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BZ viel zu hoch trotz pumpe

  • Daniela

    Rang: Gast
    am 04.08.2010 18:35:32
    Hallo Helmut,

    "Eine Entgleisung liegt evtl. ja nicht vor. Jeder kann mal mit solchen Werten herumlaufen. "

    Naja, wer einen Hba1c > 9, 1h-pp-Werte von >200 mg/dl nach 2 BE nach Hypoglykämie, mit 2h-Korrekturen nichts erreicht wird wohl ohne ´kompetente ärztliche Hilfe nicht mehr weiter kommen.

    Mal erhöhte Werte machen nicht einen solchen Hba1c!

    Bin ja auch nicht böse, hab halt versucht auf den Ernst der Lage hinzuweisen ^^

    LG, Daniela
  • Nachtrag v. Daniela

    Rang: Gast
    am 06.08.2010 10:28:25
    Es sollte natürlich nicht Insulinanstieg, sondern Blutzuckeranstieg heissen ^^ von Nachtrag v. Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 06.08.2010 12:18:12
    Moinmoin,

    48mg/dl sagen, dass pro Liter Blut 0,48g Glukose umlaufen, bei durchschnittlich 5 Litern Gesamtmenge also 2,4g Glukose.
    350mg/dl sagen, dass pro Liter Blut 3,5g Glukose umlaufen, bei durchschnittlich 5 Litern Gesamtmenge also 17,5g Glukose.
    Da je nach interner Steuer-Anforderung intern von Leber und Nieren alles zwischen Null und 120g und mehr Glukose pro Stunde ausgegeben werden können und eingefüllte 2 BEs zusätzliche 24g Glukose sind, kann ich nicht verstehen, wieso mit dem Einfüllen von 2 BEs im Rahmen einer Stunde kein Anstieg auf von 48 auf 350 möglich sein soll.

    Allerdings kann ich auch nicht verstehen, wie jemand mit ner Pumpe statt ICT die Erwartung gesünderer BZ-Werte verbinden kann. Denn die Systeme, die so etwas schaffen, sind einstweilen noch in den verschiedenen Erprobungsphasen. Sie müssen nämlich u.a. programmmäßig lernen, den BZ und den KH- und Insulininput der wenigstens vorausgegangenen 5 Stunden passend zu berücksichtigen. Und wer das bis dahin nicht selbst passend macht, kann sich halt einstweilen nur über miese Werte beklagen - oder sich kleinklein daran machen und lernen, den eigenen BZ selbst zu steuern. Mit gesund Essen allein wird das nicht getan sein, und ein Basalraten-Test wäre da auch bloß einer von vielen Schritten :-(

    Bisdann Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 07.08.2010 01:30:24
    Ja Jürgen,

    und da dies für den recht ungeschulten Diabetiker eine große Herausforderung darstellt, rate ich einfach dazu, sich die passende Einstellung und Schulung abzuholen.

    Basalratentest ist heutzutage auch kein Hungertag mehr, die Ergebnisse in einer solchen Stoffwechsellage (Leberzuckerfreisetzung) machen keinen Sinn, die Basalrate wird dann nur noch mehr unphysiologisch verunstaltet.
    Selbst wenn es gelingt die Werte erstmal etwas zu stabilisieren, kommen die möglichen technischen Probleme als Ursache (Katheter) für die nächste Entgleisung immer wieder dazu, die fallen übrigens nicht auf wenn man solche Werte hat.

    Aber es gibt ja soviele prima Diabetologen hier, leider haben die meisten die Möglichkeiten nicht, da was draus zu machen...

    LG, Daniela
  • Joa

    Rang: Gast
    am 07.08.2010 02:15:04
    Hallo Daniela,

    ich kann ja Deine Begeisterung für Dr. Teupe gut verstehen und auch durchaus teilen.

    Aber wir müssen es nicht übertreiben und unsere jungen Auswanderer, die nun knapp fast schon in den Highlands Schottlands leben, mit Macht nach Bad Mergentheim jagen wollen.

