Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Haferkur
-
am 27.01.2024 07:26:16 | IP (Hash): 782505040
hjt_Jürgen schrieb:
Wie ich dich verstehe, hast du das ja mit den Einverleibungsmengen auch schon mal ne ganze Ecke großzügiger und ohne besondere Anstrengung hingekriegt, oder?
Nicht mit Porridge nur mit Wasser. Das habe ich noch nie gegessen. Wenn ich Haferflocken gegessen habe, habe ich die mit Milch gemacht und meistens mit einer Banane für den Geschmack. -
am 27.01.2024 07:31:12 | IP (Hash): 782505040
Thomas_Dt schrieb:
Am 2 Tag waren die Blutzzuckerwerte niedriger, als die Tage vorher, als ich Apidra vor den Mahlzeiten gespritzt habe.
Jetzt ist die Frage, funktioniert das so auch, wenn man gar keine Medikamente nimmt?
Thomas_Dt schrieb:
Allerdings habe ich meine Ernährung und meine Lebensweise umgestellt: Das heißt im Wesentlichen, dass nur noch komplexe Kohlenhydrate auf den Teller kommen und ich mich mehr bewege. Seit dem 08.11.23 habe ich zudem kanpp 9 KG verloren.
Ob das nicht den größeren Einfluss auf den Blutzucker hat? -
am 27.01.2024 07:52:00 | IP (Hash): 782505040
Also gestern ist mein BZ nach dem Haferbrei ziemlich hochgeschossen nach einer Stunde. Nach gut zwei Stunden war er dann allerdings sogar unter dem Ausgangswert. Ob das ein gutes Zeichen ist? -
am 27.01.2024 08:42:37 | IP (Hash): 229843331
Ja, das ist ein gutes Zeichen.
Kleiner Tipp: Dem Hafer genügend Zeit geben, aufzuquellen. Ich hatte beim ersten Mal kernige Flocken genommen, die in Wasser aufgekocht und dann nur 30 Minuten quellen lassen. Das schmeckt dann wie eine ausgedrückte Raufasertapete. Danach habe ich die Quellzeit deutlich verlängert. Schon besser. Ich habe mir zudem im Bioladen gemahlene Vanilleschote besorgt (das ist einfach eine pulverisierte Schote, also ein Pulver und kein Sirup. Davon eine Messerspitze in den Haferbrei und mit durchziehen lassen. Das gibt richtig Geschmack. -
am 27.01.2024 09:33:00 | IP (Hash): 1979881783
Guten Tag, melde mich auch mal wieder.
Ich möchte vorweg sagen, das ich gerne Haferflocken esse. Vor 30 Jahren hat es mich regelrecht überfallen und ich hätte darin Baden können. Zu der Zeit war da irgendwas etwas drin, auf das mein Körper mit Heißhunger reagiert hat.
Später habe ich mehrere Jahre keine mehr gegessen. Hat nicht so in die Familienphase gepasst.
Die Haferkur bei Diabetes Typ 2 klang daher für mich nicht so schlimm.
Milch ging ich eh aus dem Weg. Reismilch hat zu viele Kalorien, die hebe ich mir lieber für meinen Kaffee auf.
Anfangs machte ich meinen Haferbrei mit normalen Mengen begrenzten Früchten. Weil frische Beeren nicht gerade günstig sind.
Bei der Diabetes Sprechstunde gab mir die Ernährungsberatung den Tipp, auf TK Ware auszuweichen. Für mich war dies ein sehr guter Vorschlag.
Anfangs mit normalen Obst schlug der Brei bis 179 mg/ml. an.
Dies hat sich nun zum positiven geändert. Er steigt nun nur noch auf 129 mg/dl.
Gemessen 1,5 und 2 Stunden. Ist dann der höchste Wert.
Meine Haferkur ist abgewandelt. Esse sie regulär 2 mal am Tag. Eine dritte Mahlzeit besteht dann aus etwas anderem.
Ich bereite mir die Körner Saaten schon in Gläsern gestapelt vor als Wochenvorrat.
Bestehend aus:
40g (2 Eßl.) Nackthafer
20g (1 Eßl.) Leinsamen
5 g Buchweizen (1/2 Teel.) Restbestände müssen weg.
