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Schlank, sportlich und Typ 2
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am 10.03.2024 17:03:39 | IP (Hash): 1618718920
Hallo,
wie der Titel sagt möchte ich mich an den schlanken, sportlichen Typ 2-er wenden.
Daher vorab die dringende Bitte an den Rest: Gerne mitlesen, antworten aber beschränken auf die Zielgruppe! Für die üblichen, allgemeinen Typ 2 Themen git es hier genug Threads!
Nun zum Thema:
Ich finde es ist Zeit dass wir ein eigener Thread haben. Wir schreiben immer wieder mal in Posts mit, aber haben doch eigene Fragen / Erfahrungen die den der klassischen Typ 2 Diabetikern unterscheiden.
Die erste Frage die mich sehr heruMTReibt ist
Warum sollte ein Intervallfasten / Fasten bei uns was bringen? Es leuchtet mir einfach nicht ein wieso ich mir diesen Stress aussetzen soll. Mein BMI ist etwa bei dem Wert wie er war als ich 20 Jahre alt war, abnehmen sollte ich also nicht. Ich habe es selber mal versucht (da es immer wieder als Wundermittel propagiert wird und Frau will nichts unversucht lassen) aber es bewirkte ausser körperliche Beschwerden keine Verbesserung der NBZ oder HBA1C Wert. In anderen Posts habe ich gelesen dass doch einige von euch Schlanken das Intervallfasten für gut befinden. Ist das dann ein Mittel womit ihr euch energiegeladener fühlt oder habt ihr auch tatsächlich bei euch eine Verbesserung der BZ- Werte festgestellt?
Und die 2.Frage die ich habe:
Ich habe grosse Angst dass meine Werte in der Menopause (bin jetzt am Anfang) schlechter werden. Östrogenabnahme verursacht mehr Insulinresistenz. Hat jemand von euch schon Erfahrungen gemacht ob und wie sich die Werte verändern?
Ich würde mich freuen wenn wir uns un diesem Thread gegenseitig unterstützen und austauschen könnten,
Bis dahin, Nosweets
Bearbeitet von User am 10.03.2024 17:18:21. Grund: Schreibfehler -
am 10.03.2024 17:22:25 | IP (Hash): 2010868820
Hallo!
Inhaltlich bist Du offenbar weiter als ich.
Ich traue mich zu schreiben, weil ich zwar mittlerweile lt. BMI "nur" Normalgewicht habe, doch aufgrund meines Alters und Erscheinungsbildes wohl eher als schlank gelte.
Weil ich von einer ganz anderen Gewichtsklasse kam, bin ich bei der Fragerunde wohl trotzdem eher raus.
Wie auch immer, es fehlen Informationen.
HbA1c-Wert ist wie hoch?
Gewicht bei welcher Körpergröße bzw. BMI?
Medikamente ja/nein?
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 01/2024 -
am 10.03.2024 17:51:09 | IP (Hash): 1416118709
Hallo Nosweets,
da du dich an den schlanken, sportlichen Typ 2-er wenden möchtest, melde ich mich mal hier zu Wort, da auch ich Typ-2er bin. Ich bin nicht mehr der jüngste, halte aber noch mein Gewicht wie damals als 20-jähriger ununterbrochen. In meiner Jugend habe ich Leichtahtletik-Leistungssport betrieben. Ich habe immer gesund gelebt und bin heute noch immer sportlich aktiv, bis eines Tages mein Hausarzt Diabetes Mellitus Typ-2 diagnostizierte.
Da ich mich immer gesund ernährte konnte ich an dieser Stellschraube der Ernährung nicht mehr drehen. Ausserdem habe bis heute Idealgewicht. Auch mit Bewegung war nichts mehr möglich, da ich Bewegungsmangel nicht kannte und auch heute nicht kenne.
Also musste ich die Insulinbehandlung akzeptiert, um noch einige Jahre mein Leben zu genießen. Heute bin ich in der Lage, mein Insulinbedarf selbstständig anzupassen bei minimalsten Insulinbedarf. Alle drei Monate lasse ich mich in meiner Praxis sehen, um ein Quartalsrezept zu holen. Wenn mal ein Problem auftaucht, wende ich mich an meine Diabetesberatung wo das Problem dann diskutiert wird.
