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LADA Diabetes und Reisen

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    am 16.05.2024 12:04:53 | IP (Hash): 1881527406
    Momo22 schrieb:
    Meine Ärztin hat mir nun Toujeo verschrieben. Ich könne das einmal täglich spritzen und sie würde mit 4 IE beginnen. Da ich immer noch sehr viel Angst vor einer Hypoglykämie habe meinte sie, ich könne das auch morgens tun.

    Hallo Momo,

    ich würde die 4IE spritzen. Du unterstützt damit deine BSD, was sehr wahrscheinlich dazu führt, dass du noch eine ganze Weile länger ohne komplette Insulintherapie durchhalten kannst als ohne diese Unterstützung.

    Angst vor Hypos brauchst du bei dieser kleinen Menge wirklich nicht zu haben. Da Toujeo über 24 Stunden relativ gleichmäßig wirkt, sind das weniger als 0,2IE pro Stunde. Deine BSD gibt dann einfach nur etwas weniger Eigeninsulin aus.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 17.05.2024 09:03:36. Grund: BBCodes
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    am 17.05.2024 10:38:50 | IP (Hash): 1526695714
    Danke für deine Antwort:)
    Ich verstehe, dass ich primär meine BSD schonen kann, und eine komplette Insulintherapie evtl. hinauszögere.
    Aber bedeutet Basalinsulin, dass bei gleicher Ernährung der Blutzuckerspiegel niedriger werden könnte, oder kann ich damit auch die Spitzen senken, und somit wieder ein bisschen mehr Kohlenhydrate essen? Ich lese immer wieder, dass vor allem die Spitzen den Gefäßen schaden. Dann wäre doch eher ein Bolusinsulin besser, oder sehe ich das falsch 😬?
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    am 17.05.2024 19:54:19 | IP (Hash): 1152712047
    Mit Basal verändert sich die Kurve über den Tag eher weniger. Sie verläuft nur insgesamt entsprechend niedriger.
    Mit Bolus kannst du gezielt die Spitzen nach dem Essen niedriger halten und damit die Schwankungsweite zwischen Tälern und Gipfeln verringern.

    Eine geringere Schwankungsweite ist wohl nach allen Erkenntnissen auch gesünder, ABER für die Bolus-Dosierung braucht’s Teststreifen, und mit der Leistung sind die kranken Kassen knauserig und gewähren die anstandslos nur mit Basal-Bolus. Nachdem die Basal-Option mit wenigen bis keinen Selbsttests zuvor ausgeschöpft wurde.

    Trotzdem würde ich an deiner Stelle meinen Arzt um Bolus-Insulin bitten, wenn du dir das systematische Herausfinden der Dosis antun magst. Denn Schulungen für den BZ nahe am bis möglichst viele von 24 Stunden im gesunden Verlaufsrahmen gibt es praktisch nicht.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 18.05.2024 08:54:22 | IP (Hash): 508917215
    Momo22 schrieb:
    Dann wäre doch eher ein Bolusinsulin besser, oder sehe ich das falsch 😬?

    Hallo Momo,

    natürlich kannst du gleich mit einer kompletten Insulintherapie anfangen, falls deine Ärztin da mit macht. In ein paar Jahren, vielleicht in 5 oder 10, wirst du sowieso dabei landen. Falls du bis dahin mit sehr viel weniger Aufwand ein fast genauso gutes Ergebnis haben willst, dann wäre die Untertstützung mit Basalinsulin in Verbindung mit der Reduzierung der KH ein geeignete Variante.

    Die Unterstützung mit Basalinsulin beeinflusst übrigens auch deine Nachessenswerte positiv. Deine BSD kann nicht mehr genügend Insulin bereit stellen, um den BZ korrekt zu steuern. Sie ist zur Zeit bis zum Anschlag damit beschäftigt, die Basalversorgung sicher zu stellen. Wenn du sie dabei mit gespritzen Insulin unterstützt, dann kann sie wieder etwas mehr Insulin in seiner Speicherform (Hexamere) bereitstellen, das dann bei den Mahlzeiten zur Verfügung steht. Das hilft zwar nicht ausreichend, mit KH müsstest du weiter sparsam sein, aber es unterstützt auch bei den Nachessenswerten. Außerdem hast du neben der täglichen Spritze keinen weiteren Aufwand und so gut wie keine Hypogefahr - du solltest diese Chance nutzen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 18.05.2024 08:55:48. Grund: BBCodes
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    am 17.06.2024 16:47:40 | IP (Hash): 1063902522
    Also vielen Dank nochmal für eure Nachrichten.
    Ich hab bin eurem Ratschlag gefolgt und spritze mir nun seit fast vier Wochen Toujeo 2 IE morgens. Allerdings ist mir jetzt schon mehrmals passiert, dass ich abends, nachdem ich gegessen hatte und dann noch länger spazieren war ziemlich nach unten gerauscht bin. Also unter 60 mg/dl. Das hab ich auch blutig so gemessen. Gemerkt habe ich allerdings nichts, nur der FreeStyle hat mich drauf aufmerksam gemacht. Auch nachts war ich laut Freestyle sogar schon bei 50. Ist das schlimm, oder springt in dem Fall dann meine Leber ein?
    Und eine für mich ganz wichtige Frage: seit kurzem fällt mir auf, dass ich Haarausfall habe. Und zwar echt viel. Das macht mir wirklich Angst. Hängt das mit dem Insulin zusammen?? Was anderes kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Hab ja sonst nichts verändert.
    Vielen Dank schonmal im Voraus für eine Nachricht
    Grüße Momo
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    am 17.06.2024 17:27:19 | IP (Hash): 1865568732
    Momo22 schrieb:
    Allerdings ist mir jetzt schon mehrmals passiert, dass ich abends, nachdem ich gegessen hatte und dann noch länger spazieren war ziemlich nach unten gerauscht bin. Also unter 60 mg/dl. Das hab ich auch blutig so gemessen. Gemerkt habe ich allerdings nichts, nur der FreeStyle hat mich drauf aufmerksam gemacht.


    Am einfachsten würde dazu passen, wenn direkt davor der Anstieg nach dem Essen deutlich hoch war. Mit kleineren KH-Portionen ließe sich das dann vermeiden.


    Momo22 schrieb:
    Auch nachts war ich laut Freestyle sogar schon bei 50. Ist das schlimm, oder springt in dem Fall dann meine Leber ein?


    Alle Glukose in deinem Blut gelangt dahinein beständig und ausschließlich durch die Leber. Und ich würde überhaupt kein Basal mehr spritzen, wenn mein BZ ohne Essen häufiger unter 70 verlaufen würde.

    Google nennt schlechte Durchblutung im Zusammenhang mit lang anhaltend mies hohem BZ als mögliche Ursache für Haarausfall. Von einem möglichen Zusammenhang mit Insulin hab ich noch nirgendwo etwas gefunden.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
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