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Intervallfasten
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am 21.06.2024 17:42:32 | IP (Hash): 512382567
Daumendrück, dass es bei dir so bleibt :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 21.06.2024 18:14:23 | IP (Hash): 1995719530
Kelly schrieb:
Die Studien zu Intervallfasten und Diabetes zeigen etwas ganz anderes. Man kann gar nicht mehr verbrauchen als man zu sich nimmt. Es gibt kein Kaloriendefizit. Weil der Körper das sofort ausgleicht.
Das ist ehrlich gesagt Unsinn. Natürlich kann der Körper mehr verbrauchen, als ich zu mir nehme. Denn dafür hat er die Fettreserven.
Letztlich läuft es grob gesagt auf Folgendes hinaus: Wenn ich mehr esse, als ich verbrauche, legt der Körper Fettreserven an. Esse ich weniger, als ich verbrauche, geht der Körper an die Fettreserven. Würde er das nicht tun, würde irgendwann das Herz die Tätigkeit einstellen, weil es nicht mehr mit Nährstoffen versorgt wird.
Allerdings hat der Mensch im Laufe der Evolution auch Mechanismen entwickelt, Zeiten mit sehr niedrigem Nahrungsmittelangebot zu überleben. Der Körper kann seinen Stoffwechsel reduzieren. Das führt dazu, dass der Grundumsatz gesenkt wird. Was irgendwann zum Jojo-Effekt führt. Denn das Problem ist, dass der Körper auch dann, wenn wieder mehr Nahrung zugeführt wird, den Grundumsatz nicht oder nur sehr langsam wieder verändert.
Ich habe meinen Grundumsatz bestimmen lassen (die hinlänglichen Formeln sind inzwischen ziemlich ungenau, weil sie von deutlich kleineren Menschen ausgingen). Mein Grundumsatz liegt bei 1.900 kcal. Damit kann ich sehr gut umgehen. Ich achte darauf, dass ich täglich den Grundumsatz mit der Nahrung erreiche oder ganz knapp darüber liege. Meinen Gesamtumsatz erhöhe ich durch mehr Bewegung. Das reicht, um in Maßen abzunehmen. So, wie meine Ernährung nun aussieht, kann ich die über Jahre aufrechterhalten. Intervallfasten kommt für mich nicht in Frage, weil ich morgens mein Frühstück brauche. Auch kann ich mit Low Carb oder ähnlichen Ernährungsformen nichts anfangen. Auf meinem Speisezettel stehen viel Gemüse und Salat, frisch zubereitet, Haferflocken morgens und Abends Gemüse und Eiweiß in jeder Form. Damit habe ich den Diabetes im Griff und die Waage zeigt langsam aber sicher nach unten.
Beim Abnehmen gibt es noch eine weitere Problematik: Die Methode Abnehmen fehlt leider in unserem genetischen Programm. Und gerade nach Hungerkuren sorgt der Körper durch Ausschüttung von Hormonen dafür, dass vermehrt Hunger auftritt.
Viele Grüße
Thomas2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.06.2024 12:42:19 | IP (Hash): 1109287683
Danke Thomas für deine Ausführung...endlich mal jemand, der das Prinzip kennt und verstanden hat. Genau der reduzierte Stoffwechsel und seine Folgen sind nämlich das Problem aller vorrübergehenden Diäten...nicht umsonst wird er "Sparflammeneffekt" genannt... -
am 23.06.2024 16:41:36 | IP (Hash): 1446167482
Und das alles ist absoluter Quatsch, weil Du nämlich nicht weiß, wovon Du sprichst. Und Thomas anscheinend auch nicht. Da führt der Einäugige den Blinden zum Wasser. 😂 Oder sogar der Blinde den Einäugigen.
Ja, bei kalorienreduzierten Diäten fährt der Stoffwechsel runter. Aber Fasten hat eben andere Auswirkungen, weil das etwas ist, das bei kalorienreduzierten Diäten zum Tragen kommt.
Aber ich werde darüber jetzt keinen Vortrag halten. Wenn Ihr nicht wissen wollt, was die Wahrheit ist, und immer nur Eure Vorurteile pflegen wollt, ohne überhaupt irgendwelche Kenntnisse von dem zu haben, worum es hier geht, dann bitte. Ist nicht mein Problem. 😎 Manche Leute sind einfach unfähig, etwas zu lernen. Entweder weil sie nicht wollen oder weil sie nicht können.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.06.2024 16:44:27 | IP (Hash): 1446167482
hjt_Jürgen schrieb:
Daumendrück, dass es bei dir so bleibt :)
Danke, Jürgen. 🙂 Ja, der Langzeitbeweis kann natürlich erst erbracht werden, wenn ich mein Gewicht tatsächlich bis auf Normalgewicht reduziert habe und dieses Gewicht dann auch ein paar Jahre gehalten habe. Eine kurzfristige Reduktion gelingt immer. Da kann man auch einfach nur Kohlsuppe essen. Aber eine langfristige Reduktion gelingt nur, wenn man sich wirklich damit beschäftigt, was im Körper vorgeht. Wie die Hormone sich verhalten. Was die Physiologie des Körpers beeinflusst und wie.
