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Schwere diabetische Ketoazidose - was tun?
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am 07.02.2024 22:02:16 | IP (Hash): 1903137132
Seit wann hat der Opa eigentlich den Typ 1?
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 07.02.2024 22:18:09 | IP (Hash): 1794495517
hjt_Jürgen schrieb:
Seit wann hat der Opa eigentlich den Typ 1?
Seitdem er 71 Jahre ist. -
am 07.02.2024 22:24:50 | IP (Hash): 1903137132
Dann hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Diabetes Typ 2. Hat er von Annfang an Insulin gespritzt?
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am 07.02.2024 22:28:56 | IP (Hash): 1794495517
Geri schrieb:
Wenn der Blutzucker Deines Großvaters ohne viel Kohlehydrate auf 800 angestiegen ist, kann man annehmen, dass er neuerlich eine Ketoazidose entwickelt hat.
Aber woher? Im Krankenhaus konnten sie seinen Wert übrigens diesmal innerhalb von zwei Stunden von 880 auf 400 herunterbringen. Das finde ich auch seltsam. Eine zu schnelle Absenkung soll ja auch nicht gut sein. Beim ersten Mal im Dezember haben sie in derselben Notaufnahme noch vier Stunden gebraucht, um ihn von 800 auf 600 zu reduzieren.
Geri schrieb:
Wenn Dein Großvater wieder einen stabilen Blutzucker hat, sollte man abklären, welche Faktoren zur Übersäuerung des Blutes geführt haben können. Unbedingt die Sauerstoffsättigung über einen längeren Zeitraum beobachten (da gibt es Geräte um 5 Euro, die das können).
Welchen Zusammenhang könnte es denn mit der Sauerstoffsättigung geben, Geri? -
am 07.02.2024 22:48:05 | IP (Hash): 1903137132
Google sagt
Steigt die CO2-Konzentration im Körper an, so fällt der pH-Wert ab, d. h. die Wasserstoffionenkonzentration nimmt zu. Sinkt die CO2-Konzentration hingegen, so steigt der pH-Wert an, die Wasserstoffionenkonzentration nimmt ab. Über diese Beziehung beeinflusst die Atmung das Säure-Basen-Gleichgewicht.
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am 07.02.2024 22:56:11 | IP (Hash): 1794495517
hjt_Jürgen schrieb:
Dann hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Diabetes Typ 2. Hat er von Annfang an Insulin gespritzt?
Ganz am Anfang hat der damalige Hausarzt (Internist) einen Diabetes II diagnostiziert, wohl weil er in dem Alter nicht an einen Diabetes I glauben konnte. Aber als die Blutzuckerwerte meines Opas auf die verordneten Tabletten nicht gut ansprachen, ist er auf Diabetes I umgeschwenkt und mein Opa hat begonnen zu spritzen. Mittlerweile weiß man ja auch, daß Diabetes I auch im höheren Alter auftreten kann ("Vier von zehn Typ-1-Diabetesfällen manifestieren sich erst zwischen 31. und 60. Lebensjahr": https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Viele-Typ-1-Diabetiker-erkranken-erst-im-Alter-ueber-30-224046.html).
Bearbeitet von User am 07.02.2024 22:57:32. Grund: zusätzliche Info -
am 07.02.2024 23:04:04 | IP (Hash): 1903137132
Danke für die Info! Die ersten Jahre wird er sich wahrscheinlich noch selbst gemessen und gespritzt haben, oder?
Nachfrage: Kannst du dich noch erinnern, wonach er sich da gerichtet hat? Und welcher Blutzuckerbereich für ihn normal war?
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Bearbeitet von User am 07.02.2024 23:11:37. Grund: Nachfrage -
am 08.02.2024 00:03:53 | IP (Hash): 1180009489
Hypoxie führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels (auch beim Gesunden) und, wenn sie extrem ist, zu einer Übersäuerung. Jeder sportliche Diabetiker kennt das. Hier ist natürlich eine Basis für eine Ketoazidose gegeben. Ich habe aber nicht gesagt, dass Hypoxie schuld am Zustand Deines Großvaters ist. Es ist nur eine Möglichkeit, die man aber leicht kontrollieren kann.
