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DM als Risikofaktor
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am 22.11.2023 18:45:12 | IP (Hash): 684823594
Hallo,
ich habe eine Frage (bzw. mehrere Fragen)
DM ist ja als Risikofaktor eingestuft mit erhöhtem Risiko für zahlreiche weitere Krankheiten, kardiovaskuläre, Retinopathie, Diabetesfuß uvm.
Für Diabetiker gibt es auch verschärfte Zielwerte für diverse Blutparameter, z.b. für Cholesterin, im Vergleich zu gesunden Menschen.
Das ist alles soweit so gut.
Aber wie verhält es sich eigentlich nun in dem Fall , das jemand seinen Zucker soweit unter Kontrolle hat das er von den Blutwerten sich kaum noch von einem Gesunden oder einem Prädiabetiker unterschiedet?
Hat dieser Diabetiker der ständig mit relativ gesunden Werten herumläuft immer noch das selbe Risiko wie ein Diabetiker der schlecht eingestellt ist?
Gibt es z.b. überhaupt noch ein Risiko für eine diabetestypische Folgekrankheit, z.b. Neurapathie oder Fusssyndrom wenn der Diabetes gut eingestellt ist?
Und gelten für einen Diabetiker mit perfekter Einstellung immer noch die verschärften Grenzwerte für Diabetiker?
Weil die Kategorisierung als Diabetiker wird man ja offiziell nie mehr los, egal wie schön die Werte sind.
gruß
Gunter
Bearbeitet von User am 22.11.2023 19:29:48. Grund: Korrektur -
am 22.11.2023 19:41:56 | IP (Hash): 1229266720
Klar sagen alle größeren Langzeitstudien, dass mit weniger zu hohem BZ pro tausend Teilnehmer im beobachteten Zeitrahmen weniger Folgen auftreten.
Aber Google kennt einige Klagen über diabetische Folgen ohne Diabetes. Da finden sich dann im prädiabetischen Bereich diabetische Augen- und Nierenschäden, denn alles andere kann man ja auch ohne Diabetes kriegen und nicht so eindeutig zuordnen, sondern nur statistisch.
Und wo ich schon in der Schule zu denen gehört hab, die immer aufgefallen sind, wenn sie auch nur den kleinsten Mist gemacht hatten, ist mein Ding der gesunde BZ ;)
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 22.11.2023 19:58:28 | IP (Hash): 203894135
Hallo Gunter,
bei gut eingestelltem Diabetes mit HbA1c 6,0 und darunter brauchst Du keine Angst zu haben, wichtig ist nur, dass Du Dein gutes Ergebnis beibehälst und es regelmäßig bei einem Diabetologen überwachen lässt. Da wird übrigens auch im Rahmen der diversen Untersuchungen auch die Durchblutung gemessen.
Gruß,
Biggi -
am 22.11.2023 20:24:04 | IP (Hash): 684823594
Danke euch.
Dachte ich das das nicht so klar geregelt ist, wenn selbst die Diagnoseschwelle eine reine Definition ist dann sind die Grenzwerte und Zielwerte, z.b. die unter 70 LDL Cholesterin, wohl auch frei definiert.
Statistik ist immer so eine Sache, da gibt es ja vieles was für Krankheiten ursächlich sein könnte und man weiss nicht ob das Cholesterin, das Übergewicht, der Stress oder das Rauchen dafür verantwortlich waren. Zumal in der Regel die Betroffenen ja nicht nur eins davon haben sondern meherer Faktoren oder auch alle zusammen.
Aber muss man denn überhaupt diese 70 oder 100 LDL unbedingt erreichen ?
Oder gelten für einen super eingestellten Diabetiker dann die selben empfohlenen Zielwerte wie für einen Gesunden?
Das macht ja oft einen Unterschied, die Zielwerte für Cholesterin sind so schwierig zu schaffen, das braucht dann irgendwann ja eine weitere Pille.
Mein Arzt konnte mir diese Frage nicht so richtig beantworten-:) -
am 22.11.2023 20:56:07 | IP (Hash): 1229266720
In “meiner Praxis” hat gerade das ärztliche Personal gewechselt, und ich hab nicht dafür reden müssen, dass ich weiter ICT machen will. Etwas mehr für den halbjährlichen DMP-Turnus. Wo das letzte umfassendere Blut-Labor wohl im Wechsel untergegangen ist, komme ich persönlich erst im nächsten April auf den aktuellen Stand der Blutfett-Deutung.
