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Mein Mann ignoriert seine Diabetes; ist beratungssresistent! :-(

  • Rang: Mitglied
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    Beiträge: 17
    Mitglied seit: 20.02.2024
    am 11.11.2024 19:02:22 | IP (Hash): 1442740399
    Hallo Zuckerli,

    Mein Mann ist erwachsen - und es ist seine Diabetes! Punkt!
    Bei allem anderen liegst du völlig daneben!

    Mein Verhalten als übergriffig zu bezeichnen, zeigt mir, dass du nichts verstanden hast, oder es einfach auch nicht verstehen willst!

    Ich bevormunde niemanden; ich begleite lediglich jemanden, der darum gebeten hat, weil er 1. inzwischen alles vergisst (es spielen ja auch noch andere Erkrankungen eine Rolle!) und 2. der auf Fragen keine Antworten mehr hat.
    Du kannst es nicht beurteilen, da du weder ihn noch mich kennst!

    Zum Tipp 'Paarberatung' - bist vermutlich Single ;-)
    'In guten wie in schlechten Zeiten'; dürfte jedem bekannt sein. Wir hatten sehr gute Zeiten; jetzt helfe ich - vorher hat er mir geholfen!

    Ich bitte dich also, mit deinen Vorwürfen etwas sorgfälter und überlegter umzugehen und nicht einfach 'draufzuhauen' !

    Aber danke für die Zeit die du dir genommen hast, um zu antworten.

    Beste Grüße

  • Rang: Mitglied
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    Beiträge: 17
    Mitglied seit: 20.02.2024
    am 11.11.2024 19:19:20 | IP (Hash): 1442740399
    Hallo Fränkin,

    inzwischen ist etwas Zeit vergangen, in der sich etwas getan hat.

    Ihn zum Gesundheitscheck zu begleiten war 100% richtig, denn ich konnte einige Dinge klar stellen, die der Hausärztin nicht bekannt waren und er nicht dran gedacht hat. Sie war zudem sehr feinfühlig und konnte ihn sogar aufgrund seiner Schwerfälligkeit vom notwendigen Reha-Sport überzeugen.

    In wenigen Wochen beginnt die (freiwillige!) Ernährungs-Schulung, weil er mittlerweile einsieht, dass es bei der täglichen Kocherei hilfreich ist!


    Als ich vor wenigen Jahern eine ganz schlimme Zeit hatte und es ihm noch gut ging; da hat er mir sehr geholfen, sonst hätte ich es nicht überstanden!
    Und jetzt ist ER dran; jetzt braucht er meine Hilfe.
    Und nächstes Jahr feiern wir Goldene Hochzeit, weil wir zusammenhalten; komme was wolle!
    (Soviel zu Beziehung aufrecht erhalten)

    (Mit der Demenz; da hast du 100% Recht; genauss ist es nämlich!)

    Vielen Dank für die Zeit die du dir genommen hast, um diese Antwort zu schreiben.


    Beste Grüße
  • Rang: Mitglied
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    Beiträge: 17
    Mitglied seit: 20.02.2024
    am 11.11.2024 19:29:02 | IP (Hash): 1442740399
    Hallo Jürgen,

    auch dir erst heute noch vielen Dank für deine Antwort.

    Deine Anmerkung: 'Allerdings kannst du euch damit euer letzen gemeinsamen Jahre noch super UNerträglich machen' ..... hab ich mir jetzt 3x durchgelesen und er stimmt mich nachdenklich!
    Genauso so wird es sein, wenn ich mich nicht abfinde mit der aktuellen Situation.

    Manchmal braucht es genau solche Denkanstöße, um etwas zu bewirken!
    Ich danke dir! (Das meine ich nicht ironisch, sondern im ernst!!!


    Beste Grüße
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    Beiträge: 383
    Mitglied seit: 06.08.2023
    am 13.11.2024 16:57:18 | IP (Hash): 1708910705
    Hallo AnLuAn,

    finde ich gut das du alles versuchst ihm zu helfen, ihn ein wenig zu "lenken" und auch das du ihn zum Arzt begleitest. Wie weit du da gehen kannst, wieviel Druck du da ausbauen kannst das weisst nur du, du kennst ihn ja. Bei manchen ist da eine "Grenze" und zuviel Druck und Einflussnahme könnte sogar das Gegenteil erreichen.

    Aber würdest du ihn ganz alleine machen lassen und dich gar nicht einmischen dann könnte schon sein das das alles nie klappt und du würdest vermutlich auch längst nicht alle Informationen erhalten.

    Vielleicht würde es helfen ganz einfach den Wecker zu stellen um z.b. bestimmte Spritzzeiten oder Medikamanteneinnahmen zu erinnern.
    Oder die Einnahmen mit bestimmten zeitlich gleichen Routinen zu verknüpfen, z.b. jeden Abend wenn die Nachrichten im Fernsehen laufen oder so etwas.

