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Insulinunverträglichkeit

  • Silvana

    Rang: Gast
    am 13.08.2010 17:04:43
    Habe gestern einen Beitrag aus dem Jahr 2006 od.2005 von einem Holger gelesen. Er schildert genau die gleichen Symptome die ich habe. Bin seit letztem Jhar Diabetikerin Typ D1. Spritze 3xtägl. Basisinsulin 3xHumaninsulin. Hatte anfangs Actrapid und Protofane. Allerdings sprach ich auf Actrapid nicht an. Dann bekam ich Apidra und Levemir. Auch bei Apidra muss ich teilweise 1-2Stunden VOR dem Essen spritzen um auf einigermaßen annehmbare Werte zu kommen damit ich dann essen kann. Von Levemir bekam ich nun plötzlich dicke Quaddeln die ganz heiß wurden und die noch tagelang blaue Flecke und Schmerzen verursachten. Nun war ich gestern bei meinem Diabetologen und er stellte mich wieder auf Protofane um. Da ich außerdem seit Tagen an Kopfschmerzen und Übelkeit leide, fühle wie ein betrunkener Junkie und bin kaum fähig irgend etwas zu tun weil mir sofort schwindelig wird. Dies ist nun schon seid ca. 1 Woche Dauerzustand, davor hatte ich diese Beschwerden mal immer wieder. Nun schickte mich mein Arzt zum Neurologen da er sich nicht vorstellen kann dasws dies vom Insulin kommen könnte..... Hier habe ich nun andere Dinge gelesen.
    Kann sich denn dieser Holger falls er dies liest bitte bei mir melden und mir eventuell mitteilen was er dagegen unternommen hat und wie ihm geholfen wurde?

    Vielen Dank fü eure Hilfe
    Silvana
  • xyz

    Rang: Gast
    am 14.08.2010 00:39:28
    @Silvana:

    Ab und an schreibt hier mal DANIELA -sie hat eine Allergie gegen HUMANINSULIN.
    Vielleicht kann sie dir weiterhelfen....ich versuche sie per Mail zu erreichen.

    Was sollst du beim Neurologen? Das ist mit Sicherheit kein neurologisches Problem!

    Wechsel den Arzt bitte sonst geht es dir bald noch schlechter!
  • kai5

    Rang: Gast
    am 14.08.2010 01:43:04
    Was wird der Neurologe feststellen ?
    Das er mit Dir Geld verdient und nichts finden wird !
    Eine Umstellung auf ein nicht gentechnisch hergestelltes Insulin wäre eine Alternative.
    Aber sie ist nicht leicht.

    Als Alternative die nicht ganz so schnell wirkenden Insuline wie z.B.Actrapid.

    Apidra, Humalog etc. können auf die Psyche u.a. unangenehme Auswirkungen haben.
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 14.08.2010 02:31:55
    Hallo Silvana,

    ich bin kein Arzt und letztendlich kann nur ein Arzt Diagnosen stellen.
    Aber ich kann aus eigenen Erfahrungen berichten. Bei mir traten auch Quaddeln auf. Die Insulinhersteller haben meinem damaligen Arzt sogenannte Testkits zur Verfügung gestellt, sprich Deinen Arzt darauf an, dass er das Zeug bei einer der Firmen bestellt und es an Dir testet.
    Willst Du wissen ob es das Insulin selbst ist, kommst Du um einen Besuch bei einem Facharzt der Allergologie nicht herum. In Berlin ist Frau Prof. Dr. Worm (Allergologie Charite) eine sehr gute Adresse. Du kannst evtl. sogar Deinen Arzt beauftragen sich mit ihr in Verbindung zu setzen und Blut über ihn abenehmen lassen, was dort untersucht wird, ich bin da aber nicht sicher.

    Ich tendiere eher zu einer allergischen Reaktion als zu einer Unverträglichkeit, was mich stutzig macht ist, dass nach Insulinwechsel Symptome auftreten, die eher nicht allergischer Natur zu sein scheinen - könnten auch schwere Unterzuckerungen aufgetreten sein?

    Ich kann mir zu den Hautreaktionen auch noch andere Ursachen vorstellen, sind diese Quaddeln wirklich Quaddeln oder rote Flecken?
    Ein Hautarzt kann Dir da sicher auch noch helfen.

