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Blutzuckerkurve
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am 16.11.2023 09:55:31 | IP (Hash): 2112195232
Nüsse und Öl sind schon reichlich dabei, ich giesse den Salat schon so gut ich kann mit Öl bis es fast zuviel ist^^
Das Problem ist eher das "Timing". Wenn ich das Frühstück auslasse und auf Snacks zwischendurch grösstenteils verzichte und auch Abends eher nur leicht und moderat esse - dann müsste ich Mittags praktisch mindestens 1800 kalorien essen. Und das schaffe ich gar nicht mehr, zumindest nicht mit halbwegs diabetestauglicher Ernährung.
Abends voll zuschlagen ist nicht gut hab ich festgestellt, selbst relativ KH armes wirkt sich da nicht gut auf den BZ aus, der Spiegel ist dann bis in den nächsten Tag hinein immer unruhig und zu hoch.
Also bleibt nur Mittag so viel ich schaffe, Abends wenig bis moderat und ein paar Nüsse zwischendurch und ab und an mal Obst am Nachmittag oder als Nachtisch.
Und das ist in der Summe oft zu wenig.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 16.11.2023 10:49:04 | IP (Hash): 1893807364
-anna- schrieb:
@Zuckermann
Ich denke auch, dass die CGMs nicht 100% richtig sind, aber sind das die blutigen Messungen?
Hallo anna,
ich habe schon sehr viele Vergleichsmessungen Blut- zu Gewebezucker durchgeführt, Messreihen protokolliert, usw.... um sowohl meinem Arzt als auch den Hersteller der CGM-Geräte bei über sehr hohen Abweichungen bei Vergleichsmessungen auf die Problematik hinzuweisen.
Der Arzt hält sich ausschließlich an den HbA1c, der auf der Grundlage der Blutuntersuchung bestimmt wird und ab und zu macht er eine Kontrollmessung mit einem Blutzucker-Messgerät.
Der Hersteller der des Gewebezucker-Messgerätes beruft sich auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben für die Herstellung der Gewebezucker-Messgeräte. Also können die Blut- und Gewebemessungen niemals gleiche Messwerte liefern und wir können auch nicht anhand unserer Gewebemessergebnisse direkt auf einen durch die Blutuntersuchung ermittelten HbA1c Rückschlüsse ziehen.
Was wir als Patienten machen können ist unsere Ernährung so zu bemessen, dass wir immer unseren Zielwert vor den Mahlzeiten erreichen und 2 Stunden nach der Mahlzeit im Zielbereich, annähernd des Zielwertes, uns wieder befinden.
Diese Steuerungsmöglichkeit haben wir alle, die nach ICT behandelt werden. Alle nur mit Medikamenten behandelten können das nicht steuern und haben nur die Möglichkeit, durch die Gewebezuckermessung den jeweiligen Messwert zu ermitteln um daraus ihre Rückschlüsse zu ziehen.
Trotz dieser unterschiedlichen Messergebnisse zwischen Blut- und Gewebezucker möchte ich die Gewebezuckermessung nicht missen. Ich selbst habe meine beiden Insulindosierungen so angepasst, dass die Bedingungen, Zielbereich und Zielwert, erfüllt sind und ich so wenig wie möglich Messspitzen, die den Zielbereich nach oben oder unten verlassen, habe.
Entscheidend ist für mich, wie aufgrund meiner Insulineinstellung und der jeweiligen Messwerte mein nächster HbA1C-Wert ist. Daraus resultierend kann ich dann meine Einstellungen jeweils „schwächer oder schärfer“ einstellen und habe dadurch immer aktuelle Werte.
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Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM -
am 16.11.2023 11:13:57 | IP (Hash): 109092734
Gunter21 schrieb:
... Und das schaffe ich gar nicht mehr, zumindest nicht mit halbwegs diabetestauglicher Ernährung.
Abends voll zuschlagen ist nicht gut hab ich festgestellt, selbst relativ KH armes wirkt sich da nicht gut auf den BZ aus, der Spiegel ist dann bis in den nächsten Tag hinein immer unruhig und zu hoch.
Wenn dein BZ morgens nüchtern trotz Metformin gern über 90-100 spielt, hält deine Leber noch zuviel Fett gespeichert für ihre gesunde Glukoseausgabe.
Und wenn die Spitzen nach dem Essen von LC-normalen KH-Portionen locker über 140 mg/dl ansteigen und sich länger Zeit mit dem Sinken lassen, halten deine Betas noch zuviel Fett gespeichert für ihre spontan gesunde Insulin-Antwort auf die Bestellung der Inkretine bei Übergabe neuer Glukose aus dem Dünndarm auf den Weg in die Leber.
