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Diabetische Retinopathie

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    am 01.02.2024 19:18:31 | IP (Hash): 1117459768
    Hallo,

    ich komme gerade vom Augenarzt, dort wurden auf beiden Augen wohl leichte Netzhautblutungen festgestellt und ich soll in drei Monaten zu einer speziellen Untersuchung, Angliographie, oder so ähnlich.
    Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass ich wieder beim Augenarzt war. Mein früherer Diabetologe, der jetzt in Rente ist, hat meine Netzhaut einmal jährlich mit so einem speziellen Fotoapparat untersucht und es sah immer alles bestens aus.
    Er meinte, dass wenn nach einer gewissen Zeit keine Folgeschäden auftreten, die Gefahr fast gebannt wäre.
    Und heute dann sowas, ich bin sehr deprimiert darüber, weil ich gehofft habe, verschont zu bleiben.
    :-(
    Gerne würde ich über andere Typ 1ser lesen, die so wie ich schon Jahrzehnte Diabetes haben, bei mir sind es im Oktober 42 Jahre, wie sie mit Folgeerkrankungen, Laserbehandlungen usw klar gekommen sind ... Für mich ist das sehr schwer.

    Viele Grüße, Gitti
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    am 01.02.2024 21:47:43 | IP (Hash): 1499852602
    Hier hat mal jemand mit Typ 2 mit geschrieben, der mit der Laserei gut zurecht gekommen ist.
    Wichtig ist in jedem Fall, dass die Einblutungen mit Lasern gestoppt werden. Mehr zum Thema gibt es wohl im insulinclub. Vielleicht schaust du mal rüber.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 02.02.2024 06:45:14 | IP (Hash): 1117459768
    Danke, dir schon mal!
    Dir Ärztin meinte, es müsse nur evtl gelasert werden.
    Vielleicht hat ein Typ 1er damit Erfahrungen und kann die hier mitteilen.
    Bin ein bissl enttäuscht über meinen alten Diabetologen, der mit immer versicherte, das alles gut sein wird
    Ich weiß, Ärzte sind keine Hellseher, trotzdem...
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    am 02.02.2024 10:36:23 | IP (Hash): 346600919
    Shit happens. Und mit den Jahren bei den meisten von uns immer mehr davon. Und das auch dann, wenn wir uns noch so gesund verhalten. So habe ich z.B die meiste Zeit seit meiner Typ 2 Diagnose in 1991 meinen Blutzucker möglichst gesund gehalten, die meisten Jahre mit HbA1c 5,5 und besser. Und ich habe auch keinen diabetischen Augenschaden. Trotzdem kann ich nur noch auf einem Auge sehen.

    Die diabetischen Schäden an den Augen laufen eigentlich bei allen Diabetes Typen aus den selben Gründen gleich ab https://www.augenaerzte-in-duesseldorf.de/diabetische-retinopathie/ursachen-symptome-risikofaktoren/ und lassen sich, wenn möglich, mit den gleichen Maßnahmen in ihren Entwicklungen verlangsamen bis stoppen:
    Weniger vom zu hohen Blutzucker und da vor allem auch weniger weite Schwankungen, und weniger vom zu hohen Blutdruck.

    Und was damit nicht geht, geht halt nicht mehr, auch wenn ein freundlicher alter Dok über viele Jahre die Hoffnung genährt hat, dass man von dem Mist verschont bleiben könnte.

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    am 02.02.2024 10:41:45 | IP (Hash): 1762499920
    Gitti schrieb:
    Ich komme gerade vom Augenarzt, dort wurden auf beiden Augen wohl leichte Netzhautblutungen festgestellt ...

    Hallo Gitti,

    sieh es lieber mal positiv: Der Augenarzt konnnte das Problem mit seinen diagnostischen Möglichkeiten wahrscheinlich sehr frühzeitig erkennen und kann im Anfangsstadium die weitere Beobachtung und Behandlung einleiten. Dein Diabetologe hätte das vielleicht erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, er ist ja schließlich kein Augenspezialist.

