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Fortsetzung 1-Stunden-Wert mit neuem Themenschwerpunkt
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Franziska
Rang: Gastam 22.08.2007 11:36:29
Ähhm....
wie hochprozentig muss der Apfelessig sein?
Kann man den ordentlich verdünnen?
Mir dreht's schon beim Gedanken den Magen um...
Danke und Gruß
Franziska -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 22.08.2007 12:26:22
Hallo Helga,
Roman auf Roman ;-) Nun, kurz fassen scheint gerade nicht gut möglich ... ich glieder die Antwort mal auf:
Zum thema "die Patienten erfahren nicht":
das Gesundheitssystem lässt leider nicht die Zeit, dass Arzt und Patient etwas so ausdiskutieren könnten, wie es nötig wär. Dafür müssten mehr Zeit - und weil die Kassen eine Beratung nun mal nicht entsprechend vegüten - andere Geldquellen her. Ich bedaure dies.
Viele Patienten wollen nicht verstehen, sondern sie wollen Anweisungen. Ich kann darüber nur staunen. Das sind alles Patienten, die z.B. aber auch nie eigeninitiativ in so ein Forum hier gehen würden. No chance. Das ist bei 9 von 10 Patienten der Fall, die vor einem sitzen. Man muss aufpassen, dass man den 10. dann nciht auch in diesem Topf wirft. Aber selbst, wenn man ihn als wissbegierig erkennt: ist meist keine Zeit da, darauf einzugehen. Ich bedaure dies.
Zu dem, was dich nachdenklich macht:
Es gibt wissenschaftliche Grundlagen, die für die Therapie eine Konsequenz haben. Über die sollte man mit intelligenten Patienten reden.
Es gibt wissenschaftliche Grundlagen, die für die Therapie keine Konsequenz haben. Weil eine Reaktion nicht erforderlich ist oder weil zum aktuellen Zeitpunkt eine adäquate Reaktion einfach nicht möglihc ist. Für die braucht man eigentlchi keine Zeit vergeuden.
Die Aufgliederung der Insulinausschüttung in zwei Phasen scheint mir für die Behandlung (Behandlung!) nicht relevant. Wer Interesse hat, möge sich näher mit Fachliteratur befassen und überlegen, ob und welche Konsequenzen das Wissen um diese Phasen für eine Therapie haben könnte.
Liegen eine Insulinresistenz und eine gestörte erste Phase der INsulinrsekretion vor, so ist das gemeinsam das höchste Risiko für die Entwicklung eines manifesten Typ-2-Diabetes.
Das weiss man.
Aber das muss man so hinnehmen, man kann das leider nicht verhindern :-((
Ein Therapiebedarf besteht jedoch erst dann, wenn´s manifest wird.
Aber man kann den Körper natürlich ein bisschen unterstützen, damit er sich mit der beginnend gestörten Insulinsekretion und - wirkung nicht so schwer tut.
Man kann sich möglichst viel Bewegen (Ausdauersport), damit die Insulinsensibilität verbessert wird. Das ist vor Manifestation eines Diabetes das Wichtigste.
Man kann ggf. vorliegendes Übergewicht aus gleichem Grund zu reduzieren versuchen.
Man kann auf Kohlenhydrate achten, die langsam anfluten, damit die Bauchspeicheldrüse nicht getriezt wird.
Essig? Noch nciht ausprobiert ;-) Man kann gucken, was die Bekannten schon alles BZ-senkendes ge- oder erfunden haben. Man sollte das möglichst mit Köpfchen tun :-))
ABER ganz wichtig: man darf auch immer daran denken, wie viel der Körper selber kompensieren kann. Er hält unglaublich viel aus. Das heisst nicht: setzt euch hin und futtert nud guckt bewegungslos zu, wie eure Zehen sich nach 30 Jahren hyperglykämischer Werte schwarz färben. Nein.
Sondern das heisst: tut, was sich in eurem Alltag tun lässt, damit es möglichst gut läuft, wenn es leider denn mal zum Diabetes gekommen ist.
Aber bekommt keine Panik, wenn es unter den anderen Alltagsanforderungen auch mal zu hohen Werten kommt. Wenn ihr in der Regel gut steht: packt der Körper das.
