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Fortsetzung 1-Stunden-Wert mit neuem Themenschwerpunkt

  • www.diabetes-in-frage-und-antwort.de

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 15:30:03
    Hallo LisaO :-))

    Essig?! Sorry, da kann Anke nichts beitragen ;-) Aber sie ist neugierig geworden und wird es - mit leichtem Grausen und nicht vor morgen - einmal ausprobieren. Oder doch lieber den Apfelwein...?!


    Hallo Helga :-))

    Nein, ich sehe die Werte "nicht so eng", um das in deinen Worten zu sagen. Ich glaube, das sollte ich nach den zurückliegenen Postings noch mal näher erläutern:

    Es ist völlig korrekt, dass man bei Werten über 140 mg/dl aufmerkt und Labors inzwischen korrekterweise jeden Nüchtern-BZ markieren, der über 110 mg/dl liegt.

    In der Realität kann ich mich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass gelgentliche Spitzen darüber kein akutes Eingreifen erfordern, sofern der Nüchternblutzucker stimmt (das ist wichtig!!) und sofern nach zwei, drei Stunden wieder eine normoglykämische BZ-Lage erreicht ist.

    Natürlich darf man als Ärztin nicht einfach nach dem handeln, was man in seinem Patientenalltag "erfährt" oder festzustellen glaubt, sondern muss die Leitlinien im Hinterkopf haben. Das ist klar. Die setzte ich bei meiner Interpretationsfreiheit gegenüber den verschiedensten Angaben der verschiedensten weltweiten Quellen immer voraus. Schon rein aus juristischen Gründen wäre das ein Muss, wenn die Moral es nicht fordern würde.

    Was du tun kannst, um die genannten Spitzen selber weitmöglichst zu senken:
    Kohlenhydrate verwenden, die langsam ins Blut gehen, bzw. möglichst wenig Kohlenhydrate, die schnell rein gehen. Da findest du Listen zum sog. "glykämischen Index" im Netz, die über die Aufnahmegeschwindigkeit Auskunft geben.
    Jede Bewegung erhöht die Insulinsensibilität des Körpers, so dass ein Verdauungsspaziergang o.ä. nach dem Essen zusätzlich dafür sorgt, dass die aufgenommenen Kohlenhydrate bald in die Zellen kommen udn nicht zu lange im Blut verweilen.


    Hallo Jürgen :-))

    Wenn du meine Website als Advertorial empfindest, bedaure ich dies. Ich habe auf dieser Website Basics zusammengefasst, die ich zuvor ein ums andere Mal jeweils neu im jeweiligen Beitrag beschrieben hatte. Das Feedback "meiner Diabetiker" hat mich bislang darin bestärkt, dass die Infos im Alltag hilfreich und verständlich seien. Was den Service anbelangt, so beruhigt es dich vielleicht, dass er inzwischen eingeschlafen ist. Der Versuch, die online-Beratung auszubauen und mich durch einen Halbtagsjob in der Klinik und einen Halbtagsjob in der Beratung zu finanzieren, ist daran gescheitert, dass sich zwar viele Diabetiker mit Anfragen gemeldet, jedoch weniger als die Hälfte auch ein Honorar entrichtet haben. Das war für mich nicht lohnend und ich habe nciht die Ambitionen, nicht erfolgte Zahlungen zu verfolgen - gegen die Konsumhaltung unserer Gesellschaft werde ich nich ankämpfen. Also habe ich mich von der Beratung wieder ab- und der klinischen Tätigkeit zugewandt.
    Im Urlaub wie jetzt gehe ich jedoch weiterhin intensiv in die Foren, einfach weil mir das Spaß macht. Ich stell auch den Link rein, weil dortauf vielen Seiten Infos für alle Interessierten stehen, die weiterhelfen können. Ich würde zwar gern damit verdienen, denn auch mir ist die Ausbildung nicht kostenlos zugeflogen (und in schlimmen Zeiten früher hätte ich für einen alltagstauglichen Rat weiß Gott was gegeben) aber der Versucht ist wie gesagt gestrandet. Die privaten Anfragen, die z.Zt. auf die Forenbeiträge bei mir eingehen, beantworte ich übrigens wie eh und je kostenlos - und das ist auch OK.
    Mit "Advertorial" tritt man mir allerdings ganz schön auf die Füße, denn ich finde, es wird weder meinem Engagement noch der Site mit all ihren zur Verfügung gestellten Infos für gerecht. Nun ja.

