Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Gerade Diagnose erhalten

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 05.09.2024
    am 05.09.2024 18:35:21 | IP (Hash): 212419918
    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe heute morgen beim Hausarzt die Diagnose "Diabetes" erhalten. Mein Langzeitwert liegt bei 8,2, soweit ich mich erinnere. Der Arzt hat eine erneute Blutprobe ins Labor geschickt, um zu erfahren welcher Diabetes Typ ich bin.
    Es war eine Zufallsdiagnose. Ich hatte plötzlich den Verdacht ich habe "Zucker" und bat den Arzt dies zu überprüfen. Mal sehen welcher Typ ich bin.
    Ich habe starke Schmerzen in der LWS, Gesäss und im Oberschenkel (alles rechts). Am Dienstag habe ich zur Abklärung eine MRT. Ich hoffe die Ärzte können mir helfen.
    Habe große Angst. Ich komme mit dieser komplizierten Krankheit bestimmt nicht zurecht.
    Habe gestern und heute schon einmal gegoogelt, was auf mich zukommen könnte. Bin aber total überfordert. Ich weiss auch nicht wie ich diese Krankheit in meinen Berufsalltag integrieren soll. Ich bin allerdings in ein paar Monaten Rentner.
    Die Behandlungskosten können sehr hoch sein, nicht wahr. Mal sehen was die Krankenkasse dazu sagt.
    Tun die Spritzen weh.
    Ich bin sehr traurig.
    LG
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 127
    Mitglied seit: 09.06.2022
    am 05.09.2024 19:11:50 | IP (Hash): 1284641399
    Hallo User,
    willkommen im Club, aber es gibt keinen Grund, dich verrückt zu machen. Die Krankheit lässt sich gut händeln. Du wirst hoffentlich eine Schulung erhalten. in der du alles wichtige zu Ernährung, Unterzuckerungen etc. erfährst Das Spritzen (falls du es überhaupt musst) und das Messen wird bald eine Selbstverständlichkeit. Außerdem gibt es gute Hilfsmittel wie Sensoren zum Zuckermessen mit Alarm bei Unterzuckerung. Über Behandlungskosten brauchst du dir auch keinen Kopf zu machen. Allerdings werden die Sensoren oder Teststreifen so viel ich weiß nur bei Insulinpflicht übernommen. Mal abwarten, welcher Typ du bist und Kopf hoch! LG, Zuckerhut

    PS: NEIN, das Spritzen ist ganz einfach und tut kein bisschen weh, es sind ganz dünne Nadeln, das spürt man gar nicht.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.09.2024 20:00:07 | IP (Hash): 1775035081
    Schließe mich Zuckerhut voll und ganz an. Gut, dass dein Diabetes jetzt entdeckt wurde, wo er wohl noch keine ernsthaften Beschwerden gemacht hat!
    Daumendrück für's möglichst bald erträglichere Auskommen mit deiner rechten Seite!


    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 113
    Mitglied seit: 25.08.2024
    am 05.09.2024 20:01:19 | IP (Hash): 1567871389
    Hallo lieber User,

    ich bin auch noch neu auf dem Gebiet aber kann Dich erst einmal beruhigen.

    Es kann sein, dass Du vielleicht schon mit "nur" Tabletten klarkommst und dann gar nicht spritzen musst. Und/oder es kann auch sein, dass Du evtl. nur einmal die Woche spritzen musst und kein Insulin, so wie das bei mir aktuell der Fall ist.

    Ich habe eine Nadelphobie vom Feinsten und kann mich trotzdem einmal die Woche selbst "spritzen". Es ist ja nicht wirklich mit einer Spritze zu vergleichen, also keine Panik an dieser Stelle. Die Nadel ist in etwas so kurz wie eine Pinnwand Nadel und es ist eher wie ein "Kugelschreiber" als eine Spritze. ;-) Wenn ich das kann, kannst Du das auf alle Fälle! Glaub mir...

    Gut dass Du so zeitnah einen MRT bekommen hast. Ich denke nicht, dass das zusammenhängt aber multiple Baustellen sind natürlich nie schön. Aber damit bist Du nicht allein!

    Ich habe Krücken, gerade einen doppelten Bandscheibenvorfall in der HWS und einen Tennisarm. Dazu kam noch die Diagnose Diabetes vor 2 Wochen und eine Herzensfreundin ist gestern verstorben. Es sind einfach fordernde Zeiten und das Forum war mir schon eine große Hilfe.

    Also Willkommen an dieser Stelle und nutze das Forum um Klarheit zu bekommen bei Deinen Fragen.

