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Schwerbehinderung 50% bekomme ich mehr?

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 8
    Mitglied seit: 14.12.2025
    am 18.12.2025 16:46:04 | IP (Hash): 884055130
    Ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit 50%Gdb, schon seit 2003. Auf Epilepsie und einen Arbeitsunfall aber ich habe schon länger schwer einstellbaren Insulinpflichtigen Diabetes mit Insulinresistenz und Pflegestufe 2. Beim Jobcenter bin ich auf Grund meiner chronischen Erkrankung nicht mehr für den Arbeitsmarkt (Begutachtung war erfolgreich) vermittelbar, ich soll Sozialhilfe beantragen, habe einen gesetzlichen Betreuer der mir dabei hilft (Bearbeitungszeit für Sozialhilfe ca. 1 Jahr). Den gesetzlichen Betreuer den ich vorher hatte hat Erwerbsminderungsrente beantragt, der Antrag läuft schon mehr als 1,5 Jahre, wenn er dort angefragt hat, dann sagt oder schreibt man nur es wäre in Bearbeitung. Einen Verschlimmerungsantrag möchte ich stellen aber ich habe Angst das man mir die 50% auf 40% runter setzt oder kann ich mehr als 50% bekommen?
    Ich möchte auch das sich der ganze kram mit der Erwerbsminderungsrente beschleunigt aber wie, was für Möglichkeiten habe ich da? Es kann ja nicht sein, dass die LVR oder Rentenversichungsträger dafür so lange braucht.

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  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 222
    Mitglied seit: 14.05.2016
    am 18.12.2025 20:50:37 | IP (Hash): 1409851495
    Ich habe auch teilweise Erwerbsminderungsrente beantragt und ewig auf die Antwort der LVA gewartet. Drei Monate sollen das Limit sein für die Bearbeitung (laut Anwalt). Der Antrag wurde beim ersten Mal abgelehnt, danach habe ich den Rechtsschutz bemüht. Im ersten Verfahren nach ca. 1,5 Jahren wurde mir nicht teilweise sondern volle Erwerbsminderung sogar 2 Jahre rückwirkend. zugestanden. Die LVA hat mit fadenscheinigen, völlig neben der Krankheit liegenden Gründen, Widerspruch eingelegt und ein medizinisches Gutachten gefordert. Nach einem weiteren Jahr die 2. Verhandlung. Hier wurde ein Gutachten angeordnet welches nach 9 Monaten durchgeführt wurde. 6 Monate später die 3. Verhandlung bei der die LVA herausgefunden hat dass nicht der beauftragte Professor sondern ein Assistenzarzt die Unterschrift darunter geleistet hat. Damit war das Gutachten wertlos es musste ein neues erstellt werden, natürlich von einem anderen Mediziner.
    Das hat noch mal 7 Monate gedauert und dann 6 Monate bis zur Verhandlung. Hier wurde das Urteil jetzt vor dem Oberlandesgericht (wegen der Höhe der Schadenssumme) bekräftigt. Aber die LVA ist in Widerspruch gegangen. Wir haben gegen dieses Verhalten nach 3 Monaten Widerspruch bei Gericht eingelegt. Der nächste Verhandlungstermin wäre in 9 Monaten gewesen.
    Eine Woche vor der Verhandlung hat die LVA ihren Widerspruch zurückgezogen und dann nach ca. Monaten die Rentensumme rückwirkend ausgezahlt.
    Rückwirkend weil das 1. Gutachten schon bestätigt hat dass ich so nicht hätte arbeiten. Ich habe damals durchgehend alle Blutzuckertagebücher abgegeben.
    Insgesamt hat das Ganze 6 Jahre gedauert aber es hat uns kein weiteres Geld ausser dem Rechtsschutz gekostet.

    Reiner