    Es tut mir leid, dass du den typischen unbefriedigenden Weg eines Diabetikers gehen musstest, bei dessen Behandlung, Einstellung und Info sowohl Zeit als auch Bereitschaft fehlten, viel zu erklären und zur Selbstständigkeit zu "erziehen". Oder diese überhaupt erst einmal zuzulassen. Diesen Weg hab ich auch hinter mir und es macht madig ...
    Ich finde es aber toll, welchen Wissenstand du dir erarbeitet hast. Hut ab!
    So viel Eigeninitiative wird in Zukunft leider noch viel viel nötiger sein, weil die Behandlungssituation für Patienten udn Ärzte, wenn überhaupt etwas, ncoh unangemessener werden wird.

    Deshalb sind diese Foren wichtig. Das ist ein enormer Infofluss, der durch Schulung, Klinik und ambulante Einstellung auf einer Basis von "begreifen" unter den heutigen Bedingungen dort einfach nicht erreicht werden kann.


    herzliche Grüße @all, Anke. von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
  • Helga

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 16:31:28
    Liebe Anke,

    ich weiß es auch sehr zu schätzen, dass Du Dein Wissen als Ärztin hier zur Verfügung stellst. Schön :-)

    Wie siehst Du die von Jürgen gegebene Erklärung zur 2-Phasen-Insulinausschüttung:
    Zitat Jürgen " ........dass die gesunde Insulinantwort auf jeden Glukoseeintrag in 2 genial aufeinander abgestimmten Phasen abläuft und dass weit im Vorlauf zu jeder BZ-Auffälligkeit in den noch immer dunklen Anfangszeiten der Entwicklung zum Typ2 die erste Phase abstirbt, werden die Betroffenen standardmäßig in keiner Weise darüber unterrichtet. Sie erfahren nicht, dass die zweite Phase zwar auch, aber nur verspätet das notwendige Insulin bereitstellen kann und dass das aber auch für die Glukose aus der Leber reichen muss, deren Ausschalten zu den Funktionen der gesunden ersten Phase gehört. Sie erfahren auch nicht, dass die zweite Phase alleine immer mehr Insulin ausgibt, als gesund beide Phasen zusammen in der selben Situation ausgeben würden. Sie erfahren auch nicht, dass dieser durch ein beständiges Zuviel an Insulin gekennzeichnete Zustand sich durch die gesamte Zeit zum und durch den Prädiabetes und auch noch Jahre in den diagnosereifen Diabetes hinein zieht. Sie erfahren auch nicht, dass..."

    Mich macht das sehr nachdenklich, denn das würde tatsächlich meine relativ überhöhten 1-Stunde-Werte erklären, aber kein Arzt interessiert sich dafür. So lange meine Nüchtern- und 2-Stunden-Werte sowie der HBA1c unaufällig sind, ist alles ok.

    Nach Jürgens Ausführungen wäre aber doch gerade der 1-Stunde-Wert eine Marke für die Früherkennung einer BZ-Störung. Ich habe vorhin eine kleine Portion Hirsebrei mit 1 Trockenaprikose (als Zuckerersatz) und frischen Heidelbeeren gegessen. Nach 1 Stunde war der Wert 178, nach 1 1/2 Stunden 135, nach 2 Stunden 110.

    Würde mich freuen, wenn Du dazu nochmal etwas sagen würdest. Danke, Anke :-))

    Liebe Grüße
    Helga
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 17:52:53
    Hi Helga,

    sorry bin auch nicht Anke, aber Du hast vollkommen Recht!!!
    Du hast es auch schnell erfasst :-)))

    Für uns ist es ein Glück -so seh' ich es dass wir es so früh erkannt haben und durch die jetzt bekannteren Methoden Sport, Ernährung UND 140-120-100 was tun können.

    Warum das nicht immer so läuft? Ein Fass ohne Boden...

    leider ist das bei vielen anderen Erkrankungen (Bluthochdruck, Schilddrüse, Arthrosen) genauso. Erst wenn's kaputt ist, weird versucht, 'notdürftig' zu reparieren...

