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    am 19.11.2023 17:15:37 | IP (Hash): 511101796
    -anna- schrieb:
    Wie lange konntest du deinen T2D mit Tabletten behandeln bis Insulin dazu kam?
    Stimmt es, wie man öfter im Netz hört und liest, dass jeder mit T2D früher oder später Insulin braucht?


    Meinen T2D habe ich im Januar 1991 mit HbA1c über 15 und über 400 mg/dl morgens nüchtern kennengelernt. Euglucon habe ich damals als Medi bekommen. Für die Dauer der Wirkung treibt jede Tablette die Betazellen zu noch mehr Insulinausgabe, die noch welches ausgeben können. Quetscht die praktisch aus. Aber wo die Betas sowieso nach 8-10 Jahren mit dem Sekundäversagen ihre Löffel abgeben, so die damals offizielle Lesart, sollte man sie halt bis dahin quetschen, so gut das noch ging.

    Mit Essen nach dem Messwert vor jedem nächsten Essen bei um 80-100 mg/dl (hatte ich als gesund, ich meine, aus einer Veröffentlichung von Doc Bernstein) hatte ich im Sommer 91 wieder HbA1c deutlich unter 6, inzwischen ohne Tabletten, und im Herbst an die 5,5. Und da haben mich Hausarzt, Diabetologe und Nephrologe tierisch bearbeitet, dass das zwar gesund für Gesunde sei, aber gewaltig gefährlich für Menschen mit diagnostiziertem T2D.

    Die Gefahr hab ich zwar bis heute nicht verstanden, aber wo ich keine Ahnung hatte, hab ich mich dem “qualifiziert übergeordneten Wissen” gebeugt und bis Anfang 92 gehorsam aufgefressen, was ich heute als tolle komplette Remission sehen würde. Ich schreibe bewusst aufgefressen, obwohl der Ausdruck hier schon öfter bemängelt worden ist, denn die Mengen, die ich mir für HbA1c wieder bei verordneten um 7 im ersten Quartal 92 zum Ende 91 habe einverleiben müssen, waren definitiv kein Genuss.

    In Erinnerung ist mir noch, dass vieles da in Oktober und November 91 den BZ beim besten Willen nicht über um 140 mg/dl antreiben wollte, womit er in Februar und März noch locker an 300 ausgeflogen war. Daraus schließe ich heute, dass wenigstens die erste Remission noch mit einer super funktionierenden Blutzucker-Automatik belohnt werden kann. Und da gibt es keinen organischen Grund für irgendeine zeitliche Begrenzung.
    Mit den Tabletten dann noch bis 98 bis zum Anstieg vom 1c gegen 8, dann der Umstieg auf Insulin.

    Aus meinen Erfahrungen sehe ich den T2D im BZ-mäßig ordentlichen Behandlungsrahmen nach DDG als progrediente Behandlungs-Krankheit.

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
    Bearbeitet von User am 19.11.2023 17:17:50. Grund: .
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    am 20.11.2023 09:35:15 | IP (Hash): 2006570386
    Derzeit ist Prädiabetes für die Mediziner noch keine (behandlungswürdige) Krankheit.
    Mein höchster Nüchternwert im 06/2022 war 121, ab 126 hätte ich T2D.
    Vielleicht ist es in 10 Jahren ab 110 bereits T2D, weil man einfach schon mehr Erkenntnisse hat.

    Oder behandelt man diese Grauzone (noch) nicht, weil sonst noch viel mehr Menschen die Arztpraxen mit T2D besuchen würden?
    Fakt ist ich habe ein Diabetes-Problem.

    Ich habe mich sehr viele Jahre an meinen LDL-Werten abgearbeitet (Diät, Sport, NEMs .....).
    Erst sehr ein sehr bemühter Arzt in einer Lipid-Ambulanz und ein Gentest brachten mich auf den Boden der nackten Tatsachen, dass da nur Medikamente helfen und ich mit der Ernährung und dergleichen nichts mehr verbessern kann.
    Dort werde ich auch mit meinen Blutzuckerwerten ernst genommen und habe da bei jeder Lipid-Kontrolle auch ein offenes Ohr. Es gibt nur laut Leitlinien noch keine Behandlung für mich und andere mit Prädiabetes. Dort interessiert man sich auch für meine Daten vom CGM.
    Das einzige was er mir geben könnte wäre eine Ernährungsberatung auf Krankenkassen, er denkt allerdings auch dass mich das nicht weiter bringen wird.
    Ich spüre schon, dass man ernst genommen wird wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, es ist einfach eine blöde Situation für alle mit diesem Prädiabetes.

