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2-Stunden-Wert-Geschichte
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Jürgen
Rang: Gastam 21.08.2007 16:48:15
Moinmoin,
der 2-Stunden-Wert hat einen ganz praktischen Ursprung: den Urintest. Das war für Jahrzehnte der einzige einigermaßen zeitnahe, wenn man nicht gerade in einem kranken Haus war und der behandelnde Arzt direkten Zugang zum Labor hatte.
Und bis sich nun alle Glukose aus einem Mahlzeit oder einem leckeren Testsaft in der Blase gesammelt hat, vergehen nun mal 2 Stunden. Und die Eckdaten der Prozeduren bleiben dann selbstverständlich auch bestehen, wenn sich die Prozeduren selber ändern. Schließlich hat man auch dann, wenn man zu Urintestzeiten ein Labor zur Verfügung hatte, die 2 Stunden eingehalten.
Warum hätte man die auch ändern sollen? Die Alten werden sich schon was dabei gedacht haben, ist in solchen Fällen immer noch die einfachste Erkärung, und wenn eine BZ-Relevante Aussage an so einer Schlüsselstelle wie der Diagnose vorschriftlich 2 Stunden braucht, werden selbstverständlich auch an allen anderen Stellen 2 Stunden richtig sein, oder?
Zweifel? Kann man immer mit passend aussehenden Erklärungen zerstreuen, zuletzt noch gerne genommen mit der Wirkzeit des schnellen Analog-Insulins, von dem häufig genug behauptet wird, dass es nach 2 Stunden durch ist und dass dann eben abgelesen werden könne, was es bewirkt hat.
Übrigens will uns unser Sparprofessor Sawicki den Urintest wieder näher bringen, weil der nur einen Bruchteil vom Bluttest kostet. Wenn man dann bei ausreichend Zucker etwas mehr als passend gespritzt hat, kann man damit 2 Stunden weiter praktisch in ner Hypo zittern, während man die Hyper (den vielen Zucker von vor 2 Stunden) pinkelt. Doch super, oder?
Bisdann, Jürgen