5 g Hirse ( 1/2 Teel.) Restbestände müssen weg.
Ich bastel mir mein Haferbrei so:
Nehme eine Glas Butter Schale mit Deckel.
Mache dort 3 Eßl. TK Beeren Mix hinein.
Einen Schuss Zitronensaft.
Stelle die Schale unter meine Mühle ( welche ich mir damals vor 30 Jahren in einen Anfall geistiger Umnachtung geleistet habe) und Flocke den Inhalt von den vorbereiteten Körner-Glas.
Dann kommen noch ein paar wenige Cashewkerne und Zimt dazu.
Mit Wasser einweichen, Deckel drauf.
Zweite Portion ebenso vorbereiten und im Kühlschrank für den nächsten Morgen stapeln.
Manchmal kommen auch noch selbst gezogene Mungobohnen Sprossen dazu.
Am nächsten Morgen:
Gibt es noch 1 Eßl. Haferkleie drüber. Damit überschüssige Flüssigkeit aufgenommen wird.
Umrühren und warten bis der Hunger kommt.
Dieser Brei halt tatsächlich recht lange an. Und der Appetit auf Süsskram sprich (Schokolade und Co.) lässt ebenso in ein paar Tagen nach.
War immer ein Thema für mich, wenn Männe seine Sachen auspackt.
Also ich komme mit dieser Ernährung auf längere Sicht gut zurecht. Wochenenden gibt es Ausnahmen da Essen wir zusammen.
Was ich überhaupt nicht runter bekomme, ist Haferbrei in Verbindung mit Brühe/Gemüse. Das liegt mir überhaupt nicht.
Eines sollte man nicht vergessen, Getreidebrei war vor Jahrhunderten lange Zeit ein Haupt-Nahrungmittel einer breiten Bevölkerungsschicht.
Mit freundlichen Grüßen
Kresse
Kresse, Typ 2, ohne Medikamente.
Bearbeitet von User am 27.01.2024 17:28:37. Grund: Wortkorrektur -
am 27.01.2024 09:45:26 | IP (Hash): 929896811
Wenn man Angst vor zu hohem Anstieg des BZ während der Haferkur hat,
kann man statt 75g Haferflocken auch 55g Haferkleie oder 55g Haferkleie lösliche Flocken nehmen.
Haben bei dieser Menge weniger gKH und gleich viel Beta-Glucan wie 75g Haferflocken.
Haferflocken 75g:
Kohlenhydrate 44g, Beta-Glucan 3,38g
Haferkleie 55g:
Kohlenhydrate 30g, Beta-Glucan 3,41g
Haferkleie lösliche Flocken:
Kohlenhydrate 24g, Beta-Glucan 4,13g
Wie auf Seite 1 schon geschrieben hatten die Hafertage bei mir schon einen Effekt - wenn auch gering.
Vergleichen kann ich es gut, da ich meine gKH aufschreibe und den Schnitt für das Quartal berechnen kann. Ich esse immer im Schnitt die selbe Menge gKH - mal 2-3g mehr - mal 2-3g weniger.
______________
—————————————-
Typ 2 (HbA1c bei Diagnose 6/2020 13,7) - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0 - NW: 104 im Schnitt (Stand 11/23) -
am 27.01.2024 09:58:37 | IP (Hash): 323807122
Kelly schrieb:
Also gestern ist mein BZ nach dem Haferbrei ziemlich hochgeschossen nach einer Stunde. Nach gut zwei Stunden war er dann allerdings sogar unter dem Ausgangswert. Ob das ein gutes Zeichen ist?
Statt "ziemlich hochgeschossen" wären konkrete Werte vorher, postprandial 1 + 2 Std und für die 3 Tage NBZ hilfreich.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 27.01.2024 11:03:06 | IP (Hash): 1015520204
Hugin66 schrieb:
Wenn man Angst vor zu hohem Anstieg des BZ während der Haferkur hat,
kann man ...
Mir geht's nicht um die Angst vor hohem Anstieg. Den kann ich ganz einfach damit kappen, dass ich die zu hohe Portion auf 2 mit ner halben bis ner Stunde Pause dazwischen aufteile.
