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Libre 3 Werte während OGTT

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    am 27.03.2024 15:06:28 | IP (Hash): 1614954724

    Hallo an Alle die den Libre 3 benutzen.

    Ich teste den Libre 3 seit etwa 10 Tagen und habe in dieser Zeit recht plausible Werte erhalten.
    Nüchternwerte fast immer unter 100 mg/dL. Bis auf einen Ausreisser (165 mg/dL nach dem Essen) waren die Werte im guten Bereich (max 145 mg/dL).

    Jetzt war ich in meiner Diab-Praxis zum OGTT und habe hier wirklich extreme Abweichungen während dem Toleranztest festgestellt.
    In der Praxis wurde der OGTT standardisiert mit venösem Blut durchgeführt.

    Nüchtern 108 mg/dL - (Libre 93 mg/dL),
    60 Minuten 114 mg/dL - (Libre 215 mg/dL !!),
    120 Minuten 124 mg/dL - (Libre 190 mg/dL!!),
    HBA1c 5,6 - (Libre GMI 5,7).

    Mir ist klar, dass es zu Abweichungen zwischen den Messwerten aus venösem Blut und der Messung im Gewebe kommt, und dass die Abweichungen schon mal auch 30-40 mg/dL ausmachen können.
    Eine derartige Abweichung finde ich aber trotzdem fragwürdig, zumal ich mich auf die Messungen auch verlassen möchte.
    Die BZ Spitze- wie sie der Libre angezeigt hat, habe ich sehr wohl gespürt, ebenso, der BZ Abfall nach 3-4 Stunden auf 53 mg/dL.

    Die Auswertung der C-Peptide im Nüchternblut hat ergeben, dass ich bereits schon zu wenig Insulin produziere.
    Aktuell also Prädiabetes, bislang noch ohne Medis.
    Ich soll weitermachen, wie bisher (Low Carb, Bewegung usw.) und nun jede Woche mal den Nüchternzucker messen, HBA1c alle 4-6 Monate.

    Welches Messgerät würdet Ihr empfehlen? Der Libre ist mir als Selbstzahler auf Dauer zu teuer.

    Myriel

    Weibl., 1972er JG, seit 2001 Prädiabetes, Gestationsdiabetes, Lowcarberin, BMI 21, sportlich aktiv, keine Medikamente, kein Insulin, gelegentlich Libre 3 Userin :-)
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    am 27.03.2024 16:22:34 | IP (Hash): 997678755
    Ich nutze seit vielen Jahren Abbott FreeStyle Precision, denn
    1. brauche ich die einzelnen Streifen mit meinen alten Fingern nicht aus nem Döschen zu fummeln.
    2. jeder Streifen ist einzeln eingeschweißt und nach meinen Erfahrungen auch noch Jahre nach dem aufgedruckten Verfallsdatum uneingeschränkt brauchbar.

    ----------------------------------------------
    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 27.03.2024 17:20:34 | IP (Hash): 976093417
    Myriel schrieb:
    Welches Messgerät würdet Ihr empfehlen?

    Hallo Myriel,

    das Alte-Herren-Problem von Jürgen wirst du ja nicht haben, deshalb kannst du dein Hauptaugenmerk ruhig auf die Preise der Teststreifen richten. Allerdings würde ich dir empfehlen, bei den Markengeräten zu bleiben. Empfohlen werden hier imForum neben Abbott hauptsächlich die Contour-Geräte und die von Accu-Chek. Die Haltbarkeit der Teststreifen ist in der gut verschlossenen Dose nach meinen Erfahrungen ebenfalls sehr gut und reicht weit über das Verfallsdatum hinaus.

    Das du die meisten Geräte kostenlos vom Hersteller bekommsen kannst, weißt du bestimmt. Für die Teststreifen lohnt sich ein Medizinpreisvergleich, um die Online-Apotheke mit dem günstigsten Preis heraus zu finden. Gegenüber dem Preis in der örtlichen Apotheke lässt sich da viel sparen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 27.03.2024 17:22:55. Grund: BBCodes
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    am 28.03.2024 09:31:12 | IP (Hash): 1052624120
    Myriel schrieb:

    Hallo an Alle die den Libre 3 benutzen.

