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Tabletten oder Insulin?

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    Mitglied seit: 15.02.2026
    am 15.05.2026 23:13:17 | IP (Hash): 1268262891
    Hi,
    mein Arzt hat mir anfangs Insulin und Metformin verschreiben, nach 3 Wochen konnte ich das Insulin absetzen. Nachdem das Metformin bei mir wenig Erfolg zeigte, bekam ich Xigduo. Nun wird die Dosis reduziert, ich bekomme 2x tgl. Metformin 850 und 1x forxiga 10 mg.
    Mein Langzeitwert hat sich deutlich verbessert, obwohl ich im Blut immer wieder Spitzen messe, auch wenn ich nichts „Unerlaubtes“ esse. Stress katapultiert mich in die Höhe.
    Nun haben gestern meine Kinder hinterfragt, warum ich nicht Insulin anstelle der Tabletten nehme, allein schon wegen der Nebenwirkungen. Der Beipackzettel von dem forxiga verheißt nichts gutes.

    Ich hab nun mehrfach von der Fastenkur über einen 10 tägigen Zeitraum mit 3x200 kal gelesen. Wie funktioniert das? ich bin eh schon sehr schlank. Nachdem ich gern mal ne Handvoll Nüsse oder Tomaten snacke wird es mir außerdem schwerfallen, nicht dazwischendrin was zu essen. Ich bewege mich viel, große Gassirunden usw.
    In dem Buch von Roy Taylor hab ich das nicht gefunden. Und Haferflocken gehen bei mir nicht, das läßt den Blutzucker in die Höhe schießen. Werden die Medikamente in der Zeit eingenommen? Woher weiß ich dann, ob es geklappt hat?

    danke fürs Lesen und Antworten

    Bearbeitet von User am 15.05.2026 23:15:26. Grund: Ergänzung
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    am 16.05.2026 11:46:52 | IP (Hash): 1675181981
    Die meisten Menschen mit Typ 2 schalten ihren Diabetes damit ein, dass sie ihre geerbten ganz persönlichen(!) Speichergrenzen für Fett in Leber und Bauchspeicheldrüse überschreiten. Mit dem Unterschreiten können sie ihren Typ 2 dann auch wieder ausschalten, und mit dem ausgeschalteten Typ 2 arbeitet ihre Blutzucker-Automatik auch wieder völlig gesund.

    Es gibt neben diesen ganz sicher noch weitere Gründe (also praktisch weitere Typen und Untertypen) für diabetisch höher als gesunden Blutzucker.
    Ob der eigene Typ 2 zu der Sorte mit den Fettgrenzen gehört, lässt sich mit 8-10 Tagen mit morgens+mittags+abends je max 200 kcal herausfinden. Denn damit verbraucht die Leber in der Zeit das Fett, das sie zuviel gespeichert hat, und damit sinkt der Nüchternzucker morgens meistens recht plötzlich von einem Tag auf den anderen von deutlich über 100 mg/dl auf deutlich unter 100.


    ----------------------------------------------
    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 18.05.2026 12:49:54 | IP (Hash): 365015324
    Bei deinen "ungefähren" Angaben ist ein genauer Rat kaum möglich.
    Steht Typ 2 fest? (Antikörper negativ)
    Wie alt bist du ungefähr?
    Wieviel Insulin?
    Langzeitinsulin?
    Wie hoch waren die Langzeitwerte (HbA1c) vor und nach Verbesserung?
    Wie hoch sind die Spitzen?
    Forxiga ist bis auf die Neigung zu Genitalinfektionen eigentlich gut verträglich.

    Die Fastenkur nach Roiy Taylor wäre m. M. nach nur dann eine Überlegung wert, wenn du Übergewicht hättest (BMI größer 27)

    Lg
    Hape
    Bearbeitet von User am 18.05.2026 17:12:37. Grund: Tippfehler
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    am 18.05.2026 14:33:04 | IP (Hash): 799802605
    Hape schrieb:
    Die Fastenkur nach Roiy Taylor wäre m. M. nach nur dann eine Überlegung wert, wenn du Übergewicht hättest (BMI größer 27)

    Oberflächlich betrachtet mag Hape mit dieser Feststellung recht haben. Deine Bemühungen, mit möglichst wenig Medikamenten auszukommen, zeigen aber deutlich, dass du an oberflächlichen Betrachtungen nicht interessiert bist.