Aber JEDER Anstieg provoziert im Typ 2 Hintergrund eine höhere Insulinanspitze, und die resultiert in mehr Umformung von Glukose zu Fett in der Leber und damit auch zur dortigen Einlagerung.
Und so wenigstens tendenziell zur Verstärkung des Diabetes und damit praktisch zum Gegenteil der ausgelobten Wirkung.
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.01.2024 13:00:31 | IP (Hash): 782505040
Es wird ja immer auf die Langzeitwirkung verwiesen. Zuerst reagiert der BZ wie immer auf Kohlenhydrate, aber dann wird die Reaktion abgeschwächt. Wie eine Art Desensibilisierung. -
am 27.01.2024 16:13:29 | IP (Hash): 1015520204
Nachdem die Fachwelt Taylors Twin Cycle als Basis des Typ 2 vielfach nachgemessen und bestätigt hat, kann Desensibilisierung eigentlich kein Thema mehr sein.
Wenn doch so etwas nachzuweisen ginge, konkret belegbar und beliebig wiederholbar, müsste wieder neu gedacht werden.
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.01.2024 18:04:38 | IP (Hash): 1904521947
Ebend. Da bin ich ganz bei dir, @Jürgen: ich werde nicht etwas essen und als vorteilhaft für mich ansehen, wenn es meinen BZ in die Höhe treibt.
Egal, wie die mir das (inklusive Riedl) verkaufen wollen. Egal, wie "gesund" das aufgrund der ganzen enthaltenen Stoffe (Amino´s) ist.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.01.2024 18:43:23 | IP (Hash): 2109665396
Wirklich logisch ist der Twin Cycle ja aber nur bei Übergewichtigen, und selbst da nicht bei allen. Also hundertprozentig überzeugt mich das nicht. Ich bin überzeugt davon, dass Taylor in ganz vielen Fällen recht haben könnte, aber was ist mit den anderen?
Ich persönlich scheine vom Gewicht her sehr gut auf die wenigen Kalorien anzusprechen, aber der Blutzucker schert sich nicht darum. Was gegen Taylors Hypothese als generell wirksam spricht, denn bei dem, was ich bis jetzt abgenommen habe, müsste das längst passiert sein. Und es gab ja auch eine Menge Probanden, die nicht oder nicht so richtig darauf angesprochen haben. Trotz der gleichen standardisierten Formula-Diät.
-
am 27.01.2024 19:28:11 | IP (Hash): 1015520204
Wie Taylor herausgefunden hat, haben wir eine Fett-Schwelle im Regelkreis/-Prozess in der Leber und eine Fett-Schwelle im Regelkreis/-Prozess in den Beta-Zellen im Pankreas. Beide Schwellen sind individuell und unabhängig von BMI und Verfettungsgrad der Leber.
Wenn die eigenen Schwellen niedrig genug liegen, kann man schon mit BMI 22 pder noch darunter einen eingeschalteten Diabetes haben. Und wenn die eigenen Schwellen hoch genug liegen, ist der Diabetes mit BMI 32 oder 42 immer noch ausgeschaltet.
Wenn wir ihn eingeschaltet haben und ausschalten wollen, müssen wir halt aus Leber und Pankreas so viel Fett verbrauchen, dass unsere Schwellen darin unterschritten werden. Klar verbrauchen wir auf dem Weg dahin auch einiges von anderen Speicherstellen, aber die zählen für das Ausschalten vom Typ 2 wohl eher eben nachrangig, weil da drin eben keine wichtigen Schwellen existieren.
Was davon passt nicht zu deiner Erfahrung?
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.01.2024 21:46:05 | IP (Hash): 1904521947
Liebe Kelly,
mal weg von Taylor usw.. Du bist mit Intervallfasten beschäftigt und zählst Kalorien und verlierst dabei Gewicht. Alles gut. Aber wenn dir aktuell der Blutzucker wichtig ist - dann konzentrier dich doch mal nur darauf.
Lass die leeren Kohlenhydrate weg/gennerell Nahrungsmittel mit vielen Kohlenhydraten (Bannanen,Reis,Hafer) und schau mal, ob du damit weiter kommst. Würde mich ja wundern, wenn nicht.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.01.2024 10:33:05 | IP (Hash): 529720765
hjt_Jürgen schrieb:
Was davon passt nicht zu deiner Erfahrung?
