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  • Nellrock

    Rang: Gast
    am 29.09.2010 19:54:57
    Ich werde Euch spätestens Sonntag Bescheid geben!
  • Nellrock

    Rang: Gast
    am 03.10.2010 15:19:55
    Hallo zusammen,
    trage nun den dritten Tag meine ersehnte Omnipod und kann nur positiv berichten. Man merkt sie kaum am Körper, momentan habe ich sie am Bauch; zur Sicherheit, um ab und zu zu gucken, ob sie noch da ist. Das Einstellen des Gerätes, Basalrate etc., geht innerhalb von Sekunden. Nach dem Duschen oder Umziehen bin ich immer noch auf der Suche nach der Pumpe mit Schlauch, aber nein, die braucht man ja nicht mehr. Jogginghosen gehen jetzt nach zig Jahren auch ohne Taschen. Luftblasen werden nach dem Befüllen des Pods automatisch "rausgezogen". Einzig negativ finde ich, daß die Bolusabgabe etwas lange dauert und ich nicht sehe, wieviel schon abgegeben worden ist, anders als bei der Spirit. Aber auch da werde ich mich drangewöhnen. Das Zusatzbehör nimmt nicht mehr so viel Platz in Anspruch. Bei der Spirit hatte ich die Katheder und die Ersatznadeln in Kartons. Nun ist alles in einem. Alle drei Tage ist der Wechsel. Den "Müll" entsorgt man nicht mehr über den Hausmüll, sondern schickt ihn ein; finde ich persönlich gut. Es wurde mir zugesichert, daß der Vorrat immer für ein Vierteljahr reicht. Vorab kann mankeine Ampullen mehr vorbereiten und in den Kühlschrank legen. Schadet aber nicht, da das Befüllen nur Sekunden in Anspruch nimmt und man genau weiß, Datum und Uhrzeit, wann der nächste Wechsel stattfinden sollte.
    Ich also kann diese Pumpe nur empfehlen!
    Gruß von Nellrock
  • steffi

    Rang: Gast
    am 03.10.2010 17:51:02
    hallo nellrock,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Ist doch einfach was anderes die Meinung von einem echten Nutzer zu hören als irgendwelches Marketing-Blabla, wo man sich einfach nie sicher sein kann, ob es letztendlich tatsächlich das verspricht was da erzählt wird. Außerdem platzieren Firmen einfach zu oft Meinungen so geschickt, dass wir Kunden denken diese sein neutral.

    Wünsche Dir und "Deinem Omnipod" ;-) alles Gute und würde mich freuen, wenn du vielleicht in ein paar Wochen nochmals Dich melden würdest um zu erzählen wie es "euch beiden" geht.

    lg
  • nixkapiert

    Rang: Gast
    am 05.10.2010 20:51:46
    "Luftblasen werden nach dem Befüllen des Pods automatisch "rausgezogen". "

    Daran glaube ich nicht so ganz, wie ist das technisch realisiert worden?
    Auf den Bildern, s. links oben, sind deutliche Luftblasen zu sehen - das automatische Luftrausziehen funktioniert dann also nur wenn die Omnipod nicht gerade einen Fototermin vor sich hat - oder wie muss ich das verstehen? von nixkapiert
  • Nellrock

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 20:18:44
    Die Pumpe entlüftet sich automatisch. Fotografiert habe ich sie noch nicht, obwohl es ein großes Hobby von mir ist. Warum also so negativ? Nun kommt mal was neues auf den Markt für die Pumpies, also positiv ran an die Sache. Wie oft seid ihr schon mit dem Schlauch hängengeblieben, wie oft hat man sich über das Befüllen des Katheders geärgert? Ich war auch etwas skeptisch, bin aber nach ein paar Tagen schon überzeugt. Viele Sache, wie z. B. Bolusberechnung schenke ich mir noch, da ich einiges noch selbst entscheiden will zu Anfang. Blutzuckermessen bei neuen Streifen läuft ohne Codierung und misst genauso genau wie die anderen Geräte. Die Zeitersparnis mit allem drum und dran ist enorm. von Nellrock
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 08.10.2010 18:41:14
    Hallo Nellrock,

    ich würde es kritisch nennen - nicht negativ.
    Schau dort:
    http://www.flickr.com/photos/capturelifeinaction/3712105952/in/photostream/

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 14:02:44
    Hab's mir angeschaut und bin begeistert, was funzt. Woran willst Du da konkret technisch im Vergleich mit Deiner augenblicklichen Pumpe besondere Bedenken festmachen? von Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 17.10.2010 01:35:51
    Äh, hast Du die dicke Luftblase nicht gesehen?
    Wenn es denn automatisch rausgesogen würde, wo käme dann die Luft her?

