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Fortsetzung 1-Stunden-Wert mit neuem Themenschwerpunkt
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LisaO
Rang: Gastam 22.08.2007 21:43:19
Lieber schweigen und für dumm gehalten werden, als den Mund aufmachen und alle Zweifel darüber beseitigen............. :-)))
von LisaO -
Helga
Rang: Gastam 22.08.2007 22:04:06
Hallo Klaus,
Du bist ein klarer Anhänger der Schulmedizin und hast sicher auch Deine spezielle Geschichte, Deine spezielle Krankheitssituation. Insulin kann man nicht anders ersetzen. Du orientierst Dich streng nach dem, was wissenschaftlich beweisbar ist. Weisst, das es öfters schon mal vorkommt, dass chinesische Kräuter belastet sind. Weiter gehst Du nicht: welche Kräuter, woher, warum. Man kauft z.B. nicht in einem dubiosen Versandhandel irgendwelche Kräuter, o.ä.
Aber was ist mit den Skandalen der westlichen Schulmedizin? Wieviele Tote durch Arzneimittel? Dauerhaft Geschädigte, die ohne deren Wissen als Versuchskaninchen benutzt worden sind? Impfschäden? Ärztefehler? Schäden durch Profitgier? Lipobay wurde erst vom Markt genommen, als es öffentlich wurde. Die Firma wusste schon lange vorher um die Gefahren des Mittels. Gibt es das alles nicht? Es ließen sich Bücher darüber füllen. Durch Chinesiche Kräuter und Zimt (ist nicht "schrott-schädlich", auch da muss man differenziert hinschauen! Du bist doch aus beruflicher Seite her Fachmann, schreibst Du.) erleiden weniger Menschen Schäden als durch allopathische Mittel. Wieviele Nierenkranke nur durch Schmerzmittel? Es gibt immer 2 Seiten!
Nein, ich bin nicht beleidigt und habe auch nichts gegen offene Antworten! Ich stelle nur immer wieder fest, dass die eingeschworenen Anhänger der Schulmedizin nichts anderes zulassen und sehr schnell andere Ansätze schlecht machen oder belächeln. Dem gegenüber erlebt man die Freunde alternativer Therapien als wesentlich offener und aufgeschlossener und sie machen auch die Schulmedizin nicht nieder, sondern streben ein Miteinander an, das Ergänzungen zulässt. Ich diskutiere gerne kontrovers, aber nicht schwarz-weiß.
Schöne Grüße
Helga
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Jürgen
Rang: Gastam 22.08.2007 22:14:08
Moin Helga,
wir hatten die erste Typ2-Welle in D in der 2. Hälfte der 70ger Jahre, nachdem die Diagnose-Richtlinien von 1974 überall umgesetzt worden waren.
Wir hatten die nächste Typ2-Welle in D in der 2.Hälfte der 80ger Jahre, nachdem auch die meisten Hausarztpraxen endlich so ein Testgerät für den Fingerpieks hatten.
Wir hatten die letzte große Typ2-Welle in D ab etwa 95, seitdem einigermaßen flächendeckend mit den Nüchternblutuntersuchungen automatisch der Nüchterzucker mit bestimmt wird.
Die Typ2-Wellen, die regelmäßig dort in der Welt auftreten und veröffentlicht werden, wo die medizinische Versorgung mit der wirtschaftlichen Entwicklung fortschreitet, ist schlicht mit der breiteren Umsetzung der Untersuchungsmöglichkeiten erklärbar.
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 23.08.2007 12:22:15
Liebe Helga,
Zitat: Wieviele Nierenkranke nur durch Schmerzmittel? Zitatende.
Darf ich mal kurz einhaken? Vorab, ich finde, die Schulmedizin macht einen verdammt guten Job. Alternative Heilmethoden sind umstritten, weil es viel dabei gibt, was man nicht nachvollziehen kann. Auf beiden Seiten sind Menschen im Einsatz. Und hier wird es interessant......
