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Gebt mir Tipps!
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am 26.07.2025 13:05:43 | IP (Hash): 108504734
Hallo, damit eines ganz klar ist: ich verbitte mir an dieser Stelle Kritik zu meiner Rolle als Mutter. Das gehört hier nicht hin und ich werde hier NICHT erläutern, wie ich meine Kinder betreue oder was sie essen. Weitere Kommentare in die Richtung werde ich melden. -
am 26.07.2025 13:23:38 | IP (Hash): 108504734
Buttermilch_14 schrieb:
Servus!
Bin mir nicht sicher, ob oder wie sehr ich den Eingangspost ernst nehmen soll.
Das gilt allerdings auch für manchen "Tipp" der "sadistischen Nahrungsberaterin". Kein Paprika, Haferkleie??
Wenn man bezüglich Ernährung nichts auf die Reihe kriegt bzw. kriegen will, wie soll das mit den wahrscheinlich notwendigen Zucker-Messungen funktionieren?
Kochen ist relativ. Salat schnippeln oder etwas in die Pfanne werfen, ist nicht unbedingt "kochen".
Mein einfacher Trick klappt nicht bei jedem anderen. Ich unterscheide zwischen "guten" und
"bösen" Lebensmitteln. Pommes oder Donuts sind "böse". Basta!
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 01/2025
Hallo alle,
ich bin recht enttäuscht von den bisherigen Tipps hier. Es ist alles dasselbe wie bei meiner mit sichtbarer Genugtuung agierdenden Ernährungsberaterin ("was mögen Sie denn so gar nicht?" - "Vollkornbrot, Kohlgemüse..." - "ab jetzt sollten sie ebendies mögen. Was essen Sie bisher gerne?" - "Obst, Nudeln, Pizza, Salami, Mais, Kürbis, Yoghurt..." - "Davon nichts gut, maximal Beeren oder saure Äpfel - Naturyoghurt?" - ".... jeden anderen" - "ab jetzt nur Natur" - "was sind Ihre Hobbies?" - "kann mich mit vielen anfreunden, aber zwei Dinge mag ich gar nicht: kochen und joggen" - "es wäre gut, wenn Kochen und Joggen ihre neuen Hobbies würden")
Als Arzt, Therapeut oder sonstiger Ratgeber MUSS man sich auch auf den Horizont seines Patienten einlassen. Es bringt nichts, wenn ein Patient aus verschiedenen Gründen nicht kooperieren kann oder will oder gar keine Lebensqualität mit den Maßnahmen mehr sieht. Und selbst, wenn der ein oder andere von euch noch so gerne am Herd und an der Spüle steht, wenn ihr stolz auf jeden Cent seid, den ihr für megateures Superfood ausgebt - es gibt andere Menschen, die damit gar nichts anfangen können und das für sich nicht wollen. Hinzu kommt, dass es Menschen gibt, die z.B. wegen Reizmagen das ganze blähende Gemüse und Vollkornzeug nicht vertragen oder für die wegen Gallensteinen, Allergien o.ä. noch mehr Nahrungsmittel wegfallen.
Ich hatte sehr gehofft, dass es andere Möglichkeiten gibt (hatte zb mal gehört, dass Nudeln weniger KH haben, wenn man sie erst einmal abkühlen lässt und dann neu erhitzt, oder dass Zimt helfen kann, etc.) oder dass es Erfahrungen von anderen schlanken Diabetikern gibt (die sicher nicht mit fülligen gleichzusetzen sind, und wo die Motivation für Diät sicher auch geringer ist).
Kann ja mal einen Tipp aus eigener Erfahrung zum besten geben:
-- viele kleine Mahlzeiten - wenn ich auf mittelvollen Magen etwas "verbotenes" (= leckeres) esse, haut es zuckermäßig viel weniger rein als auf leeren Magen
Naja, ich werde dann mal einen anderen Arzt probieren (bisher vier Ärzte, drei Meinungen, 2x Diät, 1x Metformin, 1x "keinen Streß machen und normal weiterleben").
Vielleicht habe ich ja mehr Glück
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am 26.07.2025 14:12:51 | IP (Hash): 1618718920
Nany schrieb:
oder dass es Erfahrungen von anderen schlanken Diabetikern gibt (die sicher nicht mit fülligen gleichzusetzen sind, und wo die Motivation für Diät sicher auch geringer ist).
Doch Nany,
solche schlanke Diabetikerinnen gibt es hier. Ich bin eine, BMI etwa 21.
Ich bin allerdings sehr zufrieden mit den Essensmöglichkeiten die ich habe. Als Verzicht sehe ich mein Essen nicht. Seit ich weiß dass ich Diabetes habe ich eine viel größere Freude am Essen als vorher. Die Zeit die ich für die Essenszubeteitung aufwende sehe ich nicht als lästig sondern als Zeit für mich. Ich tue mir etwas Gutes damit und nicht nur mich, sondern auch meinem Umfeld. Energetisch geht’s mir viel besser. Süßigkeiten oder fertigessen ekeln mich mittlerweile an.