Ich habe weder Fett in der Leber noch in der Bauchspeicheldrüse. Deshalb funktioniert das bei mir auch nicht. Das funktioniert tatsächlich nur bei Menschen mit viszeralem Fett. Hat aber nicht jeder, der Diabetes hat. -
am 28.01.2024 10:37:57 | IP (Hash): 529720765
Nada schrieb:
Lass die leeren Kohlenhydrate weg.
Welche leeren Kohlenhydrate? Ich esse hauptsächlich Gemüse. Nur weil ich jetzt mal die Haferkur gemacht habe? Das war ein Experiment, ist aber nicht meine normale Ernährung.
Leute, die selbst gern Süßes oder Fettes essen, denken, dass das alle Leute machen müssten. Vor allem Leute mit Übergewicht. Aber ich stehe weder auf fett noch auf süß. Und Fleisch, Wurst etc. esse ich auch nicht. Was soll ich da also weglassen? Den Brokkoli? 😄
Nein, jetzt mal im Ernst. Ich mache das alles nur wegen des Zuckers. Das Abnehmen ist nur ein Nebeneffekt. Bzw. das Abnehmen ist der Hauptschritt, um den Zucker zu reduzieren, aber es ist nicht der Zweck an sich.
Auch die Haferkur habe ich nur wegen des Zuckers gemacht. Sonst hätte ich mir das nie angetan. Das schmeckt nämlich wirklich nicht. 😜
Bearbeitet von User am 28.01.2024 11:28:32. Grund: Ergänzung -
am 28.01.2024 12:07:34 | IP (Hash): 1532091295
Kartoffeln zB. Ich würde eher Avocado zu den Erbsen essen und Erbsen auch nur in geringen Mengen.
Denn fürs Protein wären Tahini oder Kürbiskerne (oder Sesam- oder Kürbiskernmehl) ergiebiger oder entöltes Mandelmehl.
Mir scheint, dass du wenig auf deine Makronährstoffe achtest, zu wenig Protein und zu wenig Fett. Anbetracht dessen, dass du keine Medikamente nimmst und eher die KH nicht anpasst, befürchte ich, dass du trotz momentaner Kalorienreduktion keine Blutzuckersenkung erreichen kannst, vor allem dann, wenn du wieder so isst wie zuvor. Hast ja gesagt, dass du immer wieder zunimmst und dann wieder fastest.
Ich glaube nicht, dass sich deine hohen Blutzuckerwerte von selbst erledigen.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.01.2024 13:13:27 | IP (Hash): 529720765
Avocados schmecken einfach nicht. Erstens haben sie überhaupt keinen Eigengeschmack und zweitens sind sie widerlich fettig. Von so viel Fett wird mir schlecht. Erbsen empfiehlt Riedl immer wieder als das A und O für Protein. Es gibt auch so einen Erbsenproteinshake. Sesam streue ich fast überall drüber oder röste mir die.
Ich finde es immer interessant, was für Vermutungen so aufkommen. Ich esse kaum KH, aber ich passe meine KH nicht an? Wie kommst Du darauf? Ich habe auch nie gesagt, dass ich immer wieder zunehme und dann faste, um abzunehmen. So ist es überhaupt nicht. Und so, wie ich esse, ist es genau das, was immer empfohlen wird. Viel Gemüse. Daran esse ich mich satt. Also wenn ich so esse, mache ich genau das Richtige. Und das werde ich auch weitermachen. Ich mache ja schließlich keine Diät, sondern esse ganz normal.