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 22.11.2023 21:39:38 | IP (Hash): 2006570386
Hallo Gunter,
Es gibt da einen Risikorechner den auch Ärzte nutzen, den PROCAM-Test
https://www.assmann-stiftung.de/procam-tests/
Zur Entscheidungsfindung würde ich LP(a) im Labor bestimmen lassen, falls du das vom Arzt nicht verschrieben bekommst, kostet ca. 25,—
Ist ein Risikofaktor der zwar leider (noch) kaum zu beeinflussen ist, aber wäre dieser erhöht, spricht das vielleicht für eine LDL Senkung.
Einmal bestimmen lassen reicht, der LP(a)-Wert ändert sich nicht sonderlich.
Homocystein ist auch ein Risikofaktor. Ist es erhöht dann wirkt da Vitamin B12 Wunder, den Wert kann man leicht selbst beeinflussen.
Metformin ist ein Vitamin B12 Räuber.
Bewegung und BMI lassen sich positiv beeinflussen und mildern sicher auch einige Risikofaktoren.
Welcher Arzt berät dich da, Hausarzt oder Kardiologe?
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.11.2023 22:46:35 | IP (Hash): 1229266720
-anna- schrieb:
Es gibt da einen Risikorechner den auch Ärzte nutzen, den PROCAM-Test
https://www.assmann-stiftung.de/procam-tests/
Sowas erhöht den Anschein der zutreffenden Zuverlässigkeit - aber doch bei niemandem, der auch nur ein bisschen Ahnung von medizinischen Hintergründen hat :(
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 23.11.2023 07:21:01 | IP (Hash): 880386175
biggi119 schrieb:
Hallo Gunter,
bei gut eingestelltem Diabetes mit HbA1c 6,0 und darunter brauchst Du keine Angst zu haben, wichtig ist nur, dass Du Dein gutes Ergebnis beibehälst und es regelmäßig bei einem Diabetologen überwachen lässt.
Spielt es da dann eine Rolle, ob ich den "gut" eingestellten Diabetes "nur" mit Tabletten erreiche oder ob ich mich "gesund spritze"?
Ich kann ja a) gesund essen und Sport treiben oder b) auf der Couch sitzen und mit Insulin meinen BZ regeln. -
am 23.11.2023 07:22:17 | IP (Hash): 2112195232
-anna- schrieb:
Welcher Arzt berät dich da, Hausarzt oder Kardiologe?
Bei mir teilen sich den Job Hausarzt und Diabetologe. Der Diabetologe schaut bei mir eigentlich nur auf den BZ und die Medis dazu, der Hausarzt (der mich auch ins DMP eingetragen hat) macht den ganzen anderen Rest.
Interresanterweise haben beide Ärzte (beide recht kompetent) unterschiedliche Ansätze, der eine erhöht schnell die Dosis, der andere ist da nicht so schnell mit erhöhen und möchte eigenlich lieber reduzieren.
Werde beim nächsten Check mal danach fragen.
Ich war nur einmal bei einem Kardiologen zum Check für Herz und Gefässe letztes Jahr (war alles ok).
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am 23.11.2023 07:44:59 | IP (Hash): 2006570386
@Gunter21
Ich habe auch das Gefühl, dass die Ärzte LDL unterschiedlich bewerten.
Bei unter 70 würdest du schon als „hohes Risiko“ eingestuft, „nur“ Diabetes ohne andere Risikofaktoren rechtfertigt dies auch anhand der Leitlinien nicht.
Würde ich mir von dem Arzt genau erklären lassen, der das empfiehlt.
Kleiner 116 gilt für uns alle, auch für all jene die keine Risikofaktoren haben. Das sehen aber die Ärzte recht unterschiedlich (vielleicht auch abhängig davon wie sie mit ihren eigenen Werten umgehen).
Hast du leicht erhöhte Werte, wird es letztlich (auch) an dir liegen, es wird dich da vermutlich kein Arzt wirklich massiv drängen.
Vielleicht kannst du mit Ernährung und Omega3 Ergänzung auch noch einiges erreichen und den Wert etwas senken.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*