Gestern gab es zB Gemüse und Würstchen vom Grill mit einer frischen Aubergine-Creme und Quarkdip. Außerdem gab‘s Kichererbsenpralinen zum Kaffee. Heutemorgen 3 Scheiben LC-Brot welches ich 1 mal alle 2 Wochen auf Vorrat backe mit darauf leckere Erdnussbutter.
Natürlich habe ich mein persönliches Kochbuch nicht sofort nach der Diagnose griffbereit vorgefunden. Das hat einiges an Arbeit gekostet; aber für mich hat es sich total gelohnt. Wie schon gesagt schmeckt es mir besser, energetisch auch alles bestens. Und:
der HBAC1 Wert ist seit einem Jahr jetzt stabil immer unter 6. Und besonders freut mich dass es keine Spitzen über 150 mehr gibt (hatte 2 mal in den letzten Monaten einen Libre-Sensor)
Ein Besuch bei der Ernährungsberatung war für mich damals auch frustrierend. Ich bekam nur Tipps wie ich abnehmen konnte. Nach dem einen Besuch habe ich es sein lassen.
Anfangs habe ich viele kleine Mahlzeiten gegessen um die BZ-Spitzen möglichst niedrig zu bekommen. Mittlerweile esse ich 3 Mahlzeiten und komme gut klar damit.
Der Körper braucht Zeit sich umzustellen. Und die Psyche auch. Alles andere gibt nur Stress und das tut den BZ, dichselbst und dein Umfeld auch nicht gut.
Viel Erfolg!
Bearbeitet von User am 26.07.2025 20:41:26. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 26.07.2025 18:34:15 | IP (Hash): 767861845
Dein ganzes Posting klingt für mich sehr nach "wasch mich, aber mach mich nicht nass".
Du bist nicht bereit etwas zu ändern?
Dann lass es doch einfach so! Aber dann kann sich nichts positiv ändern.
Falls du erwartest, die üblichen stark Kohlehydrathaltigen Lebensmittel erlaubt zu bekommen - dann Frage bitte woanders oder jemand anderen. Z.b. Der Effekt mit den reduzierten Kohlehydratmengen durch über Nacht gekühlte gekochte Nudeln oder Kartoffeln ist so minimal, dass es keine Rolle spielt.
Zudem verschlechtert jedes Zuviel an den falschen /schnell wirksamen Kohlenhydraten die Insulinresistenz und damit die Erkrankung. Irgendwann schafft das die Bauchspeicheldrüse nicht mehr.... dann ist man auf Insulin angewiesen.
Die zeitgemäße Ernährung bei Diabetes ist eben Kohlehydratarm bzw. stark reduziert und vieles davon lässt sich nicht preiswert und möglichst als Fertigessen kaufen.
Manchmal muss man sich entscheiden.
(Nein, ich stehe auch nicht gerne täglich in der Küche, darum habe ich einige Tipps zum vorbereiten/ vorkochen gegeben. Dann das senkt den Aufwand. Meine Gesundheit ist mir wichtiger als z.b. zusätzliche freie Zeit. Meine Ernährung ist zudem höchstens minimal teurer geworden, sicher auch durch häufiger selbst kochen und viel weniger Gebäck, Imbiss etc.)
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am 27.07.2025 09:39:17 | IP (Hash): 195767602
Im Familienkreis habe ich einen lieben Menschen mit Typ 2 und einer verglichen mit meiner deutlich lockereren Einstellung zum Essen und zum Blutzucker. Und der Herzschrittmacher dort und der kurze Atem lassen sich locker unabhängig vom Diabetes mit deutlich weniger alltäglicher Bewegung erklären. Höherer alltäglicher BZ-Verlauf muss also nicht immer zwangsläufig in zunehmend miesere Folgen münden.
Für sich genommen ist der Trick mit der resistenten Stärke z.B. bei Kartoffeln mit Abkühlen und Aufwärmen blutzuckermäßig wenig wert, aber mehrere solcher Tricks zusammen können schon einen deutlich gesünderen Verlauf bewirken.
“Der Glukose-Trick” ist ne super Start-Zusammenstellung von Möglichkeiten, mit dem Blutzucker im normalen Alltag mehrfache größere Ausflüge zu vermeiden. Seitdem hat die Autorin jede Menge weitere gesammelt und mit immer mehr Mitschreibenden auf ihrem Insta-Account veröffentlicht. Und wo es ursprünglich nur um Blutzuckerausflüge bei Menschen ohne Diabetes ging, sind längst viele mit Diabetes dazugekommen. Vielleicht schaust du ja mal bei insta @glocosegoddess rein?
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.07.2025 17:36:28 | IP (Hash): 170738857
Was isst du denn sonst ganz genau an einem Tag? Kannst du mal 1-2 Beispiel-Tage aufschreiben. Dann kann man dir besser Tipps geben.
Ich mag momentan auch nicht gerne kochen und schaue, dass ich nur wenig selbst machen muss. TK-Gemüse oder Nicer Dicer (zum Gemüse schneiden) sind bei mir deshalb immer im Einsatz.