    @Gunter21, was da in deinen Zeilen durchklingt, das denke ich auch.
    Man muss sich einiges leisten können um gesund zu bleiben, bzw. nicht kränker zu werden.
    Private bezahlte Blutuntersuchungen, Messstreifen, CGMs, privater Arzttermin, Bücher, NEMs ..... so ein Prädiabetes kostet mehr als ein Haustier ;)
    Nicht ganz ernst lesen, ich schreibe das schon mit einem Schmunzeln.


    Mein Metformin wurde gerade geliefert :)
    Ein Medikament aus Italien, habe nachgesehen, ist dort zugelassen.
    Sind runde Tabletten die vermutlich etwas mühsam zum Teilen wären, werde deswegen mit 500 zum Abendessen beginnen.
    Ab dem Wochenende verwende ich dann wieder ein CGM, bin gespannt was sich an meinen Werten ändert.


    @hjt_Jürgen
    Was dir mit deinen anfangs schlechten Werten gelungen ist macht Mut, dass es auch bei Fortschreiben von T2D immer noch wenigen Weg in einer gesündere Richtung geben kann.
    Und so viele Jahre ohne Spätfolgen zeigen ja, dass du sehr vieles/alles richtig machst.
    Du hast dich aber auch nie nur auf Ärzte verlassen ....


    *Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
    Bearbeitet von User am 20.11.2023 10:26:04. Grund: .
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    am 20.11.2023 19:25:39 | IP (Hash): 283892467
    -anna- schrieb:

    @Gunter21, was da in deinen Zeilen durchklingt, das denke ich auch.
    Man muss sich einiges leisten können um gesund zu bleiben, bzw. nicht kränker zu werden.
    Private bezahlte Blutuntersuchungen, Messstreifen, CGMs, privater Arzttermin, Bücher, NEMs ..... so ein Prädiabetes kostet mehr als ein Haustier ;)
    Nicht ganz ernst lesen, ich schreibe das schon mit einem Schmunzeln.



    ja, ist traurig, nicht?
    Wenn man so wirklich gar kein Geld hat, kleine Rente oder so und jeder Euro wehtut, dann wird das nicht so einfach.
    Das ist unter Umständen recht kostenintensiv und zu den Problemen mit Lebensumstellung, Ernährungsumstellung und der Krankheit an sich kommt dann auch noch das Problem der Finanzierung dazu.
    Auch die optimale Ernährung kostet leider viel, so eine Familienpackung Spaghetti mit einer Flasche Ketchup oder ein bisschen Fastfood aus der TK ist eben nun mal viel billiger als der Einkauf im Bioladen, Hofladen oder Reformhaus.
    Ich kann mir gut vorstellen das viele das genau wegen solchen Hürden das dann auch einfach treiben lassen, den DM nicht weiter beachten und ignorieren und genau so weiterleben wie gewohnt.

    Ich hoffe das eines Tages die CGMs günstiger werden, massentauglich und die Kassen das ab Prädiabetes sozusagen schon präventiv bezahlen, als Vorsorge sozusagen.




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    am 20.11.2023 20:27:20 | IP (Hash): 1405621184
    Gunter21 schrieb:
    ...Auch die optimale Ernährung kostet leider viel,...


    Aus meiner heutigen Sicht erschwert noch sehr viel mehr als nur der reine Kostenfaktor das gesunde Auskommen mit wenig Geld. Denn mit meinem Frühstück mit um 200 g geschredderte rohe Möhren für 25 Ct und 40 ct für 60 g Käse und 5 ct für nen EL Haferkleie kann ich den Pott Kaffee gleich noch mit in die eine Eurone packen, die das kostet, wenn es viel kostet.

    ABER würde ich damit seit Jahren und heute auch noch so zufrieden auskommen mögen, wenn ich nur die eine Eurone für’s Frühstück einsetzen könnte?

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    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
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    am 20.11.2023 21:02:23 | IP (Hash): 283892467
    jetzt schweifen wir aber völlig vom Thema ab-:)
    aber ich kenne genügend in meinem Umfeld die noch nicht mal eine Möhre unfallfrei shreddern können (wenn sie denn wollen würden) aber sämtliche Apps aller Fastfood Ketten und Lieferdienste mit verbundenen Augen bedienen können und keinen meter zu Fuss gehen-:)
    Ist halt auch eine Änderung der modernen Gesellschaft an sich, die komischerweise mit der Zunahme des DM Hand in Hand geht.

    Wenn ich mich an meine Jugend erinnere, so ohne ganz ohne Auto aber dafür alles mit Fahrrad oder zu Fuss. Reich waren wir wirklich nicht ,aber wir hatten einen grossen Garten und der Garten bestimmte vollkommen den Speiseplan was es Mittags gab. Handy und Internat gabs auch nicht, dafür viel Bewegung drausen beim Fussball oder am See.....ich hab Diabetes für eine Krankheit gehalten die nur ab 80 im Altenheim eine Rolle spielt, das war tatsächlich einfach überhaupt kein Thema ringsum.