Und mit der schwachen Antwort wird sie auch ihre eigenen Glukoseproduktion nicht stoppen für die Aufnahme der neuen aus dem Darm.
“Entfetten ohne Gewichtsverlust” müsste eigentlich voll in deine Wunschvorstellung passen. Damit wirbt Die Studienambulanz der Charite in Berlin gerade für MOCA. Ich habe eben die Info bekommen, dass 3-Wochen Vorstudien mit deren Programm schon um die Hälfte vom Leberfett haben abschmelzen lassen, ohne allgemeinen Gewichtsverlust! An deine Stelle würde ich doch mal probieren, was da geht, oder?
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 16.11.2023 22:15:30 | IP (Hash): 2044059789
Die Studie ist tatsächlich ganz interessant, leider in Berlin und damit sehr weit weg.
Möglicherweise kann man diesen Ernährungsplan aber selber nachstellen, vielleicht gibt es demnächst ja auch Infos aus was sich der Speiseplan da so zusammensetzt. Da wird die Hauptnahrung sehr proteinhaltig sein, das kann man ja zwischen den Zeilen lesen. Vermutlich ergänzt durch Balaststoffe, Gemüse und vielleicht auch ein paar Vitamine, SpurenElemente, etc.. Die Frage wieviel Fett da enthalten ist, KHs sind sicher tabu. Und dann interessiert die tagesdosis, wievele Kalorien.
Wenn das funktionieren würde wäre das auf alle Fälle hilfreich weil leichter anzuwenden als die harte Taylor kur.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 16.11.2023 22:29:12 | IP (Hash): 1305516082
Gunter21 schrieb:
Die Studie ist tatsächlich ganz interessant, leider in Berlin und damit sehr weit weg.
Du hättest sowieso keine Chance, bei der Studie mitzumachen. Die suchen:
"Männer u. Frauen mit Übergewicht (Nichtraucher)
..."
(siehe hier: https://endokrinologie.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc13/endokrinologie/sonstiges/MOCA-Studie-6s_CBF_final.pdf )
Das passt ja wohl kaum für dich.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 16.11.2023 22:32:26. Grund: BBCodes -
am 17.11.2023 09:41:44 | IP (Hash): 1815442054
Wie ich die Studie verstehe, will sie zeigen, wie man ohne Gewichtsverlust die Leber entfetten kann. Das geht natürlich am einfachsten mit Dicken, bei denen heute eine Fettleber als völlig normal gilt. Aber mit normalgewichtigen T2D Betroffenen kann man zeigen, dass die Leber auch dann zu fett sein kann, wenn gar keine richtige Fettleber vorliegt.
Und dann kann man auch zeigen, wie das Entfetten der Leber bei diesem normalgewichtigen Menschen auch zu einem gesunden Normalergebnis führen kann.
Deswegen ist ein normalgewichtiger Mensch in diesem Studienzusammenhang aus meiner Sicht ein Gewinn, und vielleicht kann Gunter die Studienmacher ja davon überzeugen. Mich würden an seiner Stelle schon die gründlichen Untersuchungen interessieren, an die man ja normal überhaupt nicht dran kommt. Und meistens werden die anfallenden persönlichen Unkosten zusätzlich zur Aufwandsentschädigung von der Studie abgedeckt.
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 17.11.2023 12:04:53 | IP (Hash): 2006570386
Das Essen hat sich gestern so verhalten wie am Vortag, BZ stieg nicht mal auf 130.
Bedeutet, Hülsenfrüchte vertragen sich gut mit meinem BZ. Schreibe mir das jetzt alles auf. Die FreeStyle Libre App bietet da leider zu wenig Möglichkeiten.
Heute teste ich einer Nuller (= Tag ohne Essen) weil ich abends bei einer Veranstaltung bin.
Heute habe ich neue Fragen an das Forum-Schwarmwissen
1. Thema Kaffee
Kann Kaffee schwarz den BZ in die Höhe treiben?
Er ist ja immer bis mittags zwischen 110 und 120.
Nach 11:00 trinke ich selten Kaffee, aber bis 11:00 sind es meist 3.
2. Thema Metformin
Ich habe mich dazu entschieden, einen „off label use“ mit 500 mg zu Testzwecken (der nächste CGM) zu versuchen.
Meine Überlegung, ich nehme Metformin um 22:00 vor dem Schlafen gehen und erhoffe mir eine BZ-Senkung in der Früh und am Vormittag.
Oder Tablette teilen (geht das bei Metformin)?