    LG, Daniela
  • Silvana

    Rang: Gast
    am 14.08.2010 08:01:07
    Herzlichen Dank für eure Hilfe!
    Ja es sind Quaddeln und es ist nach der jetztigen Umstellung auf Protofane noch nicht wieder aufgetreten. Ich hae auch keine Reaktionen auf Apidra nur nach dem spritzen von Levemir bekam ich diese Symptome. Zu Actrapid muss ich sagen es wirkt bei mir viel zu langsam. Ich muss sogar dieses schnell wirkende Apidra vor dem Essen spritzen da auch dies zu langsam wirkt. Zum Neurologen soll ich weil ich dermaßen Schwindelgefühle habe und weil ich wie betrunken durch die Gegend schwanke. Bin z.Zt. auch derart schlapp und die kleinste Arbeit strengt schon sehr an. Aber es ist beruhigend zzu wissen dass man sich mit Betroffenen denen es ebenso ergeht austauschen kann.
    Vielen Dank. Silvana
    ( Hatte eben einen Hypo und bin deshalb schon um diese Uhrzeit wach!)
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 14.08.2010 12:34:45
    Hallo Silvana,

    das mit den Kopfschmerzen und dem Schwindel kann verschiedene Ursachen haben. Da müsstest Du mal gucken wie Dein BZ nachts verläuft, evtl. hast Du auch viel zuviel oder zuwenig Insulin.
    Wenn die Quaddeln jetzt weg sind - super, trotzdem rate ich Dir einen Allergologen aufzusuchen, um das abzuklären.
    Dass Normalinsulin langsamer wirkt als Analoginsulin ist meiner Meinung nach nur ein Werbegag. Gerade mit Normalinsulin kann man eine hervorragende Diabeteseinstellung mit weniger Hypoglykämien als mit schnellem Analoginsulin erreichen - man muss aber einige Regeln beachten/einhalten, die übrigens auch für schnelles Analoginsulin gelten.
    Meiner Erfahrung nach wirken schnelle Analoga viel zu kurz und man muss sich mehr Bolusinsulin geben um gute pp-Werte zu erzielen, sodass es im Anschluss zu Hypoglykämien/Unterzuckerungen kommt.
    Meine persönliche Meinung ist, dass Analoga Schrott sind ^^

    Leider verraten die meisten Diabetologen uns diese Tricks nicht und als Diabetiker rennste dann mit viel zuviel Insulin durchs Leben - mit der Auswirkung häufiger Hypoglykämien im Wechsel mit Hyperglykämien. Eine gute Therapie ist dann meist sehr schwierig durch zu führen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das Schwindelgefühl, die Kopfschmerzen etc. Unterzuckerungen als Ursache haben, aber das ist nur eine Idee von mir und muss diabetologisch abgeklärt werden!

    Viel Erfolg bei der Suche und Grüße,
    Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 14.08.2010 13:17:52
    Moin Sylvana,

    früher war es normal, Human-Insuline wie Actrapid mit einem SEA (Spritz-Ess-Abstand) von wenigstens 30 Minuten zu spritzen. Ich habe z.B. zum Frühstück damit einen von 2 Stunden. Und mit Apidra ist es bei mir zum Frühstück immer noch fast 1 Stunde, bis eine messbare Wirkung eintritt. Später am Tag reichen mir 10-20 Minuten. Alle Insuline wirken übrigens einmal im Blut innerhalb weniger Minuten und haben dann ausgewirkt. Die Dauer bis zum Wirkeintritt und wie sich die Wirkung dann über welche Zeit verteilt, macht der Weg vom Unterhautfettgewebe bis in den Blutkreislauf.

    Jedes Insulin braucht bei jedem von uns eine andere Zeitspanne vom Spritzen bis zur ersten messbaren Absenkung des Blutzuckers. Da gibt es keine Gesetzmäßigkeit, sondern nur die Möglichkeit für jeden von uns, das mit den eigenen Insulinen systematisch auszutesten und sich dann danach zu richten.
    Und jede Insulineinheit verhilft bei jedem von uns einer anderen Menge Glukose in die Zellen, denn das ist eben individuell verschieden. 1IE pro BE ist keine Gesetzmäßigkeit. Ich kenne auch Betroffene, die 5 oder 10 oder noch mehr IE pro BE brauchen. Auch da gibt es keine Gesetzmäßigkeit, sondern nur die Möglichkeit für jeden von uns, das mit den eigenen Insulinen systematisch auszutesten und sich dann danach zu richten.

    Danach richten:
    Mit dem Insulin, das wir spritzen, ersetzen wir fehlendes eigenes, und zwar ideal immer dann und in der dann passenden Menge, wenn dieser Ersatz gebraucht wird.
    Wenn der BZ ansteigt, ist gerade zu der Zeit nicht genug Insulin für die Glukose im Blut, die dann eben im Blut ist. Und wenn der BZ in eine Hypo sinkt, ist gerade zu der Zeit mehr Insulin im Blut, als für die Menge Glukose gebraucht wird, die dann gerade im Blut ist.

