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Einschätzung zu meiner Situation
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am 28.12.2024 18:59:23 | IP (Hash): 793102578
Werte Gemeinschaft,
ich möchte einmal meine Situation schildern und bitte um Eure Einschätzung.
Ich bin Typ2 und spritze Humalog zu den Malzeiten und Lantus (Morgens 30 E) seit ca. 6 Jahren.
Ich verwende FreeStyle Libre 3 zur Kontrolle. Mein HbA1c liegt zwischen 5,2 und 5,8.
Für den Arzt ist alles i.O., ich glaube er hat ganz andere Probleme in der Patientenschaft.
Nun mein Problem:
Ein Beispiel, wenn ich eine Scheibe Brot esse gebe ich mir 6 Einheiten Humalog.
Dann erreiche ich im Idealfall einen BZ von 150 - 160. Nach 2 Stunden falle ich unter 60.
Gebe ich mir weniger Insulin reiße ich die 180. Ich bräuchte eigentlich ein Insulin, welches
zuerst stärker und nach zwei Stunden schwächer wirkt. Was sagt Ihr zu der Situation?
Das 2. Problem ist für mich die Tatsache, daß ich zur Behandlung meines Diabetes nicht nur Insulin
sondern auch immer wieder als Gegenspieler Zucker, welcher nun höchst ungesund ist, benötige.
Wie geht Ihr damit um?
Verstärkend kommt noch dazu, daß ich das Glück habe, daß mein Insulinbedarf sehr stark von der
körperlichen Aktivität abhängt.
Für Eure Einschätzung und auch Kritik wäre ich Euch sehr dankbar.
Viele Grüße
Albrecht -
am 28.12.2024 19:43:13 | IP (Hash): 109097080
Das Ding ist vergleichsweise einfach: Wenn dein BZ nach dem Auswirken des Bolus, also nach dem Absinken wieder auf derselben Höhe wie vor dem Essen ausläuft, haben Essen- und Insulin-Menge zueinander gepasst. Wenn dir dabei die Spitze nach dem Essen zu hoch ist, kannst du z.B. in 2 Raten mit so viel Zeit dazwischen essen, wie für den Verlauf passt, den du haben willst. Alternativ mag ich lieber, wenn ich meine KH-Portion von vornherein so klein bemesse, dass sie mit der insgesamt passenden Insulinmenge in der Spitze nach dem Essen unter 140 mg/dl bleibt.
Und mit der immer passenderen Dosierung vom Humalog brauchst du immer weniger Zucker oder was auch immer zum Ausgleich von Unterzuckerungen, womit wir bei deiner 2. Frage sind und im Grunde beim Kern der Herausforderung: Ich vergleiche das mit dem Fahrradfahrenlernen. Zuerst wird einfach umgekippt. Dann wird das Umkippen immer rechtzeitiger verhindert. Das sieht dann zwar immer noch mächtig wackelig aus, aber auch das Wackeln wird mit zunehmender Übung weniger, weil wir praktisch ganz automatisch aus den vorhergehenden Bewegungen schon dann mit dem Abfangen anfangen, wenn noch gar nix kippt NACHTRAG: wenn wir also immer passender spritzen und essen :)
Das ist ganz praktisch prädiktive nicht-künstliche Intelligenz ;)
Nachfrage zum Namen:
Schwalbe oder Trabbi ?
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 28.12.2024 20:12:14. Grund: Nachfrage -
am 29.12.2024 13:15:08 | IP (Hash): 1199626674
Aufgrund deiner Schilderung empfehle ich dir, auf die ICT Therapie umzusteigen. Allerdings ist dazu eine intensive Schulung unter Berücksichtigung der neusten Erkenntisse der Diabetologie zwingend erforderlich. Dort lernst du u.a. die erforderlichen Parameter zur Selbsteinstellung nach deinen Erfordernissen anzuwenden.
Viel Erfolg Zuckermann
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 29.12.2024 15:21:51 | IP (Hash): 1929088364
Zuckermann schrieb:
Aufgrund deiner Schilderung empfehle ich dir, auf die ICT Therapie umzusteigen.
@Zuckermann, ich entnehme den Schilderungen von Albrecht, dass er ICT macht und das, wenn er das ohne häufige Hypos hinkriegt, mit sehr gutem Erfolg mit HbA1c-Werten von 5,8% und niedriger. Er will es nur noch etwas perfekter hinbekommen.
