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Pankreas Insuffizienz
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am 25.02.2024 23:57:38 | IP (Hash): 880181340
Liebe Gemeinde,
Ich bin nicht so der aktive Mitglied hier,aber ich hatte mal hier ein paar interessante Beiträge zum Thema T2D verfasst.Aktuell steht die Diagnose wie oben geschrieben,handfest und von eine den nettesten Ärtztin die ich je begegnet bin.Seit einen Monat medikamentös eingestellt und,abgesehen von 1-2 mal wo der „Bäuchlein weh tut“ist alles nahezu perfekt.Selbst mein BZ hat sich vollkommen normalisiert.Der Prädiabetes den ich hatte ist auch Geschichte.Allerdings so wie es aussieht ich darf von nun an ein Leben lang Tablette nehmen müssen,sonst kommt der Strafe🤣🤣.Hat jemand von euch solche Probleme außer mir,oder ist es nicht so verbreitet? -
am 26.02.2024 00:23:21 | IP (Hash): 1929085125
Hallo Kerl,
das ist wirklich nicht stark verbreitet.
Wenn du zusätzlich zu deiner Pankreasinsuffizienz einen Diabetes entwickelst, was nicht zwangsläufig der Fall ist, dann wird das ein Diabetes Typ 3c bzw. ein Pankreas-Diabetes. Der unterscheidet sich vom Typ2-Diabetes, was auch bei der Behandlung beachtet werden muss. Etwas dazu kannst du z.B. in diesem Artikel nachlesen:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/197649/Pankreas-Diabetes-Haeufig-fehldiagnostiziert
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.02.2024 00:25:36. Grund: BBCodes -
am 26.02.2024 09:15:40 | IP (Hash): 2124602627
Hallo Kerl,
momentan ist die Verteilung der Diabetestypen wie folgt. Ca. 90% Typ2 Diabetes, ca. 10% Typ1/Typ1 Lada Diabetes, ca. 1% Sonderformen (hierbei die häufigsten Mody Diabetes, pankreopriver Diabetes und Steroiddiabetes).
Heißt pankreopriver Diabetes ist selten. Ich habe auch einen pankreopriven Diabetes durch eine Pankreasinsuffizienz.
Wichtig ist, die Bauchspeicheldrüse hat zwei Funktionen, die Zuckerregulierung und die Verdauungsfunktion. Bei einer Pankreasinsuffizienz können beide Bereiche beeinträchtigt werden. Einschränkungen der Verdauungsfunktion werden exokrine Pankreasinsuffizienz genannt und mit Kreon (oder den ähnlichen Enzympräparaten Pankreatin, Pangrol, Nortase) behandelt.
Ist die Bauchspeicheldrüse so stark geschädigt, dass auch die Blutzuckerregulierung nicht mehr richtig funktioniert, spricht man hier von endokriner Pankreasinsuffizienz und man bekommt einen pankreopriven Diabetes.
Dieser pankreoprive Diabetes ist kein Typ2. Er hat je nach Ausmaß der Schädigung meistens eher Ähnlichkeiten mit einem Typ1 Lada bzw. Typ1 (Insulinmangeldiabetes), selten Ähnlichkeiten mit einem Typ2 (jedoch nur hepatische Insulinresistenz, keine periphere Insulinresistenz).
Behandlung dieses pankreopriven Diabetes ist so eine Sache. Viele Typ2 Medikamente kommen nicht in Frage. Vielmehr ist der erster Schritt Ernährung und Bewegung, je nach GesaMTSituation kann Metformin gegeben werden (eher selten), und wenn die diätische Führung nicht reicht, bleibt dann nur Insulin. Aber auch damit kann man gut leben.
Kreon kann generell erstmal die Bauchspeicheldrüse entlasten. Jedoch wirkt Kreon nicht positiv auf den Blutzuckerspiegel, nur auf die exokrine Pankreasinsuffizienz. Falls sich deine Blutzuckersituation irgendwann verschlechtert, brauchst du eine geeignete Diabetestherapie (diätisch, ggf. Metformin oder Insulin).
Noch was, bei einer angeschlagenen Bauchspeicheldrüse gilt striktes Alkoholverbot, weil dieser die Bauchspeicheldrüse stark weiter schädigen kann. Ich hatte bspw. mal eine leichte Pankreatitis aufgrund eines Husten-Medikamentes (Tropfen auf Alkoholbasis!). Da muss man wirklich aufpassen.