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Leben ohne Diabetes
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am 10.03.2024 09:53:25 | IP (Hash): 1619603939
Keine Ahnung, was Kelly meint. Hier mal ein zentraler von einigen Punkten, die mich stören:
Beim Typ 2 wissen wir seit den MRT Untersuchungen vom Taylor-Team, dass die Beta-Zellen de-differenzieren können. Dann produzieren sie kein Insulin, aber sie leben noch, und wenn die Bedingungen wieder passen, re-differenzieren sie wieder und produzieren auch wieder Insulin.
Beim Typ 1 wissen wir, dass die Betas nicht “einfach” in Deckung gehen, sondern vom eigenen Immunsystem aufgefressen werden. Die lassen sich mit keiner Verhaltensweise wieder zurück und zum Leben bringen - es sei denn, die Typ 1 Diagnose war unzutreffend.
Und nun kommt ein Herr Dr. Strunz und erklärt mir die Funktion von Insulin als allein auf KHs und BZ bezogen.
Dabei sterben die Menschen mit Typ 1 ohne Insulin aus Spritze, Pen oder Pumpe gar nicht an zu hohem BZ, sondern an der Lipolyse = Auflösung von Fett. Denn Insulin ist in erster Linie dafür zuständig, unsere Fettspeicher zu managen.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.03.2024 22:48:01 | IP (Hash): 1318947266
GEWICHT! - Aus meiner Sicht läuft hier nach wie vor DAS allgemeine grundlegend SCHWERE MISSVERSTÄNDNIS:
Typ 2 SEI der Diabetes vom zu vielen Gewicht. Zu viel SEI über BMI 25. Darunter könne allenfalls ein spezieller Typ 2 sein, denn darunter SEI ja normal gesundes Gewicht.
Dabei haben die meisten schwer adipösen Mitmenschen völlig gesunden Blutzucker!
Und die schwer adipösen mit Typ 2 Diabetes haben eine Woche nach ihrer bariatrischen OP (mit und ohne Skalpell) und verschwindend wenig Gewichtsabnahme völlig ohne Medis völlig gesunden Blutzucker!
Und ein erheblicher Teil der um 5k Menschen, die mit ihrem Typ 2 an der ersten großen Typ 2 Studie UKPDS teilgenommen hatten, hatten völlig gesundes Gewicht mit BMI unter 25!
Und seit der Leberentfettung nach Taylor steht die Fettleber hoch im Typ-2-Kurs. Dabei haben die meisten Menschen mit Fettleber völlig gesunden Blutzucker!
Und wer mit völligem Normal- bis sogar Untergewicht einen Typ 2 hat, kann doch nicht wirklich einen Typ 2 haben - allenfalls eine Sonderform, die nichts mit ererbten Fettschwellen zu tun haben kann!
Natürlich kann Taylor mit den ererbten Fettschwellen nur einem von mehreren möglichen Typ 2 auf die Ursache gekommen sein. Es mag also durchaus weitere geben.
ABER tatsächlich geht es bei den überschrittenen Fettschwellen doch nur um wenige Gramm Fett zuviel in Leber (durchaus auch unterhalb der Schwelle, ab der eine Fettleber diagnostiziert wird) und Pankreas.
Und wenn sie gelernt hätten, sich nach ihrem Blutzucker zu richten, bräuchten die meisten für das Ausschalten und ausgeschaltet Halten ihres T2D nur deutlich weniger als 15 kg abzunehmen, der eine oder die andere vielleicht nur zwei oder eins. Sie könnten mit Erreichen des BZ-Ziels mit der gezielten Mangel-Ernährung und dem Abnehmen aufhören.
