Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Von Typ 2 zu Typ1
-
am 17.02.2025 11:04:56 | IP (Hash): 1353408686
Hallo zusammen, ich hab mal eine Frage. Ich bin 53 Jahre, 183 groß und habe 82 kg und vor ca. 3 Jahren wurde bei mir Diabetes festgestellt Langzeitwert war damals 11.3. Ich hab die letzten Jahre immer Metformin 2 x 1000mg genommen. Die ersten zweieinhalb Jahre war der Langzeitwert immer zwischen 6-7.umd alles war soweit ok. Dann ging es wieder hoch auf 8.0. Ich habe dann vom Hausarzt zum Diabetologen gewechselt. Der sagte mir nach einer Blutuntersuchung und Antikörper Test das ich Typ 1 bin. Jetzt Spritze ich seit Januar Insulin. Meine Werte sind momentan sehr gut ich bekomme auch nur Langzeit Insulin. Ich hab aber immer das Gefühl das der Arzt bei Typ 1 besser bezahlt wird und ich gar kein Typ 1 bin.
Ist das Quatsch und kann man im Alter wirklich Typ 1 sein bzw. werden,
Bearbeitet von User am 17.02.2025 11:12:20. Grund: Fwhler -
am 17.02.2025 11:20:23 | IP (Hash): 1499124448
Hallo Tette,
Glückwunsch, dass bei dir rechtzeitig Typ 1 erkannt wurde und dass du jetzt richtig behandelt wirst. Sehr wahrscheinlich hast du LADA, eine Sonderform von Typ1-Diabetes, die langsam fortschreitet. Typ1-Diabetes kann man übrigens in jedem Alter bekommen. Ein Typ1-Diabetes, auch LADA muss zwingend mit Insulin behandelt werden.
Dass deine Werte jetzt nur mit Basalinsulin sehr gut sind, ist normal. Das ist die Honeymoonphase, die sich bei Typ 1ern mit LADA nach den ersten Insulingaben gewöhnlich einstellt. Ob die mehrere Monate anhält oder schnell vorüber ist, kann dir niemand sagen. Irgendwann geht sie aber zu Ende - ich drück dir die Daumen, dass sie recht lange anhält.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 18.02.2025 17:09:31. Grund: BBCodes -
am 17.02.2025 12:21:14 | IP (Hash): 416708683
So lange wir unseren Blutzucker im behandlungsmäßig guten Rahmen bei HbA1c 6,5-7 halten, ist eigentlich egal, ob Typ 1 oder Typ 2. Das Spiel mit den Antikörpern hat viele Ausnahmen.
Interessant wird Typ 2 erst, wenn wir den praktisch wieder ausschalten wollen. Dafür reichen 7-8 Tage mit 600 kcal pro Tag aufgeteilt auf jeweils 3 “Mahlzeiten”.
Wenn Typ 2, dann wird in den 7-8 Tagen das Fett verbraucht, das die Leber dazu verleitet, immer und zunehmende mehr Glukose in den Kreislauf zu geben, als die Verbraucherzellen daraus abnehmen.
Vorsicht, wenn du den Versuch mit der Very Low Caloric Diet machst, denn wenn du tatsächlich Typ 2 haben solltest, hast du da am 6. oder 7. Tag von einem Tag auf den anderen OHNE Insulin völlig gesunden Nüchternzucker!
----------------------------------------------
Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 17.02.2025 13:28:48 | IP (Hash): 365015362
Da ich es immer ganz genau wissen will, würde ich den Diabetologen fragen, welche Antikörper genau bestimmt wurden.
Denn es gibt da eine ganze Reihe von Antikörpern, die bestimmt werden können.
Zudem würde ich detailliert wissen wollen, welchen Wert die jeweiligen Messungen ganz genau hatten (inkl. der Normwerte des jeweiligen Labors)
Zudem wäre die Messung des C-Peptids ein weiterer Hinweis zur Frage, welcher Diabetes-Typ vorliegt.
Bei Typ 1 Diabetes ist der C-Peptid-Spiegel in der Regel niedrig oder kaum nachweisbar, da die Insulinproduktion stark eingeschränkt ist. Bei Typ 2 ist die Insulinproduktion in der Regel erhöht oder normal, zumindest in den frühen Stadien der Krankheit.
Darf ich fragen, welches Langzeitinsulin Du nimmst und in welcher Dosierung? (persönliches Interesse).
LG Hape
Bearbeitet von User am 17.02.2025 13:29:09. Grund: Ergänzung -
am 17.02.2025 17:33:41 | IP (Hash): 80127855
Hallo!
Ich bin neu hier und das ist mein erster Beitrag!
Ich bin vor 5 Jahre zum erstem Mal (nach zwei Schwangerschaften mit Diabetes) mit erhöhten Nüchternwerte bei Check Up aufgefallen. Nach verschiedenen Untersuchungen durch die Hausärzte wurde ein DT2 diagnostiziert. Ernährungsberatung und Gewichtsabnahme, Metformin haben nur kurzfristig Erfolge gebracht.
Ich habe vor einem Jahr auf die Überweisung zum Diabetologen bestanden. Dieser fand dann auch Antikörper im Blut, und einen niedrigen C-Peptid Wert. Eine Insulinresistenz liegt nicht vor.
So bekam ich die Diagnose Diabetes Typ Lada. Seit Dezember sind die Nüchternwerte immer höher gestiegen und ich wurde auf ein Langzeitinsulin eingestellt. Metformin habe ich sehr schlecht vertragen. Das Insulin spritze ich am Abend (Abasaglar)
Die Nüchternwerte sind seitdem deutlich besser, aber noch nicht da, wo sie hin sollen.
Für mich war die neue Diagnose eine Erleichterung
VG Basket -
am 17.02.2025 17:59:11 | IP (Hash): 416708683
Basket schrieb:
Für mich war die neue Diagnose eine Erleichterung
Klar, weil man sich irgendwie vorstellt, dass man am Typ 2 selbst Schuld sei. Dabei ist der in den meisten Fällen praktisch eine Behandlungs-Krankheit.
Wie dem auch sei, mit Basal-Insulin allein ist in den meisten Fällen ein Nüchternwert, wie er sein sollte, schlicht und einfach nicht erreichbar. Dazu braucht es auch weniger hohe Spitzen nach den Mahlzeiten im alltäglichen Verlauf. Und dazu braucht man kurzwirksames Insulin eben passend dosiert zum jeweiligen Essen.
----------------------------------------------
Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)