LG Geri -
am 08.02.2024 09:29:28 | IP (Hash): 1731633069
Sorry, ich bin mit dir ein bisschen in die Irre gelaufen, weil ich von nem Blutzucker-Management ausgegangen war, das praktisch im Heim gerade erst entwickelt wird.
Dabei möchte es wohl “nur” an einen offensichtlich deutlich höheren Insulinbedarf angepasst werden.
Solches Anpassen ist wohl schon für die meisten INSULINER schwierig, die sich eigenverantwortlich selbst versorgen. Sie neigen eher dazu, mit ein paar Tagen höherem Blutzucker abzuwarten, ob der nicht nur vorübergehend wie z.B. von einem grippalen Infekt ist. Das war wohl mit der Entzündungs-Vermutung gemeint, von der du weiter oben geschrieben hattest. Wenn der Bedarf dann nach Tagen bis Wochen nicht wieder sinkt, erarbeitet man sich dann halt irgendwann wieder eine passendere Einstellung.
Für Heimpersonal ist so eine Anpassung noch sehr viel schwieriger, allein schon wg des alltäglichen Personalwechsels. Aber bei deinem Opa scheint das Anpassen dringend erforderlich, weil sein Blutzucker mit offenbar vielen von 24 Stunden über 300 mg/dl und mehr in Höhen verläuft, in denen das Insulin deutlich weniger wirkt, als bis um 200 mit kurzen Spitzen um ne Stunde nach dem Essen vielleicht an 300.
Deswegen scheint mir eine neue Einstellung dringend notwendig und im Zusammenhang damit eine engmaschigere Überwachung und Steuerung des Blutzucker-Verlaufs. Und klar muss die neue Einstellung dann wieder zurück angepasst werden, wenn die Ursache für den Mehrbedarf an Insulin gefunden und beseitigt wird.
Daumendrück, dass dem alten Herrn seine verbleibende Zeit bald mit der passenden Einstellung wieder deutlich beschwerdefreier gehalten wird!
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am 09.02.2024 22:03:19 | IP (Hash): 1794495517
StefanM schrieb:
Der genaue Ablauf war so:
1. Vor dem Mittagessen um 12:30 wurde bei ihm 313 mg/dl BZ gemessen und daraufhin 11 Einheiten gespritzt.
2. Nachmittags hat er 0,5 l Bier getrunken, aber nichts weiter gegessen.
3. Vor dem Abendessen um 17:30 lag sein BZ dann bei über 600, wo die Skala des Meßgeräts aufhört. Es wurden ihm 9 Einheiten plus 14 Einheiten Toujeo gespritzt. Das Abendessen selbst wurde ihm wegen seiner hohen Werte nicht gegeben.
4. Um 18:30 lag sein BZ immer noch bei 590, woraufhin der Notarzt gerufen wurde.
5. Der eingetroffene Notarzt mißt einen BZ von 500.
6. Bei der Einlieferung in die Notaufnahme des Krankenhauses etwas später lag sein BZ bei 880.
Die Diabetologin im Krankenhaus meint, daß die wahrscheinlichste Ursache für die Überzuckerung gewesen sei, daß die Pflegerin das Insulin in verhorntes Bauchgewebe gespritzt habe. Dadurch sei es nicht in den Blutkreislauf gekommen, da dieses Gewebe schlecht oder gar nicht durchblutet sei. Kann das sein? -
am 09.02.2024 22:22:56 | IP (Hash): 1270600460
Im Bereich von Operationsnarben ist die Aufnahmefähigkeit für Insulin deutlich vermindert.
Aber die Größenordnung des Blutzuckeranstiegs spricht eher dafür, dass die Einstellung insgesamt neu ausgetestet werden müsste.
Dabei fällt mir ein, dass der Opa doch mehrere Tage im Krankenhaus war. Aus den Unterlagen dort müsste doch ersichtlich sein, mit welchen Dosen von welchem Insulin er dort einen behandlungsmäßig einigermaßen brauchbaren Blutzucker gehabt hat. Vielleicht hilft ja, wenn du da mal nachschaust?
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