Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Frage zu Actos/Metformin zusätzlich zu Insulin

  • Sina

    Rang: Gast
    am 02.04.2008 17:50:42
    Hallo zusammen,

    Meine 80jährige Mutter hat sehr schlechte Werte, die letzten Wochen immer so um 180, vorher manchmal aber sogar 230 und mehr.
    Sie spritzt ein Mischinsulin, morgens 32, abends 12 Einheiten. (Das wurde soviel ich weiss in den letzten paar Wochen zweimal um je 2 Einheiten erhöht)
    Nun hat ihr Arzt ihr zusätzlich Actos/Metformin verschrieben, obwohl sie eine Niereninsuffizienz hat. Was meint ihr dazu, Niereninsuffizienz ist doch eine Kontraindikation?
    Würde hier vielleicht auch der Tip helfen, das Morgeninsulin auf 2 (oder 3) Piekser zu verteilen?

    Danke für Eure Tips
    Sina

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.04.2008 20:03:08
    hallo sina,
    meine "persönliche meinung", - sie spritzt rund
    40 ie /d, weshalb sol sie da metformin oder actos nehmen ? alles bis 60-70 ie/d ist nicht zu sehr überhöht, also kann sie die abenddosis vorsichtig soweit erhöhen, daß sie mit rund 120-140 morgens ankommt, die tagesdosis soweit daß der bz im rahmen bleibt..(denn auf ict wird sie nicht mehr kommen außer sie kann und will)
    aufteilen bringt nichts da sie garantiert 30/70 spritzt ,
    und das sind 7ß% nph(langzeitinsulin) und nur 30%
    normalinsulin.
    so weit von relativ normalen werten ist die nicht mehr entfernt. und oft hat metformin ja auch sehr "durchschlagenden erfolg" weshalb einen menschen damit auch noch belasten.
    mfg. klaus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 09:51:21
    Hi Sina,

    links ist ein Suchfenster, da kannst auch stöbern zu den Themen actos bzw. Metformin. Die Entscheidung, ob man ein verordnetes Medikament nimmt oder nicht, trifft man als Patient am Ende selbst, in diesem Fall Du mit oder für deine/r Mutter.
    FALLS ihr euch zur Metformineinnahme entschließen solltet, solltest du wirklich auf Nebenwirkungen achten, die auch hier im Forum schon teilweise geschildert wurden. Manche vertragen z. B. Metformin ohne Probleme, oft jedoch wurde oft berichtet, dass es einem so richtig übel bis zum Brechreiz wurde vom Metformin und auch Blähungen o.ä. auftraten.
    FALLS deine Mutter actos nehmen sollte, dann solltest du auf jeden Fall auf die Beine achten. Es wurde von Ödemen berichtet.
    Aber wie schon Klaus schrieb, ich würde es auch abwägen... von Pia
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 10:08:34
    Ich selbst nutze schon seit mehr als 12 Jahren so ein Mischinsulin und komme prima klar (morgens 12 IE, abends 14 IE).

    Natürlich muß die Ernährung (spez. die Kohlenhydrate) entsprechend angepaßt werden. Ich kann (und will) nicht unbegrenzt Nudeln, Pizza, Reis etc. essen wie jemand, der ICT macht.

    Von den genannten zusätzl. Medis halte ich nichts.
    Lies Dir mal die NW von Metformin durch, und Actos gefährdet das Herz.
    von Lilo
  • Sina

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 16:17:31
    Danke, Klaus, für das Relativieren der "sehr schlechten Werte". Auf ICT habe ich meine Mutter schon mal angesprochen, das will sie nicht.

    Liebe Pia, ich habe von Deinen guten Erfahrungen mit Actos gelesen. Bei meiner Mutter ging es mir eigentlich in erster Linie darum ob man dieses Medikament bei Nierenunterfunktion überhaupt verschreiben darf und erst in zweiter Linie um die Nebenwirkungen.

    Jedenfalls habe ich heute in der Arztpraxis angerufen und die haben sich praktisch dafür entschuldigt, dass sie trotz mehrerer Gegenindikationen Competact verschrieben haben. Scheinbar war der letzte Langzeitwert zu hoch, was nicht verwundert weil meine Mutter gerade eine schwere Darminfektion hatte.
    Wir werden also so weiter wurschteln und wie Klaus sagt, die Dosis vorsichtig erhöhen.

    Vielen Dank an Euch, auch an Dich, Lilo, obwohl ich zugeben muss, dass ich das mit der ICT und den unbegrenzten Kohlenhydraten nicht wirklich verstanden habe.

    Sina



  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 17:45:43
    hallo sina,
    so weit entfernt von tolerierbaren werten seid ihr doch garnicht mehr. daher solltet ihr das gemeinsam schaffen.
    was ihr noch ohne große schulung und aufwand machen könnt ist statt zweimal 30/70 , dreimal 50/50,
    spritzen, da ist der anteil normalinsulin höher sodaß die mahlzeiten besser abgedeckt werden.
    vor allem da ältere menschen manchmal ja auch gar nicht essen wollen, (wenn kein appetit da ist)
    dann ist es bei 50/50 leicht zb mittags die dosis zu reduzieren und nur wenig zu essen.
    das ist keine ict aber etwas flexibler.
    mfg. klaus
    von klausdn
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 10:02:37
    Hallo Sina,

    mit ICT (im Gegensatz zu CT wie bei Deiner Mutter) wird halt alles Gefutterte mit entsprechender Insulindosis weggespritzt. Ich kenne einen Pumpi, der das entsprechend handhabt und inzwischen enormes Übergewicht und etliche Folgeschäden hat. von Lilo
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 12:08:56
    was bitte hat übermäßiges essen mit der therapie zu tun ?
    natürlich müssen diabetiker bei ict das essen abdecken, aber das tun sie bei ct auch.
    das problem bei ct ist die starrheit, nämlich daß men essen muß auch wenn man garnicht will.
    du solltest dich mal über die grundlagen der ict schlau machen , denn dein bild davon ist falsch.
    mfg. klaus
    von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 14:32:41
    Hi Lilo,

    du schreibst:
    ...mit ICT (im Gegensatz zu CT wie bei Deiner Mutter) wird halt alles Gefutterte mit entsprechender Insulindosis weggespritzt...
    -------------
    Das ist aber glaub ich ein ganz böser Trugschluss, wenn man das so machen würde...es gilt doch eher, die Ernährung so umzustellen, dass man so wenig wie möglich Insulin spritzen muss. Oder nicht? Denn allein vom Hormon Insulin würde man doch zunehmen, würde man alles "wegspritzen".


    von Pia
  • Gast

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 14:38:47
    Dieser doc verstößt nicht nur gegen die einschlägigen Bestimmungen, wenn er bei Niereninsuffizienz Metformin und Actos verordnet. Diese Antibiotika sind auch bei Senioren kontraindiziert. von Gast