    Nüchtern 108 mg/dL - (Libre 93 mg/dL),
    60 Minuten 114 mg/dL - (Libre 215 mg/dL !!),
    120 Minuten 124 mg/dL - (Libre 190 mg/dL!!),
    HBA1c 5,6 - (Libre GMI 5,7).

    Die BZ Spitze- wie sie der Libre angezeigt hat, habe ich sehr wohl gespürt, ebenso, der BZ Abfall nach 3-4 Stunden auf 53 mg/dL.

    Myriel



    Hallo Myriel, ich finde diese Abweichungen enorm! Wichtig wäre doch zu wissen, welche Werte näher an der Realität waren??? Ich kann dazu leider nichts sagen, aber mich würde interessieren, inwieweit du den Anstieg und den Abfall gespürt hast. Kannst du dazu was erzählen? Den Abfall kann ich mir noch vorstellen (zittrig werden), aber den Anstieg?

    LG Ulla
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    am 28.03.2024 10:42:30 | IP (Hash): 1559312079
    Ulla67 schrieb:
    Wichtig wäre doch zu wissen, welche Werte näher an der Realität waren???

    Hallo Ulla,

    wenn der oGTT in einer Arztpraxis gemacht wurde, stellt sich diese Frage nicht. Die haben entweder ein Labormessgerät,was in einer diabetologischen Praxis meistens der Fall ist, oder sie lassen die BZ-Werte im Labor bestimmen - diese Werte sind reell.

    Beim Vergleich muss man beachten, dass die Libre-Werte aus dem Zwischenzellwasser hinterher hinken, man kannn ca. von 15 Minuten ausgehen. Außerdem muss man beim Libre generell mit Messfehlern rechnen, wobei meistens alle zu niedrig oder alle zu hoch sind. Auf den Verlauf, den das Libre anzeigt, kann man sich eigentlich gut verlassen. Bei Myriels Werten bekommt man aber keine sinnvolle Erklärung hin.

    ____
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    Bearbeitet von User am 28.03.2024 12:01:41. Grund: BBCodes
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    am 28.03.2024 13:21:22 | IP (Hash): 828307688

    Hallo Ulla,

    Du sagst es, diese Abweichungen haben mich auch sehr überrascht. Der Arzt war nach dem wiederholten Nachprüfen der Ansicht, dass die Werte im Labor absolut korrekt waren.
    Ich hatte schon fast den Verdacht, dass meine Blutproben vertauscht wurden? Aber das dann gleich zweimal??
    Während des OGTT hab ich den Verlauf parallel beim Libre mitverfolgt.
    Nüchtern war das ja noch fast identisch.
    Nach dem „Genuss“ des Glukosezeugs hab ich am Libre sehen können, wie der Zucker nach oben schnellte und seine Spitze nach etwa 40 Minuten bei 215 mg/dL hatte.
    Gespürt habe ich das mit starker Müdigkeit und Unwohlsein. Ich würde allerdings nicht ausschließen, dass mir meine Psyche dabei dazwischengefunkt hat. Wenn man ständig auf den Libre Wert schaut, kann man das schon mal psychosomatisch verstärkt wahrnehmen.
    Ich muss auch sagen, dass ich vor dem OGTT Schiss hatte. Ich ernähre mich seit 10 Jahren Low Carb und bin natürlich schon lange an wenig Kohlenhydrate gewöhnt, daher kann der OGTT sicherlich extrem ausfallen.
    Ich stelle auch fest, dass diese Zuckerbelastung „nachbrennt“- meine Werte sind seitdem etwas höher als sonst.

    LG
    Myriel

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    am 28.03.2024 16:50:04 | IP (Hash): 1559312079
    Myriel schrieb:
    Ich ernähre mich seit 10 Jahren Low Carb und bin natürlich schon lange an wenig Kohlenhydrate gewöhnt, daher kann der OGTT sicherlich extrem ausfallen.

