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Prädiabetes mit 38 - meine Werte
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am 30.12.2025 22:52:11 | IP (Hash): 108673955
Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr könnt mir helfen, da ich sehr verunsichert bin
Alter: 38 Jahre
Größe: 1.80m
Gewicht: 85kg (aber sehr viel Bauchfett)
Bauchumfang (110cm)
Meine Blutwerte:
HbA1c: 5.1 (Norm 4.3-6.1)
Glukose (stabil): 92 (Norm: 70-99)
Insulin: 9.5 (Norm: 2.6-24.9)
HOMA: 2.16 (Norm: bis 2.1)
Diabetes 2 haben Mutter, Tante, Onkel
Konsultiert habe ich 2 Ärzte, einer diagnostiziert Prädiabetes, der andere sagt alles nicht so wild. Beide geben mir nur Standard Empfehlungen "gesund ernähren und mehr bewegen" ohne mehr Details.
Fragen:
1. Wie interpretiert ihr meine Werte: Habe ich Prädiabetes oder nicht?
2. Wie "kritisch" sind die Werte? Bekomme ich auf jeden Fall Diabetes oder lässt sich das gut behandeln?
3. Was soll ich als nächstes tun? (weitere Tests, neuen Arzt suchen, Ernährung anpassen etc)
Ich bin verwirrt, da ich keine klaren Aussagen vom Arzt bekomme. Ich habe zwar viel gelesen was Bewegung und Ernährung angeht bin mir aber noch sehr unsicher und auch sehr enttäuscht von den Ärzten. Bei einem wurde mir nur Blut abgenommen, einen Termin mit der Ärztin bekomme ich nicht, da das nur den "richtigen" Diabetes Patienten vorbehalten ist.
Danke und Grüße
Jakob -
am 31.12.2025 00:09:07 | IP (Hash): 847352655
Hallo Jakob,
woran macht der Arzt die Diagnose Prädiabetes fest? Deine aufgeführten Werte geben keinen Anhaltspunkt dafür.
Wenn du genetisch vorbelastet bist, dann sind die Standardempfehlungen "gesund ernähren und mehr bewegen" für dich genau die richtigen. Die Genetik besagt nur, dass du irgendwann Diabetes bekommen könntest. Du musst aber keinen Diabetes bekommen und wirst das wahrscheinlich auch nicht, wenn du diese Empfehlungen ausreichend beachtest. Zur Zeit deutet bei den Werten nichts auf die Entwicklung in Richtung Diabetes hin.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 01.01.2026 18:29:02. Grund: BBCodes -
am 01.01.2026 13:03:04 | IP (Hash): 1817223147
Zu deiner Frage: Bislang weiß ich von keiner Möglichkeit, wie man einen (Prä)Diabetes vor dem deutlichen Überschreiten des gesunden Blutzucker-Rahmens erkennen könnte. Die Werte, die du gepostet hast, sehe ich alle im gesunden Rahmen.
Die Ärzte haben mehr als satt mit den Menschen mit diagnosereifem Diabetes zu tun, also morgens nüchtern mehr als 125 mg/dl und HbA1c 6,5% und mehr.
Zu deiner Angst: Jeder Mensch kann heute mit einem Diabetes mellitus völlig gesund und ohne Folgekrankheiten leben. Er braucht dafür nur seinen Blutzucker möglichst 24/7 mit der Auswahl und Portionierung vom Essen und gezielt eingesetzter Bewegung und dem dann ggf. noch fehlenden Rest mit Medikament(en) im gesunden Rahmen zu halten.
Das funktioniert umso einfacher und meistens völlig ohne Medis, je eher man seinen Blutzucker bei seinen Ausflügen über den gesunden Rahmen hinaus entdeckt. Also z.B., indem man als ängstlicher gesunder Mensch regelmäßig einmal im Monat eine Stichprobe macht, also Fingerpieks ;)
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 01.01.2026 19:15:05 | IP (Hash): 924389815
Jakob87 schrieb:
Bauchumfang (110cm)
Schau, dass du den runterkriegst, das heisst, dein viszerales Fett reduzierst, dann hast du eher keine Probleme zu erwarten.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 02.01.2026 17:22:18 | IP (Hash): 108673955
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Infos
@Rainer:
Danke für die Einschätzung!
Der Arzt sagte, der Nüchternzucker ist noch ok, aber grenzwertig. Der Insulinwert sei auch ok, aber er sollte eigentlich niedriger sein. Der HOMA ist ja leicht erhöht. Ich habe es so verstanden, dass mein Körper schon relativ "viel" Insulin benötigt, um meinen Zucker zu halten. Es sei nicht krank, aber nicht optimal.
@hitjürgen:
danke, das beruhigt mich etwas :)
@Henrie:
Ja, da muss ich unbedingt ran und ist eines meiner Prioritäten die ich angehen werde.
