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Zuckerwerte von 300mg und starke Schwankungen

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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.01.2025 21:38:05 | IP (Hash): 296432661
    Hallo Jakob,

    ja, das ist eine falsche Hypo. Mit echter Hypoglykämie muss man erst unter 70 oder 60 rechnen.

    Wenn deine Mutter das Lantus noch nicht lange spritzt, dann wäre das normal. Mit dem Basalinsulin sinkt das BZ-Niveau insgesamt und die falschen Hypos treten auf, weil der Körper an den höheren BZ gewöhnt ist. In disem Fall kann deine Mutter damit rechnen, dass das vorüber geht.

    Es kann aber auch an der starken Schwankung des BZ liegen. Sie müsste dann unbedingt etwas machen, damit der BZ nach der Mahlzeit nicht so stark ansteigt. Mit weniger KH und vielleicht auch schon mit komplexen KH (Vollkorn) lässt sich schon allerhand erreichen. Ich denke, dass sie sich trotzdem bei ihrem Arzt um Diabetestabletten bemühen sollte, die direkt auf den BZ-Anstieg nach der Mahlzeit wirken (SGLT2-Hemmer oder DPP-4-Hemmer).

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.01.2025 21:40:25. Grund: BBCodes
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    am 31.01.2025 13:20:23 | IP (Hash): 658300924
    Das ist wirklich super Input. Jetzt weiß ich, wo ich ansetzen kann - viele Dank dafür!
    Das Lantus nimmt sie bestimmt schon 6 Monate.
    Sie hatte auch noch keine Ernährungsberatung oder Diabetes Schulung. Bei allem muss man den Ärzten hinter her rennen, das nehmen wir auch in Angriff

    Danke und Grüße
    Jakob
    Bearbeitet von User am 31.01.2025 13:21:13. Grund: Beitrag ergänzt durch ein paar sätze
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    Mitglied seit: 23.04.2024
    am 12.02.2025 21:24:27 | IP (Hash): 512125099
    Hallo,
    ich bin wieder etwas verunsichert.

    Ist ein Blutzuckerwert von 200-270 nach dem Essen schädlich oder nicht?

    Ich lese widersprüchliche Infos auf Internetseiten wie: "Blutzuckerwert von über 200 mg/dl nach dem Essen ist bei Typ-2-Diabetes nicht normal und gilt als bedenklich, da er auf eine schlechte Blutzuckerkontrolle hinweist."

    Ich bin einfach total verwirrt und weiß nicht mehr was ich denn glauben kann.

    Kann jmd helfen?
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    am 12.02.2025 22:27:54 | IP (Hash): 1811780618
    Anmerkung:

    200 und 270 mg/dl sind schon ein erheblicher Unterschied.
    Es kommt darauf, was genau deine Mutter gegessen hat.
    Werte über 200 mg/dl sind nach einer Mahlzeit mit 50 g Kohlenhydraten nicht ungewöhnlich.

    Es ist positiv, dass Deine Mutter ihren BZ mit Spazierengehen schnell senken kann.
    Da haben bei manchen Personen 10-15 Minuten nach einer Mahlzeit in der Wohnung Auf- und Abgehen eine verblüffende Wirkung.
    Sich mal damit zu befassen, in welchen Nahrungsmitteln wieviel Kohlenhydrate sind, ist eigentlich keine Raketenwissenschaft.
    Leider sind nicht nur Süßigkeiten, Getränke und Kuchen problematisch, sondern bedauerlicherweise auch Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis.
    Insbesondere bei Brot haben nicht wenige Diabetiker einen erheblichen BZ-Anstieg. Wer mag, der kann mal Eiweißbrot testen, das hat nur die Hälfte. Oder "Pure-Korn"-Brot, das ebenfalls nur die Hälfte Kohlenhydrate hat.

    Weitgehend keine Kohlenhydrate haben Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Wurst, viele Gemüse und Nüsse.
    Bearbeitet von User am 12.02.2025 22:38:21. Grund: Tippfehler
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    am 12.02.2025 22:47:47 | IP (Hash): 109100248
    Weil die Aussagen und Erfahrungen sehr breit streuen, was an Höhen und Spitzen beim Blutzucker schädlich sein kann, habe ich mich vor vielen Jahren für den möglichst gesunden Blutzucker entschieden. Da kann man nix falsch machen. Aber 24/7 gesund steuern kann man praktisch nur den eigenen Blutzucker und auch nur dann, wenn man sich da wenigstens zu Anfang wirklich intensiv jeden Tag damit befasst.

    Bei jemand anderem von außen ansagen so wie von dir zu deiner Mutter geht nur in einem deutlich breiteren Blutzuckerrahmen mit deutlich höheren Spitzen. Da gilt bei der Anleitung vom Arzt 100-140 mg/dl vor den Mahlzeiten als ordentlich. Und Spitzen um ne Stunde nach dem Essen bis an 300 sind da völlig normal. Das ist die ganz normale ärztliche Grundeinstellung für die Insulinbehandlung.

    Und bei uns über 70 wird der Rahmen dann noch einmal ein Stück weiter gesehen. Schließlich haben wir ja mit den Jahren sowieso schon mehr oder weniger viele Defekte und Einschränkungen. Und höherer Blutzuckerverlauf insgesamt und höhere Spitzen schaden ja nicht sofort, sondern meistens erst über 5 oder 10 und mehr Jahre - und ob die dann überhaupt noch erlebt werden?

    Da ist die Meinung halt sehr verbreitet, dass man das Leben für die noch verbleibenden Jahre mit dem Blutzucker möglichst wenig einschränken sollte. Schließlich machen die meisten alltäglich gewohnten Lebensmittel bei uns mit Diabetes halt mehr oder weniger deutlich zu hohen Blutzucker.

    Wichtig wird also für euch der Kompromiss sein, mit dem ihr beide für den Rest eurer gemeinsamen Jahre möglichst erträglich leben könnt, deine Mutter und du. Den findest du in keinem Lehrbuch und bei keinem Facharzt. Den könnt ihr nur selbst finden. Daumendrück!


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    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
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    am 17.02.2025 14:23:01 | IP (Hash): 1546740011
    Verstehe, ich danke Euch für die Antwort. Es ist manchmal nicht einfach, das Thema zu durchblicken