    Ich will die Uhr absolut nicht zurückdrehen, aber ein paar kleine Anleihen an damals kann man nehmen, kann ja nicht komplett verkehrt gewesen sein.
    Zum Beispiel selber kochen und mehr bewegen, wir sind oft zu bequem geworden.


    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 20.11.2023 21:44:45 | IP (Hash): 1405621184
    Sooo weit ab finde ich das Abschweifen gar nicht. Anna will doch ihren Blutzucker möglichst weit in den gesunden Bereich zurückdrehen. Und dabei kann jede Möglichkeit hilfreich sein, die dem einen oder der anderen von uns schon mal zum guten Gelingen verholfen hat.

    Ok, wenn die genetische T2D-Voraussetzung das Überschreiten individueller Fettschwellen in Leber und Pankreas ist, wird die natürlich mit der allgemeinen Gewichtszunahme eben zunehmend (no pun intended, but welcome ;) erfüllt.

    Einen besonders schlagenden Beweis dafür sieht die Diabetologie in Kuba, wo die Zunahme bis zum wirtschaftlichen Zusammenbruch im Trend lag, bis die alten Autos plötzlich keine neuen Nachfolger mehr kriegten und immer ältere immer weiter fahren mussten.
    Ein wichtiger Punkt wird bei der populären Diabetes-Bewertung allerdings immer übersehen: T2D macht praktisch keine Symptome, und wo zu wenig Geld für normales Leben ist, ist garantiert keins, das man dann auch noch zum Arzt tragen könnte. Wenn da also von 100 möglichen Neudiagnosen 1 wirklich bezahlt und gestellt wurde, ist das sicher viel. Und klar war vielleicht 1 von 100 schon vorher diagnostizierten Kranken weiter in diabetologischer Behandlung. Nicht weil die übrigen 99 plötzlich gesund waren, sondern weil ihnen die Kohle für die weitere Behandlung fehlte. Aber wer nicht auftaucht, hilft natürlich der schön gefärbten Statistik.

    Trotzdem bleibt selbstverständlich jeder T2D in seiner Remission, dessen Fettschwellen mangels Geld für Essen nicht überschritten werden.

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    am 21.11.2023 07:20:04 | IP (Hash): 2006570386
    Guten Morgen!

    Ich empfinde es auch nicht als Abschweifen.
    Bei vielen (vermutlich auch bei mir) ist T2D ja kein Schicksal, T2D ist ja doch sehr oft selbst „gemacht“.
    Deswegen treibt mich das Thema so um weil ich sicher bin, doch einiges noch selbst in der Hand zu haben.

    Armut kostet viele Lebensjahre, ca. 10 wenn ich das richtig im Kopf habe, Männer etwas mehr.
    Bei vielen werden (chronische) Krankheiten viel zu spät entdeckt.

    Würde ich mich „durchschnittlich ungesund“ ernähren würde 1. mein Gewicht kontinuierlich steigen (ich habe da sicher eine Veranlagung) und ich hätte vielleicht schon einen diagnostizierten T2D.
    Gesunde Ernährung ist für mich schon lange ein wichtiges Thema, dann wurde ich vor Jahren Vegetarierin.
    Kaufe (fast) nur regional und Bio und man kann da auch preisbewusst leben.
    Wenn meine Kolleg*innen im Office mittags essen gehen sind rasch 10 Euro und mehr weg, soviel brauche ich für einen ganzen Tag Ernährung nicht.
    Sollte ein Schulfach sein, kostenbewusste und gesunde Ernährung und am besten nicht nur Schikurse sondern auch Kochwochen.

    Schaut man im Supermarkt in die Einkaufswägen ….. da wird (sehr) viel Geld für Mist ausgegeben.
    Und es wird immer noch so viel Nahrung weggeworfen.
    Das wäre ein tagefüllendes Thema.

    Fakt ist, wenn man sich finanziell etwas bewegen kann, dann kann man sich auch um seine Gesundheit besser kümmern.
    Es muss sich allerdings auch jeder die Frage stellen, was einem Gesundheit und gesund bleiben „wert“ ist.
    Das kommende Jahr werde ich mich sicher noch stark mit dem Thema T2D auseinandersetzen und bin auch bereit, dafür Geld auszugeben (verzichte lieber auf einen Urlaub - kann auch wandern gehen …..).
    Wenn das Auto „kränkelt“ fahren auch viele damit in die Werkstatt, mit dem eigenen Körper geht man sorgloser um?