    Ich hatte bei meinem Vater damals etwas ähnliches erlebt, ebenfalls beginnende Demenz und DMT2.
    Ratschläge vorm Arzt hat er ignoriert wenn es ihm nicht gefallen hat, teilweise hat er das Gegenteil getan. Das ist so ein Gemisch aus Trägheit, Unverständinis und alten Gewohnheiten.
    Und er hat viele Dinge auch vor mir und anderen geheimgehalten, vieles habe ich erst sehr viel später erfahren. Er wollte wohl einerseits keine Schwächen nach aussen zeigen und war auch nicht erpicht darauf eine Menge (unerwünschter) Kommentare, Einmischungen und Tips zu bekommen.
    Auch bei meinem Vater bestand das Leben jahrelang nur aus Schlafen und jede Menge Fernsehen (manchmal auch beides Gleichzeitig) und kaum noch Bewegung.
    Vermutlich beschleunigt das die Demenz dann noch mal richtig, für die anderen Krankheiten ist es sowieso Gift.

    Deswegen: versuch ihn rauszubringen, frische Luft und Bewegung. Eventuell mit einem "lohnenden" Ziel, ins cafe z.b.

    Und macht eine Vorsorgevollmacht , die ist wirklich sehr wichtig.

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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 113
    Mitglied seit: 25.08.2024
    am 14.11.2024 16:22:15 | IP (Hash): 2030648506
    Hallo AnLuAn,

    Dein Beitrag hat mich nachdenklich gemacht.

    Mein Vater ist mit 70 Jahren bereits verstorben und hatte auch DMT2. Er hat genau wie Dein Mann, beim Essen nicht auf seine BZ Werte geachtet und sich gefühlt p x Daumen gespritzt. Das Ergebnis war fatal und wir haben ihn damals bei einer angehenden Blutvergiftung überredet zur Amputation seiner Gliedmaßen. Im Nachhinein haben wir (meine Mama, meine ältere Schwester und ich) uns nach dem Ableben meines Vaters unterhalten, ob wir etwas anders oder besser machen hätten können. Und wir waren uns alle einig, wir hätten ihn nie zu etwas überreden sollen.

    Ich weiß, dass der Vergleich hinkt und Du Deinen Mann noch gerne gesund an Deiner Seite haben möchtest. Deine Zeilen haben soviele Parallelen zu meinem Vater damals und nein, es war keine Demenz sondern bei ihm war es sonnenklar, er wollte sich in keinster Weise einschränken. Mein Vater musste aus gesundheitlichen Gründen früh in Rente gehen und von da an ging es bergab. Keine Hobbies, kaum Freunde und wenig Eigeninitiative um sein Leben zu gestalten. Immer sehr passiv und hat alles unserer Mutter überlassen, was Freizeitgestaltung etc. anging. Außer beim Essen, da gab er den Ton an, denn das schien das Einzige, an was er sich noch erfreuen konnte.

    Warum ich Dir das schreibe? Weil ich vermute, dass es Deinem Mann ähnlich ergehen könnte. Ihm fehlt die Lebensaufgabe, für was er brennen kann und für was es sich lohnt zu leben. Er scheint den Sinn des Lebens nicht mehr im Fokus zu haben und dagegen wirst Du wenig ausrichten können. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist aber es wird mit sehr viel Kraft, Geduld und Ausdauer einhergehen und mit nur mittelmäßigen Erfolg.

    Wichtig, pass gut auf Dich auf und unterschätze nicht, was dass mit Dir als Mensch macht. Warte nicht, bis Deine Batterien leergelaufen sind und Du mürbe bist, denn dann ist es zu spät zum Auftanken. Gönne Dir immer wieder viel Zeit für Selbstfürsorge und suche Dir Deine Tankstellen im Leben, wo Du wieder Energie für Dich auftanken kannst. Wenn Du dann genug Energie hast, kannst Du diese auch Deinem Mann geben. Aber bitte opfere Dich nicht auf, aus schlechten Gewissen weil er Dir auch mal geholfen hat und/oder ihr ja schon solange zusammen seid.

    Meine Mutter hat damals nicht auf sich aufgepasst und sie hat einen sehr hohen Preis dafür bezahlen müssen, dass sie sich so um meinen Vater gekümmert hat.

    Ich hoffe meine Zeilen sind nicht zu ehrlich und sie kommen wirklich von Herzen. Für diese fordernde Zeit wünsche ich Dir ganz viel Kraft und ein gesundes Ego, damit Du gut mit dieser Situation lernst umzugehen. Und manchmal darf man auch um Hilfe im Familien- und/oder Bekanntenkreis bitten. Dafür sind Freunde & Familie da!

    Ganz liebe Grüße,
    CoCo



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    HbA1c 25.8. 9,4%, - 9.10. 7,4%
    Medikation.: Mounjaro 2,5mg, 2x850mg Metformin, Forxiga 10mg
    Seit Diagnose: Low Carb & 16:8, -16kg, BMI 42