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Guter Therapeut für Spritzenphobie beim Kind im Rhein-Main-Gebiet gesucht
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Franziska
Rang: Gastam 04.02.2008 21:39:31
Hallo,
meine Nichte, 9 Jahre, ist keine Diabetikerin, aber sie muss Wachstumshormon spritzen. Das ist lange nicht so tragisch wie Insulin da sie ganz wenig spritzt und zur Nacht, aber sie hat inzwischen eine massive Spritzphobie entwickelt. Es wird immer schlimmer: Herzrasen, kurz vor der Ohnmacht.Sie will sich ja spritzen lassen, da s sie schon gewachsen ist und es ihr insgesamt besser geht, aber trotzdem dreht sie vor dem Spritzen fast durch.
Ich habe nun mehfach gelesen, dass man das mit Hypnose und/oder Psychotherapie überwinden kann, aber der Therapeut muss was davon verstehen.
Vielleciht kann hier jemand helfen?
Danke und Gruß
Franziska -
Franziska 2
Rang: Gastam 04.02.2008 21:40:34
Ich vergaß: Raum Rhein-Main, konkret Heppenheim wäre gut.
Gruß F. von Franziska 2 -
Ojima
Rang: Gastam 05.02.2008 00:44:01
Hallo, hat denn der Kinderarzt bzw. Endokrinologe keine Idee?
Diabetiker mit Spritzenphobie benützen in der Regel einen Insulin-Pen mit versteckter Nadel. und ultrafeine Nadeln. Kinder eventuell einen Katheter, der wird in die Bauchhaut gesetzt und bei Verträglichkeit nur alle zwei bis drei Tage gewechselt. Geht aber nur wenn das Mittel Subkutan/ unter die Haut gespritzt wird. Wovor hat denn Deine Nichte Panik?
Vor der Nadel? Vor dem eventuellen Schmerz beim Einstich? Da könnte man sicher Mikronadeln verwenden, so wie für Diabetiker , die sind extra dünn und ultrascharf. Und um den Einstich schmerzfrei zu machen, gibt es eine spezielle Salbe zur lokalen Betäubung, die wird eine gewisse Zeit vorher aufgetragen, und gut is`. Die funktioniert wirklich, Tochter meiner Freundin braucht die auch, sonst Panik und Ohnmacht im Anmarsch bei Injektionen jeder Art.
Viel Glück, liebe Grüße von Ojima -
Pia
Rang: Gastam 05.02.2008 08:45:48
Liebe Franziska,
ich würde meinen, dass deine Tochter ihre Angst am besten überwindet, wenn sie selbst spritzt. Sie ist 9. Kann man sie da nicht noch mit Doktorspiel begeistern? Vielleicht ist meine Idee blööd, aber so würde ich es versuchen. Spielerisch. Und wenn sie das packt, wird sie stolz wie Oscar sein. Ein Szenarium könnte sein, dass sie der Arzt ist und DU das ängstliche Kind. Vielleicht könntest du dich von ihr mit einer NaCl-Lösung spritzen lassen, verweigerst uund sie zeigt dir an sich, dass es nicht weh tut. Wie gesagt, SO würde ich es versuchen.
Oder man steckt sie zeitweise in eine Kinder-Diabetesgruppe. Denn die lernen, sich selbst zu spritzen.
Wenn du wegen der Spritzphobie NOCH EXTRA einen anderen Arzt aufsuchst, dann baust du das Problem erst richtig auf, bzw. zeigst ihr, dass es was GANZ Schlimmes ist. Das wäre möglicherweise kontraproduktiv. von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 05.02.2008 12:01:30
hallo,
"dieses" obengenannte mittel, heißt -emla-
und wird als salbe und pflaster angeboten.
es wird nicht nur bei kinden verwendet sondern auch bei erwachsenen, zb bei punktionen und anderen minimalinvasiven eingriffen.
als salbe muß es mindestens eine halbe stunde vorher aufgetragen werden, bis die erste panik vorbei ist empfehle ich pflaster, drauf---> vegessen-
--> hoch, spritzen --ab, irgendwann mal neues.
später kann sie alles mit salbe selber hinbekommen.
diese methode wird oft auch für diabetische knder benutzt.
mfg. klaus von klausdn -
Franziska
Rang: Gastam 05.02.2008 17:50:45
Hallo alle,
erst mal danke für Eure Anteilnahme.
Pumpe geht bei meine Nichte nicht, sie ist ja keine Diabetikerin, sie braucht nur einmal am Tag eine kleine Spritze Wachstumshormon, nur 0,4mg. Sie hat schon die kleinsten Kanülen Novofine (6mm, 0,25mm im D.).
Emla kennt sie auch, damit haben sie die unangenehmen Pozeduren der Blutabnahmen (Arginintest, Insulinhypoglykämietest usw.) tapfer überstanden.
Eine andere Person möchte sie nicht spritzen. Ihren Teddy schon gar nicht. Sie hat in der Klinik stundenlang das Gummikissen mit der Nadel malträtiert.
Die ersten Tage ging das Spritzen noch (mein Schwager hat sie auf dem Arm fest umarmt, meine Schwester hat gespritzt.Selbst spritzen kann und will sie nicht).