    Habe gestern Abend meine erste Metformin 500mg genommen (sind runde Tabletten ohne Kerbe) und doch gleich wieder einen Sensor gesetzt (die Neugierde) und bin jetzt gerade um die ~ 90
    Wow!
    Können die Werte so rasch sinken oder braucht vielleicht der Sensor noch ein wenig (ich habe immer wieder das Gefühl er zeigt am ersten Tag zu wenig an).

    Vielleicht doch mit Stechen kontrollieren, Teststäbchen laufen sonst eh ab.
    Wann kontrolliert man blutig nach dem Essen? Nach 2 Stunden?

    Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
    Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?


    *Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
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    am 21.11.2023 08:21:13 | IP (Hash): 384062462
    -anna- schrieb:

    Habe gestern Abend meine erste Metformin 500mg genommen (sind runde Tabletten ohne Kerbe) und doch gleich wieder einen Sensor gesetzt (die Neugierde) und bin jetzt gerade um die ~ 90
    Wow!
    Können die Werte so rasch sinken oder braucht vielleicht der Sensor noch ein wenig (ich habe immer wieder das Gefühl er zeigt am ersten Tag zu wenig an).

    Vielleicht doch mit Stechen kontrollieren, Teststäbchen laufen sonst eh ab.
    Wann kontrolliert man blutig nach dem Essen? Nach 2 Stunden?

    Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
    Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?


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    Sensoren können zu Beginn falsch messen sowohl zu hoch wie auch zu tief, kann auch bis zu 2 Tage dauern, bis sie sich einpendeln. Zudem können Sensoren auch generell Abweichungen haben, dauerhaft 20mg/dl zu wenig oder zu hoch. Und sogar mehr Abweichungen sind möglich.

    Deshalb sollte man sich nicht blind auf die Sensoren verlassen, sondern dennoch blutig mal gegenmessen, wie gut jeweils der aktuelle Sensor misst.

    Hierbei muss man schauen, dass man gegenmisst, wenn der Blutzucker längere Zeit stabil ist. Min. 30min wären gut. Also nicht kurz nach einer Mahlzeit, Sport oder nach dem Aufstehen.

    Zwecks Metformin solltest du deinen behandelnden Arzt fragen. Der kann dir ganz genau sagen, was in deinem konkreten Fall mit Alkohol zu beachten ist.

    Und noch ein Tipp generell: deine Diagnose ist noch frisch, klar bist du jetzt motiviert und willst dich möglichst gut informieren. Schau aber, dass es nicht zu viel wird. Die Blutzuckerproblematik wird dich dein Leben lang begleiten, deshalb brauchst du Durchhaltevermögen. Diabetes ist ein Marathon, kein Sprint. Schau auf dich und deine Bedürfnisse außerhalb deines Diabetes. Menschen mit Diabetes neigen häufiger zu Depressionen.
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    am 21.11.2023 08:27:55 | IP (Hash): 1107542867
    -anna- schrieb:
    Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
    Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?

    Ja, du darfst dich nur nicht kräftig besaufen. Allerdings dürfte bei deinen 500mg auch dabei kaum etwas passieren.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.11.2023 08:29:01. Grund: BBCodes
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    am 21.11.2023 08:54:56 | IP (Hash): 2006570386
    Hallo July,
    danke für deine Zeilen, dann täuscht mich das nicht mit den Sensoren die ersten ein, zwei Tage. Werte waren anfangs bisher eigentlich immer „auffällig“.

    So frisch ist das bei mir leider gar nicht mehr, erhöhte Werte sind ist mir seit zwei, drei Jahren bewusst. Packe das Thema jetzt einfach nochmals richtig an, von selbst verschwindet das nicht mehr.
    Aber du hast schon recht, ich bin vom Wesen her in vielen Bereichen „gewissenhaft“ ;) und wenn ich von etwas überzeugt bin, dann halte ich auch durch und nach einigen Monaten wird ohnedies vieles normal wie:
    - kein Fleisch essen
    - kein „Süsskram“ zu Hause
    - intermittierend Fasten
    Ich denke man muss von etwas überzeugt sein, dann wird es eine neue (Essens)Gewohnheit.

    Z.B. beeinflusst keto meinen BZ positiv, ich bin allerdings nicht überzeugt, dass das (dauerhaft) die Lösung meine BZ-Problematik sein kann. Wäre ich überzeugt, dann würde es meine neue Ernährungsform und würde nach einigen Monaten ganz normal.
    Da tickt vermutlich jeder anders.

    Beim Metformin bin ich ganz auf mich gestellt, habe keinen betreuenden Arzt. Ist ein auf max. vier Wochen begrenzter Versuch.

    Jetzt gehe ich wandern, senkt zwar bei mir auch nicht den BZ, tut aber gut :)


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