Weißt du, warum es so viele nierenkranke durch Schmerzmittel gibt? Weil sie viel zu lange von Hausärzten, Orthopäden oder Neurologen mit herkömmlichen Schmerzmedikamenten zugekippt werden, anstatt sie in Schmerzzentren zu überweisen. Und das menschenverachtende dabei ist es, dass die Ärzte die Patienten IN VOLLEM BEWUSSTSEIN medikamentensüchtig machen. Patienten, die in Schmerzzentren kommen, sind überwiegend medikamentensüchtig, nieren- und lebergeschädigt und haben oft eine Odyssee von mehr als 20 Jahren hinter sich. Und die Ärzte verschreiben das Dreckszeug mit Codein und sagen nach 3 Monaten: Ach, wir müssten mal auf die Nieren achten und auf die Leber, ich kann Ihnen leider nichts mehr verordnen. DAS ist dann auch noch unterlassene Hilfeleistung.
Deutschland ist in der Schmerztherapie am Ar.... der Welt, sorry.
Dabei ist es lange bekannt, dass eine ordentliche Therapie mit Opiaten oder Morphinen sicher eine Abhängigkeit vom Medikament, so wie ich auch vom Insulin abhängig bin, aber keine Suchtgefahr birgt.
Die Welt lacht uns aus und ich habe mich vorgestern für diese Patientin in Deutschland gefreut, die auf Grund der Diagnose MS Cannabis in der Apotheke erhalten darf. Such mal im Internet Pro und Contra Cannabis zusammen, du wirst überrascht sein, wie wenig du zu Contra Cannabis, aber wieviel zu Pro Cannabis findest. Von diesem ganzen freiverkäuflichen Schmerzmittelmist will ich gar nicht erst reden.
So, auch mir wurde Akupunktur und weiß der Geier was alles angeboten gegen meine Schmerzen. Und ich sage dir: Es war alles sauteuer und gebracht hat es nichts, außer fetten Rechnungen für die Alternativmediziner.
Deshalb verlasse ich mich lieber auf Schulmedizin, solange man die Situation geplagter Patienten ausnutzt, um damit einfach nur Kohle zu machen. von Pia -
Helga
Rang: Gastam 23.08.2007 15:35:02
Liebe Pia,
auch ich sehe die guten Seiten der Schulmedizin und verteufele sie nicht!!
Alternative Medizin wird oft als Abzocke hingestellt. Schau Dir doch aber mal ganz genau das Menschenbild und die Weltsicht der Schulmedizin an. Dort findest Du doch erst recht in großem Stil die Profitgier und das ohne Rücksicht auf das Wohl der Patienten. Allerdings muss man da schon mal intensiver hinter die Kulissen der Forschung und Pharmamedizin schauen. Sich auch mal anschauen, wenn man über neue Forschungsstudienergebnisse berichtet wird, WER diese Studie in Auftrag gegeben und WER sie bezahlt hat! Heute kann sich kaum ein Forschungsinstitut freies Forschen auf eigenen Kosten erlauben. Warum werden bei uns Mittel aus der Naturheilkunde verboten, die man in anderen Ländern kaufen und dort z.B. bei Bluthochdruck helfen? Hast Du schon mal überlegt, was für ein enormer Wirtschaftsfaktor die Millionen chronisch kranker Bluthochdruckler sind? Warum werden so vielen Frauen völlig unnötigerweise Gebärmutter und Eierstöcke entfernt, wenn sie über 40 sind?? Ich finde es auch Abzocke, wenn ein Orthopäde einer 88-jährigen Frau mit kleiner Rente, die bei vielen Stürzen noch nie einen Knochenbruch hatte, dringend eine Knochendichtemessung für 87.- EUR anrät. Ich finde, man soll natürlich die Schulmedizin nutzen, wo sie Sinn macht, aber auch kritisch und informiert mit ihr umgehen, um für sich selbst ein guter Berater zu sein! Ich habe viele Ärzte kennen gelernt, die mit "Angst machen" arbeiten und das erlebe ich z.B. bei Naturheilkundlern nicht.
Du schreibst: "Weißt du, warum es so viele nierenkranke durch Schmerzmittel gibt? Weil sie viel zu lange von Hausärzten, Orthopäden oder Neurologen mit herkömmlichen Schmerzmedikamenten zugekippt werden, anstatt sie in Schmerzzentren zu überweisen."
Und? ist das nicht Handeln von Schulmedizinern? Die Ärzte wissen doch ganz genau, was sie mit ihren Dauerverschreibungen anrichten. Wenn Du Dich als Patient nicht selbst informierst und Deine Behandlung mitbestimmst, kannst Du unangenehme Überraschungen erleben, wie z.B. "plötzlich" kranke Nieren.