    Zu viel eingelagertes Fett in der Leber und der BSD kommt auch bei schlanken Menschen häufig vor. Eine Studie, die nachgewiesen hat, dass so eine Diät auch bei Normalgewichtigen zum Erfolg führen kann, ist die ReTUNE-Studie. Darüber kannst du hier etwas nachlesen:
    https://www.aerzteblatt.de/news/typ-2-diabetes-gewichtsreduktion-kann-auch-bei-normalgewichtigen-eine-remission-erreichen-e788494c-b3d6-4797-9037-5f0d009a3219

    Glückwunsch zum bisher erreichten und weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 19.05.2026 14:05:18. Grund: BBCodes
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 19.05.2026 18:29:55 | IP (Hash): 365015324
    Rainer schrieb:
    [Oberflächlich betrachtet mag Hape mit dieser Feststellung recht haben. Deine Bemühungen, mit möglichst wenig Medikamenten auszukommen, zeigen aber deutlich, dass du an oberflächlichen Betrachtungen nicht interessiert bist.



    Die TE spriach nicht davon, dass sie schlank ist, sondern dass sie SEHR schlank ist.
    In so einem Fall von drohenem Untergewicht ist eine 10-tägige 600 kcal-Diät keine gute Idee und gesundheitlich riskant
    Soweit meine oberflächliche Betrachtung.,
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    am 20.05.2026 21:54:08 | IP (Hash): 1268262891
    Danke, danke, danke 🥰🥰🥰

    Ende letzter Woche hatteich wieder starke Spitzen. Dann kam ich ins Grübeln und mir ist das Buch eingefallen, das Jürgen (1.000 Dank) empfiehlt. Ich hatte es mir damals gleich im Januar gekauft, allerdings hat mich der Titel abgeschreckt, da es u.a. heißt: radikal abnehmen…..

    Meine leichte Verzweiflung haben mich nun endlich dazu gebracht, mich mit dem Buch näher auseinanderzusetzen.

    Leider bin ich jemand, der gerne snackt, jetzt sind es halt Nüsse und auch Käse, schließlich bin ich ja sehr schlank. (vor allem im Vergleich zu meinem vergangenen Leben, ich war die personifizierte Dlät) Was ich nicht alles ausprobiert hab, um schlank zu werden….

    Und es hat nur wenige Seiten gedauert bis mir die Erleuchtung kam - es liegt am FETT. Ich nehm einfach zuviel Fett zu mir, denn es kann ja nicht sein, dass mich ein Stück Pizzaboden mit etwas Öl in den Spitzenhimmel katapultieren.
    So hab ich am Sonntag gleich angefangen, ja ich esse etwas mehr als die 200 Kal und ich mach in meinen Salat etwas Olivenöl und etwas Ziegenkäse. Aber keine Snacks in Form von Nüssen usw.
    UND

    mein durschnittlicher Tageswert liegt unter 100 und das nach 3 Tagen. KEINE Spitzen. Und 2 Kilo sind auch weg, ein paar können noch gehen. Meine Kinder finden mich zwar sehr knochig und mager, auch meine Schulterknochen stehen etwas raus, aber ich wollte mein Leben lang eher mager sein - es läuft sich leichter. Und so einen kleinen Bauch hab ich noch. Außerdem verhungere ich nicht. Mittlerweile kaufe ich meine Klamotten überwiegend in der Kinderabteilung oder halt in Größe 32 und 34

    Mein Ziel ist die totale Remission, was mich nun ärgert ist echt die Tatsache, dass ich das schon früher hätte erreichen können.


    Ich danke euch von ganzen Herzen, das Buch werde ich weiterempfehlen.
    Mein Lebensmotto: geht nicht, gibtˋs nicht scheint sich auch hier zu bestätigen
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    am 21.05.2026 08:05:37 | IP (Hash): 173475410
    Zuckerpüppie schrieb:

    Was ich nicht alles ausprobiert hab, um schlank zu werden….
    ...
    Und 2 Kilo sind auch weg, ein paar können noch gehen. Meine Kinder finden mich zwar sehr knochig und mager, auch meine Schulterknochen stehen etwas raus, aber ich wollte mein Leben lang eher mager sein - es läuft sich leichter. Und so einen kleinen Bauch hab ich noch. Außerdem verhungere ich nicht. Mittlerweile kaufe ich meine Klamotten überwiegend in der Kinderabteilung oder halt in Größe 32 und 34
    ...



    Bei mir schrillen gerade die Alarmglocke... du bewegst dich auf dem gefährlichen Weg Richtung Magersucht...

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    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
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    am 21.05.2026 13:09:17 | IP (Hash): 1268262891
    ganz sicher nicht, dazu bin ich zu alt und zu klug, ich bin klein, drum darf ich leicht sein, denn ich war mein Leben lang fett