    Die Seiten zum Selbststudium sind genannt, der Rest ist Sache von Franzi.

    Fragen kann sie immer hier, oder vielleicht besser noch in anderen Foren.

    Und falls sie ein Krankenversicherung in Schottland hat, die eine Schulung in Althausen zahlt, ok. Wenn nicht, dann muss sie die Schulungs- und Aufenthaltskosten wohl selber aufbringen können.

    Aber da es zum Glück ja schon seit vielen Jahren
    www.chrostek.de
    gibt, kann sich auch jeder versuchen selber weiterzubilden.

    Gruß
    Joa


  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.08.2010 10:50:56
    Moin Joa,

    was bei den Teupe-Seiten auf den ersten Blick ein bisschen wie aus einer anderen Welt abschreckt, ist die Theorie. Die kommt im Althausen-Alltag zwar wenigstens genau so geballt, aber allein dadurch doch viel zusammenhängender rein, dass sie fortlaufend mit Messungen und Protokolleinträgen unterfüttert wird: Man kann im Rückblick auf die Entwicklung des BZ über Stunden auch noch nach Tagen nachhalten, was da denn welche Bewegung gemacht haben könnte.

    So ein gezieltes Beobachten des eigenen BZ ist den meisten INSULINERn völlig fremd. Die meisten haben noch nicht einmal eine einzige Mahlzeit vom Spritzen bis zum Wirkauslauf des Bolus beobachtet. Sie messen vor den Mahlzeiten und vielleicht noch vor dem Schlafengehen, und alles dazwischen ist für die völlig unbekanntes Gelände. Wer schon mal reingemessen hat, hat da eine Zahl gesehen, die ihm in ihrer erschreckenden Höhe aber nicht wirklich was gesagt hat.

    Besonders interessant scheint mir, dass offenbar auch CBMer Schwierigkeiten haben, die Kurve, die sie ja direkt sehen können, mit ihrem Input und ihrem Verhalten in Verbindung zu bringen.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 07.08.2010 18:18:11
    Hallo Jürgen,

    > was bei den Teupe-Seiten auf den
    > ersten Blick ... abschreckt, ist die
    > Theorie.
    > Die kommt im Althausen-Alltag zwar
    > wenigstens genau so geballt, aber
    > allein dadurch doch viel
    > zusammenhängender rein, dass sie

    in einem strukturierten Schulungsprogramm mit viel visueller Unterstützung, fortlaufenden Erklärungen und der Möglichkeit der Nachfrage durch den Schulungsteilnehmer dargebracht wird.

    Und Teupe ist m.E. auch ein besserer Entertainer als Bücherschreiber. In Sachen Entertainment ist er sogar spitze.

    Aktuelle Beispiele aus den Wochenprotokollen werden thematisch passend zur Verstärkung genutzt, um die Logik der Abläufe und ihrer Zusammenhänge deutlich zu machen.

    Für den Neuling ist es sehr beeindruckend, wenn Teupe bei zu hohen Werten empfiehlt, die Insulinmengen insgesamt zu reduzieren.
    Oder wenn er vorschlägt beim morgendlichen Aufstehen auch auf einen BZ von 80 mg% noch eine oder zwei schnelle Insulineinheiten zu geben.

    Wer hat von seinem Diabetologen oder in einer Schulung denn schon erklärt bekommen, dass die Insulinrezeptoren ihre Anzahl regulieren? Je nach Insulinmenge?
    Was als Up- und Downregulation des Insulinrezeptors bezeichnet wird.

    Es staunen viele Schulungsteilnehmer nicht schlecht, wenn durch weniger Insulin tatsäch nach relativ kurze Zeit auch die geringere Insulinmenge weiter reduziert werden muss, weil es sonst Hypos hagelt, oder wenn das morgendliche Austehinsulin den BZ überhaupt nicht beeindruckt, aber plötzlich der Insulinbedarf zum Frühstück erheblich sinkt und ggf. vorher übliche Berg- und Talverläufe am weiteren Vormittag sich in Wohlgefallen verwandeln.