Es ist schwer denkbar, dass eine gewöhnliche ICT-Schulung ihm da weiter helfen kann. Dort muss er sich vielleicht als erstes anhören, dass er höhere HbA1c-Werte erreichen muss - was er ganz bestimmt nicht will.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.12.2024 15:35:05. Grund: BBCodes -
am 29.12.2024 16:13:55 | IP (Hash): 1199626674
Rainer schrieb:
Zuckermann schrieb:
Aufgrund deiner Schilderung empfehle ich dir, auf die ICT Therapie umzusteigen.
@Zuckermann, ich entnehme den Schilderungen von Albrecht, dass er ICT macht und das, wenn er das ohne häufige Hypos hinkriegt, mit sehr gutem Erfolg mit HbA1c-Werten von 5,8% und niedriger. Er will es nur noch etwas perfekter hinbekommen.
Die Frage, ob er nach ICT Therapiert wird solltest du ihn selber stellen und nicht mir, anstelle hier irgend welche Belehrungen Dritten zu erteilen.
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 29.12.2024 16:17:34. Grund: ? -
am 29.12.2024 19:23:21 | IP (Hash): 793102578
@Rainer
@Zuckermann
Also ich bin ja schon einige Jahre mit Basal- und Bolusinsulin unterwegs.
Wir haben die Therapie nie ICT genannt, aber es ist eine ICT-Therapie.
Bis vor drei Jahren hatte ich nur die blutige Messung und hatte dabei
einen HbA1c zwischen 5,8 und 6,2.
Da hat mich die Ärztin nur fragend angesehen und gesagt:
"Wenn alle meine Patienten solche Werte hätten und so lebten."
Da hat man es als Patient mit Optimierungsbedarf nicht leicht.
Dann habe ich vor drei Jahren mit FreeStyle Libre angefangen und lebe
mit einem HbA1c von 5,2 - 5,8. Kein Kunststück, mit der blutigen Messung
lebt man ja zeitweise im Blindflug.
Konkret möchte ich natürlich jede Unterzuckerung und jeden Wert über 170/180
vermeiden da mir niemand sagt, wie die Nieren damit umgehen. Ich komme mir
manchmal wie auf einem Hochseil vor da ich mich auf einem schmalen Grat zwischen
Unter- und Überzuckerung bewege. So ist zumindest meine Wahrnehmung.
Daher bin ich für alle Tips und jegliche Kritik dankbar.
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am 29.12.2024 19:49:01 | IP (Hash): 1199626674
@Rainer,
ich erkläre dir mal, weshalb ich Albrecht die ICT Therapie empfohlen habe, in die du wieder einmal deinen Senf hinzufügen musstest, ohne der Sache dienlich zu sein und Albrecht somit keine Hilfe empfohlen hast!
Albrecht schreibt: „Ein Beispiel, wenn ich eine Scheibe Brot esse gebe ich mir 6 Einheiten Humalog.
Dann erreiche ich im Idealfall einen BZ von 150 – 160“
Albrecht schreibt weder wieviel KE (schon seit Jahren Einheit für die Insulinberechnung) noch die entsprechende Nährstoffangabe von seinem Brot pro 100 g.
Albrecht schreibt: „Nach 2 Stunden falle ich unter 60. Gebe ich mir weniger Insulin reiße ich die 180.“
Jeder Insulinpflichte, besonders ICT therapierte muss wissen, dass zwei Stunden nach dem Essen der vor dem Essen zu erreichende Zielwert nach den Essen wieder erreicht werden muss. Wenn der nicht erreicht wird, wurde entweder zu viel oder zu wenig Insulin gespritzt
Albrecht schreibt: „Das 2. Problem ist für mich die Tatsache, daß ich zur Behandlung meines Diabetes nicht nur Insulin, sondern auch immer wieder als Gegenspieler Zucker, welcher nun höchst ungesund ist, benötige.“
Jedem ICT therapierten ist bekannt, dass er bei zu viel gespritzten oder falsch berechnetem Insulinbedarf Kohlenhydrate als Gegenmittel gegen Unterzuckerungen zu sich nehmen muss.