    Du siehst das der Pumpe nicht an, da sie direkt am Körper anliegt und keine Einsichtmöglichkeit in das Reservoir bietet (war auch ein Grund weshalb ich die Animas nicht mehr wollte).
    Du siehst auch nicht ob der Kolben gut am Reservoir anliegt.
    Es kann bei sochen Verbindungen (Katheter/Pumpe) immer zu Schwachstellen kommen, man sieht es nicht und in der Nacht hat man dann den Insulinmangel.

    Ein Insulinmangel von 4-5 Stunden bedeutet für mich Ketoazidose = Schema A (s. chrostek) oder KH Intensivstation.

    Es sterben noch immer Diabetiker an der Ketoazidose während der Behandlung, das dürfen wie T1er niemals vergessen.
    Bei AI dürfte der Zeitraum insulinfreiheit sogar noch geringer sein. Was sind schon 5 Stunden in der Nacht, wenn man schläft?

    Die derzeitige Pumpe hat nur 2 Kontaktstellen (Kanüle/Körper und Katheter Resevoir), das Reservoir ist von außen einsehbar (Luftblasen fallen auf).
    Man kann Stahkanülen jedwediger Länge verwenden und ist nicht auf Telfon 8mm begrenzt.
    Teflonkanülen sind dicker als Stahlkanülen, die Narbenbildung ist wahrscheinlicher. Die Liegedauer von 3 Tagen bei der Omnipod ist damit zu lang (Teflon sollte wegen der Narbenbildung spätestens nach 2 Tagen gewechselt werden).
    Das Ding ist damit unwirtschaftlich und belastet die KK unnötig, der Nutzen gegenüber der Roche- oder Medtronic-Pumpe ist niedriger, da die Fehlerquellen vielfältiger sind.

    Ich halte das Teil für ein Spielzeug, nicht für ein Medizingerät!
    Wenn ich nicht dafür sorge, dass ich so sorgfältig wie möglich die Insulinzufuhr garantiere, dann gehört mir die Pumpe weg genommen und die ICT aufgedrückt, damit lande ich wenigstens nicht so schnell in der Keto.

    Als Arzt würde ich mich weigern Teflonkanülen und Omnipod zu verordnen, das ist kein Wunschkonzert, es ist eine Diabetesbehandlung, deren Erfolg gesichert sein muss.

    LG, Daniela

  • Heiner

    Rang: Gast
    am 20.10.2010 10:44:00
    Hallo Daniela und die anderen,
    kann die Kritik von Daniela durchaus verstehen. Hinzu kommen aus meiner Sicht noch andere Punkte:
    - Ich muss von aussen das Reservoir befüllen, wie komme ich aber wieder an das eingefüllte Insulin, wenn sich beim Setzen der Kanüle Probleme ergeben (Blutgefäß, Nerv getroffen)? Meines Wissens gar nicht.
    - Ich finde es unter dem Aspekt der Ressourcenschonung, die heute ja doch schon eine wirtschaftliche Rolle spielt, befremdlich, dass die Elektronik des Pod´s und die Batterien nach einmaliger Nutzung im Karton des Herstellers gesammelt an ihn zurückgeschickt werden um dann entsorgt zu werden.
    - Ich habe die Cozmo und befülle die Reservoire komplett, nutze sie 6 Tage und dann noch ein zweites mal. Jeder Diabetiker hat einen anderen Insulinbedarf und heute die Freiheit, sich nicht mehr strikt an einen Diätplan halten zu müssen. Diese Freiheit, die insbesondere die Pumpe gewährt, verringert sich beim Pod, denn die vorgegebene Liegezeit und der zu erwartende Insulinbedarf für diese Zeit sollte im Reservoir befüllt werden. Was mache ich nach Ablauf der 6 Tage mit evtl. noch vorhandenen Insulinresten im Reservoir?