ABER weil überall in der Welt gilt, dass Menschen mit T2D ihren BZ gar nicht messen sollen, weil das Messen fachoffiziell ja nur dafür da ist, vor Hypos zu bewahren, und weil man ja nur mit Insulin aus Pen oder Pumpe ne Hypo kriegen kann, und weil…, und weil die Diabetologie bis heute nicht gelernt hat, zum gesunden BZ anzuleiten, bleibt halt als einzig allgemein verfügbarer “Maßstab” nur das Gewicht. Und die ominösen 15 kgs weniger, die die diversen Taylor-Studien bislang als erfolgreichst ausweisen, belegen doch auch gleichzeitig diabetologisch wunderschön, wie angefressen der Typ 2 doch ist.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.03.2024 08:41:19 | IP (Hash): 405746000
hjt_Jürgen schrieb:
Dann misst du besser nie, was deine Lust am guten Sattmachen mit deinem Blutzucker macht!
Ich glaube, da herrscht bei Dir jetzt ein grundlegendes Missverständnis. Warum sollte Sattmachen den Blutzucker höher treiben als nicht Sattmachen? Im Gegenteil halten 4 Shakes am Tag das Insulin hoch, während einmal am Tag essen dem Insulin 21, 22, 23 Stunden zum Heruntersinken gibt. Und das ist der entscheidende Punkt. Das Insulin. Nicht der Blutzucker (oder nur an zweiter Stelle). -
am 12.03.2024 08:48:36 | IP (Hash): 405746000
Nada schrieb:
Da passt wohl besser : Darauf willst du nicht dauernd verzichten.
Nein, gar nicht. Ich habe das so gemeint, wie ich das geschrieben habe: Darauf sollte niemand dauernd verzichten, wenn er/sie das mag. Ich esse jetzt ja sehr wenig Kohlenhydrate, was ich mir nie hätte vorstellen können. Aber wenn man nicht unbedingt das Ziel hat, ketogen zu essen, ist da auch mal eine Kartoffel drin, ohne dass die KH einen wer weiß wie großen Zuckeranstieg verursachen. Gerade die Kartoffel hat den größten Sättigungseffekt von allen Gemüsen. Warum sollte man darauf verzichten? Man isst ein bisschen Kartoffel, und schon ist man satt.
Die Ketose tritt dann ja durchs Fasten ein. Die Essenszeiten sind eigentlich nicht so wichtig. Wichtig ist, wie lange man NICHT isst. Das macht gesund und vertreibt den Diabetes (zumindest die Auswirkungen, die uns Sorge machen. Die Veranlagung bleibt ja). Ich wette, beim nächsten Bluttest habe ich eine 5 vorn stehen. Was soll daran falsch sein?
Und wenn Du Uli Strunz liebst, tu das ruhig weiter. Kein Problem 😀
Bearbeitet von User am 12.03.2024 08:49:44. Grund: . -
am 12.03.2024 09:02:47 | IP (Hash): 405746000
hjt_Jürgen schrieb:
GEWICHT! - Aus meiner Sicht läuft hier nach wie vor DAS allgemeine grundlegend SCHWERE MISSVERSTÄNDNIS: Typ 2 SEI der Diabetes vom zu vielen Gewicht.
Genau. Das trifft nicht zu. Sowohl Übergewicht bzw. Adipositas als auch Diabetes sind die Folge von einem ständigen zu hohen Insulinlevel. Es sind Zweige aus demselben Stamm, aber eins ist nicht die Folge des anderen. Man kann abnehmen, indem man sein Insulin runterbringt und man kann seinen Diabetes in Remission bringen, indem man seinen Insulinspiegel runterbringt, weil das bei beiden die Ursache ist, aber es sind zwei verschiedene, voneinander unabhängige Auswirkungen.
hjt_Jürgen schrieb:
Und wer mit völligem Normal- bis sogar Untergewicht einen Typ 2 hat, kann doch nicht wirklich einen Typ 2 haben - allenfalls eine Sonderform, die nichts mit ererbten Fettschwellen zu tun haben kann!
Doch, natürlich. Wieso denn nicht? In Japan bekommen die Leute mit einem BMI von 22 oder 23 Diabetes.
hjt_Jürgen schrieb:
Natürlich kann Taylor mit den ererbten Fettschwellen nur einem von mehreren möglichen Typ 2 auf die Ursache gekommen sein. Es mag also durchaus weitere geben.
