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  • klausdn

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 15:51:19
    hallo wolle, und alle,
    ich glaube nicht daß dir irgendjemand faulheit vorwerfen wollte, nur sollten wir alle mit klagen über einschränkungen durch den dm sehr vorsichtig sein.
    denn vorurteile uns gegenüber gibt es schon reichlich. und es werden statt weniger mehr.
    --> behörden suchen nach beschäftigung,
    da werden alle zwei jahre gutachten gefordert, da genügt der diadoc nicht mehr , es muß ein fremder sein, alle zwei jahre der augen arzt, ....und alles kostet geld.
    ist eigentlich bekannt daß der alte 3er führerschein,
    "allen" INSULINERn(sogar sh ,nn-nehmern) probleme machen kann??
    dann wird da und dort was geknabbert.
    ein attest gefordert, bei der arbeit streß gemacht,usw. alles kostet, und schränkt ein.
    und wenn solche sorgen im hintergrund stehen, kann jeder seine meinung sagen, denn es betrifft uns alle.
    mfg. und guten rutsch klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 16:56:08
    Moin Wolllle,

    sorry, wenn ich Dich getroffen hab. Aber Du hast mich auch getroffen. Denn jeder, der mit der allgemeinen Begründung Diabetes mellitus eine Einschränkung seiner Leistungsfähigkeit anerkannt haben will, schränkt damit vollautomatisch die Leistungsfähigkeit aller Diabetiker in den Augen der Öffentlichkeit und der Arbeitgeber ein.

    Schau, ich weiß von ner Diabetikerin, die froh ist, nen Job zu haben, und die mit ner Beinprothese jeden Tag auch Treppen steigt und wahrscheinlich nie auf die Idee käme, ihren Diabetes als besondere Behinderung anzumelden.
    Ich weiß von nem Bundespolizisten, der Himmel und Hölle dafür in Bewegung gesetzt hat, seinen aktiven Dienst mit allen Beförderungs- und Waffenscheinen und mit seinem Diabetes ohne Einschränkung ausüben zu dürfen, im konkreten Einsatz auch rund um die Uhr. Übrigens wie die meisten von uns einfacher Penner.
    Und Hajo hat Dir seinen Alltag skizziert. Ok, er hat ne Pumpe, aber die kann nicht zaubern, sondern damit muss man das Insulin genau so passend zum Essen abgeben, wie mit dem Pen. Nur dass man sich da nicht für jede Abgabe neu stechen muss.

    Ich kenne aus sehr persönlicher Anschauung die Situation, dass die letzten Berufsjahre besonders belasten können. Selbstverständlich sucht man da nach Möglichkeiten der Entlastung. Aber wie schwer einem Behinderten - ich kann nur an 2 Stöcken gehen - das Entlastungs-Verhalten anderer Behinderter anhängt, die sich mit Hinweis auf ihre Behinderung Vorteile verschaffen wollen, habe ich bei der eigenen Jobsuche oft genug erlebt. Und ich weiß auch von ner Reihe Diabetiker, die ihren Diabetes in ihren Jobs verheimlichen, weil sie die sonst los wären, weil *man ja mit Diabetes eben nicht so leistungsfähig sei*. Selbstverständlich nicht offen, aber wo ein Wille ist, ist auch ein legal funktionierender Entlassungs- oder wenigstens Versetzungsgrund.

    Guten Rutsch! Jürgen
  • Wolllle

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 18:50:44
    Hallo an alle
    So wie Ihr das schreibt habe ich es noch nicht betrachtet,Ich möchte niemand schaden.
    Gruß Wolllle
  • EH

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 21:08:55
    @ Wollie

    Laß dich nicht verunsichern. Es ist ganz allein deine Entscheidung, inwieweit du deine Arbeit noch machen kannst. Du mußt dich von niemandem als Drückeberger hinstellen lassen, so wie in den ersten Reaktionen auf dein Posting. Ich denke, Schichtarbeit und Diabetes sind keine gute Verbindung, besonders wenn man aufgrund 30jähriger Schichtarbeit schon gesundheitlich angeschlagen ist.

    Außerdem bist du nicht verantwortlich für das Bild "des Diabetikers" in der Öffentlichkeit. Da sollten sich lieber mal die sog. "Berufsdiabetiker" an die eigene Nase fassen, die immer und überall ihren Diabetes vor sich hertragen wie den heiligen Gral. Ich habe seit über 30 Jahren Diabetes und außer meiner Familie hat das nie jemand gemerkt, aber jetzt merke ich, daß es nicht mehr geht und ich frage mich allen ernstes ob ich das letzte Jahr bis zur Rente noch durchhalten kann. Ich kann dir deine Situation nachfühlen und ich möchte dich ermuntern, dir jede Erleichterung zu verschaffen, die du erreichen kannst. Um sein "Ansehen" muß sich jeder Diabetiker selbst sorgen, ich halte eine "Sippenhaft" für unsinnig.
    Ich finde die Reaktionen auf deine Frage zum größten Teil einfach nur unverschämt. von EH