Trotz nicht zu leugneder Schäden an Gefäßen, Nerven, Nieren und Co. Die bleiben natürlich nicht gesund. Natürlich. Aber die bleiben oft bis zum Tod (und ich meine jetzt keinen verfrühten ;-)) funktionstüchtig. Da muss man sich nicht bei jeder BZ-ERhöhung, die über dem tiefgrünen Bereich liegt, auch ncoh Magenschmerzen andenken.
Und es heisst auch: keine Panik, wenn alle prädisponierenden Faktoren für einen Diabetes vorliegen. Wenn der 1-Std.-Wert nicht nur gemessen wird (...), sondern auch noch aufällig ist. Man kann aus dem Stand nichts Sinnvolles tun, um den Lauf der Dinge zu ändern. Man weiss, dass Diabetes kommen kann. Oft kommt er. Bei manchen auch nicht - manche Leute haben das über 10 Jahre. Deshalb muss man bei so einem Wert wirklich noch nicht gleich was machen. Ich freu mich über den Eintrag von Silke, die dieses Beispiel auch aus Patientensicht beschreibt - guckt noch mal in die letzten Einträge rein.
Also: alle Maßnahmen, die den BZ glätten, sind bei einem auffälligen 1-Std. Wert sicher nicht falsch. Natürlich nciht. Aber man MUSS nicht unbedingt etwas unternehmen. Nada. Und man KANN leider, was toll wäre, auch durch entsprechende Maßnahmen den Diaebtes nicht verhindern, wenn er denn kommen möchte :-((
Solange der HbA1c normal ist, hat man auch die Beruhigung: Glucose, die sich in einer kurzen hohen Phase angelagert haben mag, konnte wieder abgespalten werden, weil die Phase für bleibende Folgen nicht lang genug war.
Dann gibt´s keinen Grund, sich im Alltag einen Kopf zu machen ...
Also: no panic. Einfach gesund leben: etwas tun, was glücklich macht, die Kost nach Möglichkeit mediterran ausrichten, die Bewegung nicht vergessen....
Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
Haschi
Rang: Gastam 22.08.2007 13:07:33
Danke Anke
für diesen großartigen Beitrag,
dem nichts hinzuzufügen ist.
von Haschi -
rudi
Rang: Gastam 22.08.2007 13:52:14
hallo anke,
chapeau für diesen beitrag
dass viele patienten nicht verstehen wollen, ist das hauptproblem.
sie sind zwar bereit anweisungen folge zu
leisten. nehmen ihre tabletten oder halten
ihren spritzplan ein.
jedoch mit dem essen und trinken machen
sie weiter wie bisher.
bewegung höchst selten bis garnicht.
ergebnis sie schwanken zwischen hohen und niedrigen werten. kommen in die praxis
und klagen über nächtliche unterzucker-
ungen, gewichtszunahme, nebenwirkungen etc.
sehen ihre forderung nach erfolreicher
behandlung nicht erfüllt.
wenn der patient nicht bereit ist durch eigene
information, seinen körper ein bisschen zu
unterstützen und mehr als einen schritt dem
arzt entgegen zu kommen, funktioniert nichts
richtig.
bin jetzt im sibenten jahr diabetiker typ 2, mit
noch keinen folgeschäden.
warum wohl, weil ich mich mit diabetes
beschäftigt habe, die störung angenommen,
durch verzicht gewinn erzielte.
von leuten wie jürgen, klausdn, haschi und vielen mehr, erfahrungen aufge nommen und
erfolgreich umsetzte.
mit ernährung, viel bewegung und etwas
chemie, hoffe ich weiter gut über die runden
zu kommen.
140/120/100 muss man sich als standard-
wert verinnerlichen, auch wenn man es nicht
immer exakt einhalten kann.
der versuch zählt.
genau wie ein nicht zu überschreitendes normalgewicht.
mein arzt meint ich wäre der kapitän und er
nur der lotse, wenn wir beide gut zusammen
arbeiten erleidet keiner schiffbruch.
gruss rudi -
Pia
Rang: Gastam 22.08.2007 13:56:03
Apppppelessig.....das klingt zwar gut, aber ich habe Bedenken, dass das so auf nüchternen Magen auf die Dauer die Magenschleimhaut angreift? von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 22.08.2007 14:39:55
keine angst pia,
die magensäure=salzsäure ist stärker.
nur ist die zeit des glaubens an apfelessig eigentlich schon lange vorbei..
