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WIE? geht keine Insulinresistenz?

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    am 27.01.2024 22:54:24 | IP (Hash): 1066777798
    Die Badewannenmetapher find ich irreführend.

    Ich würde lieber die Metapher gebrauchen, vom pinkeln in den Badesee.
    Das Schilf ist gierig auf Stickstoffdünger.

    Nur, wenn ich die Abwässer eines Kuhstalls einleite, dann kippt das Ökosystem irgendwann um.


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    am 27.01.2024 23:09:59 | IP (Hash): 1015520204
    torsten1973 schrieb:
    Das "hungrige" Gewebe hingegen verhält sich angesichts der BZ-konzentration im Promillebereich und dem Masseverhältnis gegenüber den 5...8%, die das Blut an der Körpermasse ausmacht, wie ein Schwamm.


    Und wie kommt die Glukose mit dem kleinen BZ-Hügel in den Schwamm?

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    am 27.01.2024 23:25:28 | IP (Hash): 1066777798
    hjt_Jürgen schrieb:
    torsten1973 schrieb:
    Das "hungrige" Gewebe hingegen verhält sich angesichts der BZ-konzentration im Promillebereich und dem Masseverhältnis gegenüber den 5...8%, die das Blut an der Körpermasse ausmacht, wie ein Schwamm.


    Und wie kommt die Glukose mit dem kleinen BZ-Hügel in den Schwamm?

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    Indem Insulin dazukommt und sie reinlässt...
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    am 28.01.2024 11:09:18 | IP (Hash): 118067528
    torsten1973 schrieb:
    Indem Insulin dazukommt und sie reinlässt...


    Aber beide müssen erstmal zum Schwamm hin kommen. Und auf dem Weg dahin können wir die Glukose messen.

    Und die Glukose macht auf dem Weg dahin diesen kleinen gesunden Mess-Hügel in der Grafik zu Anfang mit gerade mal für ein paar Minuten 50 mg/dl mehr als vor dem Essen. Und in diesem kleinen gesunden Hügel haben keine 8.000 mg/dl Platz.

    Also wie kommt die Glukose zum Schwamm?

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    am 29.01.2024 00:44:06 | IP (Hash): 229843331
    Ich weiß nicht, wo Dein Problem ist. Die Glukose wird über das Blut transportiert. Wie sollte sie sonst zu den Zellen kommen. Und natürlich wird die Glukose auf dem gleichen Weg ins Gehirn transportiert.

    Zudem ist es ja nicht so, dass Kohlenhydrate, die wir zu uns nehmen, auf einem Schlag verstoffwechselt werden. Ausnahme: Wir nehmen selbst reine Glukose zu uns.

    Bitte berücksichtige, dass das Gehirn etwa 75% der Glukose aus den Mahlzeiten verbraucht.

    Warum steigt dann der Blutzuckerspiegel bei Typ-2-Diabetikern stärker an? Nun, die Zellen sind unempfindlich gegen das körpereigene Insulin geworden. Das ist Folge einer jahrelangen Überernährung. Die Reduzierung der Insulinrezeptoren dient allein dem Selbstschutz der Zelle.

    Wie stellst Du Dir den den Glukosetransport vor?
    Bearbeitet von User am 29.01.2024 00:47:45. Grund: Ergänzung notwendig gewesen.
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    am 29.01.2024 00:54:12 | IP (Hash): 644958396
    Die insulinreaktion geht ja ganz schnell, schneller als die Diffusion durch die Darmschleimhaut...
    Und mit der zweiten Ausschüttung wartet ja das Insulin regelrecht auf seine Arbeit.

    Übrigens hab ich wirklich schon mal Glukose intravenös bekommen, Über den Oberarm.
    Ich würde vorher gewarnt, unterschiedliche Menschen reagieren darauf unterschiedlich. Manche haben ein "metallenes' Gefühl, anderen wird es übel mit Schweißausbruch.
    Bei mir dauerte es ungefähr 10...20 Sekunden, dann würde mir in einem kräftigen Schwall im gesamten Körper heiß, das hielt so ca. 10 Sekunden an und flachte allmählich ab, nach weiteren 30 Sekunden war es vorbei.
    Ich Versuch mich mal zu belesen, was da genau passiert...


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    am 29.01.2024 01:07:55 | IP (Hash): 229843331
    torsten1973 schrieb:
    Die insulinreaktion geht ja ganz schnell, schneller als die Diffusion durch die Darmschleimhaut...
    Und mit der zweiten Ausschüttung wartet ja das Insulin regelrecht auf seine Arbeit.
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    Danke. Genau das ist der Punkt. Ich esse Kohlenhydrate. Die werden verstoffwechselt und über die Darmschleimhaut und die Leber aufgenommen. Gerade bei komplexen Kohlenhydraten braucht das Zeit, bis diese vollständig verstoffwechselt sind.

    Die Bauchspeicheldrüse gibt aber Insulin ab, sobald der Blutzuckerspiegel auch nur geringfügig ansteigt. Und beim gesunden Menschen geht dann der Blutzucker ziemlich direkt in das Gehirn und die Zellen. Der kleine Hügel ergibt sich durch eine minimale Latenz bei der Regulation des Blutzuckers.
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    am 29.01.2024 11:37:43 | IP (Hash): 109108931
    torsten1973 schrieb:
    Die insulinreaktion geht ja ganz schnell, schneller als die Diffusion durch die Darmschleimhaut...


