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Wie gefährlich ist eine Unterzuckerung?

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    am 09.11.2023 00:56:20 | IP (Hash): 1177615933
    Hallo zusammen.

    Eigentlich bin ich bislang ganz gut darin, Zustände von beginnender Unterzuckerung bei mir in dem Maße frühzeitig zu erkennen, dass ich immer noch rechtzeitig und "eigenhändig" mit zuckerhaltigen Nahrungsmittel gegensteuern kann...
    Dennoch würde mich interessieren, was passieren würde, wenn mich ein solcher Zustand einmal des nachts im Schlaf ereilt und auch welche Auswirkungen hiervon langfristig zu befürchten sein können?
    Gibt es zum Beispiel Blutzuckerwerte, die vor dem Schlafengehen nicht unbedingt unterschritten werden sollten?
    Mich interessieren auch gerne eigene, individuelle Erfahrungen zu bzw. mit diesem Thema...
    Danke vorab.



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    LADA Typ I...
    (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance +16 IE Toujeo, abends 12,5 mg Jardiance + 16 IE Toujeo)
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
    Bearbeitet von User am 09.11.2023 00:57:02. Grund: Ergänzung
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    am 09.11.2023 13:20:51 | IP (Hash): 1916322320
    2 mal hat meine Frau mich in der Nacht vom Notarzt wecken lassen. Beide Male mit um 20 mg/dl. Beim ersten Mal hab ich mir selbst anschließend auch noch eingeredet, die Pens verwechselt und vor dem Zubettgehen 40 Einheiten Humalog statt Lantus gespritzt zu haben. Im kranken Haus haben sie dann halt Glukose nachgetropft, bis der BZ wieder stabil deutlich über 100 mg/dl war.
    Weil das Einreden nicht ganz klappen wollte, hab ich Google gefragt und Gretchen Becker mit "Lantus Lows" gefunden und beim zweiten Mal das Low nach dem Wecken durch den Notarzt zuhause aufgefressen.

    Weil meine Frau für den Fall einer weiteren Wiederholung mit Scheidung drohen wollte, habe ich danach die 40 IEs auf einfacher auffressbare je 20 IEs morgens und abends aufgeteilt und zusätzlich ne gute Stunde nach dem Spritzen als Beobachtungs-Puffer eingeplant. Denn die mögliche Fehlwirkung vom Lantus kommt halt ab und zu vor und setzt nach allen Beobachtungen bei mir selbst und den angelesenen Beobachtungen anderer deutlich mess- und merkbar in der Stunde nach dem Spritzen ein.

    Das letzte solche Low hatte ich vor 14 Tagen mit ganzen 5 IE Lantus um 22.00 bei 80 mg/dl und um 22.50 nur noch 52 mg/dl. Soviel erstmal an eigenen Erfahrungen.

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    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
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    am 09.11.2023 15:54:47 | IP (Hash): 2002411056
    Jürgen...niemand versteht, was du uns sagen willst...

    Was z. B. bedeutet dieser Satz:

    Weil das Einreden nicht ganz klappen wollte, hab ich Google gefragt und Gretchen Becker mit "Lantus Lows" gefunden und beim zweiten Mal das Low nach dem Wecken durch den Notarzt zuhause aufgefressen.

    Und...merktst du eigentlich, dass deine Ausdrucksweise immer schlimmer wird "aufgefressen", "auffressbare"...meinst du, du könntest dich mal ausdrücken wie ein normaler erwachsener Mensch?

    Oder ist dein Verhalten die Antwort auf die Frage von Thomas bzgl. der langfristigen Auswirkungen?

    Danke!
    Bearbeitet von User am 09.11.2023 15:56:53. Grund: .
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    am 09.11.2023 17:12:26 | IP (Hash): 1916322320
    Zuckerle schrieb:
    Jürgen...niemand versteht, was du uns sagen willst...

    Was z. B. bedeutet dieser Satz:

    Weil das Einreden nicht ganz klappen wollte, hab ich Google gefragt und Gretchen Becker mit "Lantus Lows" gefunden und beim zweiten Mal das Low nach dem Wecken durch den Notarzt zuhause aufgefressen.


