Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Neu diagnostiziert Diabetes und viele Unsicherheiten
-
am 19.04.2026 12:51:53 | IP (Hash): 365484528
Hallo ☀️
Ich hoffe das wird nicht zu lang, aber hier meine Geschichte in Kurzfassung 😁
Gleich vorweg... ich bin 43 Jahre alt.
Ich hatte vor 2 Jahren eine Blasenentzündung mit anschließender Nierenbeckenenzündung bds.
Seither ging es mir gesundheitlich immer schlechter.
Ich hatte oft Kopfschmerzen, mir war schnell alles zuviel, Schwindel, Konzentration ließ nach, Augen haben sich um 1 Dioptrien verschlechtert, 15kg Gewichtszunahme, immer wieder Infekte.
Ich war alle paar Monate beim Arzt, mal wurde der Blutdruck kontrolliert, mal gab's Physio... letztendlich lief es immer darauf hinaus das ich Stress reduzieren soll.
Vor einer Woche wieder Blasenentzündung.
Ich hatte mir mittlerweile selbst Teststreifen besorgt und bei meiner Messung Glucose im Stick.
Damit bin ich zur Praxis, dort wurde keine Glucose gefunden... aber es wurde endlich zugehört und der Hbca1 Wert abgenommen, außerdem bekam ich ein Antibiotika.
Dann der Schock... Hbca1 bei 9,5 und der Zucker bei 256.
Mir wurde sofort Metformin verschrieben und ich sollte am nächsten Tag zur Diabetes Beratung.
Dort wurde mir erklärt wie ich das Metformin steigern soll ( bis 2x täglich 1000).
Außerdem wurden meine Blutdruck Senker geändert, Cholesterin Senker verschrieben... und ich bekam einen neuen Termin in 3 Monaten.
Auf Nachfrage erhielt ich ein Zuckermessgerät. Eigentlich solle ich aber nicht messen hieß es, daß würde mich nur verunsichern.
Vielleicht ist es jetzt so... aber irgendwie muss ich mich ja mit der Erkrankung auseinandersetzen!?
Ich habe viel gelesen, Kohlenhydrate fast komplett vom Speiseplan gestrichen, gehe jeden Tag 1-2h spazieren ( war diese Woche aufgrund des schleppend verschwindenden Infekts krank geschrieben)
Das tat mir gut.
Mein Nüchtern Zucker war gestern bei 211, heute bei 217.
Die Tendez im Vergleich zu vor einer Woche stimmt, aber sollte nicht mehr drin sein?
Ich fühle mich von der Diagnose im Moment völlig erschlagen und nicht wirklich "betreut" ( Termin in 3 Monaten?).
-
am 19.04.2026 15:27:28 | IP (Hash): 1004501764
Hallo Micha,
deine Werte werden sich nicht von heute auf morgen normalisieren, Das müssen sie auch nicht. Immerhin hat sich deine Diabetes in vielen Monaten, wahrscheinlich sogar in mehreren Jahren entwickelt. Deshalb kommt es jetzt auf 3, 6 oder 12 Monate nicht an. Wichtig ist nur, dass du deien BZ schrittweise immer besser in den Griff bekommst. Es ist auch normal, dass erst nach 3, manchmal sogar erst nach 6 Monaten nachgesehen wird, wie weit sich dein BZ durch eigene Maßnahmen normalisiert hat, um dann erst eine geeignete Therapie festzulegen. Du hast immerhin gleich zu Anfang Metformin bekommen, das ist gut.
Sehr gut ist, dass du deinen BZ selbst messen willst. Die dümmliche Bemerkung, dass das nichts bringt und du dadurch nur verunsichert wirst, ist leider auch normal. Stattdessen hätte dir die Diabetesberaterin lieber erklären sollen, wie man richtig misst. Der Nüchternwert sollte nach unten gehen. es bringt aber wenig, wenn du den täglich misst. Entscheidend sind die Werte nach den Mahlzeiten. Wenn du die besser hin bekommst, dann gehen auch langsam im Nachgang die Nüchternwerte nach unten. Die BZ-Spitzen treten bei uns Diabetikern meistens ungefähr 1 Stunde nach Beginn der Mahlzeit auf, deshalb ist das ein guter Zeitpunkt zum messen. Damit kannst du auch gut bewerten, was für Mahlzeiten für dich geeignet sind und welche nicht.
Viel Erfolg und ein bisschen mehr Geduld, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.04.2026 16:03:44. Grund: BBCodes -
am 19.04.2026 15:30:51 | IP (Hash): 294178736
Zum Verstehen, was dich da plagt, lies am besten mal “Endlich Schluss…”
https://amzn.eu/d/05cjarIc
Da findest du zu gut lesbaren Erklärungen auch eine Anleitung zum Zurückdrehen deines Diabetes, mit etwas Glück sogar bis hin zum völlig gesunden Blutzucker ohne Medis. Daumendrück :)
----------------------------------------------
Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
-
am 20.04.2026 21:31:09 | IP (Hash): 365015324
Hallo Micha,
der immer noch deutlich zu hohe Nüchternblutzucker kann auch mit dem nur schleppend verschwindeneden Infekt zusammenhängen.
Bei 2 x 1000 Metformin plus 1 Stunde Spaziergang plus kohlenhydratbewußter Ernäherung sollte der NBZ eigentlich schnell deutlich besser werden (z.B. 150 mg/dl).
Wurde wegen der Entzündung mal ein CRP bestimmt?
In deinem jungen Alter sollte auch ein Diabetes Typ 1 ausgeschlossen werden. (Antikörper, C-Peptid)
Ich würde an deiner Stelle die tägliche Blutzucker-Nüchternmessung beibehalten.
