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Zuckerwerte von 300mg und starke Schwankungen

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    am 26.01.2025 12:21:19 | IP (Hash): 1301163803
    Hallo zusammen,
    ich wende mich an Euch weil ich Hilfe für meine Mutter brauche und mich machtlos fühle. Ich habe viel recherchiert aber je mehr ich recherchiere, desto verwirrter bin ich.

    Daten:
    - Diabetes Typ 2
    - 74 Jahre alt
    - Übergewichtig
    - HbA1c Wert von 7-7,5
    - Nüchternzucker zwischen 110-140
    - Anstieg nach dem Essen oft auf 250 - 300
    - Insulin 10 Einheiten (Lantus) am Abend

    Fragen:
    - Ist es normal, dass die Blutzuckerwerte so stark schwanken? Ich habe das Gefühl, dass der Zucker (zB nach dem spazieren gehen) extrem schnell fällt, aber auch extrem hoch nach dem Essen ansteigt
    - Sind Blutzuckerwerte nach dem Essen von 250-300 „normal“?

    Wenn ich mit meinem Laienwissen auf die Werte schaue, finde ich die eigentlich relativ okay (HbA1c). Wenn ich meine Mutter aber täglich sehe, wie oft sie „wackelt“, wie schnell der Zucker abfällt und wie erschöpft sie ist, frage ich mich, ob die Werte wirklich gut sind?

    Ich würde gerne auch noch ein paar Dexcom Daten anhängen, finde hier aber keine Option.

    Vielen Danke euch!
    Jakob
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    am 26.01.2025 12:53:11 | IP (Hash): 1331264522
    Nüchtern 100-140 mg/dl und HbA1c um 7 ist die ganz normale “Einstellung”. Und ganz normal ist auch, dass der BZ damit nach dem Essen von vielen KHs muntere Ausflüge bis 300 und mehr macht. Ebenso normal, dass die Kurve auch schnell wieder absinken muss, wenn vor dem nächsten Essen wieder nur noch 100-140 gemessen werden wollen. Die meisten von uns haben mit diesem Absinken keine Schwierigkeiten, einige schon. Und diesen Einigen hilft, wenn sie weniger KHs essen und damit weniger Ansteigen und in der Folge weniger Absinken provozieren.

    Allerdings neigen wir mit den Jahren und den Kilos auch zu insgesamt immer weniger alltäglich selbstverständlicher Bewegung mit der Folge, dass uns dann halt immer kleinere Bewegungs”Portionen” immer schwerer fallen :(

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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
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    am 26.01.2025 22:35:28 | IP (Hash): 1201070917
    Jakob87 schrieb:

    Daten:
    - Diabetes Typ 2
    - 74 Jahre alt
    - Übergewichtig
    - HbA1c Wert von 7-7,5
    - Nüchternzucker zwischen 110-140
    - Anstieg nach dem Essen oft auf 250 - 300
    - Insulin 10 Einheiten (Lantus) am Abend



    Gibt es Gründe, weswegen keine oralen Medikamente genommen werden?
    Vielleicht ist die Lantus-Dosierung ja unzureichend.
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    am 27.01.2025 17:36:12 | IP (Hash): 1039539866
    Jürgen:
    Ja sie bewegt sich leider nicht mehr so viel - aber auch, weil der Zucker nach dem kleinsten Spazieren gehen immer so schnell abfällt. Ich denke aber, je regelmäßiger man geht, desto mehr gewöhnt sich der Körper wieder dran und desto langsamer fällt der Zucker?

    @Hape
    Ich habe vergessen, sie nimmt orale Medikamente! Bis vor ein paar Monaten Metformin. Das hatte sie wegen Magenproblemen geändert auf ein anderes Medikaments
    Bearbeitet von User am 27.01.2025 17:37:34. Grund: Beitrag ergänzt durch ein paar sätze
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    am 27.01.2025 17:52:06 | IP (Hash): 753318088
    Mal ausprobieren: Wenn sie direkt nach dem Essen spazieren geht, steigt der BZ vielleicht gar nicht so hoch an und muss dann ja auch nicht so weit runter. Und wenn der BZ damit dann niedriger bleibt, kann sie vielleicht auf das eine oder andere Medi verzichten?

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    am 27.01.2025 19:16:07 | IP (Hash): 1201070917
    Möglicherweise ist es ja sinnvoll Nahrungsmittel zu wählen, deren Kohlenhydratanteil nur zu geringem Teil aus Zucker besteht.
    Bekanntlich ist ja auf Fertignahrungsmittel jeweils ausgewiesen wie groß bei Kohlenhydraten der Zuckeranteil ist.
    Bearbeitet von User am 27.01.2025 23:27:58. Grund: Tippfehler
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    am 27.01.2025 22:41:03 | IP (Hash): 1881531750
    Hallo Jakob,

    die Vorschläge:
    - weniger KH essen, insbesondere die schnell ins Blutgehenden KH und
    - unmittelbar nach dem Essen spazieren gehen
    sind gut, das solltet ihr ausprobieren.

    Allerdings wäre es auch sinnvoll, ein weiteres Medikament dazu zu nehmen. Wenn Metformin wegen zu starker Nebenwirkung nicht möglich ist, wäre ein SGLT2-Hemmer (Forxiga, Invokana, Jardiance, ...) oder ein DPP-4-Hemmer (Januvia, Onglyza, ...) sinnvoll. Diese Medikamente wirken direkt auf den BZ nach der Mahlzeit und sorgen dafür, dass der BZ weniger hoch ansteigt. Welche Tabletten konkret in Frage kommen, muss sie mit ihrem Arzt besprechen.

    Alles Gute für deine Mutter, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.01.2025 22:41:38. Grund: BBCodes
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    am 30.01.2025 08:04:57 | IP (Hash): 871627764
    Jürgen, danke das testen wir.

    Hape, ich dachte immer, wenn der Zucker unten ist, soll sie Kohlenhydrate essen?

    Rainer, wenn der Zucker unten ist, braucht der Körper doch KH? Das mit den SGLT2-Hemmern wusste ich noch nicht, danke für den Hinweis!
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    am 30.01.2025 09:51:07 | IP (Hash): 296432661
    Jakob87 schrieb:
    Rainer, wenn der Zucker unten ist, braucht der Körper doch KH?

    Hallo Jakob,

    das stimmt so nicht. wenn der BZ zu niedrig wird, dann reguliert der Körperdas ganz alleine, indem er Glukose aus den Glykogenspeichern der Leber ausgibt. wenn man Insulin spritzt, dann kann man sich nicht mehr nur darauf verlassen. Allerdings kann man nur mit dem Basalinsulin Lantus kaum gefährlich unterzuckern.

    Wie niedrig ist denn der BZ bei deiner Mutter, wenn sie sich unterzuckert fühlt? Möglicherweise kann das eine "falsche Hypo" sein, wie sie vorkommen, wenn der BZ insgesamt zu hoch verläuft oder zu heftig schwankt. Besonders die starken Schwankungen lassen sich dadurch verringern, dass man Mahlzeiten mit weniger KH isst.

    Alles Gute für deine Mutter, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 30.01.2025 09:57:42. Grund: BBCodes
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    am 30.01.2025 20:32:06 | IP (Hash): 871627764
    Danke Rainer für die Infos. Vieles war mir so noch nicht klar. HAtte nicht auf dem Schirm, dass man ggf weniger KH essen sollte um Schwankungen zu vermeiden.

    Meine Mutter fühlt bei einem Wert von unter 100 die Unterzuckerung, Beine werden langsam schwach etc. Ist das möglicherweise eine "falsche Hypo"?