    Weil ich von meinem Insulinanfang an alle Injektionen protokolliere und weil all die Jahre bis dahin die Eingaben völlig nachvollziehbar zu den Ergebnissen gepasst hatten, habe ich an der Penverwechselung als Grund für die schwere Hypo gezweifelt. Alle hatten mir die Penverwechselung eingeredet, ich mir schließlich selbst auch, aber die ließ Zweifel, wollte also nicht ganz klappen ;)

    Ich hatte in unserer örtlichen Diabetes Selbsthilfegruppe schon einen jungen Mann mit Typ 1 kennen gelernt, der zwischen dem Bolus für das Abendessen und seiner Tagesdosis Lantus wenigstens 1 Stunde Zeit lassen musste, um einen ganz normalen Wirkverlauf zu haben. Mit weniger als 1 Stunde hatte er öfter aus einer tiefen Hypo aufgeweckt werden müssen.

    Ich hatte also einigen Grund zu der Annahme, dass ich meine Pens nicht wirklich verwechselt, sondern dass das Lantus eigentümlich gewirkt hatte. Also habe ich auf Google gesucht = Google gefragt. Das Ergebnis mit Gretchen Becker ist noch heute abrufbar https://www.healthcentral.com/article/lantus-lows

    Apropos Fressen:
    Normalerweise pflege ich zu essen und das auch so auszudrücken. Anders, wenn ich plötzlich mitten in der Nacht den Gegenwert von zwei Mahlzeiten in Glucose in irgendeiner Weise einverleiben muss, ohne mich übergeben zu müssen. Denn das wäre absolut kontraproduktiv. Und dieses Reinzwingen von so viel Essen auf einmal kann ich nicht anders bezeichnen, als fressen.

    Nachtrag Gretchen Becker:
    People don't expect Lantus to cause hypoglycemia because it's supposed to be released slowly, a little bit at a time. However, although this is rare, Lantus can cause serious hypoglycemia if it's injected into a blood vessel.
    This happened to me once and several times to a good e-mail friend whose observational skills I trust. Neither of us uses bolus insulin. At least several people I don't know have reported similar episodes on various Internet lists.
    There are probably even more instances in which people who use bolus insulin in addition to the Lantus assumed they'd injected the wrong insulin -- or calculated the bolus insulin dose incorrectly -- because Lantus isn't supposed to cause lows.
    These Lantus lows occur between 30 and 45 minutes after injecting the Lantus
    (nur ein kleiner Auszug)

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    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
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    Bearbeitet von User am 09.11.2023 17:38:59. Grund: Nachtrag
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    am 09.11.2023 18:54:21 | IP (Hash): 232046291
    Ich hatte ein paar schwere Hypos, die letzte vor über 20 Jahren...
    Jede Hypo mit Bewusstlosigkeit lässt Gerhirnzellen absterben. Passiert das nicht oft, übernehmen andere, ansonsten steigt das Demenzrisiko.
    Was ich aber für viel gefährlicher halte, sind die dummen Dinge, die man kurz vor dem Umkippen macht... z.B. auf eine mehrspurige Straße laufen... oder einfach nur stolpern und sich dabei schwer verletzen...

    Unter CT/ICT und ohne Sensor waren es glaube ich 120mg/dl, die man vor dem Schlafengehen nicht wesentlich unterschreiten sollte.
    Bearbeitet von User am 09.11.2023 22:00:04. Grund: korrektur
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    am 09.11.2023 19:35:20 | IP (Hash): 1916322320
    Hast du nicht zu Anfang deiner Karriere noch die Zeit der vierteljährlichen Überprüfungen und Anpassungen der Insulin- und BE-Einstellung im kranken Haus erlebt? Noch vor der Selbstmessung, als 1-2 Hypos pro Woche für ne gute Einstellung sprachen? Ok, keine schweren, aber schon mit deutlichen Symptomen, also etwa 40-30 mg/dl?

