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Bericht WDR: Spritzen OHNE vorher. Messung

  • Pia

    Rang: Gast
    am 06.03.2008 12:27:38
    Zitat: Die werden nur noch notdürftig versorgt, weil sie alt sind. Zitatende

    Nach dem Motto: Spätfolgen sind nicht mehr zu erwarten? Ich habe meine Nachbarin gefragt, die auch in der häuslichen Krankenpflege arbeitet und hochbetagte bettlägerige Menschen mit Insulin versorgt, die hat gesagt, ich weiß, dass das nicht bezahlt wird, ich messe trotzdem, anders könnte ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Und sie erzählte mir von erheblichen Schwankungen auf Grund der sehr oft vorliegenden anderen den BZ-beeinflussenden Diagnosen.

    Wie gesagt, liebe Barbara, mich hat weniger die Tatsache geschockt, dass die KK Messungen nicht bezahlt als das die Mitarbeiterin zwar von möglichen Risiken erzählte, aber trotzdem ohne zu messen spritzte. Man hat doch auch irgendwo ne Verantwortung im Job.
    Und lass mal wirklich was schiefgehen, dann wird sie am Ende zur Rechenschaft gezogen, weil sie eine Akutsituation nicht oder nicht ausreichend erkannt hat.
    von Pia
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 06.03.2008 16:12:00
    Liebe Pia, Deine Nachbarin hat noch ein Gerwissen,
    aber viele andere Mitarbeiterinnen müssen das tun ,was ihnen von der Vorgesetzten gesagt wird,
    also duspritzt so und so viel. Folgeschäden spielen doch keine Rolle das ist dann altersbedingt.
    Du glaubst auch noch an das Gute ! Für einen Notfall habe ich mich auch in einem heim angemeldet ,wo ich weiß,daß man gut behandelt und versorgt wird. Ich will nicht ,wenn es sein sollte ,
    irgendwo aabgeschoben zu werden ,wo gerade Platz ist.. Das sollte eigentlich jeder machen.
    Gruß barbara von Barbara
  • werner

    Rang: Gast
    am 06.03.2008 17:30:09
    Liebe Pia!!!!

    Diese 'Opa und Omas' sind ältere Menschen
    woher weißt du ob sie oma oder Opa sind??

    Bischen mehr Respekt bitte. Auch du wirst mal alt.

    Hab den Beitrag schon mal gesehen.
    Die Kasen (Ulla Schmidt) sind die Übeltäter. von werner
  • Tim

    Rang: Gast
    am 06.03.2008 19:23:35
    Wir werden auch mal Omas und Opas und wer möchte nicht auch im späten Alter entsprechend versorgt werden von Tim
  • Pia

    Rang: Gast
    am 07.03.2008 08:21:20
    Lieber Werner, "Ommas und Oppas" oder "Oldies" sollte auf keinen Fall respektlos rüberkommen. Das ist hier in der Region eine LIEBEVOLLE !! Bezeichnung. Also unterstell mir bitte keine negative Deutung.

    Ich bin eindeutig der Meinung, dass Menschen in Deutschland, die sich auf Grund eines hohen Alters oder eingeschränkter geistiger oder körperlicher Fähigkeiten nicht mehr selbst helfen können, oft auf verlorenen Posten stehen, weil sie keine Lobby haben. Und wenn ich dann sehe, dass eine häusliche Krankenpflegerin keinen BZ misst, nur, weil das nicht von der KK übernommen wird, bin ich einfach entsetzt!! Denn 1. sollte sie den Job aus Berufung machen. Und 2. könnten das ihre eigenen Eltern sein.
    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
    Es wäre nett gewesen, du hättest erst mal gefragt, wie ich das mit "Ommas und Oppas" gemeint habe und nicht gleich drauflos geballert!
    von Pia
  • P ia

    Rang: Gast
    am 07.03.2008 08:31:09
    Liebe Barbara,

    was bleibt, wenn der Glaube an das Gute nicht mehr da ist? Ich glaube an das Gute im Menschen.
    Für mich ist Nächstenliebe eine wichtige Angelegenheit, egal, wie jung oder alt man ist. Und wenn JEDER nur etwas darauf achten würde, wie es dem Mitarbeiter oder dem Nachbarn oder dem Menschen, dem man einfach auf der Straße begegnet, geht, wäre die Welt ein klein wenig besser....
    Wann hat dich Jemand zuletzt gefragt: Wie geht es dir? Und die Frage nicht nur als eine höfliche Floskel gestellt?
    von P ia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.03.2008 09:45:29
    Moin Pia,

    noch einmal ausdrücklich: das Messen vor dem Spritzen würde in den allermeisten beklagten Fällen absolut nichts bringen, weil aus dem Messwert keine Konsequenzen für das Spritzen abgeleitet werden könnten.