    Konkretes Beispiel:
    Wenn mein Apidra bei mir morgens erst 1 Stunde nach dem Spritzen messbar zu wirken beginnt, der Zucker aus einer Scheibe Brot meinen BZ aber schon eine halbe Stunde nach dem Essen auf die Spitze treibt, dann muss ich eben wenigstens ne halbe Stunde vor dem Essen spritzen, damit die beiden Wirkungen einigermaßen passend zusammen kommen und sich ausgleichen können.

    Bisdann, Jürgen
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 15.08.2010 03:25:46
    wie daniela schon schrieb, können schwindel und benommenheit verschiedene Ursachen haben, wie auch unterzuckerung und benommenheit.

    alergische reaktionen können auch von den zusatzstoffen der insuline herrühren, und unser körper ist da lernfähig. am besten so bald wie möglich einen termin beim alergologen machen, mit der erwähnung einer insulinresistenz. ggf kann dir der hersteller des insulins sagen, wie man an das kit kommt, damit du es beim gespräch zumindest die info parat hast.

    und bitte: insulin immer erst wechseln, wenn es probleme damit gibt. sonst schiest sich dein imunsystem erstrecht ein. von thomas2002
  • Silvana

    Rang: Gast
    am 15.08.2010 09:53:26
    Nochmal vielen Dank für eure Ratschläge. Aber das mit dem Schwindelgefühl hat NICHTS mit Unter oder Überzuckerung zu tun. Habe dies auch bei einem NORMALZUCKERSPIEGEL. Es ist sozusagen schon fast Dauerzustand. Das will nun mein Diabetologe abklären lassen. Er hat mir das auch mit der Allergie bei Levemir gesagt. Er hatte ja die verhärteten Riesenquaddeln gesehen und sofort beim Hersteller die Nebenwirkungen abgecheckt und mir dann von diesen mögl. Nebenwirkungen gesagt. Er sagte mir er hätte so einen Fall zum Glück noch nie gehabt aber leider wäre ja immer einmal ein erstes Mal. Leider muss es nun wieder ich sein. Es hat mich ja erst letztes Jahr erwischt, seither sind wir am einstellen und austesten. Er meinte dass mein Zucker in gar kein Schema passt. Und das stimmt.. weil das mit dem vorher Spritzen funktioniert nicht immer gleich, sondern einmal sinken die Werte schon früher einmal dauert es bis zu 2 Stunden. Jetzt z.B. habe ich mir mal die Hälfte des Insulins verabreicht, die andere Hälfte spritze ich mir nach dem Essen. Mal sehn was wird. Ich schätze mal dass ich noch sehr viel Zeit und Geduld aufbringen muss.
    Herzlichen Dank euch allen und ein schönes WE Silvana
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 15.08.2010 13:56:27
    Hallo Silvana,

    wenn das mit dem Insulin per Pen nicht klappt, versuche es mal mit einer U100-Spritze - es ist keine Seltenheit, dass die gespritzte und angekommene Insulinmenge nicht stimmt (Ungenauigkeit des Pens). Ein weiteres Problem ist der Rückfluss von Insulin bei zu großer Insulinmenge, bezogen auf die Nadellänge des Pens, der Spritze - pro Millimeter ist maximal 1 IE Insulin anzusetzen!
    Wenn Du also 20 IE Depot spritzen musst, bleibt nur noch die 20 mm Nadellänge, oder Insulin auf 2 Stellen spritzen..

    Aber auch das ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn Du morgens das Depotinsulin spritzt, ist evtl. nicht mehr genug Depotinsuin vom Vorabend vorhanden und Du kommst in einen Insulinmangel, den man mit einem Bolus überbrücken muss.
    Einschlafzeitpunkt und Aufstehzeitpunkt haben auch Einfluss auf den Insulinbedarf - versuche mal kontinuierliche Zeiten einzuhalten.
    Auch Bewegung nach Insulingabe beeinflusst den BZ erheblich, selbst geringe Belastungen wie Gehen senken den Blutzucker erheblich nach Bolusgabe.

    Ich drück Dir die Daumen, dass das mit den Kopfschmerzen und den Schwindelanfällen geklärt und beseitigt wird. Meine Kopfschmerzen damals und den letzten Monaten kamen wahrscheinlich von schweren Unterzuckerungen. Solllten dabei noch Muskelschmerzen auftreten ist das ein weiteres Indiz für Unterzuckerungen.

    Im Übrigen muss der gemessene Blutzucker mit normalem oder hohen wert nicht bedeuten, dass keine Unterzuckerung vorliegt. Im INSULINER 91 steht einiges dazu.
    Unterzuckerung ist nämlich nicht gleich Blutzucker (laut Dr. Teupe).

    Also dann mal noch viel Glück bei der Suche und lieben Gruß, Daniela