Ich glaube, Du hast zu viel "Big Brother" gesehen. 😎 Da siehst Du Leute, die falsch essen, die sich dauernd Süßigkeiten reinstopfen oder Burger oder Pizza. Zu diesen Leuten gehöre ich nicht. Ich habe zugenommen, weil ich zu viel Milchkaffee getrunken habe. Und den trinke ich jetzt nicht mehr oder nur noch selten direkt nach einem Essen. Deshalb nehme ich ab. Und irgendwann wird sich auch der Blutzuckerspiegel nach unten begeben. Das unterstütze ich, indem ich zusätzlich jetzt noch täglich mehr Bewegung mit meinem E-Bike unternehme. Mehr kann man wirklich nicht machen. -
am 28.01.2024 23:07:34 | IP (Hash): 1904521947
Kelly, du hattest ja geschrieben, dass du Reis und mal Bananen isst. Besonders Reis, Nudeln und Brot, aber auch Kartoffeln gehören zu den leeren/schlechten Kohlenhydraten. Ist ja nicht bös gemeint.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.01.2024 01:00:19 | IP (Hash): 229843331
Nada schrieb:
Kelly, du hattest ja geschrieben, dass du Reis und mal Bananen isst. Besonders Reis, Nudeln und Brot, aber auch Kartoffeln gehören zu den leeren/schlechten Kohlenhydraten. Ist ja nicht bös gemeint.
So pauschal stimmt das nicht. Kartoffeln sind durchaus erlaubt. Allerdings sollte man Kartoffel-Pü meiden. Reis, Nudel, Brot gehen doch. Allerdings Vollkornreis, Vollkornnudeln und Vollkornbrot. Das sind schon komplexe Kohlenhydrate.
Was man meiden sollte, ist pollierter Reis oder auch Produkte aus Weißmehl.
Wenn ihr eurem Körper was Gutes tun wollt: Lasst mindestens 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten. In der Pause gibt es keine Kalorien. Auch keinen Milchkaffee (Tasse Kaffee mit einem kleinen Teelöffel Milch ist erlaubt - besser: Sahne im Verhältnis 1:3 verdünnen).
Wenn in der Pause wirklich mal der Hunger drückt: Ein paar Nüsse schaffen Abhilfe oder auch mal ein Ein. Wichtig: Reichlich Wasser trinken.
Bei der Ernährung genügend essen: Rechnet euren Grundumsatz aus. Darunter sollte ihr nicht gehen. Sonst lauft ihr Gefahr, dass der Körper den Stoffwechsel herunterfährt. Das wäre dann fürs Abnehmen nicht gut.
Bei jeder Ernährungsumstellung immer mal die Frage stellen, ob man in der Lage ist, das ein paar Jahre so zu leben.
Nur noch ein Tipp am Rande: Auch mal belohnen. Ich hatte meinem Diabetologen mal gesagt, dass ich Lebkurchen echt vermisse (Oblatenlebkuchen - früher durfte es gern mal nebenbei eine Packung sein). Er meinte, das wäre kein Problem: Einen Oblatenlebkuchen nach dem Essen wäre erlaubt. Ich habe auch schon mal einen Riegel Kinderschokolade als Nachtisch genommen (wohl gemerkt: Einen Riegel, keine ganze Tafel). Allerdings gibt es die nicht mehr, da so ein Riegel 120 kcal hat. Das ist mir deutlich zuviel. -
am 29.01.2024 06:30:51 | IP (Hash): 1532091295
Wenn man wie Kelly und auch ich keine Medikamente nimmt, sind die Blutzuckerspitzen nach den von dir aufgezählten Sättigungsbeilagen postprandial weit oberhalb von gesund 140 mg/dl. Und ein NBZ von über 120mg/dl mit steigender Tendenz (lt Kelly) ist auch nicht akzeptabel für den eigenen Stoffwechsel.
Von alleine erledigt sich das nicht. Auch nicht mit Gewichtsreduktion, vor allem dann nicht, wenn (wieder lt Kelly) kein viszerales Bauchfett in Leber und BSD abzuschmelzen ist. Ich sehe hier keine Möglichkeit, als die KH stark zu beschränken, und KH-reiches Gemüse durch weniger stärke/zuckerhaltiges zu ersetzes. Zumindest eine Weile, bis die Werte wieder runtergegangen sind und erst dann anzutesten (messen), was gut vertragen werden kann oder lieber gemieden werden sollte.
Leider sagt uns Kelly nicht, ob die Haferkur irgendetwas gebracht hat, die NBZ-Werte wären interessant gewesen.
Thomas_Dt schrieb:
Nur noch ein Tipp am Rande: Auch mal belohnen.
