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Hba1c zu hoch bei gesunder Ernährung
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am 06.06.2025 12:44:09 | IP (Hash): 1308140641
Guten Tag,
ich habe seit Jahren einen Hba1c von ca. 6,0% im Durchschnitt. Mein Nüchternblutzuckerwert am Morgen liegt zwischen 100 und 120. Vor gut acht Jahren mußte ich über einen Zeitraum von einem Jahr Kortison nehmen, da wurde mir gesagt, daß eine Nebenwirkung ein Anstieg des Blutzuckers sein kann. Seitdem wird der Hba1c regelmäßig kontrolliert. Ich habe Zucker in meiner Ernährung reduziert. Habe in der Folge viel zugenommen. Heute ist meine Ernährung fleischreduziert, ballaststoffreich, zuckerarm und gesund. Habe fast wieder Normalgewicht. Mein Körperfettgehalt ist hoch (25%). Die Muskelmasse ist gut. Der Blutdruck normal. Ich bewege mich beruflich viel, habe einen kcal verbrauch von durchschnittlich 2800, wenn ich zusätzlich Sport treibe bis zu 4500.
Wie kann es sein, daß mein Blutzucker dennoch so hoch ist?
Übersehe ich etwas, was ich noch verändern sollte?
Ist es richtig, daß ich, wenn ich mehr Muskeln aufbaue, über die Muskeln Zucker im Blut abbauen kann?
Ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos und freue mich sehr auf Hilfe bei meiner Frage.
Mit freundlichen Grüßen Carsten72 -
am 06.06.2025 14:32:34 | IP (Hash): 1004414137
Vielleicht schaust du die nächsten Tage mal nach deinem BZ etwa eine Stunde nach (je)dem Essen?
Der Hintergrund: Nach 2-3 Wochen mit diesen Spitzen nach dem Essen bis maximal 140 mg/dl sinkt der Nüchtern-BZ häufig wieder unter 100. - Daumendrück!
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 06.06.2025 16:14:46 | IP (Hash): 913765168
Das verstehe ich nicht. Das hat doch mit meinem beschriebenen Problem nichts zu tun, oder stehe ich auf dem Schklauch? -
am 06.06.2025 17:02:54 | IP (Hash): 1238760074
Dein Blutzuckerspiegel kann beim Training sinken, kann aber auch steigen, je nachdem, wie dein Körper reagiert. Krafttraining kann die Insulinempfindlichkeit verbessern, die Muskeln nehmen mehr Glukose auf, dein BZ sinkt. Es kann aber auch das Gegenteil eintreten: Durch dein Training werden möglicherweise Stresshormone freigesetzt. Die können deinen BZ wieder ansteigen lassen. Aber wie hoch sind deine Werten denn ?? -
am 06.06.2025 17:53:46 | IP (Hash): 913765168
Ich betreibe keinen Kraftsport. Ich fahre mit dem Rad. Ganz entspannt. Wie hoch danach mein BZ ist, weiß ich tatsächlich nicht.
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am 06.06.2025 18:59:18 | IP (Hash): 1238760074
Woher weißt du denn dann, ob dein BZ zu hoch ist? aus den 3-monatigen Kontrollen? -
am 06.06.2025 19:52:43 | IP (Hash): 1004414137
Carsten72 schrieb:
Das verstehe ich nicht. Das hat doch mit meinem beschriebenen Problem nichts zu tun, oder stehe ich auf dem Schklauch?
Du schreibst vom Nüchtern-BZ bei 100-120 mg/dl. Das ist eindeutig prädiabetischer Bereich. Als gesund gilt max bis 100, und ich hatte gedacht, dass du nach deiner Schreibe dahin wolltest, oder nicht?
Der HbA1c um 6 passt zu deinem Nüchternzucker. Als gesund gilt max bis 5,7. Und ich hatte deine Schreibe so verstanden, dass du dahin wolltest?
Dazu hab ich dir geschrieben, und deswegen stellt deine Schlauchfrage mich jetzt auf den Schlauch. Was an deiner Schreibe hab ich missverstanden?