Albrecht schreibt: „Verstärkend kommt noch dazu, daß ich das Glück habe, daß mein Insulinbedarf sehr stark von der körperlichen Aktivität abhängt.“
Jedem ICT therapierten ist bekannt, dass bei sportlichen Aktivitäten die zu spritzende Menge an Insulineinheiten (IE) verringert werden muss.
Ich habe Albrecht lediglich meine Einschätzung genannt um die er gebeten hat (siehe oben), während du keinen dienlichen Ratschlag für Albrecht genannt hast, sondern hier mal wieder, wie schon zuvor, nur als Besserwisser in diesem Forum aufgetreten bist (siehe auch deine Falschaussage zu strafbaren handeln hinsichtlich der Weitergabe von rezeptpflichtigen Madikamenten an Dritte).
Zuckermann
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 29.12.2024 23:32:50. Grund: * -
am 30.12.2024 13:34:00 | IP (Hash): 793102578
Hallo Zuckermann,
das von Dir geschriebene ist alles richtig und mir auch bekannt.
Ich möchte natürlich vermeiden jede Brotmahlzeit nach zwei Stunden mit Traubenzucker abzuschließen,
aber auch keine Überzuckerungen erleben. Liegt sicher auch daran, daß mein Tag sehr ungeplant zwischen
Schreibtisch und körperlicher Aktivität abläuft. Wie ich schon früher schrieb, ich bin gut therapiert, versuche aber die Optimierung.
Danke Dir!
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am 30.12.2024 15:33:47 | IP (Hash): 1108307208
Zweitakt schrieb:
Ich möchte natürlich vermeiden jede Brotmahlzeit nach zwei Stunden mit Traubenzucker abzuschließen,
aber auch keine Überzuckerungen erleben.
Meine letzte Brotmahlzeit liegt inzwischen über 20 Jahre zurück. Das gilt für alle sogenannten Sättigungsbeilagen = KHs. Davon esse ich, wenn überhaupt, dann nur noch ne kleine Portion und die nach Gemüse und Fleisch und Käse, wenn mir das Angebot gerade lecker schmeckt.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 30.12.2024 15:34:54. Grund: ,1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.12.2024 16:33:46 | IP (Hash): 1199626674
Hallo Zweitakt,
ich komme nochmal auf dein dein Problem mit dem Abfallen der Messwerte nach zwei Stunden Richtung Unterzuckerung. Das ist auch ein bekanntes Problem des Libre3 Messgerätes dass ich unter dem Beitrag "Probleme mit FreeStyle Libre 3" beschrieben habe. Ich habe festgestellt, wenn bei mir zwei Stunden nach dem Essen der Gewebezucker noch nicht im Zielbereich, besser am Zielwert (bei richtigen Einstellungen) ist und bei einer Blutzucker Kontrollmessung der Blutzucker Messwert immer immer noch im Zielbereich (bei mir 100 bis 160 mg/dl) ist, dass ich in diesem Fall auf gar keinen Fall eine Korrekturspritzung durchführen darf, denn dann lande auch ich unterhalb der Unterzuckerungsalarmschwelle, und wenn ich dann KE zu mir nehme lande ich wieder irgendwo oberhalb des Zielwertes.
Wenn du es nicht schon gemacht hast, solltes du auf jeden Fall Kontrollmessungen mit Blutzucker-Teststreifen machen, wenn du ausserhalb deines Zielberiches hohe oder tiefe Gewebezucker Messwerte erhältst um einen Überblick über das eigenartige Libre 3 Mess System zu erhalten.
Ansonsten hast Du ja wirklich spitzen Werte. Ich halte mich an 40-50 g Kohlehydrate (4-5 KE) zu jeder der täglichen drei Mahlzeit bei einer Größe von 182 cm und 85 kg Gewicht. Da diskutiere ich auch nicht weiter bei meinem viertel jährlichen Praxisbesuchen, sondern gehe dort nur wegen meiner Rezepte und turnusmäßigen Diabetes Untersuchungen hin.
Vieleicht helfen dir die einen oder anderen Angaben von mir, deine Werte zu verbessern.
Grüße, Zuckermann
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 30.12.2024 16:37:54 | IP (Hash): 793102578
hjt_Jürgen schrieb:
Zweitakt schrieb:
Ich möchte natürlich vermeiden jede Brotmahlzeit nach zwei Stunden mit Traubenzucker abzuschließen,
aber auch keine Überzuckerungen erleben.
