 132 im Kindle)
    Ich zitiere: "....he wanted to get back to normal or as near normal as he could and said he would try it.
    So "normal weight" Mark lost weight. His BMI went down from 24 to just below 20. And the diabetes went away....."
    Den Fall bei dem von 20 auf 18 reduziert wird finde ich im Buch nicht.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.11.2023 15:06:51 | IP (Hash): 604266131
    Danke fürs Zitat!
    Okay, dann habe ich es nicht aus dem Buch und bis zum Beweis des Gegenteils also gewaltig "untertrieben". Wenn ich wieder drüber stolpere, dann gebe ich auch die zutreffende Fundstelle weiter, und bis dahin is das halt fake news :(

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 91
    Mitglied seit: 22.06.2022
    am 06.11.2023 15:11:10 | IP (Hash): 72970431
    gdmircea schrieb:

    1. Die Frage nach den Erfahrungen mit der Taylor Diät ist in dem Sinne falsch gestellt, als dass es bei der Remission eigentlich nicht um die Taylor-Diät an sich geht, sondern um die Erkenntnis einer verfetteten Leber + verfetteten Beta-Zellen, die es durch eine Diät wieder zu entfetten gilt. Ob man das mit unterkalorischer Ernährung mit viel Gemüse oder mit Nahrungsergänzungsmittel macht bleibt jedem überlassen - ich habe auch ohne Taylor zu kennen das erstere gemacht und befinde mich seit über 1 Jahr in Remission. Also kurz gesagt: Jürgen macht es falsch auf die Taylor-Diät hinzuweisen, aber vieles richtig indem er auf deren Auswirkungen verweist. Es geht um das kalorienreduzierte Entfetten und nicht um Taylor. Und es geht auch nur um Remission und nicht um Heilung. Dass das nicht bei jedem funktioniert kann auch sein, es gibt nämlich noch die genetische Komponente.



    Aber genau das sagen ich, Mitglied und andere Jürgen doch die ganze Zeit ;) Dass es nicht um eine spezielle Ernährungs- und Diätform sondern um das Wegschmelzen des falsch eingelagerten Fetts ansich geht. Und wer das mit hypokalorischer Ernährung macht, hat gute Chancen, dass sich der Körper zuerst vom ektopen Fett befreit, bevor er sich an anderen Reservepolstern bedient!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.11.2023 15:39:34 | IP (Hash): 604266131
    [quote=Leia Cake;124546] um das Wegschmelzen des falsch eingelagerten Fetts ansich geht. Und wer das mit hypokalorischer Ernährung macht, hat gute Chancen, dass sich der Körper zuerst vom ektopen Fett befreit, bevor er sich an anderen Reservepolstern bedient![/quote]
    Unbestritten wird das bei vielen so funktionieren.

    Aber es wird auch einige wie mich geben, bei denen Leber und Betas sich nur sehr ungern von ihrem ektopen Fett trennen. So hatte ich vorher schon öfter mal über Wochen z.B. um 5 kg abgenommen und überhaupt keinen Unterschied in meinem Insulinbedarf beobachten können.
    Aber nach der 1 Woche mit VLCD 75% weniger Basal! Und in der einen Woche waren noch keine 5 kg weniger Jürgen.

    Hinzukommt, dass mir das Abschmelzen der 5 Beispielkilos über einen längeren Zeitraum sehr viel schwerer gefallen ist, als anschließend die 25 kg mit VLCD (entsprechend wenig von meinem normalen Essen) in wohl etwa derselben Zeit. Übrigens ohne jede weitere Verringerung des Insulinbedarfs, aber mit einem gewaltigen Zugewinn an alltäglicher Lebendigkeit, an Vitalität

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 91
    Mitglied seit: 22.06.2022
    am 07.11.2023 13:40:37 | IP (Hash): 72970431
    Mich würde interessieren, welches kcal-Defizit Du gefahren bist, bevor Du Dich für "Very Low Calorie Diet" entschieden hast und über welchen Zeitraum Du erstmals die 5kg verloren hast. Bedenke bitte auch, dass die manche Diätformen, so auch z.B. von Dr. Worm, die Einnahme bestimmter Shakes mit speziellen Inhaltsstoffen zur gezielten Leberentfettung umfassen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.11.2023 16:08:24 | IP (Hash): 508375555
    Mit Herrn Dr. Worm habe ich mich damals in seinem Logi-Forum um seine Ansicht gezofft, dass die speziellen Inhaltsstoffe seiner Shake-Kreation allein schon praktisch Leberentfettung machen. Er ist den Nachweis bis heute schuldig geblieben, dass seine Shakes irgendwie besser zur T2D Remission führten, als die der Wettbewerber und als jede andere Art von 600-800 kcal/Tag.
    Unbestritten, dass sie manchem besser schmecken oder/und anderen das Hungergefühl besser unterdrücken.

    Ich hab nie wirklich Kalorien gerechnet. Vor VLCD hab ich über viele Jahre um 96 kg gewogen. In der Zeit habe ich wenigstens 3 Abnehmansätze für um 3 Monate gemacht mit etwas weniger Essen und im Ergebnis 5 kg weniger. Für das wenigere Essen hab ich selbstverständlich für den gleichbleibenden BZ-Rahmen entsprechend etwas weniger Insulin spritzen können. Aber eine Verringerung beim Basalbedarf habe ich nicht feststellen können.

    VLCD habe ich praktisch mit meinem damals normalen Mittagsteller aufgeteilt auf 3 Portionen für morgens mittags abends gemacht. Wie geschrieben nach 8 Tagen von einem Tag auf den anderen statt 40 nur noch 10 Einheiten Basal-Bedarf und kein Anstieg mehr morgens ohne Essen wie bis dahin locker von 80 um 5 Uhr aus 150-170 mg/dl um 8 oder 9.
    In der einen Woche bis dahin ist mir keine nennenswerte Gewichtsabnahme aufgefallen. In den anschließenden 10-12 Wochen dann aber 25. Und die sind mir sehr viel leichter gefallen, als die 5 kgs bei den Ansätzen in den Jahren zuvor. Abe sie sind ohne jede weitere Auswirkung auf meinen Insulinbedarf geblieben.

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.