devise schad nicht--hilft nicht
dazu-
herz/niere sind organe,
die bsd ist eine drüse(sekret produzierend)
davon ist "insulin" nur ein absolut winziger bruchteil ,
auch glucogon der gegenspieler wird dort produziert
--aber hauptsächlich und in riesenmengen bauchspeichel, dieser ist zudem auch noch extrem agressiv und wenn er nicht produziert wird fehlt entscheidendes-
also nix mit training
und die tcm hat nach 6tausend jahren beim sterben der diabetike zuschauend, jetzt wo es insulin zum überleben für uns gibt, "guten rat" ???
mfg klaus von klausdn -
Jürgen
Rang: Gastam 22.08.2007 16:40:38
Moinmoin,
der Diabetes kommt nirgendwo hin, sondern beim Typ2 haben wir es mit einer langen und sich selbst verstärkenden diabetischen Entwicklung zu tun, die ab einer 1974 festgesetzten Höhe als Diabetes bezeichnet wird. In welchen einzelnen Fällen diese Entwicklung von selbst zum Stehen kommt, lässt sich erst im Nachhinein eben im Vergleich zur Mehrzahl derer ablesen, bei denen sie weiter gelaufen ist. Ganz ähnlich wie bei Rauchern: Wenn man's vorher wüsste, bräuchten nur gezielt die aufzuhören, die mit dem Rauchen eben krank würden.
Aber kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, die Raucher mit der Aussicht darauf zu beruhigen, dass ja gar nicht alle krank werden und dass man ja immer noch bei den ersten Krebsanzeichen aufhören könnte. - Ist natürlich bei den diabetischen Folgen gaaaaaaaaaanz anders. oder?
Bekannt ist, dass die damit verbundenen Folgekrankheiten-Risiken von Anfang der diabetischen Entwicklung an zunehmen und dass bisher keine Schwelle gefunden wurde, unter der signifikant weniger und über der signifikant mehr Schädigungen eintreten. Deswegen mag die Bezeichnung Manifestation im Zusammenhang mit dem Erreichen der Definitionshöhe formal zwar richtig sein, führt aber nicht nur die Betroffenen mächtig irre. Denn sie suggeriert analog zur Menge der allgemeinen Krankheitserfahrung, dass unterhalb der Manifestationsschwelle alles gesund sei.
Bekannt ist auch, dass bei allen mit dieser diabetischen Entwicklung zusammenhängenden krankhaften Folgeentwicklungen durchgängig ein Prinzip gilt: Der Aufwand, der zuvor noch ausreicht, um den Eintritt eines Schadens erheblich zu verzögern bis vielleicht sogar ganz zu verhindern, reicht danach oft gerade noch oder nicht einmal mehr bis zur Linderung der daraus entstandenen und weiter entstehenden Beschwerden.
Dieses Prinzip gilt offenbar ebenso für die diabetische Haupt-Entwicklung, und das bedeutet, dass die relativ kleinen Anpassungen des Alltags zum Erreichen eines zuverlässig gesund flachen & niedrigen BZ-Verlaufes schon dann, wenn der gerade mal kurz nach dem Essen höher ansteigen will, mit dem diagnostizierten Diabetes nicht einmal mehr zusammen mit Medis für einen annähernd so gesunden BZ-Verlauf ausreichen.
Vor diesem Hintergrund entzieht sich meinem Verständnis völlig, wie Haschi, der seinen BZ mit Hilfe einer Insulin-Pumpe (mehr Aufwand kann man kaum noch treiben) an einer noch kürzeren Leine hält, als ich das empfehle und mache, an Stellen wie dieser immer mit ausdrücklichem Beifall für das freie Laufenlassen bis zur Diagnose eintreten kann :-(
Bisdann, Jürgen -
Helga
Rang: Gastam 22.08.2007 20:03:57
Hallo Klaus,
nimm es mir nicht übel, aber Deine abfällige Bemerkung über TCM lässt vermuten, dass Du Dich weder mit TCM noch mit der Geschichte Chinas näher beschäftigt hast. :-(
Du schreibst: "und die tcm hat nach 6tausend jahren beim sterben der diabetike zuschauend, jetzt wo es insulin zum überleben für uns gibt, "guten rat" ???"
Wem hat die TCM 6-tausend Jahre lang beim Sterben zugeschaut??? Den Chinesen? Den Europäern? Uns?
