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Unterzuckerung oder Epileptischer anfall brauche dringend Hilfe
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Gast
Rang: Gastam 27.05.2014 12:46:09
Gast schrieb:
Hallo Frank
Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe mir das Ganze mal als langjährige von Epilepsie betroffene durchgelesen. Deiner Beschreibung nach handelt es sich m.E. leider schon offenbar um einen typischen Grand Mal, einen großen epileptischen Krampfanfall.
Das man im Bildgebenden Verfahren "nichts" erkennen konnte ist keine Seltenheit, in dem Fall spricht man von einer idiopathischen =(ohne erkennbare Ursache) Epilepsie. Und es ist ebenso keine Seltenheit, das im anfallsfreien Intervall, trotz bestehender Epilepsie, keine Auffälligkeiten im EEG zu erkennen sind. Von daher hat auch die rein klinische Diagnostik, ein Arzt oder Sanitäter sieht einen Anfall, bzw. eine detaillierte Anfallsbeschreibung hier einen deutlichen Einfluss auf die Erhebung einer ersten Verdachtsdiagnose. In manchen Fällen reicht es schon völlig aus um sicher zu sein.
Das Fahrverbot von (je nachdem) einem Jahr (?) hast du bereits mit der Verdachtsdiagnose, bzw. hat es spätestens da begonnen als man dich von ärztlicher Seite darauf hingewiesen hat. Völlig gleich, ob du die Medikamente nimmst oder nicht. Im Gegenteil, sie werden anhand der Medikamentenspiegel feststellen das du sie "nicht" nimmst und du wirst es dir damit vermutlich dahingehend uneinsichtiger Patient im Sinne von "Non-Compliance" nicht wirklich einfacher machen, oder was meinst du?
Hier mal die aktuellen Fahrerlaubnisleitlinien der Bast, zu finden unter Punkt 3.9.6
http://www.bast.de/DE/FB-U/Fachthemen/BLL/Begutachtungsleitlinien-2014.pdf?__blob=publicationFile
Das stand übrigens in einem Artikel von Diabetes-Deutschland zum Thema:
schrieb:
[...] Mit anderen Worten: Patienten mit einer Typ 1 Diabeteserkrankung waren 4 - 5 mal öfter von einer generalisierten Epilepsie ohne erkennbare organische Ursache betroffen.
In den meisten Fällen wurde zuerst der Diabetes diagnostiziert. Die Krampfanfälle – soweit nachvollziehbar – traten erst später auf. Dies könnte bedeuten, dass die Epilepsie durch eine Typ 1 Diabeteserkrankung ausgelöst wird. Möglich wäre natürlich auch, dass sich beide Erkrankungen nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten bemerkbar machen, ohne sich gegenseitig zu bedingen. Dies herauszufinden, wird Gegenstand weiterer Forschungen zum Thema Typ 1 Diabetes und Epilepsie sein.
Dr. med. Anja Lütke, freie Mitarbeiterin der Deutschen Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung
Quelle: McCorry D, Nicolson A, Smith D et al. An association between type 1 diabetes and idiopathic generalized epilepsy. Annals of Neurology 2006; 59: 204-206
Quelle: http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/4817.htm
Valporinsäure (ist der Wirkstoff von Valporat) ist in der Regel aufgrund seiner guten Wirkung meist noch das Mittel der ersten Wahl und hat zudem den Vorteil das man es relativ schnell aufdosieren kann um in kurzer Zeit den Schutz zu haben. Lamotrigin ebenfalls, ist auch bekannt für seine gute Verträglichkeit, allerdings mit dem Nachteil das es Recht langsam Eindosiert werden muss.
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg!
Viele Grüße
Cheyenne
Ps. Ich möchte nach etwas Recherche noch einen Nachtrag einbringen. Vielleicht bringt er dir persönlich ja nichts mehr, dafür aber anderen welche vor dem selben oder einem ähnlichen gelagerten Problem stehen.
Thieme - Diabetologie und Stoffwechsel 2011; 6 - P222
DOI: 10.1055/s-0031-1277493
Einsatz eines Glucosesensors zur Differenzialdiagnose einer Epilepsie bei rezidivierenden epileptischen Anfällen unter Insulintherapie bei Diabetes Mellitus Typ 1
schrieb:
[...] Zusammenfassung: Bei wiederholt auftretenden Krampfanfällen, bei denen ein kausaler Zusammenhang zu hypoglykämischen Ereignissen nicht eindeutig herzustellen ist, ist neben der Anamnese und der apparativen neurologischen Untersuchung der Einsatz eines Glucosesensormesssystems eine gute Möglichkeit zur Abgrenzung von hypo- zu normoglykämen Krampfereignissen.
Quelle und vollständiger Artikel:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0031-1277493
Viele Grüsse
Chey