    Ich glaube dahin wird sich unser Gesundheitssystem auch mehr und mehr hinentwickeln: Nur wer sich damit intellektuell und praktisch auseinander setzen WILL, hat in Zukunft die Chance, länger gesund zu bleiben. Dazu geört auch, dass ich mal was zahle für die Dienstleitung Arzt (die bislang ja immer umsonst war..)

    Ich finde es auch schade für Anke, dass ihre Hilfe nicht honoriert wird. Für einen RA oder Steuerberater wär' das kein Thema.

    Für diejenigen, die sich in Zukunft auf das Gesundheitswesen komplett verlassen, ohne sich selbt zu bemühen, sieht es düster aus, da wird Dr. Prof. P.S. (auch) für sorgen, dass es nur noch das Minimalprogramm gibt.

    LG

    Franziska
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 20:03:08
    hallo anke und alle anderen,
    die insulinauschüttung, in phase ein und phase zwei, und das fehlen der phase eins als auslöser des dm hat unsere oberste diabeteskompetenz(oa im kh) genau so von einem symposium in kopenhagen mitgebracht und in unserer shg vorgetragen. und zwar aufs i tüpfelchen genau so.wie jürgen.
    mit diagramm..
    ausnahmen zb ererbte resistenze und ähnliches.
    auch die behauptung mit dem streifen schokolade der bei gesunden 180 und mehr(die mein diadoc auch verbreitet hat) hat er als scherz? in einer vorlesung und nicht stimmend, beiseite geschoben.
    ähnliches wurde vor 2 jahren schon von der grazer uniklinik gemeldet aber als nicht bequem beiseite geschoben.
    vor über zwei jahren als ich mir das hemocue ersteigert hatte habe ich den gleichen test wie mette mit meiner familie --- mit dem gleichen ergebnis gemacht-- mein sohn hatte nach vertilgen von 1,5l cola 15be+doppelterportion kartoffelpamS10be, vom ausgang bz 70, für nicht ganz 5minuten 102. und 5min später unter 80.
    mfg klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 21:32:58
    Moin Klaus,

    völlig irre daran ist in meinen Augen, dass das Thema so in den Lehrbüchern für Innere Medizin steht, mit Diagramm und auch mit der ausdrücklichen Darstellung, dass mit nur der zweiten Phase nicht nur ausreichend Insulin für die gegessenen BE und die weiterlaufende Glukoseausgabe aus der Leber und eine wie auch immer bemessene so genannte Resistenz ausgegeben wird, sondern darüber hinaus immer ein bisschen mehr aktiviert als in der Summe tatsächlich gebraucht wird. Das einmalige Resultat heißt, wenn es dann in der passenden Größenordnung auffällt, ja auch nicht erst seit 2 Jahren reaktive Hypo. Und das über Jahre wiederholte Muster heißt Insulin-Mast, so hervorragend mit eigenem Insulin! Und wenn die Betroffenen, die ja bis dahin völlig gesund waren und nur völlig ungesund gegessen haben, endlich die Diabetes-DiagnoseSchwellen überschreiten, wird ihnen Ihr unmäßiges Gewicht als Ursache für die Diagnose vorgeworfen :-(

    Sag mal, in Graz, war das nicht der Prof, der auch auf nem großen D-Diabetikertag damals bildhaft vorgeführt hat, wir Gefäße mit 100 noch sehr flexibel reagieren und mit 180 oder so nicht erst nach ner Stunde, sondern schon nach Minuten voll gelähmt?

    Bisdann, Jürgen
  • Helga

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 22:30:11
    Hallo Klaus,
    hallo Jürgen,

    erst mal: ich bin sehr froh, dass Ihr immer wieder so vehement darauf hinweist, was den Knacks in der BZ-Automatik betrifft. Das mit dem Essen und der Bewegung ist klar. Habe mich heute schon mit Glyx-Listen eingedeckt, um mich da fit zu machen :-) Probiere auch die Tipps mit Essig vor dem Essen etc. aus.

    Aber:
    kann man wirklich sonst nichts tun, um die 1. Phase zu stärken, zu regenerieren? Man kann doch jedes Organ stärken, zumal wenn man eine Schwäche in einem frühen Stadium erkannt hat. Auch Herz und Nieren kann man stärken. Es muss doch etwas geben, was man tun kann, um eine solche Glucosetoleranzstörung wieder zu bessern??