Hier im Forum melde ich mich ab und zu zu Worte. Allerdings merke ich immer öfter, dass dieses Forum von "selbsternannten Experten" beherrscht wird, was eine sinnvolle Diskussion immer wieder zerstört.
Ich wünsche dir alles Gute und bleib gesund.
Zuckermann
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 11.03.2024 13:28:30 | IP (Hash): 525803873
Nosweets schrieb:
Die erste Frage die mich sehr heruMTReibt ist
Warum sollte ein Intervallfasten / Fasten bei uns was bringen?
Das ist tatsächlich ein Problem, finde ich. Auch wenn Roy Taylor in seinem Buch darauf eingeht, aber so richtig eine Lösung bietet er auch nicht an. Jason Fung würde wahrscheinlich sagen, dass man seinen Insulinlevel damit runterbringen kann, und dann ist die Insulinresistenz weg. Allerdings hat er auch weniger mit schlanken Diabetikern zu tun. Er spricht aber auch davon, dass er auch professionelle Athleten betreut, und die dürften ja eher schlank sein. Da es bei Fung um die Hormone geht, spielt da das Gewicht keine so große Rolle, denke ich. Bietet für mich mehr als Roy Taylor in der Hinsicht.
Nosweets schrieb:
Und die 2.Frage die ich habe:
Ich habe grosse Angst dass meine Werte in der Menopause (bin jetzt am Anfang) schlechter werden. Östrogenabnahme verursacht mehr Insulinresistenz. Hat jemand von euch schon Erfahrungen gemacht ob und wie sich die Werte verändern?
Woher hast Du das, dass Östrogenabnahme mehr Insulinresistenz verursacht? Konnte ich nicht feststellen. Und ich bin schon durch.
So, und jetzt verabschiede ich mich aus diesem Thread, denn ich gehöre ja (noch) nicht zu Deiner Zielgruppe. 😀
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am 11.03.2024 17:16:47 | IP (Hash): 1985623866
Hallo,
schlank und Typ2 trifft zu, sportlich, ja war ich mal. Leistungssport Leichtathletik, Basketball, Schwimmen. Danach doch arg nachlassend, dennoch hatte ich immer BMI von 20-22. Auch deshalb waren einige Diabetespraxen ratlos, weil es wohl doch immer noch die Ausnahme ist. Abnehmen bringt also nix. Was hilft, ist Ernährungsumstellung, Bewegung, Insulin und Tabletten. Vom Fasten halte ich wenig, ich versuche aber zwischen den Mahlzeiten immer einige Stunden zu lassen, in denen ich nichts esse. So versuche ich das beste daraus zu machen und komme mit HbAc um 6-6,3 ganz gut zurecht. -
am 13.03.2024 08:01:59 | IP (Hash): 899764380
Erstmal vielen Dank für die bisherige Antworten.
Tja…. der Rat meiner Frauenärztin wurde noch nicht widerlegt, glaube aber dass die Antworten bis jetzt auch nicht von weiblichen Nutzerinnen kamen?
Die Ärztin machte mich darauf aufmerksam in der Menopause meine BZ-Kontrollen auf gar keinen Fall zu vernachlässigen da die Hormonveränderungen Insulinresistenz verursachen können. Was sie sagte macht für mich auch Sinn; bei vielen Frauen kann man zuschauen wie sich das Bauchfett sprunghaft vermehrt in der Zeit.
Mich würde noch interessieren ob diese „Gefahr des BZ-Anstiegs“ sprunghaft ist oder schleichend? Hat jemand da Erfahrung von der sie berichten möchte?
Liebe Grüße, Nosweets
Bearbeitet von User am 13.03.2024 13:39:24. Grund: Ergänzung -
am 13.03.2024 11:09:50 | IP (Hash): 1176223568
Nur ein Hinnweis:
Traditionell macht mehr Gewicht mehr Insulinbedarf, also Insulinresistenz: Die Gewichtszunahme geht der Insulinzunahme voraus.