Ein paar Alternativen gibt es, aber bei einigen muss man dafür leider mehr Geld zahlen. -
am 28.07.2025 19:57:41 | IP (Hash): 85820210
Ich ignoriere mal das ein oder andere (wie gesagt, ich werde nicht regelmäßig kochen, auch nicht "nur" zweimal die Woche) - aber dieser Tip hier war richtig gut:
Die Frau erklärt z.b., dass man beim Salat mit Brot erst den Salat essen sollte, dann das Brot. Oder, wenn man eingeladen wird und es gibt etwas "Sündiges" zu versuchen, erst einmal Yoghurt zu essen.
Das mit der Reihenfolge kann ich absolut bestätigen und werde das dann weiter verfolgen.
Mir ist schon klar, dass das jemanden mit starker Diabetes nicht hilft. Aber soweit bin ich nicht und seit Jahren halbwegs stabil (mit Vollkornbrot und weitgehend ohne Genuss - vielleicht wird letzteres ja mit ein paar solcher Tricks sogar etwas besser). -
am 30.07.2025 03:26:59 | IP (Hash): 1265184293
Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, wie man Dir helfen könnte.
Der Diabets Typ 2 wird durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel verursacht. An der Ernährung willst Du nicht wirklich etwas ändern. Ob Du Dich ausreichend bewegst, vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich habe im November die Diagnose bekommen, Typ-2 Diabetiker zu sein. Ich hatte einen Autounfall und in der Klinik erfolgte die Diagnose. Nach Entlassung hatte ich erst einmal ein Gespräch mit meinem Diabetologen. Da mein Blutzucker bei Einlieferung bei 440 lag (viel zu hoch), musste ich in der Folge 4 mal am Tag Insulin spritzen.
Das wr für mich Warnung genug. Ich habe von einem Tag auf den anderen meine Ernährung umgestellt. Im Gegensatz zu Dir koche ich gern. Ich habe zudem 2 Hafertage in der Woche eingelegt. An diesen Tagen gibt es 3 mal täglich 75g Haferflocken, die man im Wasser quellen lassen. Morgens und abends darf man 15 g zuckerarmes Obst beifügen und mttags 25 g feingeschnittenes Suppengrün. Selbst wenn man Hafer mag, ist da kulinarisch viel Raum nach oben.
Nach 4 Wochen brauchte ich nur noch einmal am Tag das Langzeitinsulin spritzen. Dafür wurde Metformin eingeschlichen. Weitere 4 Wochen durfte ich auch das Langzeitinsulin absetzen. Ich war froh, dass ich kein Insulin mehr spritzen musste. Denn vor und nach jeder Mahlzeit war eine Blutzuckerkontrolle notwendig. Dazu dann der Traubenzucker, den man ständig mitführt. Im November 2023 bin ich mit einem HbA1c-Wert von 12,4 % gestartet. Im Dezember letzten Jahres war ich bei 5,5% angekommen. Kommentar meines Diabetologen: Herzlichen Glückwunsch. Sie haben es gedreht. Bausteine waren dabei neben dem Metformin, eine geänderte Ernährung und mehr Bewegung im Alltag.
Was die Gallensteine angeht: Meine Empfehlung ist ein ballaststoffreiches Frühstück. Sehr gut geeignet ist die Anreicherung mit Haferkleie. Warum? Es gibt einen sog. Frühstücksreflex. In der Nacht sammelt die Leber überflüssiges Cholesterin ein und sammelt diese in der Gallenblase. Mit dem Frühstück entleert sich die Galle in den Dünndam. Sind genügend Ballaststoffe vorhanden, bindet das Cholesterin an den Ballaststoffen und werden dann über den Enddarm ausgeschieden. Sind zu wenige Ballaststoffe vorhanden, nimmt der Darm das Cholesterin wieder auf. Dadurch entsteht Druck in der Gallenblase und das führt zum Ausflocken des Cholesterin. Macht man das genügend lange, hat man Gallensteine.
Was mir zudem aufgefallen ist: Du gibst an, dass Du viele kleine Mahlzeiten am Tag isst. Problem ist, dass jedesmal die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet. Das verstärkt die Insulinresistenz in den Zellen und fördert die Entwicklung des Diabetes. Besser ist es, 3 Mahlzeiten zu essen und zwischen den Mahlzeiten mindestens 4 Stunden Zeit vergehen zu lassen.
Ich fürchte, wenn Du nicht bereit bist, Deine Ernährung zu ändern, dann wirst Du irgendwann tatsächlich im Diabetes ankommen. Wenn Du dann nicht die Ernährung umstellst, dann wirst Du irgendwann Insulin spritzen. Da ist dann ganz viel Disziplin gefragt. Denn zu hohe Blutzuckerwerte verursachen zunächst ein Beschwerden (ok, wenn man über 600 liegt, gibt es schon Beschwerden), aber die Langzeitfolgen sind einfach gruselig. Letztlich hast Du es selbst in der Hand.