Ich möchte es nochmal klar stellen, damit hier kein Mißverständnis aufkommt: Ich sehe die guten Seiten der Schulmedizin, aber auch ihre negativen. Ich verteufele sie nicht, aber nutze auch ergänzende alternative Methoden. Ich kenne so viele Menschen persönlich, die durch andere Therapien Hilfe gefunden haben, als sie von der Schulmedizin nichts mehr zu erwarten hatten. Warum soll das nicht gut sein?
Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die nur der Schulmedizin folgen mögen. Es ist auch einfacher, denn "man lässt sich behandeln" und im anderen Fall muss man sich selbst auf die Socken machen und sich infomieren und mit allen Möglichkeiten vertraut machen und Entscheidungen treffen. Das ist sehr aufwendig. Ich ziehe es vor, jeweils neu zu entscheiden, was mir gut tut und mich nicht ausschließlich in die Schulmedizin fallen lasse.
Liebe Grüße
Helga -
Pia
Rang: Gastam 23.08.2007 15:52:53
Liebe Helga,
Zitat: Sich auch mal anschauen, wenn man über neue Forschungsstudienergebnisse berichtet wird, WER diese Studie in Auftrag gegeben und WER sie bezahlt hat! Zitatende.
Das is wohl wahr. Von einigen Studien mag man gar nicht glauben, dass sie überhaupt an Patienten gemacht wurden und nicht nur am PC geschrieben.
Und wie du bereits sagtest, hinter der Schulmedizin und auch hinter den alternativen Heilmethoden stehen mehr oder weniger engagierte Menschen.
Dass man als Patient sich selbst informieren muss, ist auch nicht alltäglich. Der "brave" Patient oder der mit Respekt vor der Diagnose wird alles das tun, was der Arzt sagt. Sogar ich Dussel haben brave jede verordnete Einheit Insulin gespritzt und artig wieder 8 Wochen gewartet bis im nächsten Termin die Diadoc das Basal 2 E. höherschraubt. Und manches mal bin ich mir nicht recht sicher, ob der Arzt mir gegenüber einen informierten Patienten überhaupt möchte, denn der könnte unbequehm sein und anstrengend, weil er Arbeit macht, aber er könnte auch besser kooperieren. Ich habe in manchen Facharztrichtungen zeitlang auf eher die "alten weisen Doktoren" geschworen, z.B. aber letztens mich bewusst für die "Jugend" entschieden (Hautarzt) und war ziemlich begeistert, weil sich ne Menge getan hat. Es kommt eben immer auf das "gerüttelt Maß" an. von Pia -
Der Zuckerschlumpf
Rang: Gastam 23.08.2007 17:00:41
Nur mal ein Gedanke:
Wenn die Pharmaforschung eine Pille gefunden hätte, die jeder Diabetiker nur ein einziges Mal einnehmen müsste und er wäre seinen Diabetes los....................
Glaubt Ihr wirklich, diese Pille würde auf den Markt kommen???????????
Es geht um Milliarden, die durch DM-Tabletten, Insulin, Spritzen, Pumpen und nicht zuletzt die teuren BZ-Messtreifen in die Kassen kommen!
Profit spielt eine unverschämte Rolle in einem Bereich, in den Profit nicht hingehört: in der Medizin. Leider geht der Trend dahin, dass Schulmedizin ein Geschäft ist, munter weiter. Krankenhäuser müssen nun ihre OP-Zahlen veröffentlichen, damit Patienten sich ein Urteil über deren Routine machen können. Schön und gut. Zu was führt das?? Zu Unmengen unnötiger OPs, damit man stattliche Zahlen vorweisen kann und das Konkurrenzkrankenhaus aussticht.
In der Schulmedizin geht es leider nicht in 1. Linie um das Wohl des Patienten.
Auch ich bin für aufgeklärte Patienten, die sich selbst entscheiden, was - wann - wo. Auch manchmal ohne die Schulmedizin, auch manchmal mit.