Die Reise hört nie auf. Kein Wissenschaftler behauptet je, er sei am Ende angekommen. Es gibt immer ein nächstes Ziel. Was es da alles noch gibt, können momentan weder Taylor noch wir wissen.
hjt_Jürgen schrieb:
ABER tatsächlich geht es bei den überschrittenen Fettschwellen doch nur um wenige Gramm Fett zuviel in Leber (durchaus auch unterhalb der Schwelle, ab der eine Fettleber diagnostiziert wird) und Pankreas.
Und wenn sie gelernt hätten, sich nach ihrem Blutzucker zu richten, bräuchten die meisten für das Ausschalten und ausgeschaltet Halten ihres T2D nur deutlich weniger als 15 kg abzunehmen, der eine oder die andere vielleicht nur zwei oder eins.
Ganz genau. Es gibt tatsächlich schlanke Leute, die Patienten von Jason Fung sind, die nur sehr wenig abgenommen haben, um den Diabetes verschwinden zu lassen. Vorher hatten einige sogar Insulin gespritzt.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.03.2024 10:57:06 | IP (Hash): 1053708763
Kelly schrieb:
Ich glaube, da herrscht bei Dir jetzt ein grundlegendes Missverständnis. Warum sollte Sattmachen den Blutzucker höher treiben als nicht Sattmachen? Im Gegenteil halten 4 Shakes am Tag das Insulin hoch, während einmal am Tag essen dem Insulin 21, 22, 23 Stunden zum Heruntersinken gibt. Und das ist der entscheidende Punkt. Das Insulin. Nicht der Blutzucker (oder nur an zweiter Stelle).
Du hast das Buch gelesen und darin auch von nur 3mal Shakes oder gleichen Kalorien in eigener Zusammensetzung plus Salat, nicht 4.
Da ich seit über 20 Jahren für meinen gesunden(!) BZ Insulin spritzen muss, habe ich einen guten Überblick über den täglichen Bedarf:
Bis zu meiner Newcastle Diet 40 Einheiten Basal für die Grundversorgung und 40-50 Einheiten Bolus zum Ausgleich fürs Essen. Dabei jeden Morgen ohne Essen Anstieg von nachts um 4-5 Uhr um 80 mg/dl auf um 160 um 8 Uhr (Routinelabor beim Dok).
Seit 1 Woche Newcastle Diet von einem Tag auf den nächsten nur noch 10 Einheiten Basal für die Grundversorgung und kein Morgenanstieg mehr.
Nachtrag: An dem Insulinbedarf fürs Essen hat sich seitdem nur geändert, dass ich für weniger Essen für inzwischen 30 kg weniger Lebendgewicht halt auch entsprechend weniger brauche.
WICHTIG:
In der Woche bis zum gesunden Basalbedarf hatte ich praktisch noch so gut wie nix abgenommen. Die Normalisierung hat mithin direkt nix mit dem Gesamtgewicht zu tun, sondern allein mit dem Verbrauch von Fett in der Leber bis unter meine T2D Schwelle darin.
Ohne Messen und ohne den Vergleich zu vorher wäre mir da allerdings auch nix aufgefallen.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 12.03.2024 11:02:44. Grund: Nachtrag -
am 19.03.2024 10:20:33 | IP (Hash): 72970431
Kelly schrieb:
Länger zu fasten ist auf jeden Fall eine gute Idee. Das habe ich auch vor. Wie viele Tage ergibt sich meistens erst, wenn man dabei ist. Laut Fung bzw. der Studien, die er zitiert, steigt in vier aufeinanderfolgenden Tagen die Stoffwechselrate bis auf über 10% der ursprünglichen Stoffwechselrate an. Man verbraucht also bis zu 10% mehr Kalorien als vorher. Was natürlich durchaus gewünscht ist, solange man abnehmen will.