1. Wer geht in Europa oder USA zum TCM-Arzt?
2. Es ist genau zu beobachten, dass das sogenannte metabolische Syndrom mit Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen, ein typisches Merkmal der westlichen Konsumgesellschaft, zunehmend in China auftritt und zwar genau seit der Orientierung Chinas nach Westen! Westliche Ernährung (Fastfood und auch Kuhmilchprodukte), westlicher Lebensstil und westliche Medizin. Dieser Trend ist in den Städten deutlicher als auf dem Land, wo traditioneller gelebt und gegessen wird.
3. Woher weisst Du, was TCM z.B. bei gestörter Glucosetoleranz bewirken kann? Ich habe nichts davon gesagt, dass sie Insulin überflüssig machen könnte. Es gibt Dispositionen und Vorstadien, in denen es verschiedene Ansatzpunkte geben kann. Unsere Medizin bietet mir in so einem Stadium keine Hilfe an. (Übrigens: meine Schwägerin hat ihre Schilddrüsenüberfunktion mit TCM geheilt. Sie stand schon vor der OP. Unsere westliche Medizin konnte ihr nichts mehr anbieten. Jetzt ist alles im Gleichgewicht.)
4. Warum muss eigentlich bei uns immer gleich abfällig über Dinge gesprochen werden, mit denen jemand persönlich vielleicht nichts anfangen kann? Es gibt mehr auf der Welt als die westliche Schulmedizin. Ist eigentlich kein Miteinander möglich?
Schade!
Grüße
Helga
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Helga.
Rang: Gastam 22.08.2007 20:21:58
Liebe Anke,
danke Dir ganz herzlich für den tollen Beitrag!!
Auch wenn ich für mich aus diesem Forum mitnehme, dass meine BZ-Automatik leichter überfordert ist als andere, ich daher in jedem Falle auf meine Ernährung achte, möglichst viel Bewegung einbaue und auch für Entspannung :-) sorge, so hat Dein Beitrag und auch der von Silke sehr gut getan. Man gerät - gerade zu Beginn - schon leicht in Aufregung und da ist es gut, wenn die Lage auch mal wieder gerade gerückt wird.
Danke auch an Haschi und all die anderen, die mir mit Erklärungen, Tipps und eigenen Erfahrungen geholfen haben!!
@ Klaus: Apfelessig wirkt in seinem Spektrum auch ohne "Gläubigkeit". Man kann alles ganz einfach selbst testen.
Übrigens, es kommt wohl nur auf die Menge an und ob man die pur trinkt oder mit 2 Gläsern Wasser verdünnt, ist eine Frage des Geschmacks. Hauptsache er kommt in den Körper.
Jürgens "Gebetsmühle" ist wichtig, aber auch Deine Beiträge, Anke, sind hier ein wichtiger Pfeiler. Es bringt Ausgewogenheit. Ich habe hier in den letzten Tagen viel gelernt und nehme wichtige Dinge mit!
Herzlichen Dank und
liebe Grüße
Helga
von Helga. -
klausdn
Rang: Gastam 22.08.2007 20:50:45
hallo helga,
dies ist ein forum,
du hast gefragt,
weshalb bist du beleidigt wenn du eine ehrliche antwort bekommst.
apfelessig war mal ne zeit lang mode genau wie himalaya salz dem nach kurzer zeit wunder nachgesagt wurden, bis dann bekannt wurde es kommt gar nicht aus dem himalaya sondern aus nem tagebaus in pakisatn, im verhältnis den halligkäse als appenzeller zu bezeichnen.
und apfelessig ist weiter nichts als durch essiigsäurebakterien von saft in essig -- hoffentlich.
was wurde über zimt gefaselt wunderdinge für diabetiker, was ist übrig , nichts(schrott-schädlich)
bei der untersuchung von tcm, sind sehr viele präparate durch weit überhöhte giftwerte aufgefallen,
von schwermetallen bis wirkliches gift, in belgien gab es todesfälle. bei einem entsprechenden wirklichen arzneimittel, wäre das zeug weltweit vom markt genommen.
die überwiegenden inhaltstpffe sind völlig sinnlos .keines dieser mittel wörde eine echte arzneimittelzulassung errreichen.
übrigens habe ich mich mit arzneimitteln speziell pflanzlichen wesentlich intensiever beschäftigt als du, das war nämlich mein beruf.
sofern ein arzt greifbar und bezahlbar ist geht in china keiner zum tcm .vertreter.
das problem dort ist die zahl und die bezahlung.
chinesen die genug kohle hatten sind schon lange bei westlichen wirklichen ärzten in behandlung.
mfg klaus von klausdn