Meine letzte Brotmahlzeit liegt inzwischen über 20 Jahre zurück. Das gilt für alle sogenannten Sättigungsbeilagen = KHs. Davon esse ich, wenn überhaupt, dann nur noch ne kleine Portion und die nach Gemüse und Fleisch und Käse, wenn mir das Angebot gerade lecker schmeckt.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
Deine Lebensweise ist logisch und wenn man Deine Diabetes-Vita liest wohl auch richtig.
Bin ich, bei 2-3 Scheiben Brot und einer konventionellen warmen Mittagsmalzeit, vielleicht für einen richtig guten HbA1c auf dem falschen Weg? Ich esse fast alles, außer Pizza, Kuchen und Süßigkeiten,
nur eben in angepaßten Mengen. -
am 30.12.2024 16:41:49 | IP (Hash): 1055283886
Zweitakt schrieb:
Ich bräuchte eigentlich ein Insulin, welches
zuerst stärker und nach zwei Stunden schwächer wirkt. Was sagt Ihr zu der Situation?
Lyumjev ist in der Anfangswirkung schneller, erreicht früher das Wirkmaximum und die Wirkung lässt schneller wieder nach.
Eine andere Möglichkeit wäre, das Humalog auf zwei Injektionsstellen aufzuteilen - dabei die Dosis etwas reduzieren. Dadurch wirkt es erstmal stärker und auch etwas kürzer. Meine Waffe gegen zu viele Gummitiere ;)
_______________________________________________________
juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6 -
am 30.12.2024 16:55:28 | IP (Hash): 793102578
HeikeOV schrieb:
Zweitakt schrieb:
Ich bräuchte eigentlich ein Insulin, welches
zuerst stärker und nach zwei Stunden schwächer wirkt. Was sagt Ihr zu der Situation?
Lyumjev ist in der Anfangswirkung schneller, erreicht früher das Wirkmaximum und die Wirkung lässt schneller wieder nach.
Eine andere Möglichkeit wäre, das Humalog auf zwei Injektionsstellen aufzuteilen - dabei die Dosis etwas reduzieren. Dadurch wirkt es erstmal stärker und auch etwas kürzer. Meine Waffe gegen zu viele Gummitiere ;)
_______________________________________________________
juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Danke Dir, werde der Sache mal nachgehen. -
am 30.12.2024 17:00:58 | IP (Hash): 793102578
@Zuckermann
Nach der unten stehenden Therapiebeschreibung mache ich keine ICT sondern eine FIT.
Basis-Bolus-
Therapie:
Funktionelle
Insulintherapie
(FIT)
1- bis 2-mal täglich Ver
abreichung von Basal
insulin und vor jeder
Mahlzeit Bolusinsulin.
Selbstständige Berech
nung der Insulinmenge
bei jeder Mahlzeit -
am 30.12.2024 17:51:05 | IP (Hash): 298219019
Ich bin kein INSULINER und frage deshalb vielleicht etwas unbedarft:
Warum isst du viele Kohlenhydrate? Wobei du die Menge nicht erwähnt hast, ich schätze es nur anhand der Beschreibung.
Mein Diabetes steckt auch dank stark Kohlehydratreduzierter Ernährung noch in den "Kinderschuhen"
Frei nach der Devise: was ich nicht esse (Kohlenhydrate) dessen Folgen (hoher Blutzucker) muss ich nicht mit Medikamenten senken. Sehr vereinfacht ausgedrückt.
Oder ist kh-arm bei Insulin-Therapie nicht ratsam?
LG Fränkin -
am 30.12.2024 18:07:49 | IP (Hash): 1199626674
Zweitakt schrieb:
@Rainer
@Zuckermann
Also ich bin ja schon einige Jahre mit Basal- und Bolusinsulin unterwegs.
Wir haben die Therapie nie ICT genannt, aber es ist eine ICT-Therapie.
Bis vor drei Jahren hatte ich nur die blutige Messung und hatte dabei
einen HbA1c zwischen 5,8 und 6,2.