    Liebe Grüße,
    CoCo




    ------------------------------------------------------------------------------------------------:-)
    Mitte Aug 24 mit DT2 diagnostiziert und einem Wert von stolzen 9,1 mmol/l.
    Medikation.: Mounjaro, 2x850mg Metformin, Forxiga 10mg
    Meine persönlichen Medis: Vit D3, K2, Taurin, Sangokoralle, Ceylon Zimt

    Bearbeitet von User am 05.09.2024 20:02:21. Grund: Schreibfehler
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 55
    Mitglied seit: 25.01.2024
    am 07.09.2024 00:38:26 | IP (Hash): 1463900958
    Willkommen im Club.

    Erst einmal vorab: Man kann mit Diabetes gut leben. Es gibt Krankheiten, die deutlich stärker einschränken.
    Kurz zu mir: Ich musste letztes Jahr im November nach einem Autounfall ins Krankenhaus. Da hat man dann einen Blutzucker von 440 festgestellt. Mein Langzeitzuckerwert lag bei 12,8 %. Kurz: Viel zu hoch.
    Die Behandlung wegen des Unfalls hat nur 5 Tage gedauert. Danach gings in meine Hausarztpraxis, die auch zwei Diabetologen beschäftigt.
    Im November musste ich 4 mal am Tag Insulin spritzen. 3 mal vor jeder Mahlzeit und einmal abends ein Langzeitinsulin. Da ich im November insgesamt 4 Hafertage eingelegt und auch ansonsten meine Ernährung komplett umgestellt habe, ist der Blutzucker gut gesunken. Im Dezember wurde Metformin eingeschlichen. Ich durfte das Insulin vor den Mahlzeiten weglassen und musste nur noch das Langzeitinsulin spritzen. Ende Dezember brauchte ich das auch nicht mehr.
    In der Zeit, in der ich auch Kurzzeitinsulin gespritzt habe, waren insgesamt 7 Blutzuckermessungen täglich notwendig. Am Anfang gaben meine Finger das Blut nur sehr wiederwillig her. Ein Sensorsystem hätte sich nicht gelohnt, da das Ausschleichen des Insulins von Anfang an beabsichtigt war.
    Was die Schmerzen angeht: Die Nadeln, die auf den Pen kommen, sind super fein. Du legst zwischen zwei Finger die Haut am Bauch in Falten und setzt da die Spritze. Davon spürst Du so gut wie nichts. Das Langzeitinsulin wurde in den Oberschenkel gespritzt. Das hat häufiger ein wenig gebrannt. Aber nichts dramatisches. Und das Piksen für den Blutzuckertest ist auch allenfalls etwas unangenehm. Nur nicht direkt frontal in die Fingerkuppe stechen. Das ist eher unangenehm. Schmwerzen waren definitiv nicht das Problem. Allerdings schränkt das Spritzen schon ein wenig ein. Eben vor jeder Mahlzeit muss Insulin gespritzt werden. Das ist im Restaurant nicht ganz so schön (Mutige spritzen am Tischen, sonst auf Toilette).
    Was die Kosten angeht: Ich bin Privatpatient. Daher habe ich einen ganz guten Überblick: Das Insulin für 3 Monate hat so um die 330 Euro gekostet. Wenn Du dann noch die Kanülen, Lanzetten und Teststreifen dazu rechnest, kommst Du nochmal auf etwa diesen Betrag für 3 Monate. Da gibt es ganz deutlich teurere Krankenheiten.
    Ich nehmen jetzt Metformin. Das kostet eine 3-Monats-Packung 19,80 Euro. Dazu kommen ein paar Lanzetten und Teststreifen (ich brauch nicht mehr so häufig messen, auch, weil mein Langzeitzucker inzwischen bei 5,6 % liegt). Alles zusammengerechnet kostet der Diabetes inzwischen so um die 30 Euro im Monat. Finanziell überhaupt kein Problem.
    Mit guter Ernährung und ausreichend Bewegung kann man die Krankheit gut in den Griff bekommen. Man muss allerdings Disziplin in Bezug auf die Einnahme der Medikamente aufbringen und auf gesunde Ernährung umstellen. Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 33
    Mitglied seit: 31.07.2024
    am 11.09.2024 14:51:33 | IP (Hash): 1629996452
    Hallo.

    Bei mir wurde im März d.J. Diabetes Typ 2 zufällig festgestellt, auch mit 8,2 Langzeitwert. Ich habe sofort mit der Gewichtsabnahme und der Einschränkung von Kohlenhydraten begonnen. Ich bekam 1x tgl. Jardiance und 2x tgl. Metformin 500 verordnet.
    Innerhalb kürzester Zeit hat sich mein Langzeitwert gebessert. Im August war ich dann bei 5,9 gelandet und nehme derzeit nur noch morgens Jardiance und abends Metformin. Aktuell -nach einem 1/2 Jahr nach Diagnose- habe ich 15 kg abgenommen.

    Wie Du siehst, kann man durch eigenes Verhalten seine Werte verbessern.
    Ich hoffe, dass ich durch meine Ernährung den Diabetes in seine Schranken
    weisen und auch halten kann.