Und nochmal über Ernährung informieren.
Ggf. wäre ein Schrittzähler für die berühmten täglichen 10.000 Schritte sinnvoll.
Eigentlich können Hausärzte Diabetes Typ 2 hinreichend gut behandeln. Bei einem HbA1c bei Erstdiagnoase von 9,5 % halte ich jedoch eine Vorstellung bei einem Diabetologen für angebracht. -
am 25.04.2026 09:03:18 | IP (Hash): 365484528
Guten morgen ☀️
Danke schonmal für eure Antworten!
Tatsächlich bin ich nach wie vor gefrustet.
Ich hab weniger gemessen, aber täglich den Nüchtern BZ.
Der schwankte um die 200. Mal 190, mal 210... heute wieder 250 ( Ausgangswert von vor 2 Wochen ohne Medis, ohne Kohlenhydrate arme Ernährung).
Metformin nehme ich aktuell morgens 500/ Abends 1000.
Ich gehe jeden Tag mind. 10 000 Schritte, esse 3 Mahlzeiten am Tag mit möglichst wenig Kohlenhydraten und absolut keine Süßigkeiten, keine Softdrinks etc.
Der Infekt lässt langsam nach.
Tatsächlich ist meine Hausarzt Praxis eine Diabetes Schwerpunkt Praxis mit allem drum und dran.
Aber wirklich untersucht fühle ich mich leider nicht!
Außer dem Hbca1 Wert wurde in Richtung Diabetes nichts bestimmt 🤷🏻♀️
CRP war unauffällig, Leukos erhöht.
Bearbeitet von User am 25.04.2026 09:09:44. Grund: Was vergessen -
am 25.04.2026 10:53:02 | IP (Hash): 1975361472
Der Blutzucker im völlig gesunden Rahmen bis maximal HbA1c 5,7 gilt bislang nicht als erstrebenswertes Behandlungsziel. Eher im Gegenteil. Mit HbA1c 6,5-7,5 gilt ein Diabetes fachmedizinisch als ordentlich behandelt. Und wo dein BZ da im Schnitt nicht besonders weit darüber verläuft, sind alle 3 Monate ein bisschen mehr Medi der normale Weg.
Wer gesünderen Blutzucker haben will, kann sich den praktisch nur in eigener Verantwortung selbst machen. Wie weit das möglich sein kann, kann ein einfacher Selbstversuch zeigen: 7-8 Tage morgens+mittags+abends nicht mehr als 200 kcal einverleiben. Wenn die häufigste Art von Typ 2, dann sinkt der Nüchtern-BZ völlig ohne Medis gegen Ende recht schlagartig von einem auf den anderen Tag in den völlig normalen Nüchternbereich unter 100 mg/dl.
----------------------------------------------
Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
-
am 25.04.2026 22:53:54 | IP (Hash): 365015324
Micha83 schrieb:
Der schwankte um die 200. Mal 190, mal 210... heute wieder 250 ( Ausgangswert von vor 2 Wochen ohne Medis, ohne Kohlenhydrate arme Ernährung).
Metformin nehme ich aktuell morgens 500/ Abends 1000.
Ich gehe jeden Tag mind. 10 000 Schritte, esse 3 Mahlzeiten am Tag mit möglichst wenig Kohlenhydraten und absolut keine Süßigkeiten, keine Softdrinks etc.
Der Infekt lässt langsam nach.
Tatsächlich ist meine Hausarzt Praxis eine Diabetes Schwerpunkt Praxis mit allem drum und dran.
Aber wirklich untersucht fühle ich mich leider nicht!
Außer dem Hbca1 Wert wurde in Richtung Diabetes nichts bestimmt 🤷🏻♀️
CRP war unauffällig, Leukos erhöht.
Wie hoch waren die Leukos?
Ich würde die trotz Therapie hohen NBZ-Werte telefonisch der behandelnden Praxis mitteilen und um einen Rückruf des Arztes bitten.
Lg
Hape -
am 26.04.2026 12:28:14 | IP (Hash): 365015324
Ach ja.
Bei intakten Nierenwerte kannst du die Dosis des Metformin auch auf 1000 mg 1-0-1 erhöhen. -
am 09.05.2026 23:17:21 | IP (Hash): 793943281
Hallo mit einem erfreulich Update.
4 Wochen ist die Diagnose mittlerweile her.
Den Infekt habe ich endlich hinter mir gelassen und seit knapp einer Woche merke ich spürbar wie es wieder Berg auf geht.
Meine Stimmung ist viel besser geworden, ich schaffe es auch nach der Arbeit noch ein bisschen Sport zu machen und bin insgesamt wesentlich motivierter.
Mir fällt jetzt erst auf wie schlapp ich die letzten Wochen und Monate war!
Meine Ernährungsumstellung klappt weiterhin sehr gut.
Ich esse low carb und Abends größtenteils Mahlzeiten ohne KH.
Metformin nehme ich mittlerweile 1000 - 0 - 1000 was ich scheinbar gut vertrage ( nach anfänglichen Durchfällen ).
10 000 Schritte täglich, hin und wieder bisschen Rad fahren und seit dieser Woche wieder Krafttraining ( das habe ich im letzten halben Jahr genau 1x geschafft), daher bin ich besonders darauf richtig stolz 💪
So... und meine Zuckerwerte sind mittlerweile konsequent unter 200.
Der niedrigste Nüchternwert war gestern bei 139 😁
Ich danke euch für eure Unterstützung und hoffe es geht weiterhin in die richtige Richtung ☺️