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Dawn lässt sich nicht in den Griff bekommen!

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    Mitglied seit: 19.05.2024
    am 16.01.2026 12:05:44 | IP (Hash): 1997854231
    Hallo ihr Lieben,

    ich melde mich, wieder einmal, zurück. ;)

    Mein Hausarzt konnte mir nicht helfen & Insulin schlug nicht an, da ich weiterhin an einem ausgeprägten Dawn leide! (Mein BZ ließ sich mit Insulin, trotz stetiger Einheitenerhöhung nicht einstellen!) Also habe ich es nochmals mit einem Diabetologen versucht.
    Ich bekomme nun Trulicity 3mg sowie Metformin 1000. Dies scheint ebenso nicht zielführend zu sein, da meine BZ-Werte sich nicht senken lassen! Ich ernähre mich streng Low Carb & vermeide alles, sogar Vollkornprodukte & Hülsenfrüchte, da mein Körper scheinbar überhaupt keine KH verarbeiten kann!
    Zusätzlich nehme ich seit 4 Wochen wieder Antidepressiva & bin dauerhaft müde sowie seit 2 Wochen erkältet. Mein nüchtern BZ war heute 15.7 mmol & ich weiß nicht, wie es überhaupt weitergehen soll. Mein Diabetologe sprach schon von einer Insulinpumpe.
    (Ich habe hinsichtlich Ernährung bereits sämtliches durch: 16:8, Shakes, Keto, Low Carb - nichts führte dauerhaft zum Erfolg!) 2025 schaffte ich es auf einen HbA1c von 6.0 - nachdem ich dann Antidepressiva einnehmen musste, erhöhte dieser sich damals wieder stetig & nun bin ich aktuell wieder bei 7.4 angelangt!)

    Habt ihr eine Idee was man noch tun könnte?
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    am 16.01.2026 15:05:42 | IP (Hash): 2030116330
    Apropos Insulin anpassen: das ist wie beim Autofahren Gas geben und bremsen. Da kann der Fahrlehrer dir auch nur beibringen, wie es geht, aber in der konkreten Situation musst DU dann genau das MACHEN was dann passt. Und da kommen alle mit ihren Autos nur mit ganz praktischem eigenem Üben hin.

    Dawn hatte ich bis zum 8ten Tag meiner Leberentfettung mit morgens+mittags+abends 200 kcal. Ne kleine Hungerkur. Bis dahin morgens immer 7-8 mmol/l, auch wenn seit Jahren in der Nacht nur 4-5 und HbAc 5,5 und besser.

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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 16.01.2026 17:19:08 | IP (Hash): 1997854231
    Ich möchte hier nicht jedes Mal nur "Hungerkuren" empfohlen bekommen sondern mal konkrete Hinweise erhalten von Personen, die in einer ähnlichen Zwickmühle stecken. Hungerkuren etc. habe ich während der Jahre alles selbst schon probiert, führte jedoch nicht zum Erfolg!

    Ebenso habe ich keinen klassischen Diabetes Typ 2 - bei mir lässt sich das, psychisch bedingte, Dawn nicht "weg spritzen" / aushungern oder meinst du, dass die Ärzte das bei mir nicht mehrfach schon versucht haben, aber dann scheiterten? Wenn die Psyche nicht im Einklang ist, stimmt auch der Rest nicht.
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    am 16.01.2026 18:17:51 | IP (Hash): 2030116330
    Sorry, ich wollte dich nicht ärgern. Ich hab dir nur geschrieben, was bei mir vor so um 10 Jahren das Dawn beseitigt hat.

    Übrigens damals gegen jeden fachärztlichen Rat.
    Mehrere Diabetologen haben mir damals erklärt, dass das Dawn praktisch völlig normal sei und dass ich dafür ne Insulinpumpe bräuchte, die gegen Morgen halt entsprechend mehr Insulin ausgeben müsste.

    Seitdem brauche ich für meinen BZ im gesunden Rahmen statt damals 40 Einheiten Basal-Insulin nur noch 10 bis aktuell 14.
    Und natürlich brauche ich zusätzlich kurz wirksames Insulin passend zu jedem Essen.

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    am 17.01.2026 11:59:57 | IP (Hash): 718727990
    Cinderella89 schrieb:
    Mein nüchtern BZ war heute 15.7 mmol & ich weiß nicht, wie es überhaupt weitergehen soll.