    Genauso, das Insulin ist schnell, schneller als der Anstieg des Blutzuckers, wie man in unserer Mustergrafik super sehen kann. Die Glukose wird in der Dünndarmwand ins Blut übergeben und via Pfortader(es gibt nur den einen Versorgungsweg aus dem Bauchraum!) fortlaufend in die Leber gestreamt. Und mit ihr das passende Insulin, das die Inkretine (Hormone in der Darmwand) mit dem Passieren der Glukose fortlaufend bei den Beta-Zellen ordern.

    Ok, die Fahrt der Glukose geht komplett durch die Leber mit etwa einem Liter Blutdurchsatz pro Minute. Und die meiste Glukose aus einer Mahlzeit mit z.B. 8.000 mg/dl muss in wenigen Minuten und Portionen von maximal 50 mg/dl wie in der Grafik da durch sein, wenn sie in den Muskelzellen aufgenommen werden soll.

    Und wie geht das konkret?

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    Bearbeitet von User am 29.01.2024 11:38:55. Grund: vertippt
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    am 29.01.2024 14:05:17 | IP (Hash): 1960882582
    hjt_Jürgen schrieb:
    ....Aber 80 Gramm sind 8.000 mg/dl! Wie soll ich mir die auf den kleinen Hügel in der Grafik verteilt vorstellen?


    Hallo Jürgen,
    Ich hab hier Verständnisprobleme du mixt hier die Dimensionen.
    Meinst du die Rechnung so:
    Die 80gr Glucose die zum Frühstück gegessen wurden kommen"schlagartig" in den 5Litern Blut unseres Körpers an.
    80 gramm entsprechen 80.000mg.
    Diese verteilen sich jetzt auf 5Liter Blut.
    5 Liter entsprechen 50 deziLiter.
    Damit hätten wir einen schlagartigen Blutzuckeranstieg von
    80.000mg/50 dl=1600mg/dl.
    Und du willst wissen warum dieser Anstieg um 1600mg/dl in der Blutzuckerkurve des gesunden nicht zu finden ist? (der ist ja i.R auch beim Kranken in der Höhe nicht zu finden).

    Zum einen kommen die einverleibten 80 gr Glucose ja niemals schlagartig an (Essensdauer, Verweildauer im Mage/Darm), Zum anderen werden die 5Liter Blut mit dem Zucker ja auch pro Minute einmal komplett durch den Körper gepumpt. Dabei wird das Blut mit mehr oder weniger Insulin angereichert und dann mehr oder weniger erfolgriech an Muskel, Fett, Leber und Gehirnzellen abgeliefert, womit dann der Zuckergehalt im Blut mehr oder weniger schnell sinkt.
    Und somit hast du noch nen Zeitfaktor und nen Verbrauchsfaktor in deiner Rechnung. Und so verteilen sich die gefrühstückten 80gr Glucose über die Zeit als mehr oder weniger ausgeprägter Hügel. (Und nicht als Anstieg um 8000mg/dl.)




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    am 29.01.2024 17:47:46 | IP (Hash): 109108931
    Suggardosis schrieb:
    Zum einen kommen die einverleibten 80 gr Glucose ja niemals schlagartig an (Essensdauer, Verweildauer im Mage/Darm), Zum anderen werden die 5Liter Blut mit dem Zucker ja auch pro Minute einmal komplett durch den Körper gepumpt. Dabei wird das Blut mit mehr oder weniger Insulin angereichert und dann mehr oder weniger erfolgriech an Muskel, Fett, Leber und Gehirnzellen abgeliefert, womit dann der Zuckergehalt im Blut mehr oder weniger schnell sinkt.
    Und somit hast du noch nen Zeitfaktor und nen Verbrauchsfaktor in deiner Rechnung. Und so verteilen sich die gefrühstückten 80gr Glucose über die Zeit als mehr oder weniger ausgeprägter Hügel. (Und nicht als Anstieg um 8000mg/dl.)


    Alle gegessene Glukose gelangt aus dem Dünndarm zunächst in die Leber, ebenso alles Insulin. Da geht kein Weg dran vorbei. In den Kreislauf geht nur, was die Leber ausgibt. Wenn die Muskulatur/die peripheren Zellen für die BZ-Aufnahme/Regulierung verantwortlich sind, muss die alle Glukose ausgeben, und die peripheren Zellen müssen sie aufnehmen. Und 2 Stunden nach dem Essen ist alle Glukose aus diesem Essen mit gerade mal diesem kleinen Hügel im postprandialen BZ-Verlauf durch. Und dr gesunde Mensch kann die gleiche Mahlzeit mit dem gleichen BZ-Verlauf gleich wieder essen.

    Und meine Frage hast du immer noch nicht beantwortet: Wie kommt die doch recht viele Glukose via Kreislauf mit einem geradezu unscheinbaren BZ-Hügel in die peripheren Zellen? Dass das mit Typ 2 nicht geht, wissen wir, denn bei dem sind diese Zellen ja insulinresistent. Aber wie geht das mit den nicht-resistenten gesunden Zellen?

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