Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Früher gesund, heute krank

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 54
    Mitglied seit: 12.01.2025
    am 09.09.2025 09:25:02 | IP (Hash): 785354849
    Die Referenzwerte, wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin werden in den Jahren immer tiefer angesetzt, so dass schlagartig Menschen krank sind und diese Medikamente brauchen.

    Blutzucker
    Grenzwerte 1980 galt als Diabetiker, wer einen Nüchtern-Blutzucker von 144 Milligramm pro Deziliter Blut aufwies, fünf Jahre später setzte die WHO die Grenze zur Zuckerkrankheit bei 140 mg an. „Heute gilt man schon als Prä-Diabetiker, wenn der Blutzuckerwert 90 mg/dl überschreitet“, sagt Buchautor und Kritiker Frank.

    Fakten-Check Zu viel „verzuckertes“ Hämoglobin (HbA1c= Hämoglobin) im Blut gilt als Diabetes-Warnzeichen. Entgegen der Annahme vieler Forscher, eine Absenkung durch Medikamente könne helfen, stieg in einer amerikanisch-kanadischen Studie die Sterblichkeit der Diabetes-Patienten sogar um 22 Prozent an.

    „Die Grenzwerte für Blutzucker sind sehr niedrig angesetzt und in meinen Augen als Frühdiagnose nutzlos“, sagt Diabetes-Experte und Präventionsmediziner Peter Heilmeyer aus Isny (Allgäu). „Der Nüchternblutzucker ist zum Beispiel bei Stress erhöht, der oft alleine schon durch die Blutabnahme entsteht. Der Langzeit-Blutzucker-Wert HbA1c ist auch bei aktiven Sportlern erhöht – ohne dass diese Diabetes haben.“ Seine Einschätzung: „Bei einem erhöhten Diabetes-Risiko liegt oft eine Leberverfettung vor, die man durch eine Ultraschall-Untersuchung erkennt.“
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.09.2025 11:51:47 | IP (Hash): 1718229590
    Wir haben inzwischen eine Menge an Statistik, die zeigt, dass erstaunlich viele diabetische Folgen schon im heute sogenannt prädiabetischen Bereich angelegt und gefördert werden. Das ist praktisch der Bereich einer sehr guten/scharfen Einstellung für INSULINER mit nüchtern bis 120 mg/dl und in den Spitzen nach dem Essen bis 200.

    Und wir haben inzwischen die Erkenntnis, dass der Typ 2 Diabetes eine genetische Erbschaft ist, die wir Betroffenen ein- und ausschalten können. Konkret sind unsere Erbschaft individuelle Schwellen in Leber und den Betazellen, und zwar Schwellen in der Fettbelastung. Individuell heißt, dass es dafür keine allgemein gültigen Größen wie BMI oder Grad der Verfettung gibt. Bis zum Erreichen dieser Schwellen funktionieren sie völlig gesund und mit dem Überschreiten zunehmend diabetisch.

    Das bedeutet konkret, dass der T2D im Rahmen der normalen Behandlung nach DDG praktisch immer progredient verläuft und z.B. für den Erhalt von HbA1c um 6,5 mit den Jahren bei völlig gleichbleibendem Lebensstil immer mehr Medikation braucht.
    Wer seinen T2D dagegen rechtzeitig ausschaltet, beobachtet seinen BZ nüchtern meistens bei 70-90 mg/dl und in den Spitzen nach dem Essen auch von vielen KHs bei 110-130 - plusminus 10%.


    ----------------------------------------------
    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 54
    Mitglied seit: 12.01.2025
    am 09.09.2025 15:28:32 | IP (Hash): 785354849
    Danke für den Beitrag,

    ich habe das geschrieben, da ich von vor 46 Jahren (20 Jahre, 1,72 m und 50 kg) noch alte Laborbefunde habe, und dort hohe BZ Werte hatte. Da hat sich aber keiner darum gekümmert, da ja die Referenzwerte viel höher angelegt waren.
    Ich nehme erst seit 10 Jahren Metformin. Seit ich kaum noch Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot esse, ist auch meine Fettleber weg.

    Auch habe ich bis jetzt keine diabetischen Folgen, obwohl ich 45 Jahre hohe BZ Werte habe.
    Ich lasse meine inneren Organe (Herz, Leber, Galle, Nieren und Halsschlagadern usw) einmal im Jahr durchchecken (Ultraschall) und alles ist super. Die Augen auch, außer das ich die Alterssichtigkeit habe. An den Füßen merke ich den kleinsten Fussel im Schuh.

    Ich bin jetzt nur noch 1,70m und 55 kg. Durch die entfette Leber ist auch mein Langzeitzucker runtergegangen.

    Das hat man mir früher nie so gesagt. So ändern sich die Zeiten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 208
    Mitglied seit: 09.09.2023
    am 09.09.2025 16:37:06 | IP (Hash): 444784906
    Mein Gott, 172 cm und 50 kg, Du musst ja eine Traumfigur gehabt haben.
    Doch 55 kg bei 170 cm ist immer noch sehr gut!
    Finde ich.

    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 08/2025
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 09.09.2025 22:14:11 | IP (Hash): 1973011752

    ich halte es für richtig, ein davonschreiten der BZ-werte von normal-gesund frühzeitig zu erkennen.
    wenn daraus auch folgen würde einen prä-diabetes zu behandeln. und es nicht nur heißt: vorsichtig und abwarten, ist ja noch nicht so schlimm...

    oft ist von "pharma-kritikern" zu hören, dass damit gesunde zu patient:innen erklärt werden, um auf kosten der allgemeinheit medikamente zu verkaufen.

    richtig wäre noch viel früher mit interventionen im gesundheitsverhalten einzugreifen.
    die richtige ware wäre lebensnaher ärztlicher guter rat.
    ______________________
    ehemaliger Diabetiker

    Bearbeitet von User am 09.09.2025 22:22:17. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.