    Hallo Cinderella,

    wenn es hauptsächlich um die hohen Nüchternwerte am Morgen geht, würde vielleicht am besten ein Morgengupf, etwas schnell wirkendes Insulin (z.B. Fiasp) sofort nach dem Aufstehen, helfen.

    Vielleicht verbessert sich im Nachgang auch der BZ insgesamt, wenn du das Dawn-Phänomen erfolgreich in den Griff bekommst - ich drück dir die Daumen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 17.01.2026 12:43:44. Grund: BBCodes
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    am 17.01.2026 19:50:21 | IP (Hash): 2007487128
    Hallo Cinderella89,

    ich habe seit der Diagnose Diabetes Typ 2-mal mehr, mal weniger Probleme mit den morgendlichen Messwerten und dem bei mir auftretenden Dawn-Phänomen gehabt. Ich spritze Toujeo abends als Langzeit- und Fiasp als Mahlzeiten- und Korrekturinsulin dynamisch ICT.

    Ich habe meine morgendlichen Messwerte seitdem ich jeden Morgen den Tag mit einem 3 KE-Hafer-Gemüsefrühstück beginne im Zielbereich unter Kontrolle. Durch das immer gleiche morgendliche Frühstück kann ich durch das Messen feststellen, ob ich zu Beginn des Frühstücks zusätzlich mehr oder weniger Korrekturinsulin spritzen muss. Dieser Fall tritt allerdings sehr selten auf, denn meistens habe ich vor dem Frühstück die gleichen, immer wieder sich wiederholenden optimalen Messwerte.

    Und so berechne ich meine erforderlichen morgendlichen Insulinmenge:

    Wenn ich morgens aufwache messe ich und spritze sofort entsprechend des gemessenen Wertes die gesamte Menge an Insulin, die sonst vor Beginn des Frühstücks erforderlich wäre. Dann steigt nach dem Messen der Messwert innerhalb der nächsten halben Stunde in Folge des Dawn-Phänomen bei mir an und fällt dann wieder, wenn die Insulinwirkung beginnt, ab. Ich warte nach dem Aufstehen mit dem Beginn des Frühstücks bis der Messwert im unteren Zielbereich ist (oder am Zielwert) und beginne dann mit dem Frühstück. Der Messwert wird dann durch die zugeführten Kohlenhydrate im Zielbereich wieder ansteigen und dann infolge experimentieren mit der zugeführten Insulinmenge im Zielbereich verbleiben um mittags auch in der Nähe des Zielwertes sein.

    Bei Anwendung dieser dynamischen ICT-Behandlung kann man in Sonderfällen wie z.B. Cortison- oder Antibiotika-Behandlungen einfach durch Hinzufügen eines Plus-/Minus-Faktor die erforderliche Insulinmenge jeweils bestimmt werden.

    Auch in der Krebsbehandlung kann bei der Chemo- Immun- oder Strahlentherapie ein entsprechender „Krebsfaktor“ einfach ermittelt werden, um die zu aktualisierte Insulinmengen dynamisch anzupassen.

    Ich habe diese dynamische ICT-Behandlung nach meinem Aufenthalt und den erlernten Erfahrungen in der Diabetes-Klinik in Bad Mergentheim selbst entwickelt und es hat sehr lange gedauert, bis ich meine Ärztin in meiner diabetologischem Schwerpunktpraxis überzeugen konnte, denn sie wollte mich immer wieder nach einem statischen Insulinplan, DDG empfohlen, den sie alle drei Monate aktualisierte, behandeln.

    Ich wünsche dir, dass du die richtigen Einstellungen findest.

    Viele Grüße, Zuckermann


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    Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
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    am 18.01.2026 14:49:00 | IP (Hash): 914084610
    Wann misst du den (deutlich) erhöhten Wert? "Auf der Bettkante" oder erst später?

    Bei "erst später" hilft das Insulin "auf der Bettkante".

    Ist der Wert schon "auf der Bettkante" deutlich erhöht (hormonell bedingtes klassisches Dawn Phänomen) brauchst du das Insulin eigentlich etwa drei Stunden früher. Ich weiß nicht, ob Wecker stellen und nachts nen Bolus spritzen für dich eine Option ist...
    Fett und Eiweiß am Abend kann da eher kontraproduktiv sein, weil die den Insulinbedarf in der Nacht erhöhen.
    Eine Insulinpumpe könnte das Problem tatsächlich lösen...

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    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
    Bearbeitet von User am 18.01.2026 16:32:44. Grund: Formulierung