Sie bekommt die Spritzen nun seit vier Wochen und die Angst wird immer schlimmer, nicht besser. Sie findet es nicht schermzhaft, sie hat einfach nur Angst.
Die Idee der versteckten Nadel erscheint mir schon ganz gut, doch ich denke sie braucht eine Technik, wie sie das ganze mental angeht. Vielleicht wie bei Hypnose eine Art kontrollierte Wahrnehmung oder so. Ich habe gelesen, dass es da wirksame Therapien gibt.
Emla hat sie auch schon durch, sie macht mit und ohne Theater, wird stunden vor der Spritzzeit blass, isst nichts mehr, reißt aus usw.
Nicht einfach!
Meine Schwester hat nun eine Psychotherapuetin gefunden, die sich auf Angsstörungen spezialisiert hat, sie haben einen Termin für Freitag gemacht, bis dahin muss sie aussetzen, es hat anders keinen Zweck.
Meine Nichte ist auch sonst ein Sensibelchen, hat Fahrstuhlangst und Claustrophobie, ich denke da ist so eine Grundanlage da.
Ich werde berichten.
Gruß
Franziska
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klausdn
Rang: Gastam 05.02.2008 21:18:51
hallo ,
da ich sowas nicht habe kann ich, solche ängste absolut nicht nachvollziehen.
trotzdem komen immer irgendwelche zweifel auf.
ich bin kriegskind, habe trotzdem weder vor knall noch vor engen räumen angst(bunker und lsr waren wesentlich angsterzeugender als ein fahrstuhl)
aber egal,
die dünnsten nadeln sind die neuen 23/25 von novofine also gibt es noch dünnere für euch.
und - eine ketzerische frage - was glaubt ihr wenn die junge dame dm hätte ???
da würde sie nach einem haben tag in einer keto hängen, und die kloschüssel umarmen, aus dem grund könnte auch eine etwas rauhere, damit aber
wesentlich kürzere situation auch hilfreich sein.
(willst du insulin oder weiter kotzen?)
klingt eventuell etwas roh aber manchmal muß man
- und auch junge leute , dem echten leben ins auge sehen -
daher habt ihr schon mal probiert:: keine reden halten, spritzen , fertig?
mfg. klaus
von klausdn -
Michaela
Rang: Gastam 05.02.2008 22:41:49
Während Insulin für DMler lebensnotwendig ist, ist das Wachstumshormon das wahrscheinlich nicht...
Ich würde vielleicht nochmal d'rüber nachdenken, ob man dem Mädchen das ganze Leid nicht grundsätzlich ersparen könnte...
Falls es tatsächlich eine medizinische Notwendigkeit für die Behandlung mit Wachstumshormonen gibt - sorry, war nicht böse gemeint - ansonsten gibt's deutlich schlimmeres, als Klein zu sein, z.B. als 9jährige zum Psychologen zu müssen und dann zu erfahren, dass man keine Angst haben darf for was, was von vornherein eigentlich nicht sonderlich notwendig ist.
DM-Kinder merken oft selber, dass es ihnen ohne Insulin scheiße geht, da muss man nicht den berühmten Arschtritt verpassen, das hilft nur bei der auserwählten Gruppe von Arschtrittempfänglichen. Die mag groß sein, aber es gilt nicht pauschal. von Michaela -
klausdn
Rang: Gastam 05.02.2008 23:03:16
hallo michaela,
ich hätte das obige nie geschrieben , wenn nicht im ersten post gestanden hätte:
sie will sich ja spritzen lassen, sie ist schon gewachsen, sie fühlt sich besser.
und da ich relativ wenig von psychlogen und ihrem
XXXXXX halte, kann man einfach mal die kurze art probieren.
deine frage ob kleinwüchsig oder wachstumshormone läift an der problematik vorbei,
niemend weder du noch die eltern, sind in der lage eine antwort auf die frage eines mädchens zu geben die später sagt "ihr" wart erwachsen, ihr wußtet es besser, -- weshalb habt ihr nicht dafür gesorgt? -
es ist immer schön zu lesen daß "andere" nicht diskriminiert werden, aber papier ist geduldig.
selbst dmler die exzellent mit dm klar kommen werden ja diskriminiert.
und wenn die medizin die möglichkeit gibt halte ich einen pieks für wesentlich weniger belastend als eine bürde, und bitte glaubt es ich weiß was das ist.
mfg klaus von klausdn -
Pia
Rang: Gastam 06.02.2008 08:11:54
Oje, Franziska, na da bin ich ja mal gespannt, was du berichten wirst. Dennoch glaube ich trotzdem noch, dass die Nichte mit dem Anreiz der Gruppendynamik in einer Gruppe von Kindern, die alle selbst spritzen MÜSSEN, so wie Klaus schon schreibt, bei z.B. Diabetes, gut fahren könnte.
Man wird doch nicht als Sensibelchen geboren, oder doch? Ich hoffe, dass die EINZELbehandlung nicht diese Ängste noch weiter hochzüchtet.
Wahrscheinlich liegt der Effekt einfach in dem Wort SPRITZE begründet. Ich muss noch mal fragen. Was hat sie mit einem Gummikissen in der Klinik gemacht? von Pia