Da habe ich mich zwar jetzt sehr schlau gemacht, aber wird das alles auch so funktionieren? Das geht nur, indem ich es ausprobiere. -
am 23.06.2024 16:46:55 | IP (Hash): 1446167482
Thomas_Dt schrieb:
[Beim Abnehmen gibt es noch eine weitere Problematik: Die Methode Abnehmen fehlt leider in unserem genetischen Programm. Und gerade nach Hungerkuren sorgt der Körper durch Ausschüttung von Hormonen dafür, dass vermehrt Hunger auftritt.
Bist Du nicht Arzt? Da sieht man mal wieder, dass Ärzte die entscheidenden Dinge einfach nicht lernen. Ihr seid alle auf einem Stand von vor 50 Jahren. Und von Fasten haben anscheinend die wenigsten eine Ahnung. Sehr traurig, aber das wird wohl noch eine Weile brauchen, bis diese Vorurteile alle ausgeräumt sind.
Seit wann ist Fasten eine Hungerkur? Kennst Du den Unterschied nicht?
Bearbeitet von User am 23.06.2024 16:47:56. Grund: . -
am 23.06.2024 16:52:15 | IP (Hash): 1446167482
Jetzt musste ich wirklich lachen. Jason Fung, der ja selbst Arzt ist und mit seinen Patienten die entsprechenden Erfahrungen mit Diabetes und Fasten gemacht hat, die ich hier zum Teil wiedergebe, berichtet genau das von seinen Kollegen. Dabei weiß er ja wirklich, wovon er spricht, macht jeden Tag die klinischen Erfahrungen, die ihn zum größten Experten auf dem Gebiet gemacht haben.
Aber seine Kollegen machen einfach die Augen und Ohren zu. Wie die drei Affen. Nicht hören, nicht sehen, nicht sagen. Bloß nicht von dem abgehen, was man vor hundert Jahren im Medizinstudium gelernt hat. Bloß nicht mal die Augen aufmachen und sehen, was sich tut, womit man wirklich Erfolge erzielt, womit man das Beste für die Patienten tut. Bloß nicht mal richtig die Physiologie des Körpers ansehen.
Nein, das machen wir nicht. Wir sind Affen. Wir lernen nicht. Bis auf Ausnahmen natürlich.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.06.2024 17:11:39 | IP (Hash): 1109287683
Da können wir uns ja sehr glücklich schätzen, dass es hier im Forum zwei ausgewiesene Experten gibt...Jürgen und Kelly...beide wissen mehr, als jeder Arzt und jeder Wissenschaftler...
Unglaublich...was für eine Selbstüberschätzung... -
am 23.06.2024 18:43:50 | IP (Hash): 1600124445
Zuckerle schrieb:
Danke Thomas für deine Ausführung...endlich mal jemand, der das Prinzip kennt und verstanden hat. Genau der reduzierte Stoffwechsel und seine Folgen sind nämlich das Problem aller vorrübergehenden Diäten...nicht umsonst wird er "Sparflammeneffekt" genannt...
Wer so futtert wie vorher, kriegt narürlich auch die gleichen Probleme wie vorher.
Welche Überraschung aber auch.
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 24.06.2024 16:05:19 | IP (Hash): 54943919
Fasten ist nicht Hungern
Ich würde das gern nochmal klarstellen. Es wurden hier Sachen verbreitet, mit Hungerstoffwechsel und so, die nichts mit Fasten zu tun haben. Weder Zuckerle noch Thomas wissen offensichtlich, was Fasten ist.
Es ist durchaus verständlich, dass man – wenn man selbst noch nie gefastet und sich auch nicht darüber informiert hat – Bedenken hat, wenn jemand lange Zeit sehr wenig isst. Man hat einfach zu viel über Crashdiäten und all diesen Diätquatsch gehört, dem leider viele anhängen.
Fasten ist aber keine kurzzeitige Crashdiät. Fasten ist ein Lebensstil. Den man auch beibehält, wenn man dann auf das Gewicht abgenommen hat, das man sich wünscht. Somit kann man auch nicht mehr zunehmen, denn man isst so weiter, wie man die ganze Zeit gegessen hat, in der man abgenommen hat. Für den Rest seines Lebens. Man beendet Fasten nicht wie eine Diät. Es ist nicht auf eine gewisse Zeit begrenzt.
Selbstverständlich gibt es auch so etwas. Es gibt Fastenkuren, die eine feste Dauer haben, und danach ist das dann beendet. Am Bodensee in der Buchinger-Klinik sind das meist 21 Tage. Das nennt sich dann „Heilfasten“.
Das ist aber nicht das Fasten, was ich mache. Heilfasten kann man nicht dauerhaft zu seinem Lebensstil machen, Intervallfasten schon.
Es gäbe eine Menge weniger Diabetes, wenn sich mehr Leute dazu entschließen würden, Intervallfasten zu ihrem Lebensstil zu machen. Ganz zu schweigen von Übergewicht, auch ohne dass man Diabetiker ist.
Ich will keinen Diabetes haben. Ich will keine Tabletten nehmen und schon gar nicht Insulin spritzen. Also habe ich Intervallfasten zu meinem Lebensstil gemacht, damit ich bis an mein Lebensende gesund und schlank sein kann.