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Schwere diabetische Ketoazidose - was tun?
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am 05.02.2024 10:00:59 | IP (Hash): 1059000138
Aber sogenannt entgleister BZ macht keine Ketoazidose. Auch ketogenes Essen, also Ketose, macht keine Ketoazidose. Zur Ketoazidose brauchst du einen absoluten Insulinmangel, also wirklich kein Insulin.
Ach und ich hab noch vergessen, dass zur Ketoazidose auch der Drang zum Rückwärtsessen gehört.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 05.02.2024 10:17:57. Grund: vergessen -
am 05.02.2024 11:25:39 | IP (Hash): 1984529427
Oopps, 400 ohne Sünden, das ist aber ordentlich... Hast Du da körperlich irgend etwas gemerkt?
Bei meinen ca. 350-390 war rein garnichts zu spüren. Hätte auch 110 sein können...
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LADA Typ I...
(Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance + 26 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst genug nimmt, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?! -
am 05.02.2024 13:27:08 | IP (Hash): 1218461443
Die Ketoazidose ist meistens, aber nicht immer mit hohe BZ-Werte (größer 250mg/dl) verbunden.
Jardiance hat unter anderen deshalb die Zulassung für Typ1er verloren, weil damit Ketos "verschleiert" werden.
Werte größer 500mg/dl bekommt man u.U. als Typ1er ohne Restfunktion schon mit einer nicht gebolten Malzeit hin.
Ist bei mir kein aktives Insulin (oder sehr wenig), weil ich mal wieder irgendeinen Murks gemacht habe, fangen bei mir leichte Symptome einer Ketoazidose nach 2-3 Stunden ohne Insulin bei ungefähr 250mg/dl an.
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6 -
am 05.02.2024 17:38:28 | IP (Hash): 1532091295
ThomaS1968 schrieb:
Oopps, 400 ohne Sünden, das ist aber ordentlich... Hast Du da körperlich irgend etwas gemerkt?
Da ging es mir insgesamt mies, nicht nur wg BZ.
Ganz ohne Sünden wie Kartoffeln und Brot hab ich es nicht so hoch geschafft, hat auch etwa 4 Wochen gedauert, bis ich wieder dauerhaft im gesunden Bereich war.
Jetzt, mit fast* ganz ohne Blödsinn bin ich bei einem mittleren BZ-Wert von 100 mg/dl über 90 Tage.
* Die etwa 100 g frischgebackenes warmes Brot mit Butter letzte Nacht bescherten mir eine Stunde später 175mg/dl. Dafür morgens 88mg/dl. Mach ich nimmer.
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 06.02.2024 00:20:00 | IP (Hash): 1984529427
Bei mir sind Entgleisungen nach oben immer "sündenbedingt". Halte ich mich essentechnisch im vernünftigen Rahmen, sind die Werte eigentlich auch immer recht ordentlich.
Ich lege insgesamt Wert auf eine gute TIR (mind. 85%) und ich versuche beim HbA1c unter 7 zu bleiben.
Eine auf diese Weise für mich ausgewogene "Diabetes-Life-Balance" soll langfristig verhindern, dass mich diese Krankheit, auch und gerade psychisch, zu sehr in den Würgegriff nehmen kann.
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(Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance + 26 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst genug nimmt, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
Bearbeitet von User am 06.02.2024 00:21:55. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.02.2024 16:15:42 | IP (Hash): 186116639
ThomaS1968 schrieb:
Ah ja, Danke für die Auskunft. Weil selbst bei meinen größten Sündenfällen mit Schokolade, Flips, Gummibärchen und Schokokeksen (das alles zusammen natürlich...) bin ich nicht über 350 gekommen.
Daher dachte ich, über 500 kann man sich doch eigentlich noch nichtmal bewußt durch "exorbitantes Sündenfressverhalten" herbeiführen?
Solchen Aussagen nach, scheinst du dich immer noch nicht wirklich mit Typ1 auszukennen. Da wäre es sicher mal sinnvoll, wenn du dich mit den Grundlagen beschäftigst. Mein erstes Schulungsbuch war von Primas, Leben mit Typ1 Diabetes. Kann ich dir echt empfehlen, da sind alle Grundlagen drin.
Hohe Werte bedeutet nicht gleich Ketoazidose. Ketoazidose bedeutet absoluter Insulinmangel, also keine Restfunktion und kein gespritztes Insulin, auch kein Basalinsulin.
Und hoher BZ entsteht bei Diabetes nicht nur durchs Essen, sondern durch viele Sachen, Stress, zu wenig (Basal-)Insulin, Hormone (bei Frauen insb. Zyklus), Krankheit, Medikamente, ...
Ketoazidose entsteht bei Typ1 insb. beim Ausbruch der Krankheit und sonst nur sehr selten bspw. bei Krankheiten oder Kortison. Etwas häufiger ist noch eine beginnende Ketoazidose bei Insulinpumpentherapie, wenn da etwas defekt ist (Katheter verstopft, geknickt,...). Weil bei Pumpe kein Basalinsulin mehr wirksam ist und Pumpe defekt=kein Insulin mehr.
Meine BZ-Höchstwerte hatten auch ihre Ursache in Pumpenprobleme und leichte Ketone. Und definitiv nicht in Fressattacken oder durch "Sündigen".
