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Probleme bei der Verbeamtung
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am 11.06.2024 16:47:01 | IP (Hash): 2137922096
Hallo. Ich bin momentan etwas stark verzweifelt und habe es im Vorfeld geahnt…
Ich bin jetzt seit nunmehr 29 Jahren Typ I Diabetiker, davon 18 Jahre mit Insulinpumpe und überwiegend super Hba1c Werten.
Folgeerkrankungen habe ich keine und ich bin als begeisterter Hobbysportler auch halbwegs fit.
Jetzt hat sich für mich Anfang Mai, nachdem ich mein Referendariat beendet hatte eine Planstelle mit der Option auf Verbeamtung auf Probe ergeben. Ich bin im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit GdB 50.
Vor einem Monat war ich bei der aMTSärztlichen Untersuchung. Heute dachte ich mir, weil weder meine Chefin an der Schule noch ich was von der Bezirksregierung gehört hatten, dass ich mal beim Gesundheitsamt anrufe, wo die Untersuchung stattfand, da das Gutachten eventuell ja noch nicht abgeschickt worden ist…
Natürlich kam dann das böse Erwachen. Die Bezirksregierung hat das Gutachten zurück geschickt, da es so rechtlich nicht konform erscheinen würde.
Die zuständige Ärztin hatte nämlich vermerkt, dass einer Verbeamtung auf Probe nichts im Wege stehen würde, eine Verbeamtung auf Lebenszeit aber durch eine weitere Untersuchung festgestellt werden müsse…
Soweit ich weiß, werde ich mit GdB 50 für die Tauglichkeit von 5 Jahren geprüft.
Es liegen keine Folgeerkrankungen vor und der Arztbrief meiner behandelnden Diabetologin bescheinigte eine gute Einstellung.
Allerdings war jetzt der letzte Hba1c Wert schlechter, ich hatte im Vorfeld mehrere Infekte.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich dagegen rechtlich vorgehen kann, sollte oder müsste…
Hat jemand Erfahrung mit so einer Sache?
vielen Dank im Voraus! -
am 11.06.2024 17:29:55 | IP (Hash): 1555996608
meine erste Anlaufstelle wäre "Diabetes und Recht" mit RA Oliver Ebert, der auch hinter diesem Forum steht
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 15.06.2024 05:40:56 | IP (Hash): 723412703
Du musst erst die endgültige Entscheidung der Bezirksregierung abwarten. Danach kannst Du ggf. Rechtsmittel einlegen.
Soweit ich weiß, gehen AMTSärzte gern den Schritt (zumindest in der Vergangenheit), zunächst die Verbeamtung auf Probe freizugeben und die Verbeamtung auf Lebenszeit von einer weiteren Untersuchung abhängig zu machen. Das passiert häufig, wenn Erkrankungen vorliegen, die ein Erreichen der regulären Altersgrenze möglicherweise verhindern.
Beispiele können höhere Blutfettwerte in Verbindung mit Übergewicht sein. Oder auch ein eingestellter hoher Blutdruck.
Vor der Verbeamtung auf Lebenszeit wird dann geprüft, ob sich die Werte nicht verschlechtert haben. In Bezug auf Deinen Diabetes würde man dann den Hba1c-Wert sich nochmals genauer ansehen.