    Die Einsparung an Teststreifen macht nicht wirklich weniger an akut notwendiger Leistung, aber z.B. das Sparen an Verbandmaterial und Windeln!

    Aber den Vogel schießt Du mit Deiner Berufungserwartung ab. Natürlich macht den Job eher, wer in der Arbeit für sich auch einen Sinn fühlt und sieht. Nur bewegen wir uns hier im Reich der 400-Euronen-Jobs mit so dünnen Personaldecken, dass die JobberInnen häufig und entsprechend unbezahlt eben aus ihrem persönlichen Engagement eigentlich schon wenigstens 600-Euronen-Jobs machen. Aber nicht, um sich mal etwas mehr um den einen oder anderen Bewohner zu kümmern, der es gerade besonders nötig hätte, sondern um die funktionierende Minimalversorgung für alle aufrecht zu erhalten.

    Bisdann, Jürgen
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 07.03.2008 10:22:49
    Liebe Pia, ich gebe Dir vollkommen recht,das ist im Grunde auch meine Einstellung. Ich habe vielen älteren Menschen geholfen und eingesetzt ,Besuche
    in heimen gemacht,aber wenn da mit offenen Augen durchgeht bekommst Du einiges mit.
    Bei meinem Knöchelbruch im dez. hat mal ein Nachbar gefragt und dann nie wieder .Auf jeder Seite haben wir 3 nachbarn, da kümmert sich keiner um einen,es wird nicht mal gefragt,ob sie etwas einholen
    können, wenigstens aus Höflichkeit, denn unser Sohn kam täglich. Wir sind jetzt die Ältesten.
    Früher war hier ein ganzer Zusammenhalt. Langsam bekommt man dann eine etwas andere
    Ansicht. Es ist heute leider eine ganz kühle und rücksichtslose Gesellschaft. Du bist nioch
    verhältnismäßig jung wie meine Söhne, Du wirst später in meinem Alter auch etwas anders denken.
    Liebe Grüße Barbara








  • Pia

    Rang: Gast
    am 07.03.2008 10:55:04
    Moinmoin Jürgen,

    dünne Personaldecke, bin ich völlig bei dir. Aber ich bin dennoch der Meinung, dass, egal welchen Job ich mache, auch, wenns nicht der Traumjob war, den nach gutem Wissen und Gewissen ausführe.
    Ich habe den Bericht etwas anders verstanden. Es ging nicht daraus hervor, ob es sich um Basal oder Bolus handelt. Wobei die KK da am Ende keinen Unterschied machen. Wenn das Messen keine Rolle gespielt hätte, wäre der Bericht völlig überflüssig gewesen, oder?

    400 Euronen-Jobber
    Und wenn es Umschülerinnen oder Umschüler sind, finde ich es eine Katastrophe, wenn man völlig Berufsfremde zu Altenpflegern umschult, nur um sie aus der Arbeitslosenstatistik raus zu haben.
    Du magst Recht haben, dass ich mit meiner Berufungserwartung ein Idealist bin.

    von Pia
  • P.ia

    Rang: Gast
    am 07.03.2008 11:02:33
    Die zu betreuenden Menschen können nichts für die dünne Personaldecke. Im Gegenteil. Sie befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Pflegeeinrichtung.

    Liebe Barbara,

    ichbin zwar erst 47, aber dadurch, dass ich 12 Jahre Pflegeheim mit allen positven und negativen Seiten bei meiner lieben Oma miterlebt habe, mache ich mir jetzt schon Gedanken über meine Versorgung und Betreuung im Alter. Für mich steht schon heute fest, dass ich in ein Altersheim gehen möchte, schon, um meinen Kindern nicht auflasten zu wollen, dass sie so eine Entscheidung mit schlechtem Gewissen einer "Abschiebung" für mich treffen müssen. Auch Bestattungsvorsorge habe ich jetzt schon getroffen. von P.ia