    Ich habe mir den Pod vor einigen Tagen auf einer Präsentation in unserer SHG genau erklären lassen und erhielt auf diese Fragen keine befriedigende Antworten. Insulinpumpen können für Diabetiker ein echter Gewinn sein, ich könnte mir aber auch vorstellen, dass bei einem Kostenvergleich der auf dem Markt befindlichen Systeme der Pod durch das Rost fällt. Für mich kommt der Pod jedenfalls schon aus den oben genannten Gründen nicht in Frage.
    Gruß Heiner
  • Ronny

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 20:52:59
    Hallo zusammen,

    ich bin heute zum ersten Mal hier und habe mit großem Interesse eure Beiträge gelesen. Mir ist aufgefallen das Manche viel schreiben ohne sich vorher richtig zu informieren und somit das eigentliche Ziel solcher Foren ruinieren.

    Ich bin selbst habe in den letzten Monaten die neuen Pumpenmodelle (Combo, Veo, mylife OmniPod) Probe getragen. Jede hat ihre Vor- & Nachteile. Aber bitte diskutiert konstruktiv über die Pumpen und stellt nicht durch Unwissenheit Dinge falsch dar. Folgendes ist mir aufgefallen.

    1. Teflonkatheter sollen nicht länger als 3 Tage (Stahl 2 Tage) getragen werden (Herstellerempfehlungen) – deshalb ist bei der OmniPod auch die Laufzeit auf 72 h (maximal 80 h) begrenzt

    2. die oberen Hautschichten sind bei allen Menschen gleich aufgebaut und nur 2,4 mm stark. D.h. darunter beginnt das Subkutane Fett, welches für die Insulinaufnahme wichtig ist – daraus resultiert also, dass keine 12 mm Länge unbedingt notwendig , sondern nur die Ausnahme sind. Übrigens in vielen Ländern (besonders in den skandinavischen) nutzt man kaum Kanülen die länger als 8 mm sind.

    3. Übrigens erhöht sich das Abknicken von Katheter mit ihrer Länge und dem Einstichwinkel (Physik) je länger, desto eher die Möglichkeit das die Kanüle auf die harte Muskelschicht trifft (besonders bei Bewegung) – ein spitzer Winkel verringert dies zusätzlich und die Kanüle bewegt sich besser mit dem Unterhautfettgewebe mit, z.B. bei Druck von oben
    Liebe Daniela: vielleicht liegt dein hoher HbA1C ja eher an der „bescheidenen Schulung“ (siehe Beitrag 17.9.) als am Teflon?

    4. Rückfluss von Insulin hat richtig was mit dem Gegendruck des Gewebes zu tun, hängt aber stark von der Bolusmenge und vor allem von der Geschwindigkeit der Abgabe ab. Deshalb wird Pen-Usern ja empfohlen langsam ab zu drücken und den Pen 10 Sekunden im Gewebe zu halten

    5. Luftblasen im Reservoir und Katheter ist ein echtes Problem und hängt von vielen Faktoren ab. Hier sind Handhabungsfehler (zu schnelles Aufziehen des Insulins ins Reservoir, nicht nach Luftblasen geschaut usw.) und Temperaturschwankungen (Reservoir vorgefüllt im Kühlschrank, Pumpe und Schlauch nicht direkt am Körper usw.) zu nennen. Beides ist zum Beispiel bei der OmniPod deutlich geringer, so wie es auf dem Video gut erklärt ist

    http://de.mylife-diabetescare.de/mylife-omnipod.html

    6. Die große Luftblase auf dem Bild auf das Daniela verweist ist von einem Pod der nicht getragen wurde. Und man kann nicht sagen, wie lange er dort so schon liegt mit einer Kanüle die Zugang zur Umgebungsluft hat. Also bitte realistisch bleiben und nicht wild los Schiessen, ohne nach zu denken
    Hallo Heiner: das du dein Reservoir 2x verwendest ist deine Sache. Ich finde es ziemlich unhygienisch – die benutzen Pods werden nicht nach Zurücksenden „entsorgt“, sondern recycelt. Der Pod (die Pumpe) läuft 3 Tage, nicht 6 und man füllt nur die Menge Insulin ein die man für diese zeit braucht – also Tagesbedarf x 3, ganz einfache Mathematik

    Übrigens ist OmniPod vergleichbar in den Kosten mit den herkömmlichen Pumpen und OmniPod ist seit 5 jahren in den USA auf dem Markt mit mittlerweile mehr als 40 000 Nutzern. Zum Vergleich – in Dtl. Seit Mitte der 80iger Jahren gibt es ca. 55 000 Pumpenpatienten.

    Meine Empfehlung ist – erst Testen dann Schreiben.