Sowieso "Sündigen" So ein Wort gibt es in der Typ1 Welt gar nicht. Ich darf alles essen, was ich möchte, ich brauche "bloß" passend Insulin.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.02.2024 16:52:48 | IP (Hash): 1280866937
ThomaS1968 schrieb:
Eine auf diese Weise für mich ausgewogene "Diabetes-Life-Balance" soll langfristig verhindern, dass mich diese Krankheit, auch und gerade psychisch, zu sehr in den Würgegriff nehmen kann.
Ich finde deinen mentalen Ansatz recht gesund :)
Tatsächlich lernen wir ja den etwas ungesunderen, nämlich unseren BZ-Werten mehr oder weniger angestrengt hinterher zu hecheln, spätestens mit dem CGM, bei dem die Hypo ja schon 15-20 Minuten durch ist, wenn es sie meldet - oder vielleicht trotz Drohung gar nicht eintritt, weil wir die Meldung wg des Nachlaufs auf 90 gestellt haben.
Noch nachläuferischer der Standard-ICT-Fingerpieks direkt vor dem Essen. Denn da hat sich ja die Auswirkung vom letzten Spritzen und Essen längst mit weiteren Einflüssen vermischt, die aber auf diese Weise mehr oder weniger unter den Tisch fallen.
Interessant wird’s, wenn du kurzwirksames Insulin zusätzlich brauchst, also das zum Ausgleich von allen möglichen Einflüssen und vom Essen, für den bis jetzt noch und hoffentlich noch lange deine restlichen Betas sorgen.
Weil ich da nicht mehr hinterherlaufen wollte, hab ich vor einigen Jahren auf etwas umgestellt, was ich als dem Radfahr-Prinzip ähnlich beschreibe:
Wer’s erst noch lernt, fällt mit dem Drahtesel immer wieder um, denn wenn er das Umkippen bemerkt, ist das praktisch schon Umfallen und kann bestenfalls noch vor dem Langlegen abgestützt werden. Aber mit zunehmender Übung kommt das Umkippen immer seltener vor, weil wir lernen, die sich anbahnende Kippbewegung schon im Vorlauf immer passender auszugleichen :)
Bezogen auf meinen BZ bedeutet das, dass ich gezielt geübt und gelernt habe, Schwankungen in meiner BZ-Spur immer enger auszugleichen. So kann ich die meisten Stunden am Tag auch ohne Fingerpieks zu jeder Zeit recht zutreffend sagen, wo in meiner Spur mein BZ sich gerade befindet, und wie viele IEs ich aktuell jetzt für etwas spritzen müsste, das du aktuell als Sünde bezeichnest, damit mein BZ nach dem Auslaufen von Sünden- und Spritzwirkung wieder in der Gegend von 70-100 mg/dl ausläuft.
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am 07.02.2024 11:39:19 | IP (Hash): 1984529427
@July95... Wußte tatsächlich nicht, dass ein hoher BZ aufgrund fehlenden Insulins etwas anderes ist, als ein hoher BZ aufgrund eines "angefressenen" Ungleichgewichtes von sehr viel Zucker im Blut bei zu wenig Insulin?.
Aber gut..., Du bist die Fachfrau!
Dann wäre noch die Frage, wieviel Bolus würden eine Tüte Gummibärchen, 2 Schokokekse und ein paar Hände Jumbo-Erdnussflips benötigen, weil Du schriebst, es gäbe keine "essenstechnischen Sünden" für ein Typ I?
Aber ich will mich redlich bemühen, möglichst schnell dazuzulernen. Schließlich könnte ich ja auch schon bald ins "Schlaraffenland" der wegspritzbaren KH's kommen...
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Wer die Sache ernst genug nimmt, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
Bearbeitet von User am 07.02.2024 13:05:09. Grund: . -
am 07.02.2024 17:12:08 | IP (Hash): 1218461445
ThomaS1968 schrieb:
Dann wäre noch die Frage, wieviel Bolus würden eine Tüte Gummibärchen, 2 Schokokekse und ein paar Hände Jumbo-Erdnussflips benötigen, weil Du schriebst, es gäbe keine "essenstechnischen Sünden" für ein Typ I?
200g Gummizeug ca 150g KH
2 Schokokekse ca 25g KH
Flips vielleicht 50-100g KH
rechnen wir also mal mit 250-300g KH
Bei MIR rein rechnerisch ca 40-50IE
Bolen würde ich erstmal 30IE (so viele Kohlenhydrate werden langsamer und u.U. unvollständig verdaut)
je nach Ausgangswert mit 15 Minuten SEA verteilt auf zwei bis drei Stellen (wegen der schnellen KH aus dem Gummizeug und weil so große Insulinmengen nicht gut fürs Gewebe sind)
Den Rest nach Bedarf nach 1-2 Stunden...
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Bearbeitet von User am 07.02.2024 17:53:25. Grund: Ergänzung -
am 07.02.2024 18:10:39 | IP (Hash): 1984529427
Danke Heike. Ist natürlich nur ein theoretisches "Sünden"-Beispiel. Wenn ich aber mal im Lotto gewinnen sollte oder sowas ähnliches eintritt, dann könnte es schon doch mal ausufern... :)))
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