Bearbeitet von User am 02.01.2026 17:25:45. Grund: Weitere Infos hinzugefügt -
am 02.01.2026 23:10:41 | IP (Hash): 812220190
Hallo Jakob,
wenn der Arzt mit seiner Einschätzung erreicht hätte, dass du die Standardempfehlungen "gesund ernähren und mehr bewegen" ernst nimmst, dann hätte er sein Ziel erreicht.
Anscheinend hat er bei dir erreicht, dass du Panik schiebst - das ist nicht gut und auch ziemlich unbegründet
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 02.01.2026 23:11:14. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.01.2026 13:23:22 | IP (Hash): 1161729436
Hallo Rainer,
wie ist es dann zu erklären, dass der HOMA leicht erhöht ist? Auch wenn nur leicht erhöht, ist dass doch vielleicht ein Hinweis, dass etwas nicht 100% stimmt? -
am 07.01.2026 19:38:59 | IP (Hash): 369757070
Keine Panik.
Ich möchte mich dem letzten Beitrag von Rainer voll und ganz anschließen.
Ich finde, du hast einen guten Arzt, der dich rechtzeitig auf die richtige Spur setzt, dass du einem evtl. in Zukunft sich entwickelnden Diabetes noch aus dem Weg gehen kannst, bevor irgendwas aus dem Ruder läuft.
Du brauchst keine "Behandlung" mit Arzt, Untersuchungen, Medikamenten,...
Du brauchst ein Umdenken in Richtung vernünftige Ernährung und ausreichend Bewegung.
Glückwunsch, dass dein Arzt dich angesichts der 110 cm frühzeitig bevor ein Diabetes sich auf den Weg macht, dazu ermuntert, gesund zu Leben und jedem Risiko beizeiten aus dem Wege zu gehen.
Jetzt bist du dran.
Dieser Arzt denkt mit. Handelt prophylaktisch. Jetzt ist es an dir, mitzudenken und zu handeln.
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ehemaliger Diabetiker -
am 07.01.2026 19:47:59 | IP (Hash): 1671175002
Da schließe ich mich an:
Du kannst sicher häufiger etwa um 1 Stunde nach einem Essen in der Spitze mehr als 140 mg/dl messen. Meine erste Maßnahme an deiner Stelle wäre, die KH-Portionen für regelmäßig unter 140 in der Spitze zu begrenzen.
Damit könnte im Zeitrahmen von 1-2 Wochen der Nüchtern-BZ morgens deutlich sinken und wenn er das tut, bei der nächsten Gelegenheit ein niedrigerer HOMA bestimmt werden.
Natürlich kannst du auch ohne eigenes Messen deine bisherigen KH-Portionen einfach halbieren und praktisch blind darauf hoffen, dass das dann schon passen wird.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 08.01.2026 15:02:50 | IP (Hash): 1559309871
Jakob87 schrieb:
Hallo Rainer, wie ist es dann zu erklären, dass der HOMA leicht erhöht ist? Auch wenn nur leicht erhöht, ist dass doch vielleicht ein Hinweis, dass etwas nicht 100% stimmt?
Hallo Jakob,
ist das jetzt wirklich dein Ernst, mit einem HOMA-Index von 2,04 würdest du dich für vollkommen gesund halten und bei 2,16 verfällst du in Panik? Dein HOMA-Index liegt an der Grenze zwischen "IR unwahrscheinlich" und "IR nicht mehr ganz unwahrscheinlich". Wenn du dazu noch bedenkst, dass deine Nüchternwerte für BZ und Insulin leicht durch Stress beeinflusst werden können, beides erhöht den HOMA-Index, dann kannst du die Genauigkeit des Ergebnisses realistisch bewerten. In Verbindung mit deinem sehr guten Langzeitwert HbA1c von 5,1% gibt wirklich es keinen Grund für deine Panik.
Nun könnte man sagen, dass so eine Panik gaanz gut ist, weil du dann die ärztlichen Empfehlungen "gesund ernähren und mehr bewegen" ernst genug nimmst. Macht doch nichts, wenn deine mentale Gesundheit darunter leidet, wichtig ist nur, dass du dich perfekt um deine körperliche Gesundheit kümmerst. Die Rechnung geht aber leider nicht auf, weil der Stress, den du dir dabei unnöt machst, nachweislich negative Einflusse auf die körperliche Gesundheit hat. Also finde lieber die richtige Balance und befolge den Rat deiner Ärzte: "gesund ernähren und mehr bewegen". Das ist das, was für dich - in Verbinung mit einer regelmäßigen Beobachtung des HbA1c, vielleicht aller 3 Jahre - in Bezug auf eine mögliche Diabetesentwichkung angemessen ist.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 10.01.2026 10:32:43. Grund: BBCodes