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Cholesterin Medikation mit Statinen bei Diabetiker

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    am 12.11.2023 20:22:12 | IP (Hash): 963649610
    Hallo liebe Community,

    ich wende mich an euch da ich gerade am Verzweifeln bin. Bekomme nirgends wirklich Auskunft und werde mit Statistiken und ähnliches abgespeisst.

    Soweit so gut, ich würde gerne in Erfahrungen bringen ob Ihr neben Insulin oder Diabetesmedikament andere Tabletten einnehmen müsst, wie etwa Statine für die Senkung der Blutfettwerte also Cholesterin.

    Diabetikern wird ein sehr niedriger LDL bzw. auch Gesamt-Cholesterinwert nahe gelegt. Diesen Wert kann man ohne entsprechende Medikamente nicht erreichen.

    Würde mich sehr freuen wenn Ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet.
    Bearbeitet von User am 12.11.2023 20:43:49. Grund: Korrektur
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    am 12.11.2023 20:54:21 | IP (Hash): 1893807364
    Ich bin schon sehr lage wegen meiner hohen Cholesterinwerte in Behandlung. Anfangs Jahrelang beim Hausarzt. Als er nicht so richtig die Einstellung hinbekommen hat, hat er mich in die Lipidambulanz der Charite in Berlin überwiesen. Dort wurde ich mit Inegy optimal eingestellt (sehr teures Medikament was damals vom Hausarzt nicht verschrieben wurde!). Später kam dann ein "billiges" gleichwertiges Ersatzmedikament auf den Markt, Ezetimib. Das ist für mich gut verträglich und ich nehme es noch immer bei gut eingestellten Werten.

    Auffallend war bei mir, das ich trotzdem hohe Triglyceride hatte. Ich stellte fest, dass diese hohen Werte sich verbesserten als mein HbA1C sich durch die richtige Insulinbehandlung verbesserte. Seit dem werden meine Cholesterinprobleme vom Diabetologen mitbehandelt!!

    Ich hoffe, dass meine Erfahrungen für deine Fragen hilfreich sind.
    Grüße, Zuckermann

    .

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    Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
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    am 12.11.2023 21:14:18 | IP (Hash): 963649610
    Hallo Zuckermann,
    vielen Dank für deine geschilderten Erfahrungen.
    So wie ich das sehe nimmst du keine Statine ein. Von Ezetimib habe ich ebenfalls schon gehört und möchte meinen Arzt darauf ansprechen. Ich hatte lediglich mitbekommen, dass dieses Medikament die Cholesterin aufnahme aus der Nahrung verringern kann und gerne als Kombi mit einem Statin wie Atorvastatin oder Rosuvastatin verschrieben wird.

    Zu den hohen Triglyceriden würde ich dich gerne Fragen, bei welchem HbA1C Wert hat sich die Besserung eingestellt? Ich dümpel zur Zeit bei 6,9% rum...
    Komischerweise habe ich auch schon vor meiner Diabetes Erkrankung zT sehr hohe Triglycerinwerte gehabt.
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    am 12.11.2023 21:36:01 | IP (Hash): 1893807364
    Ric schrieb:
    Zu den hohen Triglyceriden würde ich dich gerne Fragen, bei welchem HbA1C Wert hat sich die Besserung eingestellt? Ich dümpel zur Zeit bei 6,9% rum...


    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Ezetimib/Simva 10/20 mg bei mir ist, also mit 20 mg Simvastatin. Mit Atorvastatin hat mich mein Hausarzt damals hochdosiert vollgepumpt, was aber überhaupt micht geholfen hat.
    Mein HbA1c ist z.Zt. 6,8 mit zwei Insulinen, Juformin 1000 Und Jardiance 10 mg.
    Die Triglyceride hatten sich von über 300 auf 150 letzlich bei unter 7,0 verbessert.
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    Bearbeitet von User am 12.11.2023 21:44:25. Grund: div Schreibfehler beseitigt...
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    am 12.11.2023 21:44:02 | IP (Hash): 1284544913
    Moin,
    ich nehme neben den BZ senkern noch einige Blutdruckpillen.
    Die Ärztin wollte nicht alle Baustellen gleichzeitig bearbeiten sondern zunächst mal BZ und BD, dann mal schauen wo wir rauskommen.
    Um die Statine bin ich bisher deswegen herumgekommen aber das könnte mir noch drohen. Wie du schon sagst, die Grenzwerte sind sehr schwer erreichbar ohne PIllen.

    Ernährung hast du schon umgestellt? Falls nicht, versuchs mal, ist auf alle Fälle wirkungsvoll. Natürlich nur wenn du dir das "erlauben" kannst und nicht schon untergewichtig bist.
    Weitestgehends auf KH verzichten, auf Zucker absolut verzichten und einige Zeit stark kalorienredzieren.


    in 3 Monaten:
    HbA1c 11,5 auf 6,9
    Triglyceride von 436 auf 212
    LDL von 172 auf 125 und
    HDL von 32 auf 40


    Ob ich die Ziele beim Cholesterin ohne Pillen schaffe da lasse ich mich mal überraschen, ist leider schwer zu sagen wo man da liegt, da muss ich auf den obligatorischen Bluttest warten.