Bislang ist das die allgemein diabetologisch fachoffizielle Sicht und daher in Studien nie direkt untersucht worden, ob das tatsächlich so ist.
https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2777423 in dieser Meta-Studie sind X Nummern Studien nach Hinweisen auf einen Zusammenhang untersucht worden. Die gefundenen Hinweise legen die umgekehrte Reihenfolge nahe, dass nämlich über längere Zeiten (immer) höherer Nüchternzucker immer höheren Insulinumsatz macht und damit für zunehmende Fetteinlagerungen sorgt.
Unabhängig davon wird häufig eine Abnahme vom Nüchternzucker beobachtet, wenn die Spitzen nach den Mahlzeiten verringert werden. Folglich kann möglich sein, eine Ansteige-Tendenz dieser Spitzen frühzeitig zu bemerken und zu begrenzen und damit einem zunehmenden Insulinumsatz (Insulinresistenz) und einem damit zunehmenden Fettansatz wirksam vorzubeugen.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 13.03.2024 20:47:07 | IP (Hash): 362996832
Nosweets schrieb:
Hallo, wie der Titel sagt möchte ich mich an den schlanken, sportlichen Typ 2-er wenden.
Daher vorab die dringende Bitte an den Rest: Gerne mitlesen, antworten aber beschränken auf die Zielgruppe! Für die üblichen, allgemeinen Typ 2 Themen git es hier genug Threads!
Hallo Nosweets,
immerhin hast du mit deiner Bitte erreicht, dass hjt_Jürgen knapp 3 Tage ruhig geblieben ist, ehe er mit seinen selbstgebastelten Theorien versucht, deinen Thread zu schreddern. :lol:
Wirklich raushalten kann er sich ganz bestimmt nicht - er wird dir weiter seine Ratschläge aufdrängen, die für dich eben niemals Eins zu Eins anwendbar sind. -
am 13.03.2024 21:12:00 | IP (Hash): 1363126010
Nosweets schrieb:
Und die 2.Frage die ich habe:
Ich habe grosse Angst dass meine Werte in der Menopause (bin jetzt am Anfang) schlechter werden. Östrogenabnahme verursacht mehr Insulinresistenz. Hat jemand von euch schon Erfahrungen gemacht ob und wie sich die Werte verändern?
Nachdem zu dem Thema bisher nicht viel kam... Mein Insulinbedarf ist seitdem um ca 10% gestiegen, auch wenn ich den "falschen" Diabetestyp habe. Könnte aber zumindest ein Indiz für eine gesteigerte Resistenz sein.
Das hat Google noch zu dem Thema geliefert...
https://www.mysugr.com/de/blog/wie-sich-diabetes-und-die-wechseljahre-gegenseitig-beeinflussen/#
https://millionfriends.de/blutzucker-unter-dem-einfluss-der-geschlechtshormone/
https://www.aerzteblatt.de/archiv/207345/Diabetes-und-Wechseljahre-Den-Umbruch-meistern
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 13.03.2024 21:15:26. Grund: Ergänzung -
am 14.03.2024 13:48:15 | IP (Hash): 1618718920
Helge schrieb:
Hallo,
schlank und Typ2 trifft zu, sportlich, ja war ich mal. Leistungssport Leichtathletik, Basketball, Schwimmen. Danach doch arg nachlassend, dennoch hatte ich immer BMI von 20-22. Auch deshalb waren einige Diabetespraxen ratlos, weil es wohl doch immer noch die Ausnahme ist. Abnehmen bringt also nix. Was hilft, ist Ernährungsumstellung, Bewegung, Insulin und Tabletten. Vom Fasten halte ich wenig, ich versuche aber zwischen den Mahlzeiten immer einige Stunden zu lassen, in denen ich nichts esse. So versuche ich das beste daraus zu machen und komme mit HbAc um 6-6,3 ganz gut zurecht.
Hallo Helge, Tabletten (habe Metformin genommen) haben bei mir komischerweise nichts bewirkt. Dafür aber Ernährungsumstellung mit möglichst wenig Kohlenhydrate pro Mahlzeit, dafür aber möglichst genug Kohlenhydrate um satt zu sein. Es klappt zwar mittlerweile (Diagnose war in 2021) etwas besser dass mein Körper sich mit viel Eiweiß und Fette für eine Weile zufrieden gibt, aber unter 5 mal täglich Nahrungsaufnahme geht’s immer noch nicht bei mir.
Bin jetzt immer bei 5,9-6,3 Wert.
Viele Grüße1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.