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 07.06.2025 13:52:54 | IP (Hash): 169776191
Genau, die Werte sind zu hoch, seit Jahren. Ich kann mir aber nicht erklären, warum? Die Gabe von Kortison kann ein Grund sein, aber immer noch? Meine Ernährung ist gesund, so gut wie zuckerfrei und ich habe ganz gut abgenommen. Bewege mich, schon beruflich. Also warum habe ich einen hohen BZ? Das ist die eine Frage und die andere, ich habe gehört, daß Muskelmasse, bzw. mehr Muskeln den Zucker sozusagen verbrennt und reduziert, stimmt das? Also muß ich mehr Muskeln durch Kraftsport aufbauen? -
am 07.06.2025 14:16:18 | IP (Hash): 617297964
Hallo Carsten72,
hierwerden regelmäßig falsche Denkweisen publiziert! Es geht bei Diabetes nicht um "Zucker" in den Speisen, sondern um Kohlenhydrate in den Speisen, in den der Zuckeranteil enthalten ist! Ferner kanst du eine Blutzuckermessung oder eine Gewebezuckermessung nicht mit einem HbA1c-Laborwert vergleichen usw! Jeder Mensch ist anders! Sei also vorsichtig, wenn dir hier Therapeutische Daten genannt werden, ohne dich zu kennen. Diese Daten kannt du nur beim medizinichen Fachpersonal erfragen!
Alles Gute für dich, Zuckermann
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 07.06.2025 14:33:35. Grund: Rechtschreibung und Satzergänzung -
am 07.06.2025 18:26:58 | IP (Hash): 1973298533
Meine Erfahrung zeigt, dass hier das viszerale Fett einfach noch zu viel ist. Im Zusammenhang mit einer Insulinresistenz kommt es trotz vernünftiger Ernährung und vermeintlich normalgewichtigen zu diesen Effekten in Richtung Prädiabetes.
Ich empfehle hier eine kontinuierliche CGM Messung zur Erkennung der individuellen BZ Werte nüchtern und nach diversen Mahlzeiten.
Mir hat konsequentes Intervallfasten und Reduzierung des Gewichts um 10% geholfen den HbA1c von 6,6 auf 5,6 zu reduzieren.
Kohlenhydrate wie Reis, Nudeln oder Kartoffeln, sowie Weißmehlprodukte haben bei mir immer relativ hohe BZ Spitzen verursacht, Fruchtsäfte ebenfalls.
Ich meide diese Nahrungsmittel möglichst oder nehme Vollkornvarianten, seitdem bleibt mein HbA1c brav zwischen 5,4 und 5,7% -
am 08.06.2025 14:21:00 | IP (Hash): 1831621229
Super, diese Antwort hilft mir wirklich.
Hast du nur deine Ernährung angepasst, um das Fett loszuwerden oder noch Sport und wenn ja, welchen integriert? -
am 10.06.2025 15:49:57 | IP (Hash): 1973298533
Hallo Carsten,
Ich habe natürlich auch Sport integriert, Intervallfasten im Bereich 20/4, also Frühstück um ca. 10:00 und Mittagessen etwa um 14:00.
VOR dem Frühstück 20 Minuten am Ergometer mit etwa 100W und 10Min Krafttraining.
Entscheidend ist, dass man das Fett nur wegbringt, wenn keine schnell verfügbaren Kohlenhydrate im Körper vorhanden sein. Also das Training immer am Ende der Fastenphase.
Man muss individuell seine Möglichkeiten herausfinden, je länger die Fastenphase dauert, desto wirksamer, alles unter 16h bringt wenig.
Ausserdem hat die Art der Ernährung zusätzlichen Einfluss, sowie die Reihenfolge.
Ich esse zum Frühstück ein Ei und etwas Speck mit einer dünnen Scheibe Vollkornbrot, anschließend ein Müsli mit ca 30 Zutaten (Körndeln, Nüsse, Obst, Gewürze, frische Kräuter) Mittagessen relativ normal mit Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte und wenig Kohlenhydraten.
Bluzuckerspitzen über 150 kommen faktisch nicht mehr vor.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.