    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 13.11.2023 09:38:27 | IP (Hash): 2006570386
    Hallo Ric!

    Beim Cholesterin achten die Spezialisten in der Lipidambulanz „nur“ mehr auf das LDL.

    Wie hoch ist dieses bei dir?

    Mit der allerbesten Ernährung wirst du es nicht mehr als 10 bis 20% senken können (wenn überhaupt).
    Das meiste erzeugt dein Körper unabhängig der Ernährung.
    HDL kannst du mit guter Ernährung etwas verbessern.

    Aber, selbst wenn das HDL sehr hoch ist, der Wert vom LDL muss passen. Die Aussage von früher, dass das Gute das Schlechte ausgleicht stimmt so leider nicht.

    Ein Rat von mir weil Ärzte darauf oft nicht hinweisen. Lass mal den LP(a) Wert bei der nächsten Blutuntersuchung mitbestimmen. Wirst du selbst zahlen müssen, kostet aber kein Vermögen.
    Es reicht den Wert einmal zu bestimmen, der ändert sich kaum.
    Sollte dieser zu hoch sein dann wäre es sehr wichtig erhöhtes LDL zu denken.

    Homocystein sollte auch nicht erhöht sein, da hat man mit guter Vitamin-B Versorgung gute Chancen es zu senken.

    Egal ob BZ oder LDL oder Bluthochdruck …. das sind alles Risikofaktoren die das persönliche Risiko steigern.

    Ich laboriere mit Prädiabetes herum, LDL muss ich mit Hilfe von Medikamenten senken, ist bei mir leider genetisch. Habe mich lange gewehrt, jetzt aber meinen Frieden mit den Medikamenten gemacht.

    Ric, wie alt bist du, wie hoch ist dein LDL und was raten dir die Ärzte?
    Alles Gute für deine Entscheidungsfindung.

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    am 13.11.2023 22:50:12 | IP (Hash): 1960882582
    Hallo Ric,
    ich nehme 2,5mg Rosuvastatin, und hatte auch zeimliche Bedenken. Scheine es aber zu vertragen. - Jedenfalls merke ich nix. Und vor allem es wirkt. Hatte ohne Medis vor meiner Diabetes Diagnose immer so um die 120 LDL-C, um die 85 HDL-C und um die 60 TRIG. Mit totaler Ernährungsbemühung habe ich dann mal 100LDL-C geschafft, aber zusammen mit dem Diabetes und bereits deutlichen Ablagerungen fand mein Kardiologe den Wert zu hoch und hat mich mit sehr viel Geduld und Sorge überzeugt. Ich habe dann mit 5mg Rosuvastatin angefangen. Nach nem 3/4 Jahr war mein LDL dann bei 38. Da haben wir auf 2,5 mg reduziert. Jetzt hat sichs um die knapp 60 eingependelt, die TRIG bei 40 das HDL bei 100 Ich nehme noch 2*1000mg Metformin und 1* 10mg Forxiga, mein A1C ist bei 6,2,
    Hoffe du kannst eine gute Entscheidung für dich treffen! und wirst gut beraten.
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    am 14.11.2023 11:39:45 | IP (Hash): 1233514413
    Zu diesem Thema habe ich eine weitere Frage. Das LDL sollte, soweit ich weiß bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Die Grenze wird bestimmt vom Risiko des Patienten (laut die Infos die auf meinem Blutbefund vorgedruckt sind) So hat einen DM2 Patienten niedrigere Werte einzuhalten als jemand ohne Vorerkrankungen. Meine Frage ist jetzt: ist schon die Diagnose Diabetes das Risiko, oder ist das Risiko erst ab einen bestimmten BZ-Wert vorhanden?
    Ich frage deshalb weil ich in beiden Bereichen (LDL 105 und HBA1C 6,0) in der Grauzone bin, beides einzeln nicht medikamentös behandelt werden muss.
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    am 14.11.2023 12:05:45 | IP (Hash): 362996836
    Nosweets schrieb:
    Meine Frage ist jetzt: ist schon die Diagnose Diabetes das Risiko, oder ist das Risiko erst ab einen bestimmten BZ-Wert vorhanden?
    LDL 105 und HBA1C 6,0

    Hallo Nosweets,

    das weiß man nicht so genau. Wenn dir also hier jemand antwortet, dann ist das nur seine persönliche Meinung. Manche Fachleute sagen, Diabetes an sich bringt bereits bestimmte Veränderungen mit sich, so dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) erhöht ist. Andere meinen, dass nur zu hohe BZ-Werte das Risiko erhöhen. Belastbare Untersuchungen gibt es dafür nicht.

    Allerdings brauchst du dir mit deinem LDL-Wert von 105 nun wirklich keine Gedanken zu machen, der liegt schließlich ungefähr an der festgelegten Grenze und wird bestimmt auch von Messung zu Messung ein bisschen schwanken.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 14.11.2023 14:28:26. Grund: BBCodes
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    am 14.11.2023 12:08:54 | IP (Hash): 989324009
    Hallo,

    Mir wurde gesagt, das hängt auch z.b. vom Alter ab, von familiärer Vorbelastung und ob auch eine Herzerkrankung vorliegt.

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