    Solche "wundersamen Sachen" stärken dann natürlich die Motivation zum Zuhören mächtig, und man wartet schon ganz gespannt darauf, was der nächste Tag bringt, und wie es weiter geht. ;-)

    Wer nicht nach Althausen zur Schulung und Neueinstellung fährt, kann sich das Programm halt bislang nur aus dem Internet und dem "INSULINER" erlesen.

    Und am besten dann in den passenden Internetforen konkret um Hilfestellungen zum Verständnis und zur eigenen Neueinstellung nachsuchen.

    Wobei ich das Diabetes Forum hier diesbezüglich für eher weniger gut geeignet halte.

    Was sowohl am etwas umständlichen Layout, als auch an der fehlenden Moderation liegt.
    Und aus der Anonymität kommt dann auch noch öfter mal Murks angepostet. :-(

    Es gibt halt Foren, wo kompetente Typ 1er doch eher mehr vertreten zu sein scheinen, wie auch Leute, die entweder in Althausen schon mal waren, oder aber zumindest mit dem Mergentheimer Regelwerk unterdessen recht tut bekannt sind.

    Was jetzt allerdings nicht heißen soll, dass ein Typ 2 Diabetiker, der Insulin spritzt nicht auch gute Tipps für Typ 1er auf Lager haben kann. ;-)

    Gruß
    Joa
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 09.08.2010 01:12:40
    Hiho ihr beiden,

    klaro ist es ein Problem wenn man ausgewandert ist - nur was ist einem wichtiger, die schöne Umwelt von Schottland oder seinen Blutzucker endlich mal reproduzierbar in den Griff zu bekommen?

    Also ich würd erstmal das Problem mit dem Blutzucker in Angriff nehmen, dann habe ich auch im Ausland mehr und vor allem länger Freude ^^

    Es gibt im Internet ganz sicher viele Informationen, auch die Regelwerke - aber bitte, wer spritzt denn ohne Hintergrundwissen einfach mal Schema B oder gar Schema A?
    Dafür haben die meisten Diabetiker viel zuviel Angst vor Unterzuckerungen und hören nach den ersten Hypos auch auf die Regelwerke konsequent bis zuende durch zu exerzieren!
    Im Übrigen funktionieren Sportanpassung, Fett-Eiweiß-Insulinisierung auch nicht so einfach - dafür muss man ein wenig was wissen und vor allem eine stehende Basalrate haben - was ich hier nicht glaube, pp-Explosion, Leberzuckerausschüttung..?

    Vor einer up-Regulation muss evtl. hier noch eine Lipolyse beseitigt werden, ich kenne die aktuelle Stoffwechsellage nicht und schick dann lieber zum Experten.

    Wer nicht einmal weiß wie ein sinnvollen Blutzuckerprotokoll aussehen soll, wie soll der an seinen BZ-Werte sehen was er tun muss - geht also nicht so einfach.
    140 Stunden Teupe-Diabetestherapie im Selbsstudium - lol ^^
    Geht schief, bin ich mir sicher.


    Soll sie dann wirklich alleine und ohne Hilfestellung eine up-Regulation machen?
    Das strengt an und wird auch sehr wahrscheinlich schief gehen - Erfolg wird also auf sich warten lassen und dann verliert man sich wieder und ist komplett überfordert.
    Aus Angst vor hohen Werten wird dann korrigiert, also wieder down-reguliert.. usw..

    Nix da, es geht schneller, dann bedeutet es eben 18 Tage Althausen, na und?
    Ich denke es lohnt sich.

    Ich möchte noch einmal auf Franzis Hba1c von > 9 hinweisen, glaubt ihr wirklich sie schafft das alleine?

    Möglicherweise werden auch noch die bequemen Teflonkanülen verwendet und Luftblasen im Katheter auch übersehen. Die Basalrate wird evtl. aussehen wie eine Sinuskurve mit Löchern, man hat mal eben was angepasst. Vielleicht wird auch die Basalrate für Sport abgesenkt .
    Die Masse an Fehlern, die man in der Diabetestherapie machen kann ist riesig, wo soll sie denn beginnen - ich bitte hier mal für konkrete Hinweise ;-.)