    Das Lasern von kleinen Netzhaueinblutungen soll wohl unkompliziert und erfolgreich sein, davor brauchst du keine große Angst zu haben. Wenn die Netzhaut jetzt regelmäßig von einem Fachmann überwacht und bei Bedarf auch zeitig behandelt wird, brauchst du bestimmt keine größeren Augenschäden zu befürchten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 02.02.2024 10:42:02. Grund: BBCodes
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    am 02.02.2024 17:57:39 | IP (Hash): 1117459768
    Vielen Dank, für die Antworten!
    Man wird sehen, sind ja noch drei Monate hin, bis zur nächsten Untersuchung.
    Viele Grüße und alles Gute,
    Gitti
    Bearbeitet von User am 02.02.2024 17:59:35. Grund: ×
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    am 01.03.2025 09:56:59 | IP (Hash): 659869755
    Hallo Jürgen

    Aus deinem Link Praxis Lemen und Vath :
    Zitat :Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes
    Diabetes mellitus führt häufig zur Schädigung von Blutgefäßen, vor allem bei einer längerfristigen Belastung, verursacht durch einen unzureichend eingestellten Blutzuckerspiegel. Die
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    Wenn Aerzte versuchen solche lokalen/ peripheren diabetische Komplikationen zu beschreiben dann klingt das wie auch jetzt gerade so, als ob der im Blut umherschwirrende Zucker und dessen Auswirkungen auf die Gefaesse die Retinopathie verursacht.

    Das ist so aber nicht korrekt denn das Auge ist in weiten Teilen mit Insulinrezeptoren bestückt, was eine Schädigung des Emdothels/Macula /Retina bei chronischer fehlender Stimulation zu Folge hat.
    Sowohl die fehlende Stimmulation durch Insulin, die sich z b bereits bei Erschöpfung und Uebermuedung in Sehstoerungen abzeichnen kann, als auch, und besonders die chronische fehlende Insulinstimmulation, fuehrt zu temporaeren, bis manifesten degenerativen Beschwerden.

    Der hohe Blutdruck ist in vielen Faellen auch nur eine Auswirkung der Diabetes


    Hier wird die Pathogenese ocularer Degenerationen mit Focus auf IR sehr gut erlaeutert in Betracht gezogen.

    Zitat :Hinweise deuten darauf hin, dass die IR eine entscheidende Rolle im zentralen Nervensystem und der Netzhaut spielt ,

    Beachtet Kapitel 7. Am Schluss

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11215121/


    Ps: keine Kritik an deiner Ausführung, wohl aber an der konservativen Sicht der Praxis.
    Fuer mich sind solche Erklärungen von Aerzten volksverdummend u d verstümmelt da wichtige Details fehlen.
    Mit dem Wissen um eine lokale oculare IR kann der Betroffene ausserhalb der verordneten Massnahmen, bzw drueber hinaus selbst Verbesserungen anstreben .
    Das eine oder andere NEM koennte zmb die Sensitivität der Rezeptoren in Bereich des Auges verbessern
    Z b verbessert sowohl Selen als auch Retinoide die Funktion des Auges.
    Hier kann man davon ausgehen, daß diese Antioxidantien, die IS des Sehapperates verbessern.
    Es steigt zmb durch Selen ja auch die Melaninausschuettung des Auges an was auf einen regenerativen Begleitprozess schliessen laesst da Melanin hochpotentiell antioxidativ ist.

    https://academic.oup.com/metallomics/article-abstract/10/1/83/6013574

    Philosophisch muss man sich hier auch fragen :
    Warum faszinieren blaue Augen?
    Warum moegen wir Blaue Augen bei uns und bei anderen, im Zuge einer Partnerssuche, und ueberhaupt ?


    Zucker einstellen alleine korrigiert so etwas nicht.
    Das sagtest du hier aber auch selbst, wenn ich mich nicht irre.

    Alterungsprozess und Diabetes gehen Hand in Hand. Auch das Auge wird in allem Funktionen zunehmend diabetisch
    Der Diabetologe wird in der zukünftigen Anti Aging Medizin einen hohen Stellenwert bekommen

    Bearbeitet von User am 01.03.2025 10:20:57. Grund: Korrektur