Der Zuckerschlumpf
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thomas2002
Rang: Gastam 23.08.2007 17:08:22
also schulmedizin vs traditionelle medizin. wenn ich mitten im busch bin, und ein problem habe, muß ich zur kräuterfrau gehen, in der hoffnung, daß sie etwas mehr als voodo kann, und zwar soviel mehr, daß ich das nächste hospital erreiche. für mich der große nachteil der kräutermedizin ist, daß die wirkstoffe sehr abhängig von jahreszeit und ort des wachsens abhängig ist. bei einer pille/ampulle weiß ich, wieviel drinnen ist. ich weiß aber auch, daß ich mich mit einem pfefferminztee etwas beruhigen kann.
die sache mit dem essig. laboressig ist so um die 100%, haushaltsessig solide unter 10 %, also bitte vorm zusammenmischen etwas den taschenrechner quälen.
der behandelnde arzt und der mündige patient ist auch so ein thema. ein patient, der sich in ein thema eingelesen hat, kann bei einem verständigen arzt offne türen einrennen. oder er glit sehr schnell als querulant. den menschen geht es wie den leuten, wer suchet der findet.
wann soll wie behandelt werden et al.
da sehe ich es genau so wie jürgen. wenn man erkannt hat, daß man auf den besten weg ist, zu erkranken, kann man warten, bis die gesündesten auch erkrankt währen, oder man versucht so früh wie möglich gegenzusteuern. da hilft es m.m nach nicht, zu sagen, die werte sind zwar auffällig, aber sie haben ja noch kein dm. aber es hat sich keiner die mühe gemacht, eine gegenrechnung aufzumachen, wieviel dm mit einer blutwäsche hätte verhindert werden können. statt dessen kleben wir dank unser aller ulla noch fester am staatsfetischismus.
gruß von thomas2002 -
Pia
Rang: Gastam 23.08.2007 17:41:29
Genau, Thomas,
wennich zum Arzt gehe und habe Magenschmerzen und frage: Könnte daran liegen, das ich...
bringe ich den Arzt möglicherweise in eine Richtung, die möglich wäre, aber am Ende nicht die Ursache meiner Beschwerden ist.
Am besten ist es, sich so weit es geht, zu informieren, dann den untertanen Patienten zu geben und hie und da in einem Nebensatz ein Fräglein einzuwerfen, sich aber den Laienstatus tunlichst zu erhalten.
Ich gehe auch gern mit einem Zettel in die Praxis, auf dem ich mir meine Fragen notiere und sage dann: Das muss ich tun, damit ich nix vergesse. So erwecke ich den senilen Patienten;-) Nee, aber das ist wirklich so. Aus der Praxis raus, Mensch, du wolltest doch noch das und das fragen..
Bei meiner Hausärztin und im Schmerzzentrum ist das anders, da habe ich den Eíndruck, wir bewegen uns auf gleicher Augenhöhe.
Aber bei einem Arztbesuch in neuen Sphären sollte man doch erst mal sondieren. Und den Arzt suchen lassen... von Pia -
Bernd B.
Rang: Gastam 24.08.2007 01:13:13
Hi Pia und andere,
*wennich zum Arzt gehe und habe Magenschmerzen und frage: Könnte daran liegen, das ich...
bringe ich den Arzt möglicherweise in eine Richtung, die möglich wäre, aber am Ende nicht die Ursache meiner Beschwerden ist.*
So beeinflussbar sollte ein guter Arzt nicht sein. Auch wenn man ihm die eigenen Vermutungen sagt (was oft wirklich auch wichtig sein kann), wird er trotzdem seine fachliche Diagnostik machen. Außer er ist wirklich nicht sehr zuverlässig und korrekt, spart sich gerne Arbeit und eigenes Nachdenken. So einen Arzt würde ich wechseln.
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Zum Thema "Alternative Medizin":
Ich habe in einem älteren Thread gelesen, dass z.B. Hans Lauber als Spinner betitelt worden ist. So etwas finde ich allerdings auch nicht gut. Was ist daran "Spinner", wenn sich jemand so aktiv mittels Sport, Ernährung und Kräutern etc.. darum bemüht, seinen BZ im guten Bereich zu halten?? Wer maßt sich an, Versuche anderer zu verurteilen? Lauber ist zudem bisher ja wohl sehr erfolgreich mit seinem Weg und ohne Medis. Jeder Mensch hat seinen Weg und alleine das sich um seine eigene Gesunderhaltung zu bemühen ist schon besser als sich nur dem Onkel Diadoc "auf die Liege zu legen" und Rezepte in Empfang zu nehmen. Also, warum Lauber als Spinner hinstellen? Es gibt auch andere als den ureignen (schulmedizinischen) Weg.
Ich plädiere auch für mehr Toleranz und gegenseitigen Respekt vor den jeweils individuellen Wegen!!
Bernd
von Bernd B.