Fung und seine Bücher gelten mit dem von ihm gepredigten Konzept, dass nicht Kalorien sondern zu viel Insulin fett macht, als einer der ersten Adressen von Insulinresistenten, Diabetikern und Übergewichtigen. Es ist schon richtig, dass Low-Carb und der damit einhergehende niedrigere Insulinspiegel gerade für "Kohlenhydratallergiker", wie ich sie mal nenne, oft leichter durchführbar ist, weniger Energie liefert und damit mehr Fett verbrannt wird. Der von ihm gezogene Schluss, dass nur mit niedrigen Insulinspiegeln - schließlich ist Insulin ja angeblich das Fetteinlagerungshormon Nr. 1 - Fett verloren geht, ist schlichtweg völlig daneben, sodass viele seiner wilden Thesen wissenschaftlich als längst widerlegt gelten und Fung somit aus meiner Sicht nur ein weiterer Vertreter der Gattung "Populärmediziner die mit einem angeblich revolutionären Prinzip Geld verdienen wollen" darstellt. Trotzdem funktioniert das Konzept und die Leute sind begeistert (Zitat: "Endlich Fett verloren!"). Der Erfolg liegt aber nicht daran, dass die Kunden mit niedrigen Insulinspiegeln herumliefen, sondern primär daran, dass genügend Kalorien verbraucht wurden. Hier herrscht oft - speziell bei bzw. unter Laien - ein Missverständnis von Ursache und Wirkung.
Übrigens: Entweder habe ich nen Denkfehler oder Du missverstehst etwas. Die 10% "schnellerer Stoffwechsel" lassen sich doch nicht 1:1 auf die Kalorienanzahl mit einer jeweils anderen Einheit anrechen? Oder sehe ich da was falsch?
Bearbeitet von User am 19.03.2024 10:25:27. Grund: korrektur -
am 22.03.2024 06:24:17 | IP (Hash): 1790442765
""...Gemüse und Eiweiß. Mehr braucht man nicht. Und davon (plus Fett) wird man sehr schnell satt. Gerade Fett macht sehr satt.""
Nachtrag: Und wie ich wiederholt gelesen habe, bremst Fett sogar den BZ Anstieg.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.03.2024 09:09:56 | IP (Hash): 911660285
Nada schrieb:
Nachtrag: Und wie ich wiederholt gelesen habe, bremst Fett sogar den BZ Anstieg.
Nicht generell. Selbstverständlich steigt der BZ bei Menschen ohne ausreichend eigenes Insulin oder mit ner defekten Regelung auch mit dem Essen von Fett an.
Beobachten können allerdings die meisten, die's beobachten können, dass der BZ nach KHs weniger ansteigt, wenn direkt vorher oder zusammen damit mehr als normal üblich an Fett gegessen wird.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 26.03.2024 14:45:35 | IP (Hash): 505395760
"Fung und seine Bücher gelten mit dem von ihm gepredigten Konzept, dass nicht Kalorien sondern zu viel Insulin fett macht, als einer der ersten Adressen von Insulinresistenten, Diabetikern und Übergewichtigen. Es ist schon richtig, dass Low-Carb und der damit einhergehende niedrigere Insulinspiegel gerade für "Kohlenhydratallergiker", wie ich sie mal nenne, oft leichter durchführbar ist, weniger Energie liefert und damit mehr Fett verbrannt wird. Der von ihm gezogene Schluss, dass nur mit niedrigen Insulinspiegeln - schließlich ist Insulin ja angeblich das Fetteinlagerungshormon Nr. 1 - Fett verloren geht, ist schlichtweg völlig daneben, sodass viele seiner wilden Thesen wissenschaftlich als längst widerlegt gelten ..."
Ich dachte das wäre so, ohne Insulin keine Fetteinlagerung, d.h. um Fetteinlagerungen zu vermeiden, sollte der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten werden. Kannst du die Studien nennen, die das widerlegen, ich würde die gerne lesen.
Vielen Dank und viele Grüße
Lucy
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T2DM seit 2022; hbA1c 5,6; 1000 mg Metformin
Ernährung: Low Carb; 57 Kg; 1,67 m