    Jürgen stellt seinen Dm bereits seit Jahren sehr gut ein, wieso sollte der nicht gute Tipps geben, auch als T2er!

    Naja, es langt, Franzi hat Tipps bekommen, nun muss sie was draus machen.

    LG, Daniela
  • Joa

    Rang: Gast
    am 09.08.2010 01:47:59
    Hallo Daniela,

    ohne auf jetzt auf Einzelnes einzugehen finde ich, dass Du Dich in Deinem Missionseifer zügeln solltest.

    Das klingt, zumindest für mich, nicht mehr verlockend, sondern dissonant.

    So hält man Leute wohl eher massiv davon ab, sich überhaupt mit den Althäuser Basics auseinanderzusetzen.

    Denk mal drüber nach, bitte.

    Alleine der Gedanke, man würde in Althausen auf lauter Leute treffen (müssen), die so eng-dogmatisch nur ein Heil preisen, lässt schaudern, und von vornherein Althausen und Teupe im weitesten Bogen umfahren. :-((

    Was schon verdammt schade ist. Klar, ich bin ja auch grundsätzlich Deiner Ansicht über die Qualität der Schulung und der Grundlagen in Althausen.

    Auch wenn ich an diversen Stellen meine eigenen Strategien mache.

    Zu einigen sagte Teupe dann, dass die auch in Ordnung sind. Und ich senke die Basalrate ab, genauso wie ich auch Teflonkatheter nehme. ;-)

    Das darf doch jeder selber entscheiden. Im Fall der BR-Senkung sollte man allerdings wissen, wie man im Bedarfsfall nachkorrigiert.

    Nu bin ich doch noch auf (zwei) Einzelheiten eingegangen, aber das soll es jetzt auch gut sein.

    Gute Nacht und
    Gruß
    Joa
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 11.08.2010 01:33:43
    Hallo Joa,

    nunja, es gibt ja möglicherweise auch Diabetologen in Schottland, die ähnlich arbeiten - nur dann soll sie in schottischen Foren fragen ^^

    Mir ist einfach wichtig, dass es mit diesem Hba1c nicht mehr alleine geht - zuerst raus aus der Misere, dann kann man Fehleranalyse betreiben.

    Ohne einen einigermaßen stabilen Stoffwechsel ist eine Fehlerquelle m.W. nach nicht zu finden - mein Hba1c war auch extrem hoch und ich habe nix mehr erkennen können.
    Das war Chaos und Frust am laufenden Band.

    Es ist eigentlich egal welcher Diabetologe da rangeht - er muss nur gut sein und da den richtigen Hebel ansetzen. In Deutschland kenne ich außer Teupe niemanden und in Schottland schon gar nicht.

    Missionieren?
    Sicher nicht, ich weise nur darauf hin, dass mit einem Hba1c von > 9 nicht mehr zu spaßen ist.
    Bei einer BR von > 35 IE/d besteht ja augenscheinlich bereits eine große Resistenz oder es werden schwere, unbemerkte Unterzuckerungsfolgen weg gebügelt. Glaubst Du allen ernstes dass ein BR-Test oder mal nen anderen Katheter versuchen und ein wenig was am Essverhalten Klarheit schafft?

    Sorry, ich glaube nicht daran, evtl. macht so mancher Tipp es ja sogar noch schlimmer.
    Hier muss der Arzt ran, bevor es weiter entartet.
    Bei einem solchen Hba1c zieht man sich ständig Infekte zu, mitunter unbemerkt, das verschlimmert die Lage, irgendwann leidet die Leistungsfähigkeit und man kann kaum mehr arbeiten, Misserfolge bei Fehleranalysen und Versuchen mal ein paar Tage stabile BZ-Werte zu erreichen führen irgendwann zur Resignation und Erschöpfung.
    Wenn Diabetestherapie zum absoluten Frust wird, ist es irgendwann mit den Bemühungen zuende.

    Dabei kann es soooo einfach sein ;-)

    LG, Daniela