    ...........ich höre noch nicht auf zu suchen, ob man da nicht doch etwas tun kann. Die Schulmedizin hat nichts. Die interessiert sich nicht mal für meinen erhöhten 1-Stunden-Wert. Mit der kann ich erst wieder rechnen, wenn die Diagnose DM gestellt ist. Das kann es nicht sein.

    Ich habe mir heute noch einen Termin bei einer chinesischen Ärztin gemacht. Die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) hat einen anderen Ansatz und vielleicht auch Unterstützung in einer Phase, in der unsere Ärzte nur warten bis sie die feste Diagnose stellen können.

    Liebe Grüße
    Helga



  • Twiggycat

    Rang: Gast
    am 21.08.2007 23:48:59
    Hallo Helga,
    erstmal vielen Dank an Dich, daß Du das Thema des 1-Std.-Wertes hier angesprochen hast und auch mit Deinen weiteren Nachfragen verfolgst.

    Mir ging/geht es ähnlich wie Dir. Gute Nüchternwerte, guter HBA1c über einen ganz langen Zeitraum. Aber wahrscheinlich genauso lange schon sehr hohe postprandiale Werte (1-Std.-Wert). Deshalb leider auch schon Folgeschäden.

    Meine Erstantwort muß wohl schon sehr lange defekt sein. Das ist auch nach wie vor mein größtes Problem. Ansonsten habe ich Jürgens Ratschläge befolgt, die er mir vor über einem Jahr gegeben hat. Na ja, erst habe ich gedacht (der spinnt), das kann man doch gar nicht schaffen. Ich hab dann mein Geld anstatt in Zigaretten in Teststäbchen investiert, viele Löcher in meine Finger gebohrt und damit herausgefunden, was/wieviel ich zu welcher Zeit essen kann und wieviel Bewegung ich dagegen setzen muß/kann.

    Ergebnis: seit über einem halben Jahr keinen Wert mehr über 140 mg/dl pp nach 1 Std. gemessen *freu*.

    Mein Nüchternwert ist immer gleich so zwischen 85 - 90 mg/dl. Ich würde den so gerne für den Tag festhalten, aber da scheitere ich wohl nicht nur alleine dran. Hab mal versucht, ob das klappt, gleich nach dem Aufstehen einen Lauf über den Strand zu starten (ca. 20 Min). Frust...der Wert war 134 mg/dl. Will auf jeden Fall mal den Bonbon-Trick auf der Bettkante probieren.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn von all denen, die noch versuchen, eine Weile ohne Medis mit Bewegung und Ernährung ihren Diabetes in den Griff zu bekommen, hier öfter berichtet wird.

    Grüße von der Insel
    Ilona

    von Twiggycat
  • LisaO

    Rang: Gast
    am 22.08.2007 09:23:13
    Frage an klausdn und Jürgen

    Wisst ihr noch wie dieser Professer aus ---------------------> Graz heißt.

    Interessiert mich deshalb weil ich nur etwa 60 km von Graz entfernt wohne, und im Hinterkopf den Gedanken in mir trage bei einem Experten vorstellig zu werden.
    Was ich im vorhinein weiß, das geht sicherlich nur mit Privathonorar.

    LG
    aus Lisa



    von LisaO
  • Pia

    Rang: Gast
    am 22.08.2007 09:42:46
    Moinmoin, ich habe leider die Textpassage nicht gefunden, in der es um Essig ging. Kann mir Jemand nur ganz kurz das mal erklären in 2 Sätzen? (Möglicherweise habe ich es übersehen?) von Pia
  • LisaO

    Rang: Gast
    am 22.08.2007 11:19:47
    Gerne, liebe Pia!

    Ich hab es probiert und bei mir klappt es.

    1 Stamperl 2 cl Apfelessig senken bei mir den Wert um ca. 40 innerhalb kurzer Zeit.

    Lauber empfiehlt den Essig einschl. Salat vor dem Essen. Ich trinke ihn, wenn mir der 1 Std. Wert nicht so passt, also sprich 1 Std. nach dem Essen.

    Konkretes Beispiel:
    BZ 155 --------- 1 Stamperl Essig -----------10 Minuten später ca. 110.

    LG Lisa von LisaO