Oder besser gleich beim Aufstehen (05:30) weil Metformin nach 2,5 Stunden die höchste Wirkung hat?
3. MOCA
Ich finde die MOCA- Studie auch interessant.
Einen Selbstversuch wäre das wert.
Ob die Nahrungspläne weitergeben würden wenn man sie anschreibt?
@Gunter21
Ich hatte mit der „Zuckertante“ (du hast sie in einem Thread erwähnt) einen kurzen und ausgesprochen netten Mailkontakt und darf kommendes Jahr zu ihr in die Ordination kommen und sie weiß, dass ich „nur“ Prädiabetes habe.
Das Gute, ich finanziere das aus eigener Tasche und belaste kein Gesundheitssystem, brauche somit auch keine Skrupel haben.
Ich freue mich, da kann ich in Ruhe meine diversen Überlegungen besprechen.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 17.11.2023 13:28:26. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2023 13:53:10 | IP (Hash): 1444338442
zu 1.) sicher nein
zu 2.) ich würde da aber auf alle Fälle mal den Arzt fragen...ist ja ein Medikament, sei vorsichtig. Teilen ist eigentlich nicht vorgesehen aber meine Diabetologin meinte mal das könnte man schon machen , ist aber eher unüblich. Mein Metformin baut es ja einen Spiegel auf, das braucht ein paar Tage bis das erledigt ist und funktioniert. Wenn man den erst mal hat, dann dürfte es egal sein ob du die früh oder abends nimmst. Oder jeweils die Hälfte. Du könntest sie sogar einmal (als Ausnahme) vergessen zu nehmen, die Wirksamkeit des Spiegels wird da nicht ernsthaft beeinträchtigt. Aber auf alle Fälle aber immer zum Essen oder danach, nicht so gut auf nüchternen Magen.
MOCA, ja. Interessant ist die Studie schon aber dafür muss man wohl nach Berlin, das ist 700 km weit weg. Ob ich überhaupt eine Fettleber habe ist auch nicht so ganz sicher. Laut Arzt ist sie weg und meine Leberwerte sind super geworden.
Wenn ich da npch mal was tue ich diese Richtung, dann würde ich das in Eigenregie machen. Den Speiseplan finden wir schon irgendwie raus-:)
Viel Spass mit der Zuckertante!
Das ist die einzigste Ärztin, die es schafft eine Praxishomepage so zu gestalten das man Lust hat die Praxis mal zu besuchen-:)
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 17.11.2023 14:15:30 | IP (Hash): 2006570386
Danke Gunter21
Vielleicht erhöht Kaffee den Stress und wirkt sich somit indirekt auf den BZ aus.
Ich bin so Kaffee-süchtig, deswegen noch nicht probiert.
Danke, mit Metformin hast du mir schon sehr geholfen.
Spiegelaufbau ist prima, dann nehme ich es zum Abendessen. Funktioniert dann ähnlich wie Statine, da ist einmal vergessen auch keine Tragödie.
Bin da auf mich angewiesen, ohne Arzt.
Die niedrigste Dosierung wird mir nicht gleich schaden. Trinke keinen Alkohol, Nierenwerte sind super, nehme nur Statine und die vertragen sich mit Metformin.
Fettleber ja oder nein kann man gut untersuchen lassen, ist leider nicht ganz günstig.
Ich habe sicher keine und trotzdem produziert sie zu viel Glukose. Fett in der Leber ist vielleicht gar nicht der einzige Grund?
Das stimmt, ich empfinde die Zuckertante auch überhaupt nicht als Arztbesuch.
Eher als mein Coach in Sachen Blutzucker.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 17.11.2023 14:55:14 | IP (Hash): 1483979271
Hallo anna,
Metrformin ist teilbar. Manche Tabletten, z.B. Metfromin von Hexal, haben sogar eine Bruchkerbe. Metformin kostet zwar nicht viel. aber wenn du die 1000er kaufst und teilst, kommst du noch ein bisschen billiger weg.
Ich halte allerdings 500mg pro Tag für eine homöopatische Dosis, von der du keine Erkenntnisse erwarten kannst. Ich würde den Versuch nach einer kurzen Einschleichphase mit 2 * 500mg durchführen. Falls es etwas bringt, dann kannst du ja später auch mal auf 500mg runter gehen. Du musst bei deinen Versuchen immer bedenken, dass Metformin einige Tage braucht, ehe es voll wirkt und dann auch noch einige Tage nachwirkt. Änderungen solltest du deshalb immer 1 Woche Zeit geben.
Viel Erfolg bei deinen Versuchen, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.11.2023 14:55:41. Grund: BBCodes