Aber doch nicht mit Zuckerzeugs! Es gibt so leckere süße Alternativen, die du dir jeden Tag gönnen kannst, ohne KH und völlig ohne Belastung für den BZ. Mit Diabetes muss man sich nicht quälen und darben oder hungern.
Was "erlaubt" oder "nicht erlaubt" ist, bestimmt dein Körper, abzulesen an den Messwerten.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.01.2024 08:53:23 | IP (Hash): 1904521947
Danke für die Tipps - ich komme gut klar.
O-Ton von einer meiner Diätassis: Kartoffeln haben Stärke und Stärke geht nur in seltenen Ausnahmefällen. Ich lasse sie halt ganz weg. Brauche ich nicht...
Ebenso (ich wiederhole mich) sind Vollkorn-Nudeln,-brot, -Reis, und das ganze nicht wirklich besser als Weißmehl, weil Vollkornmehl so fein vermahlen ist, dass es kaum noch Ballaststoffe enthält.
Und nur wenn Ballaststoffe im Magen quasi ein Bett für die Kohlenhydrate bauen, werden diese langsamer verdaut. Keine Ballaststoffe - kein Bett ;-).
Und ich werde tatsächlich für mein restliches Leben bei dieser Ernährungsweise - Low Carb? oder sonstwie - bleiben, weil ich davon echt überzeugt bin.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
-
am 29.01.2024 11:12:53 | IP (Hash): 1532091295
Kelly schrieb:
Ich habe auch nie gesagt, dass ich immer wieder zunehme und dann faste, um abzunehmen.
Sorry, dann habe ich das falsch gelesen:
Kelly schrieb:
Ich habe schon mehrmals in meinem Leben gefastet, aber mit Intervallfasten habe ich erst vor 10 Jahren das erste Mal angefangen, und das lief auch ohne Metformin damals genauso. Ich hatte keinen Hunger. Da habe ich ebenfalls sehr schnell sehr viel abgenommen, aber dann blieb das Gewicht stehen. Mal sehen, wie es diesmal läuft.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.02.2024 03:59:09 | IP (Hash): 319310392
Meine Erfahrungen sind da anders. Und ich vertraue meinem Diabetologen.
Ich habe am Montag 4 Scheiben Vollkornbrot zu Mittag gegessen. Die Pause war sehr kurz und daher konnte ich auch nichts kochen. Vor der Mahlzeit hatte ich eine BZ von 89, nach zwei Stunden von 101. Das sind für mich völlig normale Werte. Daher bleibt Vollkornbrot auch auf dem Speisezettel. Ebenso ist der Anstieg des BZ bei mir nach Genuss von Vollkornnudeln oder Vollkornreis moderat. Meinen Vollkornbasmatireis beziehe ich über das Internet, da vor Ort nicht verfügbar.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.02.2024 16:09:28 | IP (Hash): 1705232248
Vollkornbasmatireis schmeckt super! 😃 Ganz was anderes als der weiße. Den mag ich nicht. Ich bin keine große Reisesserin – ich bin fast ausschließlich mit Kartoffeln aufgewachsen –, aber wenn, dann nehme ich am liebsten den braunen Basmatireis.
Vollkornbrot hat eigentlich auch immer zu meiner Ernährung gehört, aber jetzt hatte ich es aufgegessen, und auf einmal hatte ich heute Morgen gar keine Lust auf Brot. Dafür hatte ich Lust auf Gewürzgurke. Das letzte Mal ist mir die aber auf nüchternen Magen nicht bekommen, und ich habe lange gezögert und überlegt. Dann habe ich eine Scheibe Emmentaler aus dem Kühlschrank genommen und die Scheibe um die Gewürzgurke gewickelt, beides zusammen als „Gurke im Käseschlafrock“ gegessen, und so ging es merkwürdigerweise.
Das war dann tatsächlich mein Frühstück. Und ich fand es sehr lecker. Zwei Gurken, zwei Scheiben Käse, dazu ein kleiner Milchkaffee. Ich hätte nicht gedacht, dass man davon sattwerden könnte, aber ich war tatsächlich bis zum Mittagessen um 14 Uhr satt.