    Hallo Myriel,

    kann es sein, dass du vor dem oGTT nicht wie vorgeschrieben 3 Tage KH-reich (mindestens 150g KH pro Tag) gegessen hast? Dann musstest du damit rechnen, dass dein BZ stark überreagiert und dass solche Werte wie bei der Libre-Kurve raus kommen. Das erklärt zwar auch nicht die Differenz zwischen den Messungen. Es zeigt aber, dass du keine große Angst haben musst, auch wenn die Libre-Werte stimmen sollten.

    Denke vor dem nächsten oGTT unbedingt an die 3 KH-reichen Tage - auch wenn dein Arzt vergisst, dir das zu sagen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 28.03.2024 16:51:44. Grund: BBCodes
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    am 28.03.2024 19:24:12 | IP (Hash): 1614954724

    Da liegst Du absolut richtig- 130g Carbs pro Tag- das ist bei mir 14 Jahre her:-(
    Aus der Befürchtung heraus, ich würde dann 3 Tage hintereinander mit einem Dauerblutzucker von 200 mg/dL herumrennen, hab ich diese 3 Tage nicht eingehalten.
    Ich hoffe ehrlich, diesen OGTT nicht so bald wieder durchführen zu müssen.
    Da ich keine Medikamente nehme, wüsste ich nicht, wie ich dann 3 Tage gegensteuern könnte.

    Lieben Dank für Deinen Hinweis, ich werde das beim nächsten Mal berücksichtigen.


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    am 28.03.2024 19:59:25 | IP (Hash): 1164146759
    Jetzt habe ich eine Verständnisfrage. Warum reagiert der BZ extrem nach vielen schnellen KH, wenn man sich sonst KH arm ernährt? Ich hätte eher vermutet, dass man doch die IR durch KH armes essen so weit wie individuell möglich herrunterregelt, und dass die Insulin und BZ Antwort auf eine einmalige KH Attacke halbwegs moderat ausfällt, im Rahmen des individuell möglichen. Und dass man 3 Tage KH reich essen soll, damit man sieht wie der Körper nach regelmäßigen KH Dosen reagiert, nämlich schlechter als nach seltenen. Ist das falsch?
    LG!
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    am 29.03.2024 07:48:02 | IP (Hash): 2115754490
    Myriel schrieb:
    Ich hoffe ehrlich, diesen OGTT nicht so bald wieder durchführen zu müssen.
    Da ich keine Medikamente nehme, wüsste ich nicht, wie ich dann 3 Tage gegensteuern könnte.

    Hallo Myriel,

    du musst ja nicht, wenn du nicht willst. Richte dich nach dem HbA1c, an dessen Entwicklung kannst du - trotz aller Schwächen dieses Werts bei Prädiabetes - auch die Entwicklung verfolgen. Wie hoch ist dein aktueller HbA1c-Wert eigentlich?

    Falls du allerdings den Test noch mal machen willst/musst, dann hat der nur mit den 3 Tagen mindestens 150g KH Sinn. Sonst kannst du mit dem Ergebnis nichts anfangen. Vielleicht fängst du dann besser ein paar Tage früher an und steigerst die KH langsam. Vor den hohen BZ-Werte in der einen Woche brauchst du dich übrigens nicht zu fürchten, die machen nichts aus.

    Alles Gute, Rainer


    @Ulla, du vermischt hier die kurzzeitigen und die langzeitigen Auswirkungen. Kurzzeitig ist es definitiv so, dass der BZ überreagiert, wenn man nach LC auf einmal mit viel mehr KH ankommt. Der Körper hat sich auf die wenigen KH eingestellt und kommt mit den unerwartet vielen KH nicht zurecht. Für die Umstellung auf viele KH benötigt er dann bis zu 3 Tage.

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    Bearbeitet von User am 29.03.2024 07:56:16. Grund: BBCodes
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