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    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
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    am 09.11.2023 20:37:04 | IP (Hash): 203894135
    Jürgen, Deine Antworten sind alles andere als hilfreich auf die Frage von Thomas. Lies nochmals, er will wissen, wie man einer Unterzuckerung vorbeugen kann, wie sie sich auswirkt und was dabei passiert. Niemand will wissen, ob und warum Deine Frau mit Scheidung droht.

    Gruß,
    Biggi
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    am 09.11.2023 21:16:10 | IP (Hash): 232046291
    Im Krankenhaus war ich nur selten. Als Kind/Jugendliche dreimal - habe mich vehement und erfolgreich geweigert. Dazwischen anfangs alle zwei Wochen ambulant in der Kinderklinik in Leer dann ab 1982(?) ca. alle drei Monate im Diabeteszentrum in Quakenbrück.
    Ich habe schon ab ca 1980(?) zwei- oder dreimal täglich meinen Urinzucker bestimmen müssen (erst Urin mit Tabs aufkochen, dann Teststreifen). In Quakebrück habe ich dann relativ schnell Blutzucker-Teststreifen bekommen und hatte ab ca 1985 ein eigenes Messgerät zum Pen.

    1-2 Hypos in der Woche waren eher normal, aber halt keine mit Fremdhilfe oder Bewusstlosigkeit. Wie tief, weiß ich nicht mehr, aber da meine Hypwarnehmung damals noch gut war und unter 60mg/dl Süßigkeiten erlaubt waren, war ich sicher selten unter 40mg/dl.
    Schwere Hypos mit Fremdhilfe, an die ich mich erinnern kann, hatte ich eine im Teenageralter (ca 1985), einige in der Schwangerschaft (der Tanz am Abgrund, 1994) und danach vielleicht noch zwei oder drei. Seit CSII (2000) keine mehr.

    Aber nach den schwere Hypos in den 90ern hatte ich tagelang massive Konzentrationsprobleme bis sich das Hirn reorganisiert hatte. Und auch sonst ist das Hirn schon bei einer "normalen" Hypo Out-Off-Order...
    Bearbeitet von User am 09.11.2023 21:53:27. Grund: Ergänzung
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    am 09.11.2023 21:27:55 | IP (Hash): 1451529496
    biggi119 schrieb:
    Jürgen, Deine Antworten sind alles andere als hilfreich auf die Frage von Thomas. Lies nochmals, er will wissen, wie man einer Unterzuckerung vorbeugen kann, wie sie sich auswirkt und was dabei passiert. Niemand will wissen, ob und warum Deine Frau mit Scheidung droht.


    Mich interessieren auch gerne eigene, individuelle Erfahrungen zu bzw. mit diesem Thema...

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    am 10.11.2023 11:29:16 | IP (Hash): 1109753274
    Zur Beruhigung für Toujeo Anwender wie Thomas:
    Toujeo ist praktisch Lantus in konzentrierter Form. Sanofi hat sich zu “Lantus Lows” nie wirklich geäußert. Lediglich darauf hingewiesen, dass eine außerordentliche Wirkung eintreten kann, wenn man beim Spritzen ein Gefäß trifft. Mit längst meistens üblichen 4 oder 5 mm Kanülen ist das praktisch unmöglich. An meinen letzten Blutaustritt aus einer Spritzstelle kann ich mich nicht mehr erinnern. Meine letzte außerordentliche Wirkerfahrung ist gerade mal 14 Tage alt.
    Aber mit dem Toujeo betont Sanofi von Anfang an so besonders die zuverlässig gleichmäßige Wirkung, dass ich die Konzentration des Insulins wenigstens zum Teil als die Antwort auf die Lantus-Kritik sehe. Aus meiner Sicht frei nach der Umkehrung eines alten Rezepts:

    Als es noch keine schnellen Analog-Insuline gab, machten sich viele User die schnellere Wirkung vom Humaninsulin dadurch, dass sie es mit Salzwasser verlängerten, also die Konzentration herabsetzten. Das sagt im Umkehrschluss, dass weniger Trägerflüssigkeit den Wirkeintritt entsprechend verlangsamt.

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