Wenn du oben in deinem Beitrag gleich geschrieben hättest:
"@Zuckermann
Nach der unten stehenden Therapiebeschreibung mache ich keine ICT sondern eine FIT." ,
dann hätte ich mich hier überhaupt nicht zu Wort gemeldet und dir auch nicht die ICT aufgrund deiner Frage empfohlen und einige hätten ruhig weiterschlafen können.
Trotzdem Wünsche ich dir alles Gute, Zuckermann
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 30.12.2024 18:44:42. Grund: * -
am 30.12.2024 19:08:25 | IP (Hash): 793102578
Fränkin schrieb:
Ich bin kein INSULINER und frage deshalb vielleicht etwas unbedarft:
Warum isst du viele Kohlenhydrate? Wobei du die Menge nicht erwähnt hast, ich schätze es nur anhand der Beschreibung.
Mein Diabetes steckt auch dank stark Kohlehydratreduzierter Ernährung noch in den "Kinderschuhen"
Frei nach der Devise: was ich nicht esse (Kohlenhydrate) dessen Folgen (hoher Blutzucker) muss ich nicht mit Medikamenten senken. Sehr vereinfacht ausgedrückt.
Oder ist kh-arm bei Insulin-Therapie nicht ratsam?
LG Fränkin
Ich versuche mich ausgewogen zu ernähren, mein Gewicht und den HbA1c im Idealbereich zu halten.
Ich möchte auch gegenüber meiner Frau möglichst die gleichen Malzeiten u gleichen Zeiten essen.
Ich habe auch schon asketisch gelebt, dann sind die Ziele ganz leicht zu erreichen.
Man muß halt erkennen, daß der Körper mit dem Insulin einen ganz tollen Job macht, den wir mit dem
Insulin-Pen in dieser Güte nicht so einfach ersetzen können. Ich könnte mich für so manche Tafel Schokolade von früher in den A.... beißen. Hilft aber nichts, man muß den Diabetes annehmen. -
am 30.12.2024 19:29:35 | IP (Hash): 1108307208
Was du auf deine Art bislang erreicht hast, finde ich bemerkenswert. Chapeau und Daumendrück für weiteres gutes Gelingen! Mit deinen “asketischen” Erfahrungen hast du ja in jedem Fall eine erprobte Rückfallebene. Und mit FIT schreibst du aus Österreich?
Vorsicht übrigens bei der Einschätzung von Insulin uns seinen Wirkungen. Mit Diabetes nutzen wir eine Nebenwirkung. In seiner Hauptwirkung ist es zuständig für die Speicherung und Dosierung vom Fett!
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 30.12.2024 19:48:25 | IP (Hash): 793102578
hjt_Jürgen schrieb:
Was du auf deine Art bislang erreicht hast, finde ich bemerkenswert. Chapeau und Daumendrück für weiteres gutes Gelingen! Mit deinen “asketischen” Erfahrungen hast du ja in jedem Fall eine erprobte Rückfallebene. Und mit FIT schreibst du aus Österreich?
Vorsicht übrigens bei der Einschätzung von Insulin uns seinen Wirkungen. Mit Diabetes nutzen wir eine Nebenwirkung. In seiner Hauptwirkung ist es zuständig für die Speicherung und Dosierung vom Fett!
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
Hallo Jürgen,
nein, ich komme aus D und dort aus der Südheide.
Der Begriff FIT ist mir in einer Fach-Homepage in die Hände gefallen.
Also nur strg-c und strg-v. :-))
Ja im Grunde bin und sollte ich zufrieden sein aber ein gesundheitliches Problem, welches einen lebenslang begleitet, sollte man meiner Meinung nicht aus den Augen verlieren.
Beruflich komme ich aus der Regelungstechnik, Insulin-Stoffwechsel ist quasi das Gleiche in der Biologie.
Daher vielleicht das Verständnis.
Dir und allen anderen einen guten Rutsch und alles Gute für 2025,
Albrecht. -
am 30.12.2024 20:09:39 | IP (Hash): 767861852
Zweitakt schrieb:
Ich versuche mich ausgewogen zu ernähren, mein Gewicht und den HbA1c im Idealbereich zu halten.
Ich möchte auch gegenüber meiner Frau möglichst die gleichen Malzeiten u gleichen Zeiten essen.
Ich habe auch schon asketisch gelebt, dann sind die Ziele ganz leicht zu erreichen.
Man muß halt erkennen, daß der Körper mit dem Insulin einen ganz tollen Job macht, den wir mit dem
Insulin-Pen in dieser Güte nicht so einfach ersetzen können. Ich könnte mich für so manche Tafel Schokolade von früher in den A.... beißen. Hilft aber nichts, man muß den Diabetes annehmen.
Verstehe ich es richtig, du findest man nimmt sein Diabetes nicht an, wenn man asketisch bzw. Diabetes konform isst?
Oder auf was bezieht dich deine Aussage mit dem "Annehmen"?
Asketisch leben - das tue ich nicht, aber ich habe Diabetes scheinbar völlig anders verstanden.
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am 30.12.2024 20:29:51 | IP (Hash): 1108307208
Zweitakt schrieb:
Beruflich komme ich aus der Regelungstechnik, Insulin-Stoffwechsel ist quasi das Gleiche in der Biologie.
Daher vielleicht das Verständnis.
In der Regeltechnik würde ich die Energieregelung “auf” einer autarken Insel mit einem kleinen Gas-Blockheizkraftwerk, einer Wärmepumpe, einer großen Kollektorfläche und einem größeren Batteriespeicher mit unserer biologischen Energieregelung vergleichen. In beiden Fällen weit mehr, als nur ein einziger Regel-Kreis und Regel-Prozess.
Für die guten Wünschen danke ich und schließe mich gerne an :)
Übrigens, mit der Bezeichnung FIT hatte Prof. Kinga Howorka in Wien die Basal-Bolus Therapie begonnen, bevor die auch hier in D durch die DDG als Verbesserung der CT (morgens und abends 1 Kombi-Insulin) als ICT eingeführt wurde. Und ICT = Intensified Conventional Therapy versteht übrigens kein Englischsprachler als Basal-Bolus. ICT = rein "deutsche" Bezeichnung.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
Bearbeitet von User am 30.12.2024 20:36:18. Grund: . -
am 02.01.2025 19:05:45 | IP (Hash): 793102578
@Fränkin
"Oder auf was bezieht dich deine Aussage mit dem "Annehmen"?"
Damit meine ich, daß man den Diabetes akzeptieren und sich sein Leben lang darauf einstellen muß.
Auch wenn es schwer fällt. -
am 02.01.2025 22:43:02 | IP (Hash): 2097767058
Zweitakt schrieb:
Ich versuche mich ausgewogen zu ernähren, mein Gewicht und den HbA1c im Idealbereich zu halten.
Ich möchte auch gegenüber meiner Frau möglichst die gleichen Malzeiten u gleichen Zeiten essen.
Ich habe auch schon asketisch gelebt, dann sind die Ziele ganz leicht zu erreichen.
Man muß halt erkennen, daß der Körper ... . Hilft aber nichts, man muß den Diabetes annehmen.
Ich denke, dass wir uns nicht im Annehmen unterscheiden, sondern in dem, was wir in der Folge persönlich damit und daraus machen.
Die eine nimmt ihren T2D an, indem sie sich auch damit einen möglichst gesunden BZ mit möglichst wenig Medis macht. Dazu kann auch Low Carb, Very Low Carb und Keto gehören.
Der andere nimmt seinen T2D an, indem er ganz normal und nach allgemeinen Standards gesund = meistens KH-betont isst und seinen BZ im jeweils gewünschten Rahmen mit Medikation regelt, schließlich auch mit Insulin.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 03.01.2025 13:45:42 | IP (Hash): 1964668
hjt_Jürgen schrieb:
Die eine nimmt ihren T2D an, indem sie sich auch damit einen möglichst gesunden BZ mit möglichst wenig Medis macht. Dazu kann auch Low Carb, Very Low Carb und Keto gehören.
Der andere nimmt seinen T2D an, indem er ganz normal und nach allgemeinen Standards gesund = meistens KH-betont isst und seinen BZ im jeweils gewünschten Rahmen mit Medikation regelt, schließlich auch mit Insulin.
Du hast es mit wenigen Worten gut getroffen.
Ergänzen möchte ich noch: wenn die 2. Variante nicht (mehr) gut klappt, sollte man darüber nachdenken.
Dasselbe gilt natürlich auch für die 1 Variante, davon lese ich allerdings deutlich seltener.