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Leben ohne Diabetes

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    am 28.02.2024 12:52:10 | IP (Hash): 1947667964
    Ich bin gerade dabei, „Life without Diabetes“ von Roy Taylor zu lesen, und jetzt endlich habe ich auch verstanden, warum es diese 15 Kilo sind, die den Unterschied ausmachen. Vorher dachte ich immer, dass das vom Gewicht der Person abhängt und für jeden unterschiedlich sein müsste, für schwerere Personen sehr viel mehr als für leichtere Personen, aber darum geht es ja gar nicht. Es geht tatsächlich um die „persönliche Schwelle“. Nun bin ich mal gespannt, ob ich die 15 Kilo Abnahme schon erreicht habe oder ob noch ein paar Kilo fehlen. Das meiste davon habe ich definitiv runter.
    Bearbeitet von User am 28.02.2024 12:52:44. Grund: Korrektur
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    am 28.02.2024 14:31:48 | IP (Hash): 825220939
    Kelly schrieb:
    Ich bin gerade dabei, „Life without Diabetes“ von Roy Taylor zu lesen, und jetzt endlich habe ich auch verstanden, warum es diese 15 Kilo sind, die den Unterschied ausmachen. ... Es geht tatsächlich um die „persönliche Schwelle“.

    Bist du sicher, dass du da nicht etwas falsch verstanden hast?

    Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es einerseits um eine „persönliche Schwelle“ geht und dass andererseits diese Schwelle bei jedem genau bei 15,00kg erreicht sein soll. Das wäre unlogische Logik à la hjt_Jürgen, die ich Prof. Taylor echt nicht zutraue.

    Ich drück dir die Daumen, dass du mit deinen Bemühungen wieder unter deine persönliche Schwelle kommst, egal ob die bei 15,00kg oder bei einer anderen Abnahme liegt.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 28.02.2024 14:32:37. Grund: BBCodes
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    am 28.02.2024 15:26:58 | IP (Hash): 72970431
    Ich habe das in Jürgens Beiträgen zu Prof. Taylor so verstanden, dass die persönliche Fettschwelle bei jedem individuell anders ist, sodass keine allgemein gültige, zuverlässige Aussage darüber getroffen werden kann, wann Insulinresistenz, Prädiabetes oder Diabetes ausbricht, sondern das Ausmaß der Verfettung, die dann zu einer gestörten Blutzuckerautomatik und einer schlechten Kohlenhydrattoleranz, also Insulinresistenz, führt, genetisch, sprich individuell, von Person zu Person verschieden ist. Aus rein logischer Sicht ist das Risiko für IR, sowie Prädiabetes und Diabetes natürlich trotzdem dann höher, wenn immer mehr Fett durch Überernährung eingelagert wird. Logischerweise ist das Risiko für eine Abnahme der Insulinsensitivität mit ansteigendem BMI klarerweise auch größer, was gewiss - bevor Jürgen nun die Keule schwingt - nicht bedeutet, dass ein Diabetes mit "gesundem BMI" ausgeschlossen ist ;)
    Bearbeitet von User am 28.02.2024 15:28:46. Grund: .
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    am 28.02.2024 16:19:40 | IP (Hash): 2112195232
    Ich habe das Buch zwar nicht gelesen aber ein fixer Wert von 15 Kilo kann unmöglich so gemeint sein. Das muss individuell verschieden sein, alles andere macht auch wenig Sinn.

    Wenn es diese persönliche Schwelle gibt - und es spricht eine Menge dafür das es so ist - dann muss es so sein das die sehr individuell verschieden ist.
    Bei dem einen liegt sie so hoch das er sie praktisch nie überschreiten kann, egal was er isst und trinkt (der jenige bekommt eben nie DM) und bei dem nächsten liegt sie so tief das der jenige fast zwangsläufig DM bekommen wird, selbst bei gesundem Lebenstil. Diese Schwelle wird dann wohl genetisch bedingt sein.

    Was auchnoch zu erwähnen wäre, so wie ich das bisher verstanden habe, spielt die entscheidende Rolle wohl weniger das Körpfergewicht sondern vielmehr das viszerale Fett um die Leber und die BSD.

    Und nicht unbedingt ist ein hoher BMI immer gleichzusetzen mit Verfettung der Organe (wobei es natürlich oft Hand in Hand geht). Umgekehrt soll es wohl durchaus normalgewichtige geben die trotzdem ein NAFLD haben. Und nicht immer ist diese NAFLD leicht zu detektieren, man sieht das wohl erst wenn sie stark ausgeprägt ist.




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    am 28.02.2024 16:37:02 | IP (Hash): 1947667964
    Ja, die 15 Kilo erschienen mir auch unlogisch, aber ich habe es jetzt genauso gelesen. Mehrmals sogar, weil es mich so überrascht hat. Und ja, es geht um das innere Fett. Das äußere Fett ist für Diabetes kaum relevant. Es geht sogar eigentlich nur um das Bauchspeicheldrüsenfett.
    Bearbeitet von User am 28.02.2024 16:41:42. Grund: Ergänzung
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    am 28.02.2024 19:00:03 | IP (Hash): 1284547054
    Kelly schrieb:
    Ja, die 15 Kilo erschienen mir auch unlogisch, aber ich habe es jetzt genauso gelesen. Mehrmals sogar, weil es mich so überrascht hat. Und ja, es geht um das innere Fett. Das äußere Fett ist für Diabetes kaum relevant. Es geht sogar eigentlich nur um das Bauchspeicheldrüsenfett.



    aber dann machen die 15 kilo erst recht keinen Sinn, niemand (oder zumindst nur ganz wenige) haben 15kilo Fett um die BSD....so viel Platz ist da auch nicht, 15 Kilo ist eine ganze Menge.

    Ich bin kein Arzt aber ich könnte mir gut vorstellen das eine BSD (die ja kein besonders grosses Organ ist) mit wenigen Gramm Fett drumherum schon ganz schön belastet ist.

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    am 28.02.2024 19:36:45 | IP (Hash): 2084445200
    Warum 15 kg? - Um eine Woche nach einer bariatrischen OP mit oder ohne Skalpell normalisiert sich der nüchterne Blutzucker. Warum? Weil mit 24/7 Mangel die Leber gezwungen wird, von dem Fett in den Verbrauch zu geben, das sie selbst gespeichert hält. Damit ist dann der Typ 2 in der Regelung der Leber ausgeschaltet. Aber bis dahin hat noch niemand nennenswert an Gewicht abgeschmolzen, geschweige denn 15 kg.
    Dann folgt, was im Buch hier aus einer großen Klinik zitiert wird, die sich auf bariatrische OPs zur Abnahme bei schwerstgewichtigen Menschen spezialisiert hat:

    “Teilnehmer mit und ohne Diabetes hatten ein ähnliches Gewicht und Alter, und es herrschte ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Jeder hatte eine Magenbypass-Operation, die vollständig minimalinvasiv durchgeführt wurde, und nach acht Wochen hatten sowohl diejenigen mit als auch ohne Diabetes etwa 29 Pfund (englische!) abgenommen.
    Diese Studie bestätigte, dass der Fettgehalt in der Bauchspeicheldrüse bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ungewöhnlich hoch war, dieser hohe Wert jedoch sank, wenn die Nahrungsaufnahme plötzlich verringert wurde. Im Gegensatz dazu sank sie bei Menschen ohne Diabetes während der acht Wochen dieser Studie überhaupt nicht. Wir können mittlerweile einigermaßen sicher sein, dass der Abfall des Fettgehalts in der Bauchspeicheldrüse mit dem Diabetes selbst und mit der Wiederherstellung der normalen Insulinsekretion zusammenhängt.”
    (Google hat übersetzt)
    Hier geht es um das Ausschalten des T2D im Regelkreis der Beta-Zellen. Zur Wiederherstellung der normalen Insulinausgabe bei ausgeschaltetem T2D gibt es im Buch auch einige Grafiken, die offenbar zeigen, wie über diese 8 Wochen nach und nach immer mehr Betas ihre spontane Funktion wieder aufnehmen. Und tatsächlich kann das ja eher nichts so direkt mit dem Gesamtgewicht zu tun haben, weil bei den Betas ohne T2D Schwelle keine ähnlich große Fettbelastung vorher und kein solch großer Fettabbau in der Folge der OP gemessen wurde und wird.
    Bei alledem halte ich das Gewicht in der T2D Diskussion für eine Gehhilfe, also eine Krücke. Denn die Untersuchungen, die hier angesprochen werden, sind viel zu aufwendig und teuer für eine allgemeine Anwendung. Und die meisten Betroffenen mögen sich nicht in den Finger pieksen, und die meisten Fachkräfte haben keinen Schimmer von der Anleitung zum alltäglich gesunden BZ-Verlauf. - Bleibt die Waage, die viele Leute täglich nutzen. So wird eben fachoffiziell alle T2D-Behandlung auf das Gewicht abgestellt, das in der Diskussion um T2D eh seit Jahrzehnten im Zentrum steht. Und da haben sich im bisherigen groben Durchschnitt halt 15 Kilos als nützliche Orientierung erwiesen.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 28.02.2024 20:57:33 | IP (Hash): 1618718920
    Wenn ich 15 Kilo abnehme bin ich bei BMI 15.
    Der Diabetes ist dann bestimmt weg, genauso wie ich.
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    am 28.02.2024 21:14:25 | IP (Hash): 2084445200
    Kurz auf den Punkt: die 15 kg sind grober statistischer Durchschnitt. In dem Durchschnitt ist Platz für die eine, die für das Ausschalten ihres T2D nur 1 kg abzuschmelzen braucht, und für den anderen, der für dasselbe Ziel 30 oder noch mehr Kilos lassen muss.

    Also bleib getrost noch ein bisschen hier ;)

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    am 28.02.2024 22:10:40 | IP (Hash): 1430233364
    Nosweets schrieb:
    Wenn ich 15 Kilo abnehme bin ich bei BMI 15.
    Der Diabetes ist dann bestimmt weg, genauso wie ich.


    Danke Nosweets!
    @Jürgen, diese persönliche Fettschwellentheorie hat schon auch eine Grenze!
    Bei Diagnose (Nbz 136, HBa1c 6,6%, cpep 0,9) wog ich knappe 50 kg verteilt auf 170 cm.
    2 Bandscheibenvorfälle, Schmerzen, Frust und die unumgängliche Reduktion meines sonst ausgiebigen Sportprogramms haben bei mir zur totalen Appetitlosigkeit und damit zum Fettabbau aber vermutlich auch zum Muskelabbau geführt. In den 6 Monaten vor der Diagnose habe ich 6 Kilo abgenommen. Nennenswete Fettpolster geschweige denn einen Wanst habe ich da ganz gewiss nicht gehabt.
    Diabetes hab ich trotzdem.
    Es gibt halt doch verschiedene Typ2 Diabetes-Typen.

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    genetisch vorbelasteter schlanker Bewegungsjunkie (w) /
    Diagnose DMT2 2021 mit 57J - A1c 6,6% keine AK /
    Blutdruck,Triglyceride und HDL :TOP / LDL: nur mit Medis TOP, ohne für Diabetes zu hoch
    Medis : 2*1000 Metformin, 1* 10mg Forxiga // 2,5mg Rosuvastatin (LDL senker)
    Ernährung moderat Low Carb
    A1c derzeit 6,3