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Forxiga
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am 12.08.2024 04:13:59 | IP (Hash): 1777451885
Hallo, ich bin neu hier.
kennt jemand das Medikament Forxiga?
Nehme seit 4 Jahren Metformin 1000.( 2x tgl.) Bin jetzt vom Hausarzt zu Diabetologe gewechselt und dieser hat mir nun forxiga verschrieben.
Mein Langzeitwert beträgt zur Zeit 8,9.
Gehe seit 14 Tagen tgl mindestens 1 St spazieren und habe angefangen mich nach der Logi Methode ( Dr. Worm ) zu ernähren.
Fühl mich hilflos und allein gelassen.
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am 12.08.2024 05:55:10 | IP (Hash): 1284358001
Moin, Moin,
Deine Zuschrift zeigt mir, dass Du dich nicht mit Deiner Erkrankung auseinandergesetzt hast. Ärzte, Apotheken, Krankenkassen, Interessenvertretungen, Internet schlagen Dich, wenn gewünscht mit Informationen tot.
Informiere dich, wenn Du daran interesssiert bist..
Forxiga ist ein Dapagliflozin ist ein oral zu applizierendes AntiDiabetikum zur Behandlung des Typ-2-Diabetes.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.08.2024 07:50:43 | IP (Hash): 1250650242
Hilflose_3011 schrieb:
Gehe seit 14 Tagen tgl mindestens 1 St spazieren und habe angefangen mich nach der Logi Methode ( Dr. Worm ) zu ernähren.
Fühle mich hilflos und allein gelassen.
Hallo Hilflose,
es ist sehr gut, dass du die Initiative für mehr Bewegung und angemessene Ernährung ergriffen hast. Bleibe dran - es lohnt sich.
Es ist auch gut, dass dein Diabetologe dir ein stärker wirkendes Medikament verschrieben hat. Nimmst du Forxiga zusätzlich zum Metformin oder sollst du das jetzt weglassen?
Forxiga ist ein SGLT2-Hemmer und senkt die Nierenschwelle. Dadurch wird mehr von der überflüssigen Glukose ausgepinkelt, wodurch der BZ sinkt. Insbesondere werden hohe BZ-Spitzen gebrochen und der BZ verläuft gleichmäßiger. Zusammen mit deinen anderen Aktivitäten sollte das dazu führen, dass dein BZ insgesamt sinkt und du bessere HbA1c-Werte bekommst. Außerdem bieten die SGLT2-Hemmer einen zusätzlichen Nierenschutz.
Allerdings musst du auch mit Nebenwirkungen rechnen. Am Anfang der Einnahme ist das Risiko für Blasenentzündungen und Pilzinfektionen relativ groß. Die lassen sich aber gut behandeln und treten, wenn sich dein BZ verbessert, seltener auf. Ich drück dir die Daumen, dass du von den anfänglichen Nebenwirkungen verschont bleibst und dass dein BZ durch Forxiga und durch deine anderen Anstrengungen schnell verbessert.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 12.08.2024 07:54:07. Grund: BBCodes -
am 13.08.2024 01:37:10 | IP (Hash): 1598540980
Danke Rainer für die Information und die nette Aufnahme hier in diesem Forum.
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am 13.08.2024 02:22:22 | IP (Hash): 1598540980
@ lighthouse
Ich habe mich wohl in meinem Beitrag etwas missverständlich ausgedrückt. Eigentlich wollte ich
"nur" einen Erfahrungsaustauch mit Betroffenen, die ebenfalls dieses Medikament nehmen.Mir würde nämlich von Bekannten davon abgeraten.
Wie du zu der Überzeugung kommst, dass ich mich nicht mit der Krankheit auseinander gesetzt hätte, ist mir schleierhaft. Du stellst keine Vermutung in den Raum sondern formuliert dies als Feststellung! Das finde ich als extrem übergriffig! In welcher Kristallkugel hast du das gefunden??? Du kennst mich nicht. Wir haben uns nie geschrieben, nie gesehen... und es war mein allererster Beitrag hier. Ich fühle mich keineswegs ernst genommen , geschweige denn hier willkommen geheißen. Und als Hilfestellung kann ich deinen Beitrag auch nicht einordnen.
Ich habe mich sehr wohl ,- in den letzten Jahren - mit dem Thema Diabetes beschäftigt .Allerdings nicht so, wie es sein sollte...da hast du recht. Es waren persönliche Gründe. Ein paar zähle ich dir auf...nicht um mich zu rechtfertigen, ! Nein, ich will dir nur aufzeigen, dass man nicht zu schnell vorverurteilen darf.
Irgendwie ist sich das mich kümmern um meine eigene Gesundheit nach hinten gerutscht. Ich habe vor 6 Monaten meinen Mann verloren. Er starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Vorher habe ich ihn alleine daheim gepflegt, war Tag und Nacht bei ihm und er war nur die letzte Woche vor seinem Tod nicht daheim ( ausser sporadisch mal im KrH.)
Ich habe meinen Beruf aufgegeben und daher war auch immer fraglich , ob wir das Haus halten können. Also Sorgen über Sorgen. Zudem leide ich an MS
.Meine Kinder leben in Kanada bzw Neuseeland. Freundeskreis hat sich durch die Krankheit drastisch ausgedünnt.Das bedeutet: ich war völlig allein. Mit allem. Überfordert! Ich hatte anderes im Kopf, als mich um mich selbst zu drehen. Ich weiß, eigene Gesundheit geht vor...aber...!
Mein Hausarzt hat 1 x im Quartal meinen Langzeitwert gemessen. Und das wars.! Keine Schulung vorgeschlagen, keine weiteren Untersuchungen. Nur ständig Metformin erhöht!!
Dass ich jetzt bei dem Diabetologen gelandet bin, habe ich " durchgefochten". Daher schrieb ich, dass ich mich so allein gelassen fühle.
Und daher habe ich mich hier angemeldet ! Suchte hier nach Unterstützung. Kannst du dir vorstellen, wie dein Beitrag auf mich wirkte??? Nur so als Gedankenanregung, nicht als Kritik.
Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, kann sein dass ich mich wieder missverständlich ausgedrückt habe.Sorry!!
Der langen Rede kurzer Sinn. Erst mal Fakten sammeln, bevor man verurteilt!
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am 13.08.2024 17:11:30 | IP (Hash): 1620811105
Hilflose_3011 schrieb:
Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, kann sein dass ich mich wieder missverständlich ausgedrückt habe.Sorry!!
Nach deiner Schreibe wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Meine zweite Sprache ist Englisch, und mein Traum wäre es, darin so fließend wie du auf Deutsch schreiben zu können.
Hier im Forum kannst du einige Schilderungen von eigenen Wegen zurück zum gesunden Blutzucker finden - und keine(!) davon mit systematischer (fach)ärztlicher Hilfe oder gar Anleitung. Zum Beispiel von Kelly mit der Überschrift “Intervallfasten”.
Zum Thema “Spazierengehen” hier die Erfahrung mit meiner Mutter. Die pflegte 3mal am Tag eine Runde mit dem Hund zu gehen, und zwar nach folgendem Muster: Essen nachz DGE gesund (KH-reich) vom Pflegedienst zubereitet, eine Stunde im Schaukelstuhl, dann 20-30 Minuten mit dem Hund. Ergebnis HbA1c um 8 mit Blutzuckerspitzen um eine Stunde nach den Mahlzeiten bei 250-300 mg/dl. Mir ist damals gelungen, die alte Frau davon zu überzeugen, dass der Hund immer sofort nach dem Essen raus musste. Und mit der Hunde-Runde sofort nach dem Essen hatte sie anschließend im Schaukelstuhl nur noch völlig normal gesunden Blutzucker und ihren HbA1c deutlich unter 6 völlig ohne alle Diabetes-Medikamente. Natürlich kannst du nach jedem Essen auch 20-30 Minuten ohne Hund gehen. Gutes Gelingen :)
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Typ 2 seit 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, 7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 13.08.2024 17:12:12. Grund: . -
am 18.08.2024 06:59:19 | IP (Hash): 1537174554
@Hilflose: Ok, da ist eine Menge schiefgelaufen. Blenden wir die Erkrankung und den Tod Deines Mannes einmal aus. Das ist eine Ausnahmesituation, die sicher dazu führt, dass man eigene Probleme in den Hintergrund schiebt.
Was mich wirklich entsetzt, ist das Verhalten Deines Hausarztes. Gerade beim Diabetes Typ 2 kommt es eben nicht allein auf die Medikamentierung an. Bei mir ist das ganz anders gelaufen. In der Hausarztpraxis, in der ich schon seit Jahren Patient bin, gibt es auch einen sehr guten Diabetologen. Ich hatte im Dezember letzten Jahres einen Unfall, musste ins Krankenhaus und dort wurde als Begleitdiagnose der Diabetes festgestellt. Hba1c lag bei 12,8 % und der aktuelle Blutzucker bei der Einlieferung bei 440. Es wurde eine Insulintherapie eingeleite. Nach der Entlassung dann erst einmal zu meinem Hausarzt. Erste Frage: Hast Du Medikamente mitbekommen. Antwort: Ja, eine Schmerztablette. Dann hat Der Diabetologe ein Anpassungsschema erstellt, mir zwei Pens übergeben (mit unterschiedlichen Insulinen), eine Kurzanweisung gegeben, wie man Blutzucker und Insulin misst, mir eingetrichtert, niemals Insulin zu spritzen, ohne vorher den Blutzucker zu messen und nicht mehr ohne ein Päckchen Traubenzucker aus dem Haus zu gehen. Ok, dieser Termin begann um 19:00 Uhr. In der Woche hatte ich dann noch ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Praxis, die mir dargelegt hat, wie ich mich ernähren soll. Das hat insgesamt eine Stunde gedauert. Dabei haben wir vereinbart, dass ich in der laufenden und in der nächsten Wochen jeweils 2 Hafertage einlege. Ich hatte danach noch ein Gespräch mit meinem Diabetologen. Dort haben wir vereinbart, dass die Insulintherapie nur zur Senkung des Blutzuckers durchgeführt wird und das Insulin dann durch Metformin substitutiert wird. Nach 4 Wochen durfte ich das Kurzzeitinsulin absetzen, nach weiteren 4 Wochen das Langzeitinsulin.
Die Ernährungsumstellung zeigte Wirkung. Ich habe seit November letzten Jahres 10 KG abgenommen. Meine Fettleber hat sich fast vollständig regeneriert und der Hba1c-Wert liegt bei 5,6%.
Wichtig für den Erfolg war die engmaschige Betreuung durch den Diabetologen.
Dabei ist meine Ernährung durchaus moderat. Ich verzichte auf nichts. Allerdings beachte ich ein paar Regeln. In der Woche gibt es zum Frühstück zumeist Haferflocken. Ansonsten viel Gemüse und Eiweiß und weniger Kohlenhydrate und wenn, dann komplexe Kohlenhydrate. So sind weder Reis noch Pasta vom Speisezettel verschwunden. Beim Reis gibt es Vollkornreis und bei Pasta die Variante aus Vollkorn, aus Dinkel oder aus Erbseneiweis. Letzte sättigt auch noch ungemein. Dazu dann noch deutlich mehr Bewegung hat mir persönlich geholfen.
Ohne meinen Diabetologen wäre ich heute nicht da, wo ich stehe. -
am 18.08.2024 10:20:28 | IP (Hash): 724989677
Thomas_Dt schrieb:
Ich habe seit November letzten Jahres 10 KG abgenommen. Meine Fettleber hat sich fast vollständig regeneriert und der Hba1c-Wert liegt bei 5,6%.
Wichtig für den Erfolg war die engmaschige Betreuung durch den Diabetologen. ... Dabei ist meine Ernährung durchaus moderat.... Ohne meinen Diabetologen wäre ich heute nicht da, wo ich stehe.
Bislang habe ich hier in D fach- und ärztlich ausschließlich von Anleitungen und Einstellungen zur progredienten, also sich selbst verstärkenden Krankheit erfahren.
Deins ist “mein” erstes Beispiel für T2D Remission mit fachärztlicher Hilfe und Anleitung. Glückwunsch! Daumendrück für weiter so gutes Gelingen!
Aus meiner persönlichen Erfahrung ist wichtig, dass individuell sehr verschieden sein kann, was an Essen blutzuckermäßig wie stark wirkt. Deswegen halte ich das direkte eigene Messen und das Richten danach für den Schlüssel, um in die gesunde Spur zu kommen und drin zu bleiben.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 18.08.2024 11:07:54 | IP (Hash): 1536009125
Hallo Thomas...du schreibst "eine Kurzanweisung gegeben, wie man Blutzucker und Insulin misst"
Das ist für mich Neuland...wie bitte misst man denn Insulin?
Danke schon mal für die Erklärung... -
am 19.08.2024 05:52:04 | IP (Hash): 1284357995
Moin Hilflose,
Du weißt schon, wo wir hier kommunizieren? Hier ist jeder willkommen, der Fragen zu Diabetes hat. Manche Fragen/Antworten gefallen dem Verfasser, manche Antworten nicht.
Ich habe Deine Frage so beantwortet, wie ich Sie empfunden